DE634487C - Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten - Google Patents
Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung mit einem Widerstand mit negativem TemperaturkoeffizientenInfo
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- DE634487C DE634487C DEA75429D DEA0075429D DE634487C DE 634487 C DE634487 C DE 634487C DE A75429 D DEA75429 D DE A75429D DE A0075429 D DEA0075429 D DE A0075429D DE 634487 C DE634487 C DE 634487C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H43/00—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed
- H01H43/30—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action
- H01H43/308—Time or time-programme switches providing a choice of time-intervals for executing one or more switching actions and automatically terminating their operation after the programme is completed with timing of actuation of contacts due to thermal action based on the change of electrical properties, e.g. thermistors
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- Relay Circuits (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Zeitschalteinrichtung, insbesondere
für Treppenhausbeleuchtung, der die Verwendung von Widerständen mit negativem Temperaturkoeffizienten zugrunde
liegt.
Es sind schon Zeitschalteinrichtungen bekanntgeworden, die mit Widerständen mit
negativem Temperaturkoeffizienten arbeiten.
Bei einer _ bekannten Anordnung läßt ein durch eine' Schrittschaltvorrichtung gleichzeitig
mit den Verbrauchern eingeschalteter Widerstand nach seiner Erwärmung so viel Strom durch einen Relaiskreis hindurch, daß
das Relais anspricht und dadurch das Solenoid der Schrittschaltvorrichtung von neuem erregt,
so daß letztere den Verbraucherkreis und den Heizkreis für den Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten wieder
unterbricht. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß ein ziemlich empfindliches und kostspieliges
Schrittschaltrelais benötigt wird und eine sehr unübersichtliche Schaltung erforderlich
ist. Die Folge davon ist, daß die Anlage verhältnismäßig kostspielig wird,
was bei der Marktlage für Zeitfernschalter in Treppenhausanlagen unerwünscht ist. Ferner
können an dem Schrittschaltrelais leicht Störungen auftreten, deren Beseitigung wegen
der Unübersichtlichkeit der Anlage wiederum umständlich ist. Gerade Zeitfernschalter für
Treppenhäuser sind aber dem Verschmutzen und Witterungseinflüssen leicht ausgesetzt,
so daß sie möglichst unempfindlich gegen Störungen gebaut sein müssen. Da fachmännische
Wartung und Bedienung meist fehlt, machen sich Störungen besonders unangenehm bemerkbar.
Erfindungsgemäß werden diese Mängel durch eine außerordentlich einfache Schaltung
vermieden, bei der in dem parallel zum Verbraucherkreis liegenden Schaltkreis ein den
Verbraucherkreis schließendes Relais mit einem temperaturunempfindlichen Begrenzungswider
stand und einem Widerstand mit negativem Temperatürkoeffizienten sowie
einem oder mehreren Schaltknöpfen in Reihe liegt. Wird ein Schaltknopf gedrückt, so erwärmt
sich der Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten sehr schnell, da der Begrenzungswiderstand kurzgeschlossen ist;
der hohe Strom läßt das mit dem Widerstand in Reihe liegende Relais den Verbraucherkreis
schließen. Gleichzeitig wird durch weitere Relaisbetätigung die Überbrückung des
Begrenzungs Widerstandes aufgehoben, der Schaltknopf dagegen kurzgeschlossen. Der
Verbraucherkreis bleibt nun so lange geschlossen, bis der durch den Begrenzungswiderstand
gedrosselte Strom den Wider-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Gustav Wilhelm Mütter in Berlin-Charlottenburg.
stand mit negativem'Temperaturkoeffizienten hinreichend hat abkühlen lassen, so daß sämtliche
Relais t abfallen und die Ausschaltstellung
wieder hergestellt wird. Besonders vereinfacht wird die Schaltung, wenn m
die verschiedenen Relais zu einem einzigeli)
selbsthaltenden Relais zusammenfaßt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung
möge, sie an Hand der Zeichnung in einem
ίο Ausführungsbeispiel mit einem einzigen Schaltrelais erläutert werden:
α und b sind die Zuführungen des Speise-•
netzes, an das die Verbraucher g, z. B. die Glühlampen einer Treppenhausbeleuchtung,
angeschlossen sind. Der Kreis ist im Ruhezustand an den Kontakten h des Relais c geöffnet,
dessen Spule in dem parallel zu den Verbrauchern liegenden Schaltkreis zwischen den Zuleitungen α und b liegt. In diesem
Schaltkreis liegen noch weiter in Reihe: der auf einen festen Wert einstellbare Begrenzungswiderstand
d, der Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten e sowie der
Schaltknopf/. -Weitere Schaltknöpfef, f"...
können natürlich parallel geschaltet sein. An den Klemmen des Begrenzungswiderstandes d
liegen Überbrückungsleitungen, die mittels der Kontakte i in der Ausschaltstellung des
Relais c geschlossen sind. Weiter führen Überbrückungsleitungen von den. Schaltknöpfen
f, f zu Kontakten I am selben Relais. Die Anordnung ist in der Ausschaltstellung
gezeichnet. Wird nun ein Schaltknopf gedrückt, so fließt wegen des kurzgeschlossenen
Widerstandes d von α ein verhältnismäßig
starker Strom über die Relaiswicklung und die Kontakte i durch den Widerstand e, der
sich bei dieser Stromstärke sehr schnell erwärmt und den Strom weiter anwachsen läßt,
so daß nach kürzester Zeit das Relais c anspricht. Dadurch wird der Verbraucherkreis
geschlossen, so daß die Beleuchtung einsetzt. Gleichzeitig werden die Kontakte Z geschlossen,
so daß die Schaltknöpfe f,f ... überbrückt sind und der Strom auch weiterfließt,
wenn der Betätigungssch'altknopf losgelassen wird. Das Relais ist also selbsthaltend.
Ebenfalls- gleichzeitig werden die Kontakte i geöffnet und der Kurzschluß des
Widerstandes d aufgehoben. Dadurch wird der Schaltstrom gesenkt, ohne daß aber bei
richtiger Wahl der Widerstandsverhältnisse das Relais c wieder abfällt. Indessen kühlt
sich der Widerstand e wegen der verringerten Strombelastung numehr langsam ab, bis
sein Wert so groß geworden ist, daß das Relais c sich nicht mehr in der Einschaltstellung
halten kann. Es fällt ab, und hiermit wird der Glühlampenkreis geöffnet, der Widerstand d kurzgeschlossen, und der Kreis
der Schältknöpfe /, f kommt wieder in Be-,
ieitschaf tsstellung.
*tlie dargestellte Anordnung ist nur ein
Bteispiel. So kann es unter Umständen zweckmäßig sein, nicht nur ein gemeinsames
Relais für die Kontakte h, i, I anzuwenden, sondern dasselbe in zwei oder drei Relais
aufzulösen. Ferner kann es sich empfehlen, den Widerstand d durch einen Gleitkontakt
einstellbar oder nur teilweise überbrückbar zu machen. Dadurch hat man es in der
Hand, die Anordnung auf verschiedene Schaltzeiten einzustellen.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung, insbesondere für Treppenhausbeleuchtung, mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zum Verbraucherkreis parallel liegenden Schaltkreis ein temperaturunempfindlicher, in der Ausschaltstellung des elektromagnetischen Schalters mittels Kontakte (t) überbrückter Begrenzungswiderstand (d) mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten (e) und dem Schaltrelais (c) für die Verbraucher (g·) in Reihe liegt, derart, daß beim Schließen der Schaltknöpfe (/, /') und Warmwerden des Widerstandes (e) durch das Relais (c) die Schließung des Verbraucherstromkreises bewirkt und die Überbrückung des Begrenzungswider-Standes {d) unter gleichzeitiger Kurzschließung der Schaltknöpfe (f, /') aufgehoben wird, so daß der durch den Widerstand (d) begrenzte Schaltstrom den Widerstand (e) erkalten und seinen Widerstandswert so weit anwachsen läßt, bis das elektromagnetische Relais (c) den Verbraucherstromkreis öffnet und die Überbrückung der Schaltknöpfe aufhebt.
- 2. Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (K) für den Verbraucherkreis sowie die Hilfskontakte (/ und i) durch ein gemeinsames Selbsthalterelais betätigt werden.
- 3. Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungswiderstand (d) vorzugsweise mittels eines Gleitkontaktes einstellbar oder teilweise überbrückbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75429D DE634487C (de) | 1935-02-27 | 1935-02-27 | Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75429D DE634487C (de) | 1935-02-27 | 1935-02-27 | Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE634487C true DE634487C (de) | 1936-08-28 |
Family
ID=6946451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA75429D Expired DE634487C (de) | 1935-02-27 | 1935-02-27 | Elektromagnetische Zeitschalteinrichtung mit einem Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE634487C (de) |
-
1935
- 1935-02-27 DE DEA75429D patent/DE634487C/de not_active Expired
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