DE638080C - Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung fuer Mehrmotorenantriebe, insbesondere fuer elektromotorische Antriebe von Schleusentoren - Google Patents
Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung fuer Mehrmotorenantriebe, insbesondere fuer elektromotorische Antriebe von SchleusentorenInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
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- B66C13/18—Control systems or devices
- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
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- B66C13/26—Circuits for controlling the lowering of the load by AC motors
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Description
Auf den verschiedensten Gebieten der Technik besteht die Aufgabe, einen Gleichlauf
mehrerer Wellen herzustellen. Es ist bekannt, diese Aufgabe anstatt auf mechanischem Wege
mit starren Kupplungen in vorteilhafter Weise durch nicht starr miteinander gekuppelte elektromotorische
Antriebe zu lösen, deren Gleichlauf durch elektrische Gleichlauf anordnungen erzwungen wird. Man hat damit die Drehzahl
der Antriebsmotoren geregelt. Bei Hauptschlußmotoren hat man Widerstände zum Anker des voreilenden Motors parallel geschaltet
mit Hilfe von Schützen, deren Erregung durch mit den Antrieben gekuppelte Rundumschalter
gesteuert wurde. Diese Regelung ist jedoch infolge der Verluste in den Parallelwiderständen
sehr unwirtschaftlich, zumal wegen der starken Drehzahlabhängigkeit der Hauptschlußmotoren
damit zu rechnen ist, daß die Regeleinrichtung häufig anspricht. Bei Nebenschlußmotoren hat
man die Drehzahlen durch Verlängerung der Felderregung geregelt. Motoren mit Nebenschlußregelung
müssen aber bekanntermaßen stets für eine höhere Leistung als die tatsächlich
auftretende bemessen sein, nämlich für die Leistung, die dem Produkt aus dem größten
verlangten Drehmoment und der höchsten verlangten Drehzahl entspricht, obwohl diese
beiden Höchstwerte niemals gleichzeitig vorkommen. Nebenschlußmotoren für Feldregelung
werden daher unverhältnismäßig teuer. Das fällt besonders bei Antrieben mit an sich hoher
Leistung entscheidend ins Gewicht.
Bei einem bekannten Gleichlaufantrieb mit feldgeregelten Motoren erfolgt die Feldregelung
in Abhängigkeit von der Drehzahldifferenz der beiden Motoren. Damit kann aber nur erreicht
werden, daß der zurückbleibende Antrieb mit dem voreilenden wieder auf gleiche Geschwindigkeit
gebracht wird, ohne daß jedoch der entstandene Wegunterschied aufgeholt wird.
Mit der Erfindung werden die oben beschriebenen Nachteile vermieden. Die Erfindung
bezieht sich auf eine Einrichtung, die zum Überwachen des Gleichstandes in der Ruhe
und des Gleichlaufes im Betriebszustand von nicht starr miteinander gekuppelten Antrieben
dient, und die mit Hilfe von Differenzrelais, welche durch von den angetriebenen Maschinenteilen
verstellte Brückenwiderstände beeinflußt werden, die Rückkehr in den Gleichstand bzw.
Gleichlauf veranlaßt, wenn diese aus irgendwelchen Gründen gestört werden.
Erfindungsgemäß werden von Differenzrelais gesteuerte zusätzliche Hilfsmotoren verwendet,
welche auf zwischen Hauptantriebsmotoren und Arbeitsmaschinen geschaltete Differenzzwischengetriebe
arbeiten und bei Störung
*) Van dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Rothe in Berlin-Siemensstadt.
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des Gleichlaufes oder der Gleichstellung ohne Lastübernahme zusätzliche langsame Ausgleichsbewegungen
der angetriebenen Arbeitsmaschinen herbeiführen, die gleichzeitig und in entgegen-.-gesetztem
Sinne erfolgen. Damit wird eitjb,
sichere Regelung bei gleichbleibender Gru'n<|? belastung der Hauptmotoren erzielt. Die Hilfst,
motoren brauchen ihrerseits nur für die dem' Drehzahlunterschied entsprechende Differenzleistung
bemessen zu sein. An Stelle des Differenzrelais können auch zwei getrennte Steuerrelais
in Differenzschaltung verwendet werden. Eine Störung im Gleichstand oder im Gleichlauf
kann ferner dadurch hörbar oder sichtbar gemacht werden, daß das Differenzrelais beim
Abweichen aus seiner Gleichgewichtslage nach der einen oder der anderen Seite ein akustisches
oder optisches Signal einschaltet. In manchen Fällen genügt es, nur einen Antrieb mit einem
von Differenzrelais gesteuerten Hilfsmotor zu versehen, der den Ausgleich mit dem anderen
Antrieb herbeiführt.
Die Erfindung bietet vor allen Dingen bei
Drehstromantrieben besondere Vorteile, da sie wegen der stets gleichmäßigen Grundbelastung
die Verwendung einfacher asynchroner Motoren mit Kurzschlußläufer gestattet, die gegenüber
" den mit Kollektoren ausgerüsteten regelbaren Drehstrommotoren eine leichtere Wartung und
höhere Betriebssicherheit aufweisen.
Nach der Erfindung ist eine weitere Sicherheit vorgesehen für den Fall, daß aus irgendeinem
Grunde die Gleichstellung gar nicht oder nicht schnell genug durchgeführt wird. Es wird dann
bei einer mit der Ungleichheit zunehmenden Abweichung des Differenzrelais aus seiner
Gleichgewichtslage die Steuerung der Antriebsmotoren so lange abgeschaltet, bis die Gleichstellung
wieder erreicht ist,- was mittels der Hilfsmotoren oder durch das Nachstellen des
zurückgebliebenen Antriebsmotors erreicht wird. Der zurückgebliebene Antriebsmotor ist in
diesem FaE nur allein einschaltbar, bis bei hergestellten Gleichstand das Differenzrelais in
seine Gleichgewichtslage zurückgekehrt ist und die gleichzeitige Einschaltung beider Antriebsmotoren wieder freigibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt, wobei es sieh
um das Verstellen eines Schleusentores mit - zwei voneinander unabhängigen Antrieben handeln
soll, deren Gleichlauf durch elektrische Gleichlaufanordnungen bekannter Art hergestellt
wird. _ . Das SchleusentorTist mit 2 bezeichnet, das
an den Ketten 3 und 4 der mit Gegengewichten zum Gewichtsausgleich versehenen Triebscheiben
5 und 6 hängt. Die Triebscheiben 5 und 6 werden von den Drehstrommotoren 7 und 8
über Schnecke und Schneckenrad angetrieben. An den Längsseiten des Schleusentores befinden
sich Zahnstangen 9 und 10, die in Zahnräder 11
und 12 eingreifen und beim Heben und Senken des Schleusentores die mit den Leitern R und T
•„des Drehstromnetzes verbundenen Schleifbürsten
13 und 14 der Regelwiderstände 15 und 16 verstellen.
■An den verschiedenen Enden der Regelwiderstände liegen über Kreuz die Spulen 17 und 18 der Magnetsysteme des Differenzrelais ig. Um die Magnetsysteme unempfindlicher zu machen, können sie durch die dauernd an den Leitungen 22 und T liegenden Spulen 20 und 21 eine konstante Grunderregung erhalten. Die Triebscheiben 5 und 6 besitzen bewegliche Außenkränze mit Innenverzahnung. Diese Zahnkränze arbeiten mit Zahnrädern 22 und 23 zusammen, die auf dem Innenteil der Triebscheiben gelagert sind und über Schnecke und Schneckenrad von Hilfsmotoren 24 und 25 angetrieben werden. Die Hilfsmotoren 24 und 25 sind ebenfalls auf den Triebscheiben angebracht und laufen mit um. Sie werden mittels der Schütze 26 und 27, 28 und 29 an Spannung gelegt, wenn der Waagebalken 30 des Differenzrelais aus seiner Gleichgewichtslage gerät und den Kontakt 31 oder 32 schließt. Bei geschlossenem Kontakt 31 werden die Schützspulen 26 und 29 und bei geschlossenem Kontakt 32 die Schützspulen 27 und 28 an die go Drehstromleitungen R, T gelegt und die Hilfsmotoren 24 und 25 so eingeschaltet, daß der eine Hilfsmotor im Hubsinn, der andere Hilfsmotor im Senksinn arbeitet und umgekehrt.
■An den verschiedenen Enden der Regelwiderstände liegen über Kreuz die Spulen 17 und 18 der Magnetsysteme des Differenzrelais ig. Um die Magnetsysteme unempfindlicher zu machen, können sie durch die dauernd an den Leitungen 22 und T liegenden Spulen 20 und 21 eine konstante Grunderregung erhalten. Die Triebscheiben 5 und 6 besitzen bewegliche Außenkränze mit Innenverzahnung. Diese Zahnkränze arbeiten mit Zahnrädern 22 und 23 zusammen, die auf dem Innenteil der Triebscheiben gelagert sind und über Schnecke und Schneckenrad von Hilfsmotoren 24 und 25 angetrieben werden. Die Hilfsmotoren 24 und 25 sind ebenfalls auf den Triebscheiben angebracht und laufen mit um. Sie werden mittels der Schütze 26 und 27, 28 und 29 an Spannung gelegt, wenn der Waagebalken 30 des Differenzrelais aus seiner Gleichgewichtslage gerät und den Kontakt 31 oder 32 schließt. Bei geschlossenem Kontakt 31 werden die Schützspulen 26 und 29 und bei geschlossenem Kontakt 32 die Schützspulen 27 und 28 an die go Drehstromleitungen R, T gelegt und die Hilfsmotoren 24 und 25 so eingeschaltet, daß der eine Hilfsmotor im Hubsinn, der andere Hilfsmotor im Senksinn arbeitet und umgekehrt.
Bei größerer Abweichung des Differenzrelais 19 aus seiner Gleichgewichtslage in der
einen oder anderen Richtung werden Kontakte 33 oder 34 geschlossen, die die Spule 35 eines
Ausschaltrelais zwischen die Drehstromleitungen R und T schalten. Das Ausschaltrelais
unterbricht beim Ansprechen den Stromkreis der Umkehrschütze 36 und 37, 38 und 39 der
Antriebsmotoren 7 und 8, der beispielsweise von der Drehstromleitung R aus über die
Schützspulen zur Leitung T verläuft, und schaltet die Motoren 7 und 8 ab. Die übliche
Schaltung der Umkehrschütze in der Weise, daß beispielsweise über Doppeldruckknopfschalter
die Schütze 36 und 38 für die Aufwärtsbewegung des Schleusentores, die Schütze und 39 für die Abwärtsbewegung gleichzeitig
an die Leitungen R und T gelegt werden sowie Ausschaltdruckknöpfe und Endausschalter,
mit denen die Stromkreise der Umkehrschütze unterbrochen werden, sind nicht be-
sonders dargestellt.
Die Anordnung wirkt folgendermaßen: Solange die beiden Enden des Schleusentores
genau gleiche Höhenstellung haben, stimmen auch die Stellungen der Schleifbürsten 13
und 14 überein. Die Magnetspulen 17 und 18
des Differenzrelais 19 sind dann gleich stark
erregt, und der Waagebalken 30 bleibt in der Gleichgewichtslage stehen. Bei einer Abweichung
in der Höhenstellung der Torenden weichen auch die Bürstenstellungen der beiden Regelwiderstände 15 und 16 voneinander ab,
wodurch die beiden Hälften des. Brückenwiderstandes ungleich werden und clie Magnetspulen
17 und 18 verschieden stark erregt werden.
Der Waagebalken 30 wird dann aus seiner Gleichgewichtslage gebracht und schließt
entweder den Kontakt 31 oder 32. Wird beispielsweise bei höher stehendem linken Ende
des Schleusentores der Kontakt 32 geschlossen, so werden die Schütze 27 und 28 der Hilfsmotoren
24 und 25 eingeschaltet. Der Hilfsmotor 24 dreht sich dann in dem Sinne, daß er die Umfangsgeschwindigkeit des äußeren Zahnkranzes
der Triebscheibe 6 vermindert, arbeitet also gegen den Drehsinn des Hauptmotors 7.
Beim rechten Antrieb ist es umgekehrt; dort vergrößert der Hilfsmotor 25 die Umfangsgeschwindigkeit
des Außenkranzes der Seilscheibe 5. Stimmen die Bürstenstellungen der
beiden Regelwiderstände 15 und 16 wieder überein, was bei gleicher Höhenlage der beiden
Torenden der Fall ist, so werden auch die beiden
* Magnetspulen 17 und. 18 des Differenzrelais 19
wieder gleich erregt, der Waagebalken 30 stellt sich auf Mitte, Kontakt 32 wird geöffnet, und
die Motoren 24 und 25 werden durch Abfallen der Schütze 27 und 28 stillgesetzt.
Wird ein Ausgleich der ungleichen Höhenlage der Schleusentorenden aus irgendeinem Grunde,
z. B. beim Reißen einer Kette, an der das Schleusentor hängt, nicht erreicht, dann wird
mit zunehmender Ungleichheit der Ausschlag des Waagebalkens 30 größer. Dabei wird der
Kontakt 33 oder 34 geschlossen und die Spule 35 des Ausschaltrelais eingeschaltet, welches den
Stromkreis der Umkehrschütze der Antriebsmotoren 7 und 8 unterbricht und die Motoren
stillsetzt. Erst wenn die das Stillsetzen verursachende Störung beseitigt ist und der
Gleichstand mit Hilfe der Ausgleichsmotoren 24 und 25 wiederhergestellt ist, können nach
Öffnen der Kontakte 33 oder 34 die beiden Antriebsmotoren 7 und 8 von neuem eingeschaltet
werden.
Eine erhöhte Sicherheit läßt sich dadurch erreichen, daß die Hilfsmotoren 24 und 25 an
ein besonderes Netz gelegt werden. Es ist dann beim Ausbleiben der Spannung im Hauptnetz
die Überwachung des Gleichlaufs und des Gleichstandes der Antriebe in jedem Fall
gewahrt.
Anstatt für Drehstrom kann die beschriebene Schaltung auch für eine andere Stromart,
beispielsweise Gleichstrom, benutzt werden.
Claims (2)
1. Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung
für Mehrmotorenantriebe von Arbeitsmaschinen unter Verwendung von Differenzrelais,
welche durch von den angetriebenen Maschinen oder Maschinenteilen verstellte Brückenwiderstände beeinflußt werden, insbesondere
für elektromotorische Antriebe von Schleusentoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzrelais (19) zusätzliche Hilfsmotoren
(24 und 25) steuern, die auf zwischen Hauptantriebsmotoren (7 und 8) und Arbeitsmaschinen
(3 und 4) geschaltete Differenzzwischengetriebe (22 und 23) arbeiten und
bei Störung des Gleichlaufes oder der Gleichstellung ohne Lastübernahme zusätzliche
langsame Ausgleichsbewegungen der angetriebenen Arbeitsmaschinen herbeiführen, die gleichzeitig und in entgegengesetztem
Sinne erfolgen.
2. Gleichlauf- und Gleich steUregeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Differenzrelais (19) die Hauptantriebsmotoren (7 und 8) abschalten,
falls sich trotz des Zuschaltens der Hilfsmotoren (24 und 25) zu den Hauptmotoren
(7 und 8) der Ungleichstand über ein gewisses Maß vergrößert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungep
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98236D DE638080C (de) | 1931-04-23 | 1931-04-23 | Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung fuer Mehrmotorenantriebe, insbesondere fuer elektromotorische Antriebe von Schleusentoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES98236D DE638080C (de) | 1931-04-23 | 1931-04-23 | Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung fuer Mehrmotorenantriebe, insbesondere fuer elektromotorische Antriebe von Schleusentoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE638080C true DE638080C (de) | 1936-11-09 |
Family
ID=7521329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES98236D Expired DE638080C (de) | 1931-04-23 | 1931-04-23 | Gleichlauf- und Gleichstellregeleinrichtung fuer Mehrmotorenantriebe, insbesondere fuer elektromotorische Antriebe von Schleusentoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE638080C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969531C (de) * | 1952-03-02 | 1958-06-12 | Artos Meier Windhorst Kg | Wareneinfuehrung fuer Spann- und Trockenmaschinen |
-
1931
- 1931-04-23 DE DES98236D patent/DE638080C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969531C (de) * | 1952-03-02 | 1958-06-12 | Artos Meier Windhorst Kg | Wareneinfuehrung fuer Spann- und Trockenmaschinen |
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