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Buch mit Griffstellen zum Aufschlagen der Anschlußblätter Die Erfindung
bezieht sich auf Bücher, bei denen die aufgeschlagenen Doppelblätter Teile eines
längs und quer zum Buchrücken unterteilten großen Bildes, z. B. einer Landkarte,
darstellen, und Griffstellen zum Aufschlagen der Anschlußblätter haben.
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Bei derartigen Büchern, insbesondere den vorerwähnten Landkarten,
ist es stets von großem Vorteil, beim Übergang von einem jeweilig aufgeschlagenen
Kartenabschnitt zu dem in der einen oder anderen Richtung liegenden Anschlußblatt
dieses letztere leicht und sicher aufschlagen zu können. Allgemein gebräuchlich
ist es, die Teilabschnitte einer Landkarte in solcher Ordnung zum Buch zu binden,
daß die in der West-Ost-Richtung aneinandergrenzenden Teilabschnitte im Buch hintereinander
in derselben Ordnung wie auf der Karte folgen. Die in westöstlicher Richtung benachbarten
Abschnitte können dann ohne weiteres durch Vorwärts-. oder Zurückblättern aufgeschlagen
werden. Anders aber ist es, wenn man den südlich oder nördlich an eine aufgeschlagene
Teilkarte angrenzenden Abschnitt finden will. Die bisher zu diesem Zweck verwendeten
Anordnungen sind entweder recht verwickelt, indem sie eine ganz außergewöhnliche
Art der Buchbindung erfordern, oder der Benutzer muß zuerst irgendwelche Zahlen
ablesen und dann den entsprechend bezeichneten Abschnitt aufsuchen, wobei diese
Zahlen entweder auf einer Übersichtskarte, die dazu auch erst noch aufgeschlagen
werden muß, oder am unteren und oberen Rand jedes Teilabschnittes angebracht sind.
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Demgegenüber hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, sämtliche
in beiden Hauptrichtungen, West-Ost und Nord-Süd, benachbarten Teilabschnitte eines
jeden Aufschlages von diesem aus unmittelbar und ohne alle Umstände zugänglich zu
machen. Erfindungsgemäß sind nämlich die Griffstellen für die Anschlußblätterauch
für die Nord-Süd-Richtung entweder durch ihre Lage zu den anderen Griffstellen oder
durch in ihrer unmittelbaren Nähe angebrachte an sich bekannte Marken bestimmt,
so daß die Anschlußblätter in beiden Teilungsrichtungen durch einen einzigen Griff
freigelegt werden können.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Beispielen schematisch
veranschaulicht, die einen Kartenatlas betreffen.
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Fig. r zeigt eine Ausführungsform, bei welcher in bekannter Weise
jedes Blatt mit je einem Teilabschnitt der Landkarte beiderseitig bedruckt ist,
so daß sich z. B. die beiden mit dem Kartenbild versehenen Seiten 2 und 3 beim Aufschlagen
des Buches gegenüberliegen, ebenso die Seiten q. und 5 us"v-. Die Seiten 3 und q.
bestehen aus dem Aufdruck auf der Vorder- und auf der Rückseite des gleichen Blattes
und haben deshalb ein und denselben Vorsprung, ebenso die Seiten 5 und 6, die Seiten
7 und 8 usw.
Wenn man die Teilabschnitte, die von westlicher nach
östlicher Richtung führen, benutzen will, so braucht man nur in be: kannter Weise
-von der einen zur nächg@t' folgenden Seite zu gehen und die BlätteV. falls notwendig,
zu wenden, z. B. von tltrl-Stadt A auf Seite io nach der Stadt B ad' Seite
i i und weiter nach der Stadt E auf Seite 12.
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Will man dagegen auf den Kartenabschnitten einen von Norden nach Süden
verlaufenden Weg verfolgen, z. B. von der Stadt B auf Seite i i den Weg südwärts
nach der Stadt C auf Seite 17, so stellt man fest, wo auf der rechten Seite
i i der beiden aufgeschlagenen Seiten der Vorsprung seitlich angeordnet ist. Hierauf
wird dasjenige darunter gelegene nächstfolgende Blatt, bei dem sich der Vorsprung
an derselben Stelle befindet, gesucht und aufgeschlagen. Soll ein Weg verfolgt werden,
der in der Richtung nach Norden verläuft und über die Grenze des Teilabschnittes
hinausgeht, z. B. von der Stadt E auf Seite 12 nach der Stadt F auf Seite 6, so
wird auf der linken der beiden aufgeschlagenen Seiten der Vorsprung gesucht, hiermit
der entsprechende Barunterliegende Vorsprung ermittelt und die betreffende Seite
aufgeschlagen.
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Um den Übergang in nordsüdlicher Richtung zu erleichtern, kann man,
wie in Fig. i gezeigt, mit einem Pfeil oder mit anderen Zeichen, z. B. N und S,
angeben, welche Blätter zu wenden sind. Bei Zurücklegung des auf Seite i i angegebenen
Weges nach dem auf Seite 17 -bezeichneten Weg sieht man z: B., daß der. Pfeil auf
Seite i i in der Mitte des Randes angeordnet ißt. Die nächstfolgende Seite finit
Vorsprung in der Mitte ist die Seite 15, die gewendet werden muß, um Seite 17 freizulegen.
Es ergibt sich hieraus der Vorteil, daß man, ohne den nächstfolgenden Barunterliegenden
Vorsprung oder Ansatz .erst suchen zu müssen, den unter dem Pfeil oder sonstigen
Zeichen herausragenden Ansatz nur zu ergreifen und mit seiner Hilfe die dazwischenliegenden
Blätter zu wenden braucht.
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Bei dein Ausführungsbeispiel nach Fig.2 sind die zu einem Buch zusammengehefteten
Teilabschnitte einer Landkarte einseitig bedruckt.
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Hier .sind die seitlichen Vorsprünge, an deren Stelle auch Ausschnitte
treten können,-nicht in der gleichen Anzahl angebracht, wie sie der Zahl der aus
einem waagerechten Streifen von West nach Ost geschnittenen Blätter entspricht,
also z. B. bei sechs Blättern sechs verschieden abgestufte Vorsprünge oder Ansätze.
Es wird vielmehr eine größere Anzahl von Blättern unter Hinzunahme des tixw. der
ersten Blätter der nächsten Reihe, von links beginnend, zu einer Serie vereinigt
i.fiid mit fortlaufend abgestuften Vorsprüngen versehen, beispielsweise sieben Blätter
mit Vorsprüngen in sieben verschiedenen Höhenlagen. Auf den einzelnen Blättern werden
Pfeile oder sonstige Zeichen, z. B. S und N, angebracht, die anzeigen, welches darunterliegende
Blatt festgehalten werden muß, um zu dem sich daran anschließenden südlichen Teilabschnitt
der Landkarte zu gelangen. Um zu dem nördlichen Teilabschnitt zu gelangen,, muß
man zunächst das unter dem aufgeschlagenen Blatt liegende Blatt festhalten, neben
dessen Vorsprung sich der nach Norden gerichtete Pfeil oder das sonstige Zeichen
befindet und dann die Blätter auf der gegenüberliegenden Seite des Buches bis zu
dem Blatte zurückschlagen, dessen Vorsprung in derselben Höhe liegt wie der festgehaltene
Vorsprung.
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Will man z. B. von der Stadt A auf Blatt 1 7 (Fig. 2) zu der Stadt
D auf Blatt 29 gelangen, so sucht man auf Blatt 17 den nach Süden gerichteten Pfeil
auf, hält das Blatt, dessen Vorsprung seitlich neben diesem Pfeil liegt, fest und
schlägt die Blätter nach links um, die dem Blatte vorhergehen, dessen Vorsprung
man festhält.