DE640702C - Schaltvorrichtung fuer Spitzenzaehler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende Apparate - Google Patents
Schaltvorrichtung fuer Spitzenzaehler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende ApparateInfo
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- DE640702C DE640702C DES120553D DES0120553D DE640702C DE 640702 C DE640702 C DE 640702C DE S120553 D DES120553 D DE S120553D DE S0120553 D DES0120553 D DE S0120553D DE 640702 C DE640702 C DE 640702C
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Description
Bei Spitzenzählern, bei denen der erste Teil eines Differentialgetriebes in der einen
Richtung vom Zähler, der zweite Teil des Differentialgetriebes in der entgegengesetzten
Richtung von einem Zeitwerk angetrieben wird, kann der dritte Teil des Differentialgetriebes,,
der meist ein Überverbrauchszählwer-k antreibt, bei Drehrichtungswechsel auch
eine Schaltbewegung ausführen. Zwischen dem Schalter und diesem Differentialgetriebeteil
muß dabei aber ein Getriebe eingeschaltet sein, 'das nach vollendeter Schaltung ein
Weiterlaufen des Differentialgetriebeteils gestattet, weil sonst der Zähler bzw. das Zeitwerk
festgehalten würde.
Man hat z. B. vorgeschlagen, zwischen diesem Differentialgetriebeteil und dem die
Schaltvorrichtung betätigenden Organ eine Rutschkupplung einzuschalten, die eine derartig
hohe Reibung hat, daß über sie der Schalter mit Sicherheit betätigt werden kann.
Dies hat aber den Nachteil, daß nach vollendeter Schaltung der Zähler bzw. das
Zeitwerk dauernd mit der Reibungsarbeit der Kupplung belastet ist. Die Meßgenauigkeit
des Zählers wird dadurch beeinträchtigt.
Nach einem anderen bekannten Vorschlag treibt der Differentialgetriebeteil eine
Schraube an, zwischen deren Gängen der zu schaltende Teil greift. Je nach der Drehrichtung
der Schraube wird dieser Teil in die eine oder andere Richtung gebracht. Aber
auch diese Ausführungsform ergibt eine verhältnismäßig
hohe Reibung und leidet an dem Mangel, daß bei der Weiterdrehung der Schraube nach vollendeter Schaltung der
Schaltteil dauernd von dem einen nach dem anderen Schraubengang hinüberschnappt, also
dauernd kleine Bewegungen ausführt, die meist ein störendes Geräusch verursachen.
Erfindungsgemäß werden diese Mängel dadurch beseitigt, daß" der dritte Teil 5 des
Differentialgetriebes D über zwei nur einseitig,
aber nach verschiedenen Seiten wirksame, ausrückbare und in der Ausrückstellung
verriegelbare Kupplungen 8, 10 und 9, 11 mit einem Labilgetriebe 22, 23 verbunden ist, das
zwischen Anschlägen 12, 13 und 18, 19 zum
Auskuppeln und Entriegeln der genannten Kupplungen 8, 10 und 9, 11 schwingt, bei
derartiger Anordnung der Anschläge 12, 13
und 18, 19, daß beim Durchkippen des Labilgetriebes 22, 23 jeweils die diese Kippbewegung
(in Richtung des Pfeils P) verursachende Kupplung, z. B. 8, 10, ausgerückt
und verriegelt und die Verriegelung 17 der anderen Kupplung 9, 11 aufgehoben wird.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
Der erste Teil 1 des Differentialgetriebes D wird im einen Sinne mittels der Achse 2 von
einem Zähler, der zweite Differentialgetriebeteil 3 im entgegengesetzten Sinne mittels der
Achse 4 von einem Zeitwerk angetrieben.
Der dritte Teil 5 des Differentialgetriebes treibt über die Achse 6 und das Vorgelege 7
die Klinkenräder 8, 9 an, in deren Zähne die Klinken 10, 11 greifen können. Die A
schlage 12 und 13 dienen zum Ausrücken.icfef
Klinken 10, 11. Diese Klinken sind nog
Ritzeln 14, 15 versehen, in die Sperrklinken 16, 17 greifen, die durch die Anschläge i8, 19
ausgerückt werden können, sobald diese Anschlage auf die mit den Klinken 16, 17 fest
verbundenen Daumen 20, 21 treffen.
Um die Welle der Räder 8, 9 ist der Rahmen 22 schwenkbar gelagert, den die Labilfeder
23 in die dargestellte bzw. gegenüberliegende Kippstellung zu drängen sucht. Mit
dem Rahmen 22 ist über einen gewissen Leergang 24 der Hebel 25 zur Betätigung der
Nockenscheibe 26 des Schalters 27 verbunden. Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Solange die Geschwindigkeit des Teils 1 die des Teils 3 überwiegt und die Räder 8
und 9 sich im Sinne der eingezeichneten Pfeile drehen, behalten alle Teile die dargestellte
Lage bei; der Schalter 27 bleibt offen. Sinkt die Geschwindigkeit des Teils 1 unter
die des Teils 3, so kehrt sich der Drehsinn der Räder 8 und 9 um. Das Rad 8 nimmt
mittels der Klinke 10 den Rahmen 22 im Sinne des Pfeiles P mit. Sobald der Rahmen
22 die Labilstellung überschreitet, kippt er um etwa 20 bis 30 ° in Richtung des
Pfeils P in seine . andere Endstellung. Der Hebel 25 schwenkt dabei die Scheibe 26 im
Sinne des eingezeichneten Pfeils und schließt den Schalter 27. Gleichzeitig trifft die Klinke
10 auf den Anschlag 12 und wird dabei aus dem Rad 8 ausgerückt und durch die Klinke
16 in der Ausrückstellung verriegelt. Ferner trifft der Daumen 21 auf den Anschlag 19
und rückt die Klinke 17 aus dem Ritzel 15. Die Klinke 11 kommt dadurch in Eingriff
mit dem Rad 9. Diese Stellung bleibt erhalten, solange die Geschwindigkeit des Teils ι unterhalb der des Teils 3 Hegt. Steigt
nun die Geschwindigkeit des Teils 1 wieder über die des Teils 3 an, so werden die Räder 8
und 9 wieder im Sinne der eingezeichneten Pfeile bewegt. Das Rad 9 nimmt mittels der
Klinke 11 den Rahmen 22 in einem den Pfeil P entgegengesetzten Sinne mit und
kippt ihn schließlich in die gezeichnete Stellung durch. Die Teile 25, 26 und 27 gelangen
dadurch ebenfalls wieder in die gezeichnete Stellung zurück. Gleichzeitig trifft
die Klinke 11 auf den Anschlag 13 und wird
aus dem Rad 9 ausgerückt und durch die Klinke 17 in der Ausrückstellung verriegelt,
während der Daumen 20 auf den Anschlag 18 trifft und die Klinke 16 vom Ritzel 14 abhebt.
Die Klinke 10 kommt dann wieder mit dem Rad 8 in Eingriff.
Der Rahmen 22 kann an Stelle des Schalters 27 auch irgendeine Kupplung o. dgl.
steuern, die beispielsweise ein Zählwerk an ■den Zähler oder an das Zeitwerk ankuppelt.,
Natürlich kann auch der Schalter 27 ein .Relais schalten, das eine solche Kupplung
bfetätigt. In gleicher Weise können durch diese Schaltvorrichtung optische, akustische
Signale, Hilfsstromkreise für irgendwelche Zwecke usw. geschaltet werden. So kann
z. B., sobald der Zähler die durch das Zeitwerk vorgegebene Drehzahl übersteigt, ein
neuer Tarifapparat, z. B. ein Maximumzähler oder Maximumschreiber, hinzugeschaltet
werden.
Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, daß ohne Belastung des Zählers und
ohne die eingangs angegebenen Mangel beliebige Apparate geschaltet werden können,
sobald der Teil 5 des Differentialgetriebes D seine Drehrichtung wechselt.
Das gleiche Getriebe ist außer bei Spitzenzählern überall dort anwendbar, wo ein erster
Teil eines Differentialgetriebes mit veränderlicher Geschwindigkeit im einen Sinne, ein
zweiter Teil dieses Getriebes mit einer in anderer Weise veränderlichen Geschwindigkeit
oder auch mit unveränderlicher Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinne angetrieben
wird, während der dritte Teil des Differentialgetriebes bei Drehrichtungswechsel
eine Schaltung herbeiführen soll.
So kann z.B. mit derartigen Vorrichtungen die Energiezufuhr mit der Energieabgabe
irgendeines Apparats, z. B. eines Transformators, verglichen werden, indem man den
einen Teil des Differentialgetriebes entsprechend der Energiezufuhr, den anderen Teil
entsprechend der Energieabgabe mit einem den normalen Leistungsverlusten entsprechenden
Zuschlag antreiben läßt. Sobald dann bei irgendwelchen Störungen die Verluste im Apparat zunehmen, ändert der dritte
Teil des Differentialgetriebes seine Drehrichtung und bewirkt dann irgendeine Schaltung
zur Herbeiführung eines optischen oder akustischen Signals.
Auch kann mit solchen Apparaten z. B. die Einhaltung einer bestimmten Spannung eines
Stromes überwacht werden. Auch lassen sich andere physikalische Größen überwachen,
wenn man sie in bekannter Weise durch Hilfsapparate in elektrische Ströme, Spannungen
oder Leistungen umformt.
Claims (1)
- Patentanspruch:. Schaltvorrichtung für Spitzenzähler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende Apparate, bei denen der erste Teil des Differentialgetriebes mit veränderlicher Geschwindigkeit im einenSinne, der' zweite Teil des Differentialgetriebes' mit einer in anderer Weise veränderlichen oder auch unveränderlichen Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinne angetrieben wird, während der dritte Teil des Differentialgetriebes bei Drehrichtungswechsel eine Schaltung hervorruft, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Teil (5) des Differentialgetriebes (D) über zwei nur einseitig, aber nach verschiedenen Seiten wirksame, ausrückbare und in der Ausrückstellung verriegelbare Kupplungen (8, 10 und 9, 11) mit einem Labilgetriebe * (22, 23) verbunden ist, das zwischen Anschlägen (12, 13 und 18, 19) zum Auskuppeln und Entriegeln r- -ίΐςί genannten Kupplungen (8, 10 und *ä>V-*'i) schwingt, bei derartiger Anordnung der Anschläge (12, 13 und 18, 19), 'daß beim Durchkippen des Labilgetriebes so (22, 23) jeweils die diese Kippbewegung (in Richtung des Pfeils P) verursachende Kupplung (z. B. 8, 10) ausgerückt und verriegelt und die Verriegelung (17) der anderen Kupplung (9, 11) aufgehoben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES120553D DE640702C (de) | 1935-11-23 | 1935-11-23 | Schaltvorrichtung fuer Spitzenzaehler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende Apparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES120553D DE640702C (de) | 1935-11-23 | 1935-11-23 | Schaltvorrichtung fuer Spitzenzaehler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende Apparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640702C true DE640702C (de) | 1937-01-11 |
Family
ID=7535255
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES120553D Expired DE640702C (de) | 1935-11-23 | 1935-11-23 | Schaltvorrichtung fuer Spitzenzaehler oder andere mit Differentialgetrieben arbeitende Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640702C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741605C (de) * | 1939-02-20 | 1943-11-13 | Landis & Gyr Ag | Selbstverkaeufer fuer die Abgabe von Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. nach Staffeltarif |
| DE905889C (de) * | 1941-10-18 | 1954-03-08 | Hartmann & Braun Ag | Abtasteinrichtung fuer ausschlagsabhaengige Messgeraete |
| DE1164112B (de) * | 1953-04-07 | 1964-02-27 | Dr Hellmut Noeldge | Anordnung zur Zaehlung des UEberverbrauchs von Waerme-, Fluessigkeits-, Dampf- oder Gasmengen mit einem Trommelzaehler |
-
1935
- 1935-11-23 DE DES120553D patent/DE640702C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741605C (de) * | 1939-02-20 | 1943-11-13 | Landis & Gyr Ag | Selbstverkaeufer fuer die Abgabe von Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. nach Staffeltarif |
| DE905889C (de) * | 1941-10-18 | 1954-03-08 | Hartmann & Braun Ag | Abtasteinrichtung fuer ausschlagsabhaengige Messgeraete |
| DE1164112B (de) * | 1953-04-07 | 1964-02-27 | Dr Hellmut Noeldge | Anordnung zur Zaehlung des UEberverbrauchs von Waerme-, Fluessigkeits-, Dampf- oder Gasmengen mit einem Trommelzaehler |
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