DE6407C - Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs - Google Patents
Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-VerschlufsInfo
- Publication number
- DE6407C DE6407C DENDAT6407D DE6407DA DE6407C DE 6407 C DE6407 C DE 6407C DE NDAT6407 D DENDAT6407 D DE NDAT6407D DE 6407D A DE6407D A DE 6407DA DE 6407 C DE6407 C DE 6407C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gun
- lever
- wedge
- double wedge
- locking
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 5
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 3
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 3
- 229910000906 Bronze Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000010974 bronze Substances 0.000 description 2
- KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N copper tin Chemical compound [Cu].[Sn] KUNSUQLRTQLHQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- NIOPZPCMRQGZCE-WEVVVXLNSA-N 2,4-dinitro-6-(octan-2-yl)phenyl (E)-but-2-enoate Chemical group CCCCCCC(C)C1=CC([N+]([O-])=O)=CC([N+]([O-])=O)=C1OC(=O)\C=C\C NIOPZPCMRQGZCE-WEVVVXLNSA-N 0.000 description 1
- 239000002775 capsule Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
- F41A3/02—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
- F41A3/10—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
1878.
Klasse 72.
LEOPOLD KÜCHEN und ROBERT KÜCHEN in BIELEFELD. Geschütz mit beweglichem Hintertheii und Doppelkeil-VerschluFs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1878 ab.
Das in beiliegenden Zeichnungen dargestellte Geschütz hat den Zweck, die Mängel der jetzigen
Hinterladergeschütze zu beseitigen.
Die Mängel bestehen darin:
1. Die Handhabung des Schlufsstopfens nimmt zu viele Griffe in Anspruch und zwar,drei
Griffe für das Oeffnen und drei Griffe für das Schliefsen.
2. Nachdem das Geschütz abgefeuert ist, hat sich der Querdorn bezw. der Verschlufsstopfen
oft so festgesetzt, dafs derselbe nur mit grofser Mühe herauszubringen ist, wodurch die Dichtungsfläche
leicht undicht wird.
3. Ist das Geschütz dreimal abgefeuert, so mufs, um die Dichtungsflächen reinigen zu können, das
von oben schräg eingebohrte Zündrohrgehäuse herausgeschraubt und der querliegende Schlufsstopfen
herausgezogen werden.
4. Die Zündung der jetzigen Hinterlader-Feldgeschütze geschieht durch ein Schlagrohr mit
Reiber, welches von der Mitte her nach oben in einem etwa 40 gradigen Winkel liegt. Durch
diese schräge Lage des Zündrohrs und die Entweichung der Pulvergase wird das Geschützrohr
bei jedem Schufs am hinteren Ende 200 bis 300 mm von der Laffete in die Höhe geworfen
und werden die Bedienungsmannschaften durch die nach hinten ausströmenden Pulvergase belästigt.
5. Bei den jetzigen Geschützen ist eine Auswechselung der Seele aus Bronze mit viel
Schwierigkeiten verknüpft, fast sogar unmöglich.
Das in den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Geschütz besteht aus dem äufseren
Gufsstahlrohr a, Blatt I, Fig. 1, und einer in diesem liegenden nach vorn stufenförmig abgesetzten
Seele al, welche aus Bronze oder Gufsstahl besteht.
An dem Rohr α befinden sich von dem Mittelpunkte
der Zapfen «2 aus an jeder Seite zwei Stück nach vorn prismatisch eingedrehte Nuthen b,
worin sich das Verschlufsstück b 1 von den Mittelpunkten
der Zapfen a' aus bewegt.
Zum Heben und Senken dieses Verschlufsstückes dient der Hebel b2, auf dessen Welle c,
Fig. 2, sich zwei Zahnradsegmente c', Fig. 1 und 2,
befinden, welche in Zähne des äufseren Geschützrohres α greifen.
Die Seitenansicht dieses Verschlufsstückes
bezw. die des hinteren Geschütztheils ist in Blatt IV dargestellt und sind aus dieser Zeichnung
auch die Verzahnung am Geschützrohr sowie die Zahnradsegmente ci ersichtlich.
Wird nun der Hebel b 2 von unten nach oben
gedreht, wie in der Seitenansicht, Blatt II, angegeben, so ist das Geschütz am hinteren Ende
geöffnet und zum Laden fertig. Das Verschlufsstück bl erhält dann die in der Seitenansicht,
Blatt II, punktirte Lage.
Am Hebel b'1 befindet sich ein Sperrriegel c'1,
welcher in die Vertiefung d in gehobener Stellung und in die Vertiefung ^,BlattlV, in gesenkter
Stellung an der am Verschlufsstück b' vorspringenden
Scheibe d2 schliefst, womit der Verschlufs gegen Rückschlag gesichert ist. Der
Sperrriegel c2wird vermittelst einer Feder, welche
am Griff des Hebels b'1 sitzt, selbstthätig eingeschoben.
Damit sich das Verschlufsstück nicht zu tief nach unten bewegen kann, ist zur Begrenzung
desselben ein Bolzen e, Blatt IV, an diesem angebracht, welcher sich in eine am Geschützrohr
angebrachte Nuth legt.
Zum Verschliefsen und als Widerlage des Geschützrohrs befinden sich in dem hinteren
Theile des Verschlufsstückes bl zwei flache
Keile <?' und e'1. Der Keil el dient als Regulirkeil
und ist in demselben an der hinteren Fläche eine schräge Nuth /, Fig. 5, eingehobelt,
in welcher sich ein an der Mutter (letztere ist in Blatt I angegeben) befindlicher Querkeil /'
bewegen kann. Im übrigen hat die Mutter ihre horizontale Führung in dem Hintertheii des
Verschlufsstücks b'.
Falls nun nach längerem Gebrauch ein Nachstellen des Regulirkeils e1 erforderlich ist, wird
mit dem Einsteckschlüssel f1, Fig. 4 (dieser
Schlüssel hängt gewöhnlich an der Laffete), die durch die Mutter gehende Schraube beliebig
verstellt. Gleichzeitig dienen zwei versenkte Schrauben g, Blatt III und IV, zum Festhalten
des Regnlirkeils.
Wie ferner aus Fig. i, Blatt I, ersichtlich, ist der Regulirkeil el in verticaler Richtung
prismatisch eingehobelt und bewegt sich in diesem der Verschlufs und Dichtungskeil e'2.
Derselbe wird durch zwei Excenter g\ Fig. 2, welche mit den Zahnsegmenten c' aus einem
Stück gefertigt und durch zwei Excenterstangen g'1, Fig. 2, mit einem Querbolzen oben
im Keil e'2 mit einander verbunden sind, durch die Auf- und Niederbewegung des Hebels b'2
gehoben oder gesenkt.
Beim Aufheben des Hebels b2 von unten
nach oben wird der Keil. e* durch die Excenter
gl gelöst und beim Niederdrücken des Hebels wieder geschlossen.
Die Excentricität ist so gewählt, dafs der Verschlufskeil
gegen den Radius des Verschlufsstückes genügend zurückweichen kann. Zur leichteren Hebung des Verschlufsstückes befindet
sich an der rechten Seite desselben eine Ausgleichungsfeder (Spiralfeder) /2, welche
beliebig gespannt werden kann. Diese Feder hat am Verschlufsstück b' ihren Festpunkt
und an der auf der Welle c sitzenden Kapsel h l ihren Bewegungspunkt. Es kann hierdurch
das durch den Hebel £2 zu hebende Gewicht des VerschlufsstUckes auf Null reducirt
werden.
Die Zündung des Geschützes geschieht durch eine am hinteren Ende des Verschlufsstückes
angebrachte Universal-Zündnadel, wodurch die Entweichung der Pulvergase nach dem hinteren
Ende, sowie das Aufwerfen des Geschützes vermieden wird.
Die Bewegung bezw. die Führung der Zündnadel geschieht wie folgt:
Das Verschlufsstück b' ist am hintern Ende
mit einem etwa 20 mm grofsen Loch versehen, in welches die Nadelführung Jr, Blatt IV, eingeschraubt
ist. In dieser Hülse bewegt sich die Nadelführung i, welche am vorderen Ende
zwei flache Zapfen i' hat, die sich in einer nach
oben und unten sitzenden Nuth bewegen.
Hinter dem Führungskopf befindet sich eine Spiralfeder, welche gegen die auf der Nadelhülse
h 2 befestigten Mutter ihren Festpunkt findet.
AVird nun die Nadel vermittelst des Ringes z'2, Blatt I und IV, zurückgezogen, so fällt, sobald
dieselbe den äufsersten Punkt erreicht hat, der Hebel k, Fig. 2, Blatt III, hinter die Zapfen z1.
Soll das Geschütz abgefeuert werden, so wird der an der Schnur k1 befestigte Ring k- auf
den Knopf des Hebels k geschoben, die Schnur gezogen und die Entladung des Geschützes
erfolgt.
Damit beim Fahren des geladenen Geschützes der Hebel k nicht zurückschlagen kann, ist ein
Sicherheitshebel e angebracht.
Um den ganzen inneren Verschlufs gegen Witterungsverhältnisse zu schützen, ist derselbe
mit einem eisernen Schutzdeckel versehen.
Die Handhabung dieses Geschützes von Beginn des Ladens bis nach Entladung ist folgende.
Mit einem Griff bezw. durch Drehung des Hebels b'1 von unten nach oben wird mit dem
Sperrriegel c" gleichzeitig der Verschlufskeil e3
durch, die Excenter g1 gelöst, wodurch das Verschlufsstück gehoben bezw. das Geschützrohr
geöffnet ist.
Alsdann wird,wiebei den bisherigen Geschützen, die Ladung in das Geschützrohr geschoben
(das Einbringen derselben ist jedoch noch wesentlich dadurch verkürzt, dafs der Weg, welchen
die Ladung im Geschützrohr passiren mufs, um die Stopfendicke und hintere Wandstärke, mithin
um ca. 200 mm verringert wird).
Mit dem zweiten Griff wird das Verschlufsstück bl durch Drehung des Hebels b2 von
oben nach unten gesenkt, womit gleichzeitig durch die erwähnten Excenter g1 der Verschlufskeil
i2 fest gegen die Dichtungsfläche des
Geschützrohrs geprefst wird, und greift im selben Moment der Sperrriegel i2 wieder ein.
Das Geschütz ist also durch den ersten Griff ladungs- und durch den zweiten abfeuerungsfähig
und kann jetzt durch Ziehung der Schnur abgefeuert werden.
Da nun, wie eingangs schon erläutert, bei den bisherigen Geschützen zur Handhabung des
Schlufsstopfens von Anbeginn bis zur vollendeten Ladung allein sechs Griffe erforderlich sind,
welche erstens im Auslösen der Sperrklinke, zweitens Losdrehen der Schraube, drittens Ausziehen
des Stopfens, viertens (nachdem die Ladung eingeschoben) Einschieben des Stopfens,
fünftens Festdrehen der Schraube, sechstens . Einlegen der Sperrklinke bestehen, so geht hieraus
deutlich hervor, dafs aufser den übrigen Vorzügen, welche dieses Geschütz bietet, nur
etwa ein Drittel der Zeit zur vollständigen Ladung desselben erforderlich ist.
Bei der ganzen Construction des Geschützrohrs mit Verschlufs ist auch darauf Rücksicht
genommen, dafs das Gewicht des ganzen Geschützes das Gewicht der bisherigen Geschütze
bei gleicher inneren Dimension nicht übersteigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeilverschlufs, im wesentlichen wie beschrieben.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6407C true DE6407C (de) |
Family
ID=284567
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6407D Active DE6407C (de) | Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6407C (de) |
-
0
- DE DENDAT6407D patent/DE6407C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1553916A1 (de) | Einzellader-Gewehr | |
| DE195423C (de) | ||
| DE404234C (de) | Selbsttaetiger Gasdrucklader | |
| DE2855224A1 (de) | Schlagbolzensicherung fuer handfeuerwaffen, insbesondere selbstladepistolen | |
| DE6407C (de) | Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs | |
| DE102008021690A1 (de) | Spannvorrichtung für ein Schloss eines Gewehrs | |
| DE209113C (de) | ||
| DE2437933C3 (de) | Abzugseinrichtung an einem Brennkraftbolzensetzer | |
| DE186678C (de) | ||
| DE2240878B2 (de) | Revolver | |
| EP0349706B1 (de) | Handöffnerhebel zum Öffnen und Schliessen eines Verschlusskeiles | |
| DD79983B1 (de) | Bolzenschussgeraet mit stuetzklappenverschluss | |
| DE255381C (de) | ||
| DE61785C (de) | Schraubenverschlufs für Hinterladegeschütze | |
| DE326798C (de) | Selbsttaetige Feuerwaffe mit in einem festen Verschlussgehaeuse verschiebbar angeordnetem Verschlusszylinder | |
| DE1187517B (de) | Gas- und wasserdichte Verriegelung an Tueren | |
| DE164413C (de) | ||
| DE277562C (de) | ||
| DE410701C (de) | Motorhaubenverschluss an Kraftfahrzeugen | |
| DE34059C (de) | Hinterladerverschlufs | |
| DE133549C (de) | ||
| AT61552B (de) | Selbstladehandfeuerwaffe. | |
| DE333037C (de) | Den Riegelkopf an der Unterkante des Riegels sperrende Klinkensicherung | |
| DE60599C (de) | Selbstthätiges Schnellfeuergeschütz | |
| DE98318C (de) |