DE643480C - Zweihandsicherheitseinrueckung fuer Reibscheibenspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpressdruckes fuer die Reibscheiben - Google Patents

Zweihandsicherheitseinrueckung fuer Reibscheibenspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpressdruckes fuer die Reibscheiben

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DE643480C
DE643480C DEV31860D DEV0031860D DE643480C DE 643480 C DE643480 C DE 643480C DE V31860 D DEV31860 D DE V31860D DE V0031860 D DEV0031860 D DE V0031860D DE 643480 C DE643480 C DE 643480C
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Germany
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valve
press ram
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hand
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DEV31860D
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Maschinenfabrik JM Voith GmbH
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Maschinenfabrik JM Voith GmbH
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/18Control arrangements requiring the use of both hands
    • F16P3/22Control arrangements requiring the use of both hands for hydraulic or pneumatic control systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweihandsicherheitseinrückung für Reibspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpreßdruckes für die Treibscheiben.
Zum Betrieb von Reibspindelpressen sind vor allen Dingen mechanische, unmittelbar von Hand zu betätigende Steuerungen bekanntgeworden, die den Anpreßdruck zwischen den Treibscheiben und dem Reibrad erzeugen und so den Vor- und Rücklauf des Pressenstößels besorgen. Dies ist aber nur bis zu einer gewissen Pressengröße möglich, da bei größeren Einheiten die aufzubringenden Kräfte so groß' werden, daß man eine Servokraft zu Hilfe nehmen muß. Dafür wurden hydraulisch gesteuerte Servomotoren mit Erfolg verwendet, und die aus der Regeltechnik der Kraftmaschinen bekannten Anordnungen verdienen dabei den Vorzug, da jeder Stellung des Steuerorgans eine bestimmte Stellung des Servomotorkolbens entspricht. Durch das willkürlich beeinflußbare Verschiebungsmaß des Arbeitskolbens kann der jeweils für den Preßvorgang nötige Anpreßdruck hergestellt werden. Beim Betrieb der Spindelpresse besteht die Gefahr, daß der Bedienungsmann, durch Unachtsamkeit oder aus dem Wunsch heraus noch irgendwelche Änderungen an der eingespannten Preßform oder dem Zieh- oder Stanzwerkzeug vorzunehmen, beim Niedergehen des Preßstempels die freie Hand nicht mehr rechtzeitig aus der Maschine bringt und se schwere Unfälle, vor allen Dingen Handverletzungen, verursacht werden. Während in vielen Fällen bei den unmittelbar von Hand angepreßten Treibscheiben die aufzuwendende Kraft so groß ist, daß der Bedienungsmann schon von vornherein gezwungen ist, beide Hände zum Einrücken der Presse zu gebrauchen, fällt ein derartiger natürlicher Schutz bei hydraulisch gesteuerten Servoeinrichtungen weg, da nur noch ganz geringe Kräfte zum Auslösen der einzelnen Arbeitsvorgänge aufgewendet werden müssen.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine Zweihandsicherheitseinrückung für Reibscheibenspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpreßdruckes für die Reibscheiben geschaffen, so daß dem Bedienungsmann nur noch die sinngemäße Handhabung der hydraulischen Steuerung obliegt, er aber trotzdem durch verschiedene in Abhängigkeit zueinander stehende Steuerkolben gezwungen ist, beidhändig zu steuern, und zwar so lange, bis die Presse ganz zusammengefahren ist. Dabei bewirkt das Schalten eines Handhebels, der auf das die Axialbewegung der Reibscheiben steuernde Ventil einwirkt, und eines zweiten Handhebels, der ein den Treibmittelzufluß zum Ventil regelndes Sicherheitschaltventil steuert, den Vorlauf des Pressenstößels. Bei Loslassen des zweiten Handhebels gelangt das Sicherheitsventil
selbsttätig in eine Lage, in der der Treibmittelzufluß zu dem Steuerventil gesperrt ist und gleichzeitig das Treibmittel den Kolben einer Umkehreinrichtung beaufschlagt, der auf ein den Handhebel mit dem Steuerventil verbindendes Gestänge einwirkt und bei festgehaltenem Handhebel dieses Steuerventil in die Stellung für die rückläufige Bewegung des Pressenstößels bringt. Die durch das ίο Sicherheitsschaltventil und die Umkehreinrichtung eingeleitete Rückwärtsbewegung des Pressenstößels wird dabei durch ein mit Hilfe einer am Pressenstößel befestigten, verstellbaren Kurvenscheibe gesteuertes Ven- »5 til, welches den Kolben in die Stellung für den Vorlauf des Pressenstößels bringt, zeitweise wieder aufgehoben. Weiterhin kann noch das Einschalten der Hauptsteuerung bzw. der Zusatzventile in an sich bekannter Weise von dem Verschieben eines Schutzgitters oder ähnlichen Einrichtungen vor die Pressenöffnung abhängig gemacht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Abb. ι zeigt eine Gesamtanordnung der Spindelpresse mit den hydraulischen Steuerorganen im Schnitt.
Abb. 2 zeigt einen Ausschnitt des hydraulischen Antriebs mit Umkehrventil. ^o Der den Anpreßdruck erzeugende Servomotor ι wird durch Betätigung des Handhebels 5 über das Gestänge 19, 20, 13 in bekannter Weise durch ein Steuerventil 4 in entsprechendem Sinne gesteuert. Der Handhebel 5 ist hierbei so eingerichtet, daß er nach Freigabe in die Auflage sich einstellt. Das von einer Pumpe oder einem Druckakkumulator gelieferte Druckmittel zur Verschiebung des Arbeitskolbens wird jedoch nicht unmittelbar dem Steuerventil 4 zugeführt, sondern durch die Leitung 15 über ein besonderes Sicherheitsschaltventil 6 geleitet. Dieses besteht aus einem Kolbenschieber 21, der durch eine Feder 32 in seiner oberen Lage gehalten wird und hierbei das Druckmittel nach dem Ringraum 22 bzw. der Leitung 25 leitet. Erst wenn der Kolben 21 mittels des Handhebels 7 nach abwärts gedrückt wird, wird über den Ringraum 23 der Weg für das "Druckmittel über die Leitung 24 nach dem Steuerventil 4 freigegeben, worauf dessen Betätigung durch den Steuerhebel 5 erfolgen kann.
Durch die Vorrichtung, die ohne Änderung des Erfindungsgedankens statt von der Lage des Handhebels 7 auch von der Lage eines Schutzgitters usw. abhängig gemacht werden kann, ist bereits eine Sperrung der Einleitung der Abwärtsbewegung des Pressenstößels 3 erreicht. Dagegen würde eine bereits eingeleitete Abwärtsbewegung nicht unterbunden, selbst wenn der Handhebel 7 losgelassen wird, da die lebendige Kraft des durch die Treibscheiben 12 bzw. 12' in Bewegung gesetzten Reibrades 17 genügt, um die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Es wird daher erfindungsgemäß ein Umkehrventil 8 in den Steuervorgang eingeschaltet. Es besteht aus einem durch die Feder 33 belasteten Kolben 8, an welchem im Drehpunkt 9 das Steuergestänge angelenkt ist. Im ordnungsmäßigen Betrieb, wenn also das Druckmittel über die Leitung 24 dem Steuerventil 4 zufließt, ist der Kolben 8 durch seine Feder 33 nach rechts gedrückt. Wird jedoch der Handhebel 7 des Sicherheitsschaltventils 6 freigegeben, so wird infolge des sich nach oben verschiebenden Steuerkolbens 21 dem Druckmittel der Weg nach der Leitung 24 versperrt und derjenige nach der Leitung 25 freigegeben. Es gelangt auf die Rückseite des Kolbens 8 und verschiebt diesen entgegen seiner Anpreßfeder 33 nach links. Durch die damit verbundene Verlagerung des Drehpunktes 9 des Steuergestänges wird das Steuerventil 4 in die Stellung für den Aufwärtsgang des Pressenstößels 3 gebracht, gleichgültig in welcher Lage sich der Steuerhebel 5 gerade befindet. Im ordnungsgemäßen Betrieb ist dem Druckmittel der Weg nach der Rückseite des Kolbens 8, welche durch den Steuerkolben 21 mit dem Ablauf 26 verbunden ist, durch das Rückschlagventil 14 versperrt. Die bisher beschriebene Sicherung ist bereits eine vollkommene. Sie hätte jedoch den Nachteil, daß im Falle ihres Eingreifens oder bei Betriebspausen die Presse jeweils bis an ihr oberes Hubende laufen würde und dort die lebendige Kraft jeweils abgebremst werden müßte.
Es wird somit erfindungsgemäß eine in Abb. 2 dargestellte Zusatzeinrichtung geschaffen. Sie besteht aus dem Rückholventil 27, dessen Kolbenschieber 10 unter dem Einfluß einer Feder 34 in seiner höchsten Lage gehalten wird. In dieser Stellung gelangt das aus der Leitung 25 beim Eingreifen der Sicherheitsvorrichtung kommende Druckmittel unbehindert über den Ringraum 28 nach der Leitung 29 und dem Umkehrventil 6.
Am Preßstößel 2 ist eine einstellbare Kurvenbahn 11 angebracht, die bei Erreichung einer bestimmten Höhenlage den Kolben 10 des Rückholventils 27 mittels des Winkelhebels 31 in die in Abb. 2 dargestellte Lage herabdrückt. Damit wird durch den hohlen Kolben 10 der Ringraum 28 und somit auch der Druckraum des Umkehrventils 8 über die Leitung 30 mit dem Ablauf verbunden. Der Koben des Umkehrventils 8 wird durch seine Feder 33 wieder nach rechts verschoben, und es wird bei entsprechender
Stellung des Steuerhebels 5 wieder eine Abwärtsbewegung der Presse herbeigeführt, da der Drehpunkt 9 des Steuergestänges wieder seine alte Lage eingenommen hat. Aus der Anordnung ist ersichtlich, daß sich nun dieses Spiel wiederholt, der Pressenstößel somit so lange um diese einstellbare Höhenlage pendeln wird, solange der Hebel 7 des Sicherheitsschaltventils 6 nicht herabgedrückt wird
λο und der Steuerhebel 5 auf Abwärtsbewegung gestellt ist. Es wird sich jedoch eine Ruhestellung einspielen, sobald der Steuerhebel 5 in seine Mittellage gebracht wird, wie dies bei Betriebspausen der Fall sein wird.
Erfindungsgemäß wird an den vorbeschriebenen Einrichtungen im wesentlichen nichts geändert, wenn statt eines hydraulischen Druckmittels ein anderes, z. B-. Dampf oder Luft, angewendet wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Zweihandsicherheitseinrückung für Reibscheibenspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpreßdruckes für die Reibscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalten eines Handhebels (5), der auf das die Axialbewegung der Reibscheiben (12, 12') steuernde Ventil (4) einwirkt, und eines zweiten Handhebels (7), der ein den Treibmittelzufluß zum Ventil (4) regelndes Sicherheitsschaltventil (6) steuert, den Vorlauf des Pressenstößels (2) bewirkt und daß. bei Loslassen des Handhebels (7) das Sicherheitsschaltventil (6) selbsttätig in eine Lage gelangt, in der der Treibmittelzufluß zum Ventil (4) gesperrt ist, und gleichzeitig das Treibmittel den Kolben einer Umkehreinrichtung (8) beaufschlagt, der auf das den Handhebel (5) mit dem Ventil (4) verbindende Gestänge (19, 20, 13) einwirkt und bei festgehaltenem Handhebel (5) das Ventil (4) in die Stellung für die rückläufige Bewegung des Pressenstößels (2) bringt.
  2. 2. Zweihandsicherheitseinrückung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Sicherheitsschaltventil (6) und die Umkehreinrichtung (8) eingeleitete Rückwärtsbewegung des Pressenstößels (2) durch ein mit Hilfe einer am Pressenstößel befestigten, verstellbaren Kurvenscheibe (11) gesteuertes Ventil (10), welches den Kolben der Umkehrvorrichtung (8) in die Stellung für den Vorlauf des Pressenstößels bringt, zeitweise wieder aufgehoben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEV31860D 1935-05-24 1935-05-24 Zweihandsicherheitseinrueckung fuer Reibscheibenspindelpressen mit hydraulischer Steuerung des Anpressdruckes fuer die Reibscheiben Expired DE643480C (de)

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DE (1) DE643480C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972548C (de) * 1952-05-28 1959-08-13 Weingarten Ag Maschf Steuerung fuer Arbeitsmaschinen
DE1233271B (de) * 1959-07-02 1967-01-26 Westinghouse Bremsen Apparate Sicherheitssteuerung mit Zweihandbetaetigung fuer einen druckmittelbetaetigten Stellmotor

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DE972548C (de) * 1952-05-28 1959-08-13 Weingarten Ag Maschf Steuerung fuer Arbeitsmaschinen
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