DE63306C - Jacquard-Maschine mit Stellvorrichtung für die Platinen - Google Patents

Jacquard-Maschine mit Stellvorrichtung für die Platinen

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DE63306C
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Germany
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needles
sinkers
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plates
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DENDAT63306D
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MANN & SCHÄFER in Barmen
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/24Devices for controlling spool carriers to obtain patterns, e.g. devices on guides or track plates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch gegenwärtige Erfindung wird bezweckt, die unter No. 59850 patentirte Jacquard-Maschine mit Stellvorrichtung für die Platinen dahin zu vervollkommnen, dafs die Platinen trotz des gleichmä'fsigen Hoch- bezw.' Niederganges des Platinenmessers zu verschiedenen Zeiten die von ihnen regierten Weichenzugstangen in Thätigkeit setzen, ähnlich wie dies bei den Daumenscheibenrapportgetrieben durch Versetzen der Daumenscheiben auf ihrer Achse bewirkt wird.
Es läfst sich dies erzielen durch verschiedene, nur wenig von einander -abweichende Constructionsdetails, die alle darauf beruhen, die Zeit des Anschlagens der Karten und der darauf folgenden Einwirkung der Nadeln bezw. der Platinen auf die Weichen zu wechselnden Zeitpunkten eintreten zu lassen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch die Jacquard-Maschine,
Fig. 2 ein Grundrifs derselben.
Fig. 3 zeigt die Anordnung mit verschieden langen Zähnen in der Kammtraverse.
Fig. 4 und 4 a zeigen die Platinen mit verschieden langen Nasen bezw. verschieden langen Fallenfedern.
Fig. 5 zeigt die Platinen mit verschieden tiefen Einschnitten,
Fig. 6 die Nadeln mit verschieden langen Schlitzen,
Fig. 7 die Nadeln mit versetzten Vorsprüngen.
Der beabsichtigte Zweck wird erstens dadurch erreicht, dafs die Platinennadeln A1A2 an der Seite . des Prismas -B verschieden weit vorstehen. Da nun die mit Fallenfedern ausgerüsteten Platinen C, die ihren Stützpunkt. auf der Kammtraverse D haben, beim Niedergang des Messers erst dann zur Wirkung kommen, wenn sie von der Traverse abgestofsen werden, und nicht schon dann oder blos deshalb, weil das Messer nach abwärts geht, so werden diejenigen Nadeln, z. B. A1A1, deren Enden weit vorstehen, vom Prisma früher zurückgeschoben werden — wenn überhaupt — und ihre Platinen früher zur Wirkung kommen als diejenigen, deren Enden mehr zurückstehen, wie z. B. A2 A2. . .
Der gleiche Effect wird zweitens erzielt, wenn man die Nadeln auf der Prismäseite, wie üblich, gleich weit vorstehen läfst, aber dann die Zähne E der Kammtraverse D', auf welcher die Platinen ruhen, verschieden lang macht, so dafs die Platinen früher oder später frei werden und zum Fallen kommen (Fig. 3).
Drittens ergiebt sich dasselbe Resultat, wenn man die Nasen F F' F2 bezw. die Fallenfedern G G1 G2, mit denen die Platinen auf der Kamm traverse·, die dann wieder gleiche oder ungleich lange Zähne haben kann, aufliegen, von verschiedener Länge macht, oder aber, was

Claims (1)

  1. dasselbe ist, viertens die aus Blech hergestellten Platinen mit verschieden tiefen Einschnitten HH1 H2 versieht (Fig. 4, 4a und 5).
    Endlich sind fünftens und sechstens durch die Fig. 6 und 7 zwei weitere Variationen oder mögliche Ausführungsarten dargestellt, bei welchen die gleiche Wirkung dadurch erstrebt und erreicht wird, dafs entweder die Nadeln J mit verschieden langen Schlitzen K K' K2 versehen werden, zwischen welchen die Platinen geführt sind, oder mit Vorsprüngen, die in ungleich weiten Abständen LL1 L2 von den Platinen in der Normallage entfernt sind, wie die Nadeln M, Fig. 6 und 7.
    Durch die genannten Mittel, die durch nebensächliche Abänderungen, z. B. verstellbare Vorsprünge an den Nadeln, einstellbare Schlitze an denselben, noch vermehrt werden können, welche aber deshalb von nur geringem praktischen Werth sind, weil die Nadeln oder Platinen (einmal auf eine bestimmte Weiche einer Maschine eingestellt bezw. zurechtgemacht) unverändert bleiben, wird stets dieselbe Wirkung erstrebt und erzielt: die Zeit zwischen dem Angriffsmoment der Karte auf die Nadel und dem Moment des thätigen Eingriffes der Platinen auf die Weichenstange wechseln zu lassen.
    Im Patent No. 55308 ist die grofse Be^ deutung dieses wechselnden Eingreifens der Jacquard-Maschine auf die Zungenweichen nachgewiesen und sei hier nur beispielsweise angeführt, dafs z. B. bei einer ausgeführten Maschine eine Weglänge des Prismahubes von 25 mm einer zurückgelegten Klöppelwegstrecke von 150 mm entspricht und eine Differenz in der Nadellänge von nur 2 mm, also einem Klöppelweg ■ von 12 mm gleichkommt. In solcher Entfernung hat aber eine Weiche reichlich Zeit, den Durchgang zu schliefsen oder einen unrichtigen Weg zu öffnen.
    Patenτ-Anspruch:
    Ein Jacquard-Getriebe der durch das Patent No. 59850 geschützten Art, sofern bei demselben ein nicht gleichzeitiges An- oder Abdrücken der Platinen durch die Karten dadurch erreicht wird, dafs entweder verschieden lange Nadeln (A1 A2J oder verschieden lange Zähne (E) am Offenfachmesser (D1J oder verschieden lange Nasen (FF1F2J oder Einschnitte (HH1H2J an den Platinen oder verschieden lange Schlitze (KK1K2J oder von den Platinen verschieden weit abstehende Vorsprünge (LL1L2J an den Nadeln angebracht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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