DE6407C - Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs - Google Patents

Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs

Info

Publication number
DE6407C
DE6407C DENDAT6407D DE6407DA DE6407C DE 6407 C DE6407 C DE 6407C DE NDAT6407 D DENDAT6407 D DE NDAT6407D DE 6407D A DE6407D A DE 6407DA DE 6407 C DE6407 C DE 6407C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gun
lever
wedge
double wedge
locking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT6407D
Other languages
English (en)
Original Assignee
I,. KÜCHEN und R. KÜCHEN, Maschinenfabrikanten, in Bielefeld
Publication of DE6407C publication Critical patent/DE6407C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/02Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
    • F41A3/10Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

1878.
Klasse 72.
LEOPOLD KÜCHEN und ROBERT KÜCHEN in BIELEFELD. Geschütz mit beweglichem Hintertheii und Doppelkeil-VerschluFs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1878 ab.
Das in beiliegenden Zeichnungen dargestellte Geschütz hat den Zweck, die Mängel der jetzigen Hinterladergeschütze zu beseitigen.
Die Mängel bestehen darin:
1. Die Handhabung des Schlufsstopfens nimmt zu viele Griffe in Anspruch und zwar,drei Griffe für das Oeffnen und drei Griffe für das Schliefsen.
2. Nachdem das Geschütz abgefeuert ist, hat sich der Querdorn bezw. der Verschlufsstopfen oft so festgesetzt, dafs derselbe nur mit grofser Mühe herauszubringen ist, wodurch die Dichtungsfläche leicht undicht wird.
3. Ist das Geschütz dreimal abgefeuert, so mufs, um die Dichtungsflächen reinigen zu können, das von oben schräg eingebohrte Zündrohrgehäuse herausgeschraubt und der querliegende Schlufsstopfen herausgezogen werden.
4. Die Zündung der jetzigen Hinterlader-Feldgeschütze geschieht durch ein Schlagrohr mit Reiber, welches von der Mitte her nach oben in einem etwa 40 gradigen Winkel liegt. Durch diese schräge Lage des Zündrohrs und die Entweichung der Pulvergase wird das Geschützrohr bei jedem Schufs am hinteren Ende 200 bis 300 mm von der Laffete in die Höhe geworfen und werden die Bedienungsmannschaften durch die nach hinten ausströmenden Pulvergase belästigt.
5. Bei den jetzigen Geschützen ist eine Auswechselung der Seele aus Bronze mit viel Schwierigkeiten verknüpft, fast sogar unmöglich.
Das in den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Geschütz besteht aus dem äufseren Gufsstahlrohr a, Blatt I, Fig. 1, und einer in diesem liegenden nach vorn stufenförmig abgesetzten Seele al, welche aus Bronze oder Gufsstahl besteht.
An dem Rohr α befinden sich von dem Mittelpunkte der Zapfen «2 aus an jeder Seite zwei Stück nach vorn prismatisch eingedrehte Nuthen b, worin sich das Verschlufsstück b 1 von den Mittelpunkten der Zapfen a' aus bewegt.
Zum Heben und Senken dieses Verschlufsstückes dient der Hebel b2, auf dessen Welle c, Fig. 2, sich zwei Zahnradsegmente c', Fig. 1 und 2, befinden, welche in Zähne des äufseren Geschützrohres α greifen.
Die Seitenansicht dieses Verschlufsstückes bezw. die des hinteren Geschütztheils ist in Blatt IV dargestellt und sind aus dieser Zeichnung auch die Verzahnung am Geschützrohr sowie die Zahnradsegmente ci ersichtlich.
Wird nun der Hebel b 2 von unten nach oben gedreht, wie in der Seitenansicht, Blatt II, angegeben, so ist das Geschütz am hinteren Ende geöffnet und zum Laden fertig. Das Verschlufsstück bl erhält dann die in der Seitenansicht, Blatt II, punktirte Lage.
Am Hebel b'1 befindet sich ein Sperrriegel c'1, welcher in die Vertiefung d in gehobener Stellung und in die Vertiefung ^,BlattlV, in gesenkter Stellung an der am Verschlufsstück b' vorspringenden Scheibe d2 schliefst, womit der Verschlufs gegen Rückschlag gesichert ist. Der Sperrriegel c2wird vermittelst einer Feder, welche am Griff des Hebels b'1 sitzt, selbstthätig eingeschoben.
Damit sich das Verschlufsstück nicht zu tief nach unten bewegen kann, ist zur Begrenzung desselben ein Bolzen e, Blatt IV, an diesem angebracht, welcher sich in eine am Geschützrohr angebrachte Nuth legt.
Zum Verschliefsen und als Widerlage des Geschützrohrs befinden sich in dem hinteren Theile des Verschlufsstückes bl zwei flache Keile <?' und e'1. Der Keil el dient als Regulirkeil und ist in demselben an der hinteren Fläche eine schräge Nuth /, Fig. 5, eingehobelt, in welcher sich ein an der Mutter (letztere ist in Blatt I angegeben) befindlicher Querkeil /' bewegen kann. Im übrigen hat die Mutter ihre horizontale Führung in dem Hintertheii des Verschlufsstücks b'.
Falls nun nach längerem Gebrauch ein Nachstellen des Regulirkeils e1 erforderlich ist, wird mit dem Einsteckschlüssel f1, Fig. 4 (dieser Schlüssel hängt gewöhnlich an der Laffete), die durch die Mutter gehende Schraube beliebig verstellt. Gleichzeitig dienen zwei versenkte Schrauben g, Blatt III und IV, zum Festhalten des Regnlirkeils.
Wie ferner aus Fig. i, Blatt I, ersichtlich, ist der Regulirkeil el in verticaler Richtung prismatisch eingehobelt und bewegt sich in diesem der Verschlufs und Dichtungskeil e'2.
Derselbe wird durch zwei Excenter g\ Fig. 2, welche mit den Zahnsegmenten c' aus einem Stück gefertigt und durch zwei Excenterstangen g'1, Fig. 2, mit einem Querbolzen oben im Keil e'2 mit einander verbunden sind, durch die Auf- und Niederbewegung des Hebels b'2 gehoben oder gesenkt.
Beim Aufheben des Hebels b2 von unten nach oben wird der Keil. e* durch die Excenter gl gelöst und beim Niederdrücken des Hebels wieder geschlossen.
Die Excentricität ist so gewählt, dafs der Verschlufskeil gegen den Radius des Verschlufsstückes genügend zurückweichen kann. Zur leichteren Hebung des Verschlufsstückes befindet sich an der rechten Seite desselben eine Ausgleichungsfeder (Spiralfeder) /2, welche beliebig gespannt werden kann. Diese Feder hat am Verschlufsstück b' ihren Festpunkt und an der auf der Welle c sitzenden Kapsel h l ihren Bewegungspunkt. Es kann hierdurch das durch den Hebel £2 zu hebende Gewicht des VerschlufsstUckes auf Null reducirt werden.
Die Zündung des Geschützes geschieht durch eine am hinteren Ende des Verschlufsstückes angebrachte Universal-Zündnadel, wodurch die Entweichung der Pulvergase nach dem hinteren Ende, sowie das Aufwerfen des Geschützes vermieden wird.
Die Bewegung bezw. die Führung der Zündnadel geschieht wie folgt:
Das Verschlufsstück b' ist am hintern Ende mit einem etwa 20 mm grofsen Loch versehen, in welches die Nadelführung Jr, Blatt IV, eingeschraubt ist. In dieser Hülse bewegt sich die Nadelführung i, welche am vorderen Ende zwei flache Zapfen i' hat, die sich in einer nach oben und unten sitzenden Nuth bewegen.
Hinter dem Führungskopf befindet sich eine Spiralfeder, welche gegen die auf der Nadelhülse h 2 befestigten Mutter ihren Festpunkt findet. AVird nun die Nadel vermittelst des Ringes z'2, Blatt I und IV, zurückgezogen, so fällt, sobald dieselbe den äufsersten Punkt erreicht hat, der Hebel k, Fig. 2, Blatt III, hinter die Zapfen z1.
Soll das Geschütz abgefeuert werden, so wird der an der Schnur k1 befestigte Ring k- auf den Knopf des Hebels k geschoben, die Schnur gezogen und die Entladung des Geschützes erfolgt.
Damit beim Fahren des geladenen Geschützes der Hebel k nicht zurückschlagen kann, ist ein Sicherheitshebel e angebracht.
Um den ganzen inneren Verschlufs gegen Witterungsverhältnisse zu schützen, ist derselbe mit einem eisernen Schutzdeckel versehen.
Die Handhabung dieses Geschützes von Beginn des Ladens bis nach Entladung ist folgende.
Mit einem Griff bezw. durch Drehung des Hebels b'1 von unten nach oben wird mit dem Sperrriegel c" gleichzeitig der Verschlufskeil e3 durch, die Excenter g1 gelöst, wodurch das Verschlufsstück gehoben bezw. das Geschützrohr geöffnet ist.
Alsdann wird,wiebei den bisherigen Geschützen, die Ladung in das Geschützrohr geschoben (das Einbringen derselben ist jedoch noch wesentlich dadurch verkürzt, dafs der Weg, welchen die Ladung im Geschützrohr passiren mufs, um die Stopfendicke und hintere Wandstärke, mithin um ca. 200 mm verringert wird).
Mit dem zweiten Griff wird das Verschlufsstück bl durch Drehung des Hebels b2 von oben nach unten gesenkt, womit gleichzeitig durch die erwähnten Excenter g1 der Verschlufskeil i2 fest gegen die Dichtungsfläche des Geschützrohrs geprefst wird, und greift im selben Moment der Sperrriegel i2 wieder ein.
Das Geschütz ist also durch den ersten Griff ladungs- und durch den zweiten abfeuerungsfähig und kann jetzt durch Ziehung der Schnur abgefeuert werden.
Da nun, wie eingangs schon erläutert, bei den bisherigen Geschützen zur Handhabung des Schlufsstopfens von Anbeginn bis zur vollendeten Ladung allein sechs Griffe erforderlich sind, welche erstens im Auslösen der Sperrklinke, zweitens Losdrehen der Schraube, drittens Ausziehen des Stopfens, viertens (nachdem die Ladung eingeschoben) Einschieben des Stopfens, fünftens Festdrehen der Schraube, sechstens . Einlegen der Sperrklinke bestehen, so geht hieraus deutlich hervor, dafs aufser den übrigen Vorzügen, welche dieses Geschütz bietet, nur etwa ein Drittel der Zeit zur vollständigen Ladung desselben erforderlich ist.
Bei der ganzen Construction des Geschützrohrs mit Verschlufs ist auch darauf Rücksicht genommen, dafs das Gewicht des ganzen Geschützes das Gewicht der bisherigen Geschütze bei gleicher inneren Dimension nicht übersteigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeilverschlufs, im wesentlichen wie beschrieben.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT6407D Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs Active DE6407C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE6407C true DE6407C (de)

Family

ID=284567

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT6407D Active DE6407C (de) Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE6407C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1553916A1 (de) Einzellader-Gewehr
DE195423C (de)
DE404234C (de) Selbsttaetiger Gasdrucklader
DE2855224A1 (de) Schlagbolzensicherung fuer handfeuerwaffen, insbesondere selbstladepistolen
DE6407C (de) Geschütz mit beweglichem Hintertheil und Doppelkeil-Verschlufs
DE102008021690A1 (de) Spannvorrichtung für ein Schloss eines Gewehrs
DE209113C (de)
DE2437933C3 (de) Abzugseinrichtung an einem Brennkraftbolzensetzer
DE186678C (de)
DE2240878B2 (de) Revolver
EP0349706B1 (de) Handöffnerhebel zum Öffnen und Schliessen eines Verschlusskeiles
DD79983B1 (de) Bolzenschussgeraet mit stuetzklappenverschluss
DE255381C (de)
DE61785C (de) Schraubenverschlufs für Hinterladegeschütze
DE326798C (de) Selbsttaetige Feuerwaffe mit in einem festen Verschlussgehaeuse verschiebbar angeordnetem Verschlusszylinder
DE1187517B (de) Gas- und wasserdichte Verriegelung an Tueren
DE164413C (de)
DE277562C (de)
DE410701C (de) Motorhaubenverschluss an Kraftfahrzeugen
DE34059C (de) Hinterladerverschlufs
DE133549C (de)
AT61552B (de) Selbstladehandfeuerwaffe.
DE333037C (de) Den Riegelkopf an der Unterkante des Riegels sperrende Klinkensicherung
DE60599C (de) Selbstthätiges Schnellfeuergeschütz
DE98318C (de)