DE635310C - Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen

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DE635310C DESCH104039D DESC104039D DE635310C DE 635310 C DE635310 C DE 635310C DE SCH104039 D DESCH104039 D DE SCH104039D DE SC104039 D DESC104039 D DE SC104039D DE 635310 C DE635310 C DE 635310C
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cements
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dental
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen Die in der Zahnheilkunde als Füllungsmaterial gebräuchlichen Zemente (Phosphat-und Silicatzemente) haben den Nachteil, daß sie nicht genügend kantenfest und infolgedessen beim Aufbau von Ecken und Schneidkanten Schwierigkeiten vorhanden sind; diesen Mangel zeigen besonders Silicatzemente. Die mangelnde Haltbarkeit der Zahnfüllungen ist in erster Linie auf Fehlbisse zurückzuführen. Gegenüber dieser Beanspruchung treten die übrigen Einwirkungen, wie Schleifwirkung des Gegenzahns oder andere mechanische Einwirkungen, zurück. Es ist also notwendig, über Zemente zu verfügen, die eine hohe Schlagfestigkeit besitzen.
  • Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die Härte von Zahnfüllungsmassen durch Beimischung von Quarz, Ferrosilicium, Silicium= carbid, kristallisiertem Kohlenstoff in Form von Diamant u. dgl. zu steigern. Auf diesem Wege gelingt @es jedoch nicht genügend, die Schlagfestigkeit von Zahnzementen zu erhöhen.
  • Die vorliegende Erfindung geht von der Vorstellung aus, daß versucht -werden müsse, die Schlagfestigkeit der Zahnzemente durch Einlagen ähnlich dem Eisen in Eisenbeton zu steigern.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Schlagfestigkeit durch Zusatz von anorganischen oder organischen Stoffen erhöht wird, die dem Zement bzw. einer :oder mehreren seiner Komponenten, also auch der Zementflüssigkeit, in Faden-, Draht-oder Faserform ein-, verleibt werden. Man ist aber nicht allein darauf angewiesen, Zusätze in Faserform oder einer anderen Form mit bevorzugter Längsausdehnung zu verwenden, sondern man kann das Zementpulver selbst ganz oder teilweise in Faserform herstellen und dann gegebenenfalls noch mit faserförmigen Zusätzen vermischen. Wenn der Zement auf einer Schmelze aufgebaut ist, gelingt es ohne weiteres, diese in Faserform herzustellen und entweder als Zusatz dem Zement bzw. einer oder mehreren seiner Komponenten beizufügen oder für sich allein zu verwenden.
  • Die Menge des Zusatzes richtet sich nach der Art des Fasermaterials.
  • Vorteilhaft werden solche Stoffe verwendet, die durch entsprechende Behandlung ihre Quellungs- und Saugfähigkeit verloren haben. Zellstoff läßt sich z. B. durch Behandeln mit Acetylcellulose in eine nicht mehr quelhings- und saugfähige Form überführen.
  • Die Erfindung hat nichts mit der bekannten Ausfüllung der Zahnwurzelkanäle mit faserförmigem Material aus Asbest, Cellulose, anorganischer Wolle, wie Glaswolle usw., zu tun, welche hierbei eine ganz andere Aufgabe zu .erfüllen haben. Die ,anorganische Komponente, wie Glaswolle, dient dazu, Heil--mittel zur Wurzelbehandlung aufzusaugen und diese in der Wurzel zur Wirkung kommen zulassen. Dieser Arbeitsweise fehlt der Vorschlag der Erfindung, Zahnzemente mit Glaswolle oder anderen mineralischen Hohlfasern zu .einem einheitlichen Ganzen zu verarbeiten. Der Zusatz von faden-, draht- oder faserförmigem Material zur Zahnzementmasse hat den Zweck, die Festigkeit, insbesondere Schlagfestigkeit des Zements zu erhöhen. -Ein bekanntes Verfahren zur Herstelltiii von Metallfüllungen, insbesondere Goldfüllün gen, wird in der Weise ausgeführt, daß auf chemischem Wege ausgeschiedenes kristall= förmiges Moos-Fiber-Gold mit den verschiedensten Bindemitteln zusammengebracht wird und als poröser Schwamm zur Verarbeitung gelangt. Die so gewonnene Modifikation metallischen Goldes wird nicht mit Zement verarbeitet, sondern als Metallfüllung verwendet. In der Beschreibung dieses Verfahrens findet sich auch die Ausführungsform, tiefe Kavitäten zur Einsparung von Gold teilweise mit Zement auszufüllen; das Metall wird hierbei nicht in den Zement hineinverarbeitet, sondern beide Stoffe bilden zwei scharf voneinander getrennte Füllungsmassen.
  • Nach einem anderen. bekannten Verfahren setzt man dem Zementpulver oder der Zementflüssigkeit Celluloid in gequollenem Zustand zu, um die Politurfähigkeit der Zahnfüllung zu verbessern. Zur Verarbeitung in die Zementflüssigkeit wird das Gelluloid in organischen Lösungsmitteln aufgelöst und durch Säure ausgefällt- Naturgemäß wird hierbei das Celluloid nicht in Form von Fasern, sondern als schleimige Masse ausgeschieden. Auch bei der Verarbeitung mit dem Zementpulver wird das Celluloid nicht faserförmig, sondern als- aus Raspeln gewonnenes Pulver zugesetzt, d. h. in einer Form, in der die -Längsausdehnung der Teile nicht vorherrsend ist.
  • i Ausführungsbeispiel. A.@J i g Zementpulver wird mit etwa i 3 °.'o Zellstoff (Watte .o. dgl.) vereinigt, der zweckmäßig nicht mehr quellungs- und saugfähig ist. Nach Abbindung des Zements beobachtet man eine Steigerung der Schlagfestigkeit auf das 21/2fache, eine Größenordnung, die für die Verhältnisse im Munde bei weitem ausreicht. Mit gleichem oder ähnlichem Erfolg kann man z. B. Kunstseide, Glaswolle, gesponnene Kunstharze, Platindraht u. dgl. verwenden.

Claims (1)

  1. PATCNTANSPRÜCIIE: i. Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen, dadurch gekennzeichnet, daß das Zementpulver ganz oder teilweise in Faserform hergestellt und/oder faden-, draht- oder faserförmiges Material in das Zement bzw. leine oder mehrere seiner Komponenteneingearbeitet wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatzstoff nicht mehr quellungs- und saugfähiges Material verwendet wird.
DESCH104039D 1934-04-18 1934-04-18 Verfahren zur Herstellung von Zahnzementen Expired DE635310C (de)

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