DE643077C - Aus zwei bandfoermigen Leitern bestehende Hochfrequenzleitung - Google Patents
Aus zwei bandfoermigen Leitern bestehende HochfrequenzleitungInfo
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- DE643077C DE643077C DES113477D DES0113477D DE643077C DE 643077 C DE643077 C DE 643077C DE S113477 D DES113477 D DE S113477D DE S0113477 D DES0113477 D DE S0113477D DE 643077 C DE643077 C DE 643077C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P3/00—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type
- H01P3/02—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type with two longitudinal conductors
- H01P3/08—Microstrips; Strip lines
Landscapes
- Communication Cables (AREA)
Description
Im Hauptpatent 642 417 wurde vorgeschlagen,
zwei Leiter mit bandförmigem Querschnitt für die Hochfrequenzübertragung zu benutzen, um einerseits das magnetische
Außenfeld der Leitung und andererseits die magnetischen Kopplungen zwischen den parallel
geführten Leitungen eines Fernmeldekabels herabzusetzen. Ferner wird bei den bandförmigen Leitern gegenüber den bisher
üblichen runden Leitern eine gleichmäßigere Verteilung der Stromlinien über den Leiterquerschnitt
erzielt.
Gemäß der Erfindung werden bei einer aus zwei bandförmigen Leitern bestehenden Hochfrequenzleitung
die Leiter in der Weise gebogen, daß die Entfernung der Bandränder voneinander größer ist als die der Bandmitten.
Die Erfindung geht hierbei von der Erkenntnis aus, daß auch bei einer gemäß dem
Hauptpatent aus geraden bandförmigen Leitern bestehenden Leitung noch keine völlig
gleichmäßige Stromverteilung erzielt wird, weil der Skineffekt eine Verdrängung der
Stromlinien nach den Seitenrändern der Leiter zu bewirkt. Wird jedoch den bandförmigen
Leitern erfindungsgemäß ein derartiger Querschnitt gegeben, daß der gegenseitige
Abstand der Leiter an den Seitenrändern größer ist als in der Mitte, so tritt eine Anpassung
des Leiterquerschnitts an den Feldlinienverlauf ein. Hierdurch wird erreicht, daß die Feldlinien den Leiter nicht mehr
bzw. nur noch in geringem Maße schneiden. Die erforderliche Durchkrümmung der Leiter
hängt vom Abstand der Leiter und von der Frequenz der zu übertragenden Ströme ab. In den Fällen, in denen der gegenseitige
Abstand der Leiter im Verhältnis zu ihrer Breite klein ist, empfiehlt es sich, den Querschnitt
der Leiter in der Mitte stärker zu machen als an den Seitenrändern.
Die Leiter gemäß der Erfindung werden zweckmäßig wie die bisher gebräuchlichen
runden Leiter einzeln mit einer Luftraumisolation umgeben. Die Formung der Leiter
kann mit ihrer Isolierung in einem Arbeitsgang vorgenommen werden, indem man den
zunächst geraden Bandleiter durch Profilwalzen hindurchlaufen läßt. Bei der Verseilung
der beiden Adern zu einem Paar wird vorteilhaft nach den an sich bekannten Verfahren
eine Verformung der Adern vorgenommen, um zu vermeiden, daß in den einzelnen Adern nach ihrer Verseilung Torsionsspannungen
verbleiben.
Mehrere aus derartigen Leitern bestehende Leitungen können zu einem Mehrfachkabel
zusammengefaßt werden. Zur Vermeidung von Störungen zwischen den parallel geführ-
8' Von dem Patentsticher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hermann Lintsel in Berlin-Siemensstadt.
ten Leitungen eines Kabels können die an sich bekannten Mittel und Maßnahmen angewendet
werden, beispielsweise die Wahl verschiedener Dralle, Abschirmung der einzelne^
Leitungen durch elektrostatische oder elektrö"; ■■
magnetische Schirme und die Anwendung von':; zusätzlichen Ausgleichsmaßnahmen. Mit Rück- '
sieht aber darauf, daß es große Schwierigkeiten bereitet, eine genügende Störungsfreiheit
zwischen benachbarten Leitungen bei hohen Frequenzen zu erreichen, enthält das Fernmeldekabel gemäß der Erfindung
zweckmäßig nur eine einzige Leitung. Die bei einem nur eine Leitung enthaltenden
Fernmeldekabel im Bleimantel entstehenden Wirbelströme können bekanntlich dadurch auf
ein unschädliches Maß herabgesetzt werden, daß man entweder unter dem Bleimantel eine
dünne, vorteilhaft vom Bleimantel isolierte, gut leitende und gegebenenfalls magnetisierbare
Schicht anordnet oder den Abstand des Bleimantels von der Doppelleitung so
groß macht, daß die magnetischen Feldlinien den Bleimantel nicht mehr bzw. nur noch in geringem Maße schneiden. Zu dem
gleichen Zweck kann der Kabelmantel in bekannter Weise auch aus einem nichthygroskopischen
Isolierstoff, beispielsweise aus Polystyrol, hergestellt werden. In den Fig. 1 bis 3 sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Nach der Fig. 1 enthält das Hochfrequenzkabel eine Leitung mit den beiden einzeln
mit einer Luftraumisolation umgebenden Leitern 10 und 11. Die Luftraumisolation jedes
einzelnen Leiters wird dadurch gebildet, daß parallel zu jedem Leiter mehrere Isolierstoffkordeln
12 gelegt werden und das Ganze mit einer gemeinsamen Umhüllung 13, beispielsweise
mit einer Bandwicklung, umgeben wird. Die beiden in dieser Weise gebildeten Adern
werden miteinander verdrillt und die so gebildete Leitung unter Parallelführung der Kordeln
14 mit einer Umhüllung 15 in Form einer Bandwicklung ο. dgl, umgeben. Über
der so gebildeten Leitung ist zur Erzielung einer Luftraumisolation zwischen der Leitung
und dem Kabelmantel eine Kordel 16 schraubenlinienförmig
gewickelt, über der die Umhüllung 17 und der Kabelmantel 18 folgen.
Als Isolierstoffe für die Kordeln und die einzelnen Umhüllungen werden zweckmäßig
solche Stoffe benutzt, die eine kleine Dielektrizitätskonstante und kleine dielektrische
Verluste aufweisen, beispielsweise Polystyrol. Unter dem Kabelmantel 18 kann zur Herabsetzung
der Wirbelströme im Bleimantel eine dünne gutleitende Schicht angeordnet sein.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Querschnitt der Leiter in der
Mitte stärker ist als an den Seitenrändern. ,Von den die Leitung bildenden Leitern 20
jind 21 ist jeder Leiter einschließlich der
-außen eingelegten Kordel 22 zunächst mit ',einer Kordel 23 und einer Umhüllung 24 in
P'orm einer Bandwicklung ο. dgl. umgeben. Die beiden so isolierten Adern werden unter
Parallelführung der Kordeln 25 miteinander verseilt und mit einer gemeinsamen Umhüllung
26 in Form einer Bandwicklung ο. dgl. versehen. Hierüber folgen in der gleichen
Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. ι eine schraubenlinienförmig gewickelte
Kordel 27, eine Umhüllung 28 und der Kabelmantel 29, Als Isolierstoff wird zweckmäßig
Polystyrol benutzt.
Die Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Abstand zwischen dem Kabelmantel
und der Leitung so groß gewählt ist, daß die die einzelnen Adern umkreisenden Feldlinien den Kabelmantel nicht bzw. nur
in geringem Maße schneiden. Die beiden Leiter 51 und 52 der Leitung sind einzeln mit
einer Luftraumisolation 53 umgeben und gemeinsam unter Parallelführung der Kordeln
54 durch eine Bandwicklung 5 5 zusammengefaßt. Über der so aufgebauten Leitung sind
der Reihe nach eine schraubenlinienförmig gewickelte Kordel 56, die Umhüllung 57, eine
weitere schraubenlinienförmig gewickelte Kordel 58, die Umhüllung 59 und der Kabel- ■
mantel 60 aufgebracht.
Claims (5)
1. Aus zwei bandförmigen Leitern bestehende Hochfrequenzleitung nach Patent
642417, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leiter derart gekrümmt sind, daß die Entfernung der Bandränder voneinander größer
ist als die der Bandmitten.
2. Leitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform
der bandförmigen Leiter der Richtung der Feldlinien angepaßt ist.
3. Leitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der bandförmigen
Leiter in der Mitte größer ist als an den Seitenrändern.
4. Leitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außen in der Aus- no
höhlung der sichelförmigen Leiter zusätzliche Adergruppen für die Niederfrequenzübertragung
angeordnet sind.
5. Leitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über der Leitung ein
leitender Schirm angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLIN. CEI)RVCKT :N !>::!<
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113477D DE643077C (de) | 1934-03-30 | 1934-03-30 | Aus zwei bandfoermigen Leitern bestehende Hochfrequenzleitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113477D DE643077C (de) | 1934-03-30 | 1934-03-30 | Aus zwei bandfoermigen Leitern bestehende Hochfrequenzleitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643077C true DE643077C (de) | 1937-03-24 |
Family
ID=7532550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES113477D Expired DE643077C (de) | 1934-03-30 | 1934-03-30 | Aus zwei bandfoermigen Leitern bestehende Hochfrequenzleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643077C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749482C (de) * | 1937-09-07 | 1945-01-12 | Fernmeldekabel mit symmetrisch verseilten Adergruppen zur UEbertragung hoeherer Frequenzen | |
| DE904427C (de) * | 1943-01-22 | 1954-02-18 | Sueddeutsche Kabelwerke Zweign | Fernmeldekabel mit verminderter Teilkapazitaet |
-
1934
- 1934-03-30 DE DES113477D patent/DE643077C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749482C (de) * | 1937-09-07 | 1945-01-12 | Fernmeldekabel mit symmetrisch verseilten Adergruppen zur UEbertragung hoeherer Frequenzen | |
| DE904427C (de) * | 1943-01-22 | 1954-02-18 | Sueddeutsche Kabelwerke Zweign | Fernmeldekabel mit verminderter Teilkapazitaet |
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