DE636730C - Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten feuchten Faserstoffs fuer die pneumatischeFoerderung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten feuchten Faserstoffs fuer die pneumatischeFoerderung

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DE636730C
DE636730C DEM126156D DEM0126156D DE636730C DE 636730 C DE636730 C DE 636730C DE M126156 D DEM126156 D DE M126156D DE M0126156 D DEM0126156 D DE M0126156D DE 636730 C DE636730 C DE 636730C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/66Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water
    • D21F1/74Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water using cylinders

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten feuchten Faserstoffs für die pneumatische Förderung Die Förderung von feuchten Faserstoffen im Luftstrom mittels sogenannter pneumatischer Förderanlagen ist bekannt. Es ist auch bekannt, daß diese Förderung bestimmte Eigenschaften des Fördergutes zur Voraussetzung hat.
  • Nach den bisherigen - Erfahrungen mußte das Fördergut auf. ein bestimmtes Maß entwässert werden und in Form verhältnismäßig fester brockenartiger Stücke vorliegen, um sich pneumatisch fördern zu lassen.
  • Zur Erzielung einer derartigen Materialbeschaffenheit wurden die Faserstoffe in besonderen Vorrichtungen gepreßt und entwässert und in Brocken zerteilt. Hierzu dienten die bekannten Schneckenpressen, die nach der Art von Fleischwölfen arbeiten.
  • Eine derartige Behandlung muß auch der sog. Schabstoff erfahren, der in bekannter Weise auf fortlaufend arbeitenden Entwässerungsmaschinen, beispielsweise Rundsiebmaschinen, gewonnen wird durch Abschaben von der oberen Preßwalze, der sog. Formatwalze. Dieser nur einmal durch die Presse hindurchgegangene Stoff ist dünn, sehr weich und führt, wenn man ihn mit dem notwendigerweise noch anhaftenden Feuchtigkeitsgehalt pneumätisch fördern wollte, alsbald zu einer Verschmierung der Förderleitungen. Er macht dadurch jede pneumatische Förderung unmöglich. Zur Erzeugung von Pappen hat man. bereits auf einer Formatwalze mehrere Stofflagen übereinander aufgewickelt und dadurch eine Schicht von so großer Stärke gewonnen, als der herzustellenden Pappe entsprach. Zu diesem Zweck wird der Stoff nicht mehr fortdauernd, sondern nur jeweils nach Erreichung der für die Herstellung der Pappe erforderlichen Schichtstärke von der Formatwalze abgeschabt. Dabei ist also mindestens eine Lage der Stoffschicht zweimal zwischen den beiden Preßwalzen hindurchgegangen.
  • Es hat sich nur; gezeigt, daß ein derartiger aus mehreren Lagen bestehender Papierstoff sich wesentlich besser für die pneumatische Förderung eignet als der Schabstoff, den man bisher ausschließlich erzeugt hatte, wenn eine andere Verarbeitung als für Pappen und damit eine nochmalige Förderung des Faserstoffes in Betracht kam. Ein in mehreren Schichten auf der Formatwalze aufgewickelter Faserstoff läßt sich auch ohne Anwendung von Schneckenpressen ohne Betriebsstörung pneumatisch fördern.
  • Zur Erzeugung dieses für die pneumatische Förderung geeigneten sog. Wickelstoffes wird also, so wie dies für die Pappenherstellung bereits bekannt ist, das Schabermesser nicht dauernd gegen die Formatwalze angedrückt, sondern so lange von ihr abgehoben, als Stoff auf ihr aufgewickelt wird; und erst angedrückt, wenn die Walze die gewünschte Anzahl Umdrehungen gemacht hat und da.ü;Cbii ein Stoff von zwei oder mehr Schichten üb ".' einander entstanden ist.
  • Da es nicht wie bei der Pappenerzeugtt?''_ auf feste zusammenhängende Bogen arikommt, kann durch entsprechende Wahldes Preßdruckes, Trockengehalts und der Schichtenzahl die Festigkeit des Wickelstoffes so gering erhalten werden, daß es genügt, die Stoffbahn unmittelbar in den Förderstrom hineinzuführen, der sie seinerseits sofort in förderfähige Fetzen zerreißt.
  • Da das Verfahren zur Herstellung von Wickelstoff absatzweise arbeitet, führt es zu einer stoßweisen Belastung der pneumatischen Förderung. Um die Leistungsfähigkeit der letzteren besser ausnutzen zu können, erfolgt in weiterer Ausbildung der Erfindung die Abnahme des Stoffes nicht gleichzeitig, sondern an mehreren,- Stellen in zueinander versetzten Zeitabschnitten. Beispielsweise -werden die Schaber mehrerer nebeneinanderstehender Entwässerungsmaschinen, die eine gemeinsame pneumatische Förderanlage speisen, in ihrer Bewegung gegeneinander zeitlich so versetzt gesteuert, daß stets eines der Schabermesser in Tätigkeit ist.
  • Bei einer einzigen Entwässerungsmaschine ergibt sich der gleiche Erfolg, wenn das Schabermesser in mehrere nebeneinanderliegende Teile unterteilt ist und diese einzelnen Teile zeitlich zueinander versetzt gesteuert werden.
  • In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur pneumatischen Förderung feuchten- Faserstoffes nach vorliegender Erfindung schematisch dargestellt.
  • . Fig. i zeigt in Seitenansicht einen Teil der Trockenmaschine mit der Formatwalze und der Aufgabevorrichtung für die pneumatische Förderung.
  • Fig.2 zeigt schematisch in kleinerem Maßstäbe die pneumatische Förderung des an mehreren Trockenmaschinen anfallenden Wickelstoffes.
  • Das Filztuch a der Entwässerungsmaschine, das in Pfeilrichtung läuft, überträgt den auf seiner Oberseite haftenden Faserstoff bei Durchgang durch das Walzenpaar b und c an die obere Walze c. Ein Schäbermesser d schneidet den Wickelstoff von der Walzenoberfläche ab, so daß er durch ein Fallrohr e der Schnecke f zufällt. In dieser Schnecke wird der Wickelstoff gefördert, wobei er evtl. noch zerkleinert wird, und gelangt über ein weiteres Fallrohr g und eine Zellenradschleuse da an sich bekannter Bauart in die Luftförderleitüng i-. Der Schnecke fällt also eine doppelte Aufgabe zu, und zwar erstens den Wickelstoff von der ganzen Länge der Entwässerungsmaschine bzw. von mehreren 'Entwässerungsmaschinen einer gemeinsamen Aüfgabevorrichtung für die Luftförderung #yü-züführen und dabei zweitens den durch die eueinander versetzte Arbeitsweise der Schabermesser ermöglichten Mengenausgleich herbeizuführen.
  • Das Schabermesser d wird mit einem gewichtsbelasteten Hebel k in dem Drehpunkt l so befestigt, daß durch Anheben des Hebels k sich das Schabermesser von der Formatwalze c abheben läßt. An dem Hebel k ist ein Seil in befestigt, das über mehrere Rollen n', -i' zu dem freien Ende eines einerseits gelagerten Hebels o geführt ist. Dieser Hebel o ist mit einer drehbaren Rolle p ausgestattet, die sich unter der Zugwirkung des Seiles m gegen eine Nockenscheibe q anlegt. Diese Nockenscheibe q sitzt fest auf der umlaufenden Welle r. Sie ist so gestaltet, daß sie den Hebel o während etwa ihrer halben Umlaufzeit nach unten drückt, wodurch über das Seil m der Schaber d von der Formatwalze c abgehoben wird. Die dargestellte Anordnung entspricht also der Gewinnung einer zweischichtigen Lage Faserstoff, vorausgesetzt, daß die Drehzahl der Welle r gleichlaufend ist mit der Drehzahl der Formatwalze c.
  • Sind mehrere Schabermesser in Abhängigkeit voneinander zu steuern, so werden zweckmäßigerweise mehrere Rollennockentriebe der v orbeschriebenen Art nebeneinander auf der gleichen Welle y angeordnet und jeweils mit dem ihnen zugeordneten Schabermesser verbunden, gleich ob diese Schaberinesser zu einer einzigen Entwässerungsmaschine gehören oder ob mehrere Maschinen hintereinanderstehen und ihre Schabermesser im Wechsel miteinander gesteuert werden.
  • In Fig. 2 sind zwei Entwässerungsmaschinen I und II nebeneinander aufgestellt. Der Schaber d' der Formatwalze cl der Maschine I ist angehoben, der Schaber d" der Maschine II befindet sich in Schabestellung. Die Schnecke f nimmt den von den Trockenmaschinen kommenden Wickelstoff auf und führt ihn über die Zellenradschleuse b der Förderleitung i zu.
  • Das erfundene Verfahren eignet sich in besonderem Maße für Holzstoff, Strohstoff, Zellstoff u. dgl '---#-"_

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Vorbereiten feuchten Faserstoffes für die pneumatische Förderung, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Lage der sich auf der oberen Preßwalze der Entwässerungsmaschine bildenden Stoffschicht zweimal zwischen den Preßwalzen hindurchgeleitet wird, ehe sie von derselben abgenommen und der Luftförderung zugeführt wird. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere nebeneinanderliegende zusammenarbeitende Schaber (d', d") in ihren Bewegungen zeitlich gegeneinander versetzt sind, so daB ein fortdauernder Stoffanfall zu der pneumatischen Förderung erfolgt.
DEM126156D 1934-01-12 1934-01-12 Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten feuchten Faserstoffs fuer die pneumatischeFoerderung Expired DE636730C (de)

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