DE639991C - Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke - Google Patents

Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke

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DE639991C
DE639991C DESCH104541D DESC104541D DE639991C DE 639991 C DE639991 C DE 639991C DE SCH104541 D DESCH104541 D DE SCH104541D DE SC104541 D DESC104541 D DE SC104541D DE 639991 C DE639991 C DE 639991C
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DE
Germany
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pilgrim
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rollers
switch
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Expired
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DESCH104541D
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Schloemann AG
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Schloemann AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B21/00Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills
    • B21B21/06Devices for revolving work between the steps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. DEZEMBER 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7a GRUPPE 17 oi
Schloemann Akt.-Ges. in Düsseldorf Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwrerke
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1934 ab
Beim Walzen von Rohren auf Pilgerschrittwalzwerken ist es üblich, den Dorn mit dem Werkstück nach jeder Drehung der Walzen um 900 zu. drehen, damit die im Walzspalt entstehende Naht bei dem nächsten Pilgerschlag beseitigt und ein allseitig glattes Rohr erhalten wird. Bisher wurde das Drehen des Domes zumeist von seiner dem Pilgerschrittverfahren eigentümlichen Hinundherbewegung abgeleitet, etwa durch ein Schraubengetriebe, das aus einer mit dem Dorn verbundenen Drallspindel und einer im Verschiebeschlitten des Domes gelagerten Mutter besteht; ein an die Mutter angreifendes Gesperre sorgte dafür, daß diese nur beim Vorlauf des Domes der Drallspmdel eine Drehung erteilte.
Da der Drall der Spindel sich proportional mit der Größe des Dornvorschubes änderte, so ergaben sich bei verschiedenen großen Vorschüben auch verschieden große Drehwinkel des Domes, so daß der gewünschte Drehwinkel von 900 nur bei einem bestimmten Vorholweg erreicht wurde. Dies war jedoch ein sehr lästiger Nachteil.
Man hat auch bereits verschiedene Vorschläge gemacht, um den Pilgerdorn unabhängig von dem Materialvorschub verdrehen zu können. Gegenüber den bekannten Vorschlagen besteht das Neue der Erfindung darin, daß man zum Einschalten des Motors für den Drehantrieb des den Pilgerdorn tragenden Vorholgestänges eine synchron mit den Pilgerwalzen umlaufende Steuerscheibe vorsieht, und daß das Stillsetzen des Motors durch eine weitere mit seinem Getriebe verbundene Steuerscheibe für den Endausschalter bewirkt wird. Die synchron mit den Pilgerwalzen umlaufende Steuerscheibe kann zur Änderung ihrer Einstellung gegenüber der Kaliberform 'auf der Pilgerwalze verdrehbar sein. Durch eine solche Steuervorrichtung wird die Unabhängigkeit der Drehbewegung des Pilgerdorns von seiner hin und her gehenden Bewegung in vollkommenerer Weise als bisher erreicht.
Der Motor für den Drehantrieb des Vorholgestänges erhält somit nach jeder Umdrehung der Pilgerwalzen einen Steuerimpuls, der den Dorn nebst Werkstück um 900 verdreht, unabhängig davon, wie groß der Materialvorschub ist. Die Drehzahl dieses Motors ist so bemessen, daß auch bei dem kleinsten Vorholweg bzw. dem geringsten auf dem Walzwerk vorgesehenen Materialvorschub genügend Zeit für die Drehung des Domes um 900 zur Verfügung steht.
In weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens wird eine gleichartige Steuervorrichtung auch für die Vorschubbewegung des 6c den Pilgerdorn tragenden Vorholgestänges vorgesehen. Der Vorschubmotor wird also
■ebenfalls durch eine S3oichron mit den Pilgerwalzen umlaufende Steuerscheibe eingeschaltet und durch eine weitere mit seinem Getriebe verbundene Steuerscheibe für den End/ ausschalter stillgesetzt. Um verschieden groBs? Materialvorschübe einstellen zu können, feä die Steuerscheibe für den Endausschalter durch ein stufenloses Übersetzungsgetriebe an sich bekannter Bauart mit dem Antrieb für die Vorschubbewegung verbunden sein. Wenn der Materialvorschub nicht nach jeder Walzendrehung stattfinden soll, so kann die Einschaltsteuerscheibe statt unmittelbar über ein entsprechendes Übersetzungsgetriebe mit den Pilgerwalzen in Verbindung stehen.
Die Anwendung der hier gekennzeichneten Steuervorrichtung auf den Vorschubmotor des Vorholgestänges hat noch den weiteren Vorteil, daß der bisher notwendige Anschlag für die Begrenzung des Vorschubweges fortfallen kann. Dieser Anschlag war dauerndem Verschleiß ausgesetzt, so daß kein gleichbleibender Vorschub gewährleistet war. Außerdem mußte der Anschlag entsprechend dem Durchmesser und dem Materialvorschub verstellbar oder auswechselbar sein. Dies war bei der in der Nähe der Walzen stets herrschenden hohen Temperatur nicht leicht möglich.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι und 2 sind Längsschnitte durch eine Werkstückvorholung für Pilgerschrittwalzwerke, die aus Raumgründen geteilt gezeichnet sind.
Fig. 3 ist ein Querschnitt in Richtung der Linie III-III der Fig. 1.
Das von den Pilgerwalzen 1 bearbeitete Werkstücks sitzt auf dem Dorn3, der mit dem Vorholgestänge 4 durch ein Dornschloß 20 fest verbunden ist. Am anderen Ende des Vorholgestänges ist der Druckluftkolben 21 vorgesehen. Die Vorrichtung ist für den Augenblick gezeichnet, in dem ein Teil des Werkstücks 2 zum fertigen Rohr 23 ausgestreckt worden ist. Die Pilgerwalzen 1 haben bei diesem Vorgang das Werkstück mit dem Vorholgestänge rückwärts geschoben. Beiweiterer Drehung der Walzen geben diese durch ihre Kaliberform das Werkstück wieder frei, so daß es durch die den Kolben 21 dauernd belastende Druckluft wieder vorwärts zu den Walzen 1 hin vorgeholt wird. Auf dem ersten Teil dieses Vorholweges wird das Werkstück mit dem Dorn und dem Vorholgestänge 'um gedreht, um die beim vorwärts gehenden Pilgerschlag entstandene Walzennaht durch den nächsten Pilgerschlag zu beseitigen. Hierfür ist erfindungsgemäß folgende Einrichtung getroffen:
Die Nabe 22 des Druckluftkolbens 21 hat ein Vierkantloch, in dem eine Vierkantspindel 5 ,.,hin und her gleitet. Der Dorn 3 und das Vor-•!/■fitolgestänge 4 ist also mit der Vierkantspin-'.]-«jfc S auf Drehung, jedoch nicht auf Längsver-■ V-fcchiebung gekuppelt. Auf der zylindrischen *[' Verlängerung der Vierkantspindel 5 sitzt fest mit ihr verbunden das Sperrad 6, in das die in einem Hebel 7 befindliche Klinke 8 greift. ■Der Hebel 7 wird über einen Lenker 9 von einer Kurbel ι ο verstellt ,· die Klinke 8 nimmt dabei das Sperrad 6 beim Vorgehen des Hebels 7 mit, gleitet dagegen beim Rückgang , wirkungslos über die Zähne des Sperrades, so daß es mit der Vierkantspindel in seiner Stellung verbleibt. Die Kurbel 10 sitzt auf einer Achse 11, die etwa über ein Vorgelege 12, 13 von einem am Gehäuse 27 unmittelbar angeflanschten Elektromotor 14 angetrieben wird.
Damit der Motor 14 nach jeder Walzendrehung !eingeschaltet wird, sitzt auf der einen Walzenachse eine Steuerscheibe 24 mit einem Nocken 25,. der einen Schalter 26 betätigt. Das Ausschalten des Motors erfolgt durch eine Steuerscheibe 15, die auf der Achse 11 des Drehgestänges sitzt und einen Ausschalter 16 bedient. Die beiden Steuerscheiben 15 und 25 können einstellbar auf ihnen zugehörigen Achsen angeordnet sein.
Durch diese Einrichtung wird erzielt, daß dem Vorholgestänge 4 und damit dem Dorn 3 nach jeder Drehung der Walzen 1 eine Drehung um 90° erteilt wird, unabhängig davon, wie groß der Vorschubweg ist. Gegebenenfalls kann auch die Einrichtung so eingestellt werden, daß der Dorn andere Drehwinkel als 90° beschreibt.
Der Vorschub der hier beschriebenen Einrichtung erfolgt dadurch, daß der Schlitten 19, der sie trägt, mittels einer Mutter 18 eine Spindel 17 umgreift, deren Drehung die Verstellung des Schlittens 19 bewirkt. Die Spindel 17 wird über ein Vorgelege 28, 29 .von einem hier nicht dargestellten Motor aus angetrieben. Das Ein- und Ausschalten dieses Motors erfolgt in ähnlicher Weise wie beim Motor 14, der für die Drehung des Domes vorgesehen, ist.
Auch hier ist mit der Achse der Pilgerwalzen ι eine Steuerscheibe 30 mit Steuernocken 31 gekuppelt, welche einen Schalter zum Einschalten des Motors bedient. Das Ausschalten erfolgt durch einen Endausschal- H5 ter33j der von einer von der Spindel 17 aus angetriebenen Steuerscheibe 34 betätigt wird. Die Steuerscheibe 30 wird von den Pilgerwalzen ι über ein Vorgelege mit der Übersetzung ι: 2 angetrieben, so daß der Vorschub des Verschiebeschlittens nur nach jedem zweiten Pilgerschlag erfolgt. Es liegt im
Rahmen der Erfindung, auch andere Übersetzungsverhältnisse vorzusehen oder die Steuerscheibe 30 unmittelbar auf die Walzenachse anzuordnen. Auch die Steuerscheibe 34 wird über ein Getriebe von der Spindel 17 aus in Drehung versetzt, das stufenlos veränderlich sein kann, um jeden beliebigen Vorschubweg einstellen zu können.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke mit je einem besonderen Elektromotor für die Drehbewegung und für die Vorschubbewegung des den Pilgerdorn tragenden Vorholgestänges, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl zum Einschalten des Motors für den Drehantrieb als auch zum Einschalten des Vorschubmotors je eine synchron mit den Pilgerwalzen (1) umlaufende Steuerscheibe (24 und .30) vorgesehen ist, und daß das Stillsetzen jedes Motors durch je eine weitere mit dem zugehörigen Getriebe des betreffenden Motors verbundene Steuerscheibe (15 und 34) für die Endabschalter bewirkt wird.
  2. 2. Speisevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Steuervorrichtung für die Vorschubbewegung gehörende Endausschalter (33) über ein stufenloses Übersetzungsgetriebe mit dem Antrieb für die Vorschubspindel (17) ' verbunden ist, so daß beliebige Vorschubwege eingestellt werden können.
  3. 3. Speisevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Steuervorrichtung für die Vorschubbewegung gehörende Einschalter (32) durch ein Übersetzungsgetriebe mit der Achse der Pilgerwalzen (1) verbunden ist, so daß die Vorholung des Pilgerdorns erst nach einer Mehrzahl von Pilgerschlägen bewirkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DESCH104541D 1933-08-03 1934-06-24 Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke Expired DE639991C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB21807/33A GB406205A (en) 1933-08-03 1933-08-03 Improvements in or relating to work-advancing means for pilgering mills

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE639991C true DE639991C (de) 1936-12-17

Family

ID=10169145

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH104541D Expired DE639991C (de) 1933-08-03 1934-06-24 Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke

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US (1) US2021686A (de)
BE (1) BE404356A (de)
DE (1) DE639991C (de)
FR (1) FR775791A (de)
GB (1) GB406205A (de)

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FR775791A (fr) 1935-01-09
BE404356A (de)
GB406205A (en) 1934-02-22
US2021686A (en) 1935-11-19

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