DE635554C - Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl.Info
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- B28B21/92—Methods or apparatus for treating or reshaping
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Description
- Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. für unter hohem Druck stehende Flüssigkeiten oder Gase mit einem unter gleichbleibender starker Spannung stehenden Draht. Würde man derartige Betonrohre mit spannungslosem Eisen armieren, so würde die Betonfläche rissig werden, ehe das Eisen seine zulässige Höchstspannung erreicht hat, da Beton eine viel geringere Ausdehnungsfähigkeit besitzt als Eisen. Es kommt daher auf eine große Gleichmäßigkeit der Spannung des aufzuwickelnden Drahtes an sowie zur rationellen Ausübung des Verfahrens auf eine selbsttätige Regelung dieser Spannung, die keine Wartung benötigt.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, den aufzuwickelnden Draht von einer durch Reibung gebremsten Trommel ablaufen zu lassen und über eine Schleife mit schrägen Enden zu führen, an welcher eine mit einem Gewicht belastete Rolle aufgehängt ist. Infolge der Veränderung des Reibungswiderstandes jedoch ist hierbei die von der Reibungstrommel abgewickelte Drahtlänge niemals gleich der auf das Rohr aufgewickelten Länge, so daß die gewichtsbelastete Rolle sich während des Arbeitsvorganges hebt oder senkt, wodurch die Kräfteverteilung und damit die Spannung des Drahtes verändert wird. Auch der immer kleiner werdende Durchmesser der Vorratstrommel bedingt eine Änderung der Drahtspannung. Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung darin, daß der Draht nach dem Ablaufen von der Vorratstrommel zwecks Erzielung der erforderlichen gleichbleibenden, starken Spannung zunächst über eine festgelagerte, mit einer Bremse versehene Rolle, alsdann über eine zweite, ebenfalls festgelagerte, mit einer Differentialhandbremse versehene Rolle und hierauf unter Zwischenschaltung der erforderlichen Umlenkungsrollen über eine Schleife mit annähernd parallelen Enden geführt wird, an welcher eine mit einem Gewicht belastete Rolle hängt, worauf er dem zu bewickelnden Rohr zugeführt wird.
- Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht in einer selbsttätigen Regelungsvorrichtung für die Bandbremse. Die Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor.
- Fig. r zeigt ein Stück eines armierten Rohres in schaubildlicher Darstellung. Fig.2 ist die Vorrichtung zum Bewickeln der Rohre von der Seite gesehen; Fig.3 ist ein Schnitt durch das rechts In Fig.2 dargestellte Gestell; Fig. ¢ ist eine Ansicht auf dasselbe von der rechten Seite der Fig. 2 aus gesehen. Der Stahldraht, der gespannt auf das Rohr gewickelt werden soll, befindet sich auf der Haspel A, von welcher er über die Rollen e, f, g, L, h zum Verteiler C läuft. Die Rollen e, f, g, h sind mit ihren. Achsen in dem mit B bezeichneten -Gestell angeordnet, während die Rolle L sich frei bewegen kann.
- Der Verteiler C, der später noch näher beschrieben wird, läuft in Längsrichtung degt Rohres auf zwei starken, auf dem Gerüst an' gebrachten Schienezi; das Gerüst ist zur Achse des Rohres E parallel angeordnet.
- Die Achse der Rollee ist mit einer Bandbremse P' versehen, deren Band mit seinem einen Ende an einem Querbalken des Gerüstes B befestigt ist, während das andere Ende mit einem regulierbaren Gewicht P,' versehen ist. -Die Achse der Rolle f ist mit einer Bandbremse P" versehen, deren Bremsbandenden in einem gewissen Abstand von dessen Drehpunkt an den beiden Armen des Hebels m befestigt sind. Das äußere Ende des Hebels m ist mit einem regulierbaren Gewicht P,." belastet, während das innere Ende an der Rolle L befestigt ist. Diese ist mit einem veränderlichen Gewicht P belastet; die für das Gewicht P erforderliche Größe wird entsprechend der dem Stahldraht zu verleihenden Spannung gewählt.
- Hierzu muß bemerkt werden, daß der Draht um die Rolleng und h einfach herumgeführt, jedoch ein- oder zweimal um die Rollene und f gewickelt. ist: Hat man, wie oben bemerkt, .die Größe des Gewichtes P bestimmt, so wählt man die Gewichte P,' und Pi' in der Weise, daß das Gewicht P durch die Anzahl der Drahtwindungen um die Rollen e und f, und durch den vom Verteiler C her ausgeübten Züg derart im Gleichgewicht gehalten wird, daß die auf das Rohr aufgewickelte Drahtlänge gleich der von der Vorratstrommel abgewickelten Länge ist. Veränderungen der Reibung können eine Erhöhung oder eine Verminderung der Drahtspannung verursachen; um diesem Nachteil zu begegnen, wurde die folgende Anordnung gewählt: Ein biegsames, aber nicht dehnbares Seil c verbindet über die im oberen Teil des Gerüstes befestigte Rolle p die Armatur der Rolle L mit dem Hebel m, während ein zweites Seil d die gleichen Teile über die im unteren Teil- des Gerüstes B angebrachten Rollen o Und o' verbindet. Diese Anordnung arbeitet folgendermaßen: Im Falle einer Reibungserhöhung neigt das Gewicht P dazu, vom gespannten Draht gehoben zu werden; hierdurch zieht die Verbindung d das innere Ende des Hebelsur herab, verringert dadurch die Bremswirkung des Gewichtes Pi' und stellt somit den Gleichgewichtszustand wieder her.
- Falls jedoch das Gewicht P durch eine Reibungsverminderung tiefer herabzukornnen neigt, wird dies von der Verbindung c verhindert, indem diese das innere Ende des Hebels m hinaufzieht und dadurch die Brems-:°@Irkung des Gewichtes Pi' erhöht.
- ::=üierdurch wird selbsttätig ein genaues ichbleib.en der Spannung des Stahldrahtes #° weicht, da jede noch so kleine Erhöhung oder Verminderung der Spannung sofort von den Verbindungen d und c aufgenommen und ausgeglichen wird. Die Enden s und i der um die Rolle l laufenden Schleife sind annähernd parallel geführt, so daß geringe Änderungen in der Höhe des Gewichtes P keine Spannungsänderung des Drahtes hervorrufen.
- Wenn man die Vorrichtung in arbeitsfertigen Zustand setzt, wird der Verteiler C in Bewegung gesetzt, welcher, wie oben erwähnt, auf zwei starken Schienen läuft und von einem Schneckengetriebe, das seine Geschwindigkeit regelt, bewegt wird.
- Ein auf den Zeichnungen nicht dargestelltes veränderliches Zahnradgetriebe gestattet, die Umdrehungszahl des Schneckengetriebes und damit die Geschwindigkeit des Verteilers beliebig zu regeln; da sich das Rohr mit konstanter Geschwindigkeit um die eigene Achse dreht, kann hierdurch der Abstand zwischen den einzelnen Spiralen nach Belieben verändert werden.
- Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die in der Zeichnung dargestellte und im vorstehendem beschriebene-Ausführungsform, sondern es können auch mannigfaltige Abänderungen im Rahmen des Erfindungsgedankens getroffen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. für unter hohem Druck stehende Flüssigkeiten oder Gase, mit einem, unter gleichbleibender, starker Spannung stehenden Draht, bei der das Rohr um eine waagerechte Achse gedreht, ihm der Draht mittels eines Schlittens zugeleitet und letzterer parallel zur Achse des Rohres verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (c) nach dem Ablaufen von einer Vorratstrommel -o. dgl. zwecks Erzielung der erforderlichen gleichbleibenden, starken Spannung zunächst über eine festgelagerte, mit einer Bandbremse (P', P,') versehene Rolle (e), alsdann über eine, ebenfalls festgelagerte, mit einer Differentialbandbremse (m, P", P:L") verseh=ene Rolle (f), hierauf über eine wiederum festgelagerte Umlenkungsrolle (g) geführt wird, daß er danach eine Schleife mit annähernd parallel laufenden- Enden (s, t) bildet, in der an ihm ein, von einer Rolle (Z) getragenes Gewicht (P) hängt, und" daß er schließlich über eine, wiederum festgelagerte Umlenkungsrolle (h) dem Schlitten zugeführt wird. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (P). zwecks Nachregulierung der Bremswirkung durch eine Übertragungsvorrichtung, z. B. Seile (c, d), mit der Differentialbremse (P") in Verbindung steht. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (P) bzw. seine Tragrolle (L) mit dem Hebel (m) der auf die Rolle (f) wirkenden Differentialbandbremse (m, P", P;') durch zwei Drähte (c, d) o. dgl. verbunden ist, von denen der eine (c) mit dem einen Ende von oben an die Tragrolle, mit dem anderen Ende von oben an den Hebel der Differentialbandbremse angeschlossen und dazwischen über eine hochliegende Umlenkungsrolle (p) geführt ist, während der andere (d) mit dem einen Ende von unten an das Gewicht, mit dem anderen von unten an den Hebel der Differentialbandbremse angeschlossen und dazwischen über tiefliegende Umlenkungsrollen (o, o') geführt ist.
Priority Applications (1)
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| DES102288D DE635554C (de) | 1931-12-08 | 1931-12-08 | Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. |
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| DE635554C true DE635554C (de) | 1936-09-24 |
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| DES102288D Expired DE635554C (de) | 1931-12-08 | 1931-12-08 | Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl. |
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1931
- 1931-12-08 DE DES102288D patent/DE635554C/de not_active Expired
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