DE64217C - Verfahren zur Darstellung von blauvioletten Farbstoffen der Rosanilinreihe. (2 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von blauvioletten Farbstoffen der Rosanilinreihe. (2

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DE64217C
DE64217C DENDAT64217D DE64217DA DE64217C DE 64217 C DE64217 C DE 64217C DE NDAT64217 D DENDAT64217 D DE NDAT64217D DE 64217D A DE64217D A DE 64217DA DE 64217 C DE64217 C DE 64217C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/16Preparation from diarylketones or diarylcarbinols, e.g. benzhydrol

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, dafs eine Reihe von Triphenylmethanfarbstoffen, welche durch Condensation von Tetramethyldiamidobenzophenon mit aromatischen Aminen entstehen, auch dargestellt werden können, indem man das Reductionsproduct des Ketons, das Tetramethyldiamidobenzhydrol, mit den Aminen condensirt und die gebildeten Leukoverbindungen oxydirt. Auch zur Darstellung der in den Patentschriften No. 62539 und No. 63260 beschriebenen Farbstoffe aus Tetramethyldiamidobenzophenon kann man vom. Tetramethyldiamidobenzhydrol ausgehen. Letzteres läfst sich mit den dort genannten ätherificirten Oxybasen, nämlich mit
m-Methoxyphenyl-p-tolylamin,
m - Aethoxyphenyl - ρ - tolylamin,
m - Methoxyphenyl - ο - tolylamin,
m - Aethoxyphenyl - ο - tolylamin,
m - Methoxyphenyl - m - xylylamin,
m - Aethoxyphenyl - m - xylylamin
leicht zu Leukoverbindungen condensiren, welche beim Oxydiren Farbstoffe liefern, die mit den entsprechenden Condensationsproducten des Tetramethyldiamidobenzophenons identisch
Die Umwandlung der basischen Farbstoffe in Sulfosäuren mittelst rauchender Schwefelsäure läfst sich nach der im Patent No. 62539 unter III. gegebenen Vorschrift ausführen, mögen die basischen Farbstoffe aus Hydrol oder aus Keton dargestellt sein. Im vorliegenden Fall kann man indessen zur Darstellung der Säurefarbstoffe auch in der Weise verfahren, dafs man die aus dem Hydrol dargestellten Leukoverbindungen, statt dieselben zu oxydiren und dann zu sulfuriren, zuerst sulfurirt und die Leukosulfosäuren dann oxydirt.
Darstellung der Leukobasen und Oxydation derselben.
Die Condensation von Tetramethyldiamidobenzhydrol mit den ätherificirten Oxybasen erfolgt sehr leicht und wird schon durch die Gegenwart einer geringen Menge einer Säure, wie z. B. Salzsäure, bewirkt. Anwendung eines Lösungsmittels, wie z. B. Alkohol, sowie Erwärmen beschleunigt die Bildung der Leukoverbindungen.
Beispiel: 27 Th eile Tetramethyldiamidobenzhydrol und 21 Theile m-Methoxyphenylp-tolylamin werden in 250 Theilen Alkohol gelöst. Diese mit 5 Theilen Salzsäure von 33 pCt. versetzte Lösung wird nach 4 bis 5 stündigem Stehen bei gewöhnlicher Temperatur noch 2 bis 3 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt. Die Beendigung der Condensation ist daran zu erkennen, dafs eine Probe, mit etwas essigsaurem Natron und · Eisessig gekocht, nicht mehr die für das Hydrol charakteristische blaue Färbung zeigt. Man destillirt hierauf den Alkohol zum gröfsten Theil ab, versetzt den Rückstand mit Wasser und Sodalösung bis zur alkalischen Reaction, filtrirt die als
weifser Niederschlag abgeschiedene Leukobase, löst sie zur Reinigung nochmals in verdünnter Salzsäure, fällt die filtrirte Lösung mit Alkali, preist und trocknet.
In diesem Beispiel kann an Stelle des m-Methoxyphenyl-p-tolylarnins die äquivalente Menge jeder der übrigen oben genannten ätherificirten Oxybasen eingesetzt werden, ohne dafs das Verfahren eine Aenderung erleidet.
Die auf diese Weise erhaltenen Leukobasen sind zur Weiterverarbeitung genügend rein; es sind farblose oder schwach gefärbte Pulver, leicht löslich in verdünnten Säuren, Alkohol, Benzol; sie schmelzen schon unter ioo° C. und färben sich am Licht und an der Luft allmälig grünlich bis violett.
Die Ueberführung der Leukobasen in Farbstoffe geschieht nach der für die Oxydation von Leukoverbindungen der Triphenylmethanfarbstoffe bekannten und in der Technik üblichen Weise in schwach saurer Lösung mittelst eines Oxydationsmittels, wie Blei- oder Mangansuperoxyd.
Es werden z. B. io Theile Leukobase in 6 Theilen Salzsäure von 33 pCt. und 250 Theilen Wasser gelöst, 200 Theile Eis zugefügt und rasch 10,2 Theile einer 50 proc. Bleisuperoxydpaste eingerührt. Nach '/4 stündigem Rühren giebt man 4 Theile Glaubersalz zu, filtrirt, wäscht den Niederschlag mit heifsem Wasser aus und fällt aus dem Filtrat den Farbstoff mit Kochsalz.
Sulfurirung der Leukobasen und Oxydation der Leukosulfosäuren.
Die Sulfurirung der Leukobasen vollzieht sich fast unter den gleichen Bedingungen wie die der basischen Farbstoffe.
Man trägt zweckmäfsig 10 Theile fein gepulverte Leukobase in die vierfache Menge rauchender Schwefelsäure von 23 bis 30 pCt. Anhydridgehalt unter Abkühlung mit Eis ein, rührt dann noch einige Stunden, · bis sich eine Probe der Masse in Ammoniak löst. Das SuI-furirungsgemisch wird hierauf in Eiswasser eingetragen und soweit mit Natronlauge abgestumpft, bis sich die Leukosulfosäure vollständig ausgeschieden hat. Letztere wird auf ein Filter gebracht und dann in feuchtem Zustand direct weiter verarbeitet. Man löst sie in ι ο Theilen Salzsäure von 3 3 pCt.-und 2 50 Theilen Wasser, kühlt durch Zusatz von 200 Theilen Eis und oxydirt mit 10,2 Theilen 50 proc. Bleisuperoxydpaste. Das gelöste Blei wird zusammen mit dem Farbstoff durch Glaubersalz gefällt. Dem füfrirten Niederschlag entzieht man den Farbstoff durch Extraction mit verdünnter Sodalösung, versetzt dann mit Kochsalz und trocknet nach Entfernung der Mutterlauge das ausgeschiedene Säureviolett.
Die auf diese Weise dargestellten Säurefarbstoffe stimmen mit den durch Sulfurirung der entsprechenden basischen Farbstoffe erhaltenen überein.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung von violettblauen basischen Farbstoffen der Rosanilinreihe, darin bestehend, dafs man an Stelle des im Anspruch 1. des Patents No. 62539 genannten Tetramethyldiamidobenzophenons hierTetramethyldiamidobenzhydrol mit
    m - Methoxyphenyl - ρ - tolylamin,
    m - Aethoxyphenyl - ρ - tolylamin,
    m - Methoxyphenyl-ο - tolylamin,
    m -Aethoxyphenyl - ο - tolylamin,
    m - Methoxyphenyl - m -xylylamin,
    m - Aethoxyphenyl-m-xylylamin
    bei Gegenwart einer Säure, wie z. B. Salzsäure, condensirt und die entstandenen Leukoverbindungen oxydirt.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung von violettblauen Säurefarbstoffen durch Einwirkung rauchender Schwefelsäure auf die nach dem durch Anspruch 1. geschützten Verfahren dargestellten basischen Farbstoffe.
  3. 3. Verfahren zur Darstellung von violettblauen Säurefarbstoffen, darin bestehend, dafs man statt der nach dem durch Anspruch 1. geschützten Verfahren dargestellten basischen Farbstoffe deren Leukoverbindungen sulfurirt und die entstandenen Leukosulfosäuren oxydirt.
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