DE1574462C - Vorrichtung zum Abspulen von Drähten - Google Patents

Vorrichtung zum Abspulen von Drähten

Info

Publication number
DE1574462C
DE1574462C DE1574462C DE 1574462 C DE1574462 C DE 1574462C DE 1574462 C DE1574462 C DE 1574462C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
traction sheave
hose
removal
bracket
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Günther Dr. 4400 Münster; Herold Gerhard; Schröer Hans-Günther; 4700 Hamm Hauck
Original Assignee
Westfälische Union AG für Eisen- und Drahtindustrie, 4700 Hamm
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum stoßfreien, kontinuierlichen und diskontinuierlichen Abspulen eines Drahtes von einer Abspulvorrichtung mit einer Drahtspule und einer angetriebenen Treibscheibe.
Bekannt sind Geräte, bei denen der Draht von einer großen schweren Spule über Treibscheiben, um die der Draht in mehreren Windungen gewickelt ist, entnommen wird. Die Treibscheiben können vor der Spule oder auch hinter der Spule angeordnet sein, je nachdem, ob der Draht auf die Spule aufgewickelt oder von der Spule entnommen werden soll. Die Achsen dieser Spulen können horizontal oder vertikal gelagert sein.
Solche Geräte sind jedoch noch störungsanfällig, insbesondere dann, wenn von großen Spulen Draht oft zum Teil kurzfristig entnommen werden soll. Infolge der großen Trägheit des Spulenkörpers erfolgt die Drahtentnahme stoßweise, weil die Spule bei Beginn der Entnahme oder auch während einer veränderlichen Entnahme nicht so schnell auf die entsprechende Umfangsgeschwindigkeit gebracht werden kann. Diese verursachten ruckartigen Stöße können auf die Entnahmestelle übertragen zu Störungen führen, wie z. B. auf angeschlossenen Schweißgeräten, die öfter ihre Drahtentnahme unterbrechen oder auch verändern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zwischen der Treibscheibe und der Entnahmestelle Drahtreserven zu schaffen, die so lange Draht liefern, bis die Spule durch die Zugkraft der Treibscheibe auf die volle Umfangsgeschwindigkeit der erforderlichen Drahtentnahme gebracht wurde. Diese Drahtreserven können zu Beginn der Drahtentnahme und auch während der Drahtentnahme wirksam sein. Diese Drahtreserven verursachen eine stoßfreie Drahtentnahme, was besonders bei einem diskontinuierlichen Betrieb von Vorteil ist.
Gemäß der Erfindung ist zwischen der Treibscheibe und einem auf den Draht Zugkräfte ausübenden Verbraucher ein in Bewegungsrichtung des Drahtes federnder Bügel angeordnet, der durch einen elastischen, in seinem Durchhang veränderlichen Schlauch mit dem Verbraucher verbunden ist.
Der Draht läuft von der Spule in mehreren Windüngen über die durch einen Motor regulierbar angetriebene Treibscheibe durch den Schlauch zu der Entnahmestelle, wo er beispielsweise durch Vorschubrollen des Verbrauchers ziehend bewegt wird. Sobald die Zugkraft vom Triebwerk des Verbrauchers auf den Draht einwirkt, werden der Schlauch und der Bügel gespannt, wobei sich der Bügel in Richtung der Treibscheibe durchbiegt. Die Drahtreserve zwischen Treibscheibe und Verbraucher wird frei. Während des Verbrauches des Drahtvorrats reguliert der Bügel die Haftreibung der Drahtwindungen auf der Treibscheibe. Je größer die Durchbiegung des Bügels ist, um so größer ist die Haftreibung, weil die Kraft des Triebwerkes vom Verbraucher voll zum Einsatz kommt. Sobald die Zugkraft des Verbrauchers auf den Draht einwirkt, beginnen die losen Windungen des Drahtes auf der Treibscheibe sich auf die Oberflache derselben zu legen. Infolge der Haftreibung wird eine Zugkraft auf den Draht der Spule ausgeübt und diese in Bewegung gesetzt. Inzwischen ist die Spule infolge der Zugkraft der Treibscheibe auf die gleiche Umfangsgeschwindigkeit gelangt wie die Treibscheibe. Die Treibscheibe ist so eingerichtet, daß sie etwas mehr Draht fördert als verbraucht wird, solange der Draht fest an der Oberfläche haftet. Ist dieser Zustand erreicht, geht der federnde Bügel in seine Ausgangsstellung zurück, der Schlauch hängt durch, eine Drahtreserve entsteht und die Haftreibung auf der Treibscheibe wird geringer. Sobald der Draht auf der Oberfläche der Treibscheibe zu rutschen beginnt und seine Geschwindigkeit nicht mehr dem Verbrauch entspricht, wiederholt sich der beschriebene Vorgang durch Anheben des Schlauches und Durchbiegung des Bügels, indem die Haftreibung auf der Treibscheibe reguliert wird. Fördert die Treibscheibe bei fester Umschlingung des Drahtes mehr Draht als an der Entnahmestelle verbraucht wird, so läßt die Haftreibung auf der Treibscheibe nach, und es bildet sich wieder eine Drahtreserve im durchhängenden Schlauch. Die Durchbiegung des federnden Bügels und die Bewegung des Schlauches bis zum größten Durchhang regulieren die Haftreibung auf der Treibscheibe und bewirken somit eine stoßfreie Entnahme des Drahtes von der Spule.
Würde die Vorrichtung ohne federnden Bügel, allein mit der veränderlichen Durchbiegung des drahtführenden Schlauches, arbeiten, würde die Kraft der Entnahmestelle auf den Draht erst nach Verbrauch des Drahtvorrats im Schlauchdurchhang völlig die losen Drahtwindungen der Treibscheibe anziehen. Infolge der Trägheit der Spule wird eine Gegenkraft im Draht zwischen Treibscheibe und Entnahmestelle entstehen, die stoßweise in Richtung Entnahmestelle auftritt.
Würde auf den federnden Bügel und die Beweglichkeit des durchhängenden Schlauches verzichtet, indem ein starres Rohr als Leitung des Drahtes gebraucht würde, so würden die Gegenkräfte für die Drahtentnahme so groß, daß eine gleichmäßige Entnahme des Drahtes unmöglich wird.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß der während der Drahtentnahme veränderliche Durchhang des Schlauches und die veränderliche Durchbiegung des Bügels Drahtreserven schaffen, die die Haftreibung der Drahtwindungen über die Treibscheibe im Zustand der Ruhe durch Lockerung aufheben und während der höchsten Entnahme durch festes Anziehen der Drahtwindungen am stärksten wirksam werden lassen. Auf diese Weise ist je nach Drahtbedarf des Verbrauchers die Reibwirkung auf die Treibscheibe regulierbar und eine Drahtentnahme ohne ruckartige Belastung möglich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung für die stoßfreie, veränderliche Drahtentnahme an bekannten Geräten der Drahtabnahme von großen Spulen ist in den Fig. 1 und 2 in einer schematischen Seitenansicht gezeigt.
Fig. 1 zeigt die· Entnahmevorrichtung im Zustand der Ruhe, ohne Haftreibung der Drahtwindungen an der Treibscheibe;
F i g. 2 zeigt die Entnahmevorrichtung im Zustand der stärksten Drahtentnahme, der höchsten Haftreibung auf der Treibscheibe; der Schlauch ist gespannt, der Bügel in Richtung der Treibscheibe federnd durchgebogen.
An dem Fuß eines Bockes 4 ist ein federnder Bügel 8 befestigt, der mit einem Verbraucher durch einen elastischen Schlauch 9 verbunden ist, dessen Länge größer ist als der Abstand zwischen dem Bügel 8 und dem Ort des Verbrauchers. Mit dem Ort des Verbrauchers ist der Schlauch 9 fest verbunden.
ι \J ι rt ·* υ
Der federnde Bügel 8 und der im Durchhang veränderliche Schlauch 9 befinden sich hinter einer Treibscheibe 6 und einer Drahtspule 1 bekannter Abspulgeräte, bei denen die Treibscheibe 6 durch einen Motor angetrieben wird.
Der Schlauch 9 verändert seinen Durchhang je nach dem Ausschlag des Bügels 8. Bei dem größten Ausschlag des Bügels 8 in Richtung Treibscheibe befindet sich der Schlauch 9 in der horizontalen Lage, das ist der Zustand der höchsten Spannung.
Der Zustand der Ruhe herrscht bei völligem Durchhang und ungespanntem Bügel 8, wie F i g. 1 zeigt.
Der Zustand der höchsten Beanspruchung herrscht bei horizontal gespanntem Schlauch 9 und dem in Richtung Treibscheibe 6 am stärksten durchgebogenen Bügel 8, wie F i g.l zeigt.
Zwischen den in Fig. 1 und 2 dargestellten Zustandsformen befinden sich alle Zustände der Drahtbeanspruchung. Die Drahtreserven sind im Zustand der Ruhe, Fig. 1, am größten und im Zustand des höchsten Drahtverbrauches, F ig. 2, am kleinsten. Durchhang des Schlauches 9 und Durchbiegung des Bügels 8 regulieren während der Drahtentnahme die Haftreibung der Drahtwindungen auf der Treibscheibe 6.
Diese in der Abnahmevorrichtung sich selbst regulierenden Drahtreserven bestimmen die Haftreibung auf der Treibscheibe 6 und bewirken eine gleichmäßige stoßfreie Drahtentnahme, sowohl aus dem Zustand der Ruhe als auch bei veränderlichen Entnahmegeschwindigkeiten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum stoßfreien, kontinuierlichen und diskontinuierlichen Abspulen eines Drahtes von einer Abspulvorrichtung mit einer Drahtspule und einer angetriebenen Treibscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Treibscheibe (6) und einem auf den Draht Zugkräfte ausübenden Verbraucher ein in Bewegungsrichtung des Drahtes federnder Bügel (8) angeordnet ist, der durch einen elastischen, in seinem Durchhang veränderlichen Schlauch (9) mit dem Verbraucher verbunden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2643099C2 (de) Vorrichtung zum Zuführen eines Schweißdrahtes
DE102014220875A1 (de) Wickelmaschine für gesponnenes Garn
DE3119600C2 (de) Vorrichtung zum Zuführen von Wäschestücken zu einer Mangel
DE3425939C2 (de)
DE893321C (de) Klauenbremse zum Spannen eines Fadens
DE1574462B1 (de) Vorrichtung zum Abspulen von Draehten
DE69511340T2 (de) Verfahren zur automatischen Regelung der Fadenspannung an Aufspulmaschinen
DE1574462C (de) Vorrichtung zum Abspulen von Drähten
DE69509500T2 (de) Fadenlieferspeicher
DE1640199B2 (de) Verseilmaschine zur herstellung von fernmeldekabeln
DE813679C (de) Verfahren und Vorrichtungen zum Scheren von Webketten
DE901884C (de) Vorrichtung fuer selbsttaetiges Aufwickeln von Draehten, Seilen, Kabeln, Textilgut od. dgl.
DE1848868U (de) Vorrichtung zum verschnueren von paketen od. dgl.
DE285522C (de)
DE635554C (de) Vorrichtung zum Bewickeln von Leitungsrohren aus Beton o. dgl.
DE1902242A1 (de) Spannvorrichtung zur Regelung des Abwickelvorganges eines Bandes od.dgl.von einem Wickel
DE680157C (de) Paketverschnuermaschine
CH386201A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abziehen von Garn aus Garnkörpern
AT209841B (de) Einrichtung zum spannungsabhängigen Steuern der Spulendrehzahl bei Drahtziehmaschinen
DE272471C (de)
DE618629C (de) Maschine zur Herstellung von sechseckigem Drahtgeflecht mit Randdraehten
DE1930363A1 (de) Vorrichtung zum Regeln der Fadenspannung
DE697612C (de)
DE2549455A1 (de) Vorrichtung zum abziehen von auf spulen gewickeltem gut
DE2445921C3 (de) Vorrichtung zum Knüpfen einer Fadenschlinge