DE632434C - Elektrische Entladungsroehre mit Metalldampffuellung, insbesondere zum Aussenden vonLichtstrahlen - Google Patents
Elektrische Entladungsroehre mit Metalldampffuellung, insbesondere zum Aussenden vonLichtstrahlenInfo
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Description
- Elektrische Entladungsröhre mit Metalldampffüllung, insbesondere zum Aussenden von Lichtstrahlen In der Patentschrift 594 634 ist eine Entladungsröhre beschrieben, die Metalldampf, z. B. Natriumdampf, enthält und innerhalb deren sich ein Schirm befindet, der einen frei vom Metalldampf zu haltenden Raum abschließt. Es wird dadurch verhindert, daß der Dampf in dem Entladungsraum einen zu niedrigen Druck annimmt, und es wird außerdem die Möglichkeit geschaffen, die Wand des abgeschlossenen Raumes ganz oder teilweise aus einem Stoff herzustellen, der gegen den Metalldampf nicht beständig ist. Es wird außerdem in bestimmten Fällen das Entstehen eines Metallniederschlages zwischen spannungsführenden Teilen, z. B. Stromzuführungsdrähten, in dem abgeschlossenen Raum vermieden. Es ist in der genannten Patentschrift auch angegeben, daß der abgeschlossene Raum mittels eines langen, engen Kanals mit dem eigentlichen Entladungsraum in Verbindung steht, so daß es möglich ist, die ganze Entladungsröhre gleichzeitig. zu entlüftet. Dieser Kanal kann dadurch gebildet werden, daß zwischen einem Stromzuführungsdraht und einem ihn umgebenden isolierenden Röhrchen etwas Spiel gelassen wird. Um den Metalldampf, der durch diesen Kanal in den abgeschlossenen Raum durchdringen sollte, unschädlich zu machen, kann in diesem Raum ein Stoff eingebracht werden, der den Metalldampf bindet.
- Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung dieser Entladungsröhren.
- Diese Verbesserung besteht darin, daß in den abgeschlossenen Raum Wolle eines den Metalldampf bindenden Glases eingebracht wird, wodurch die Wärmeausstrahlung des Entladungsraumes wesentlich herabgesetzt wird. Außerdem erhält man den Vorteil, daß der Metalldampf, der in den abgeschlossenen Raum eindringt, unschädlich gemacht wird. Das Einbringen der Glaswolle ist sehr einfach, und sie ist auch infolge ihrer großen Oberfläche außerordentlich wirksam zur Bindung des in den abgeschlossenen Raum eindringenden Metalldampfes.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Entladungsröhre dargestellt, an der die oben beschriebenen Verbesserungen vorgenommen sind. Die in Fig. i -dargestellte Entladungslampe weist in üblicher Weise den die Elektroden aufnehmenden -eigentlichen Röhrenkolben r@ auf, der durch einen Schirm 2 von deur .
- Raum 3 getrennt ist. Im Kolben i befindet.; ; sich eine wendelförmige Kathode 4 (in des Zeichnung in Seitenansicht dargestellt) urd' zwei ringförmige Anoden 5. Der Schirm 2 besteht aus Chromeisen und erstreckt sich bis an die Wand der Entladungslampe, wobei die Öffnung zwischen dem Schirm und der Glaswand mit Hilfe einer Masse 6 abgedichtet ist, die z. B. aus einer Lösung von Talk in Wasserglas besteht. In dem Schirm 2 befindet sich eine rechteckige öffnung, durch welche die Stromzuführungsdrähte 7 der Elektroden sowie die diese Drähte umgebenden isolierenden Röhrchen 8, die z. B. aus Magnesiumoxyd bestehen, hindurchgeführt sind. Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, welche die Stromzuführungsdrähte sowie die isolierenden Röhrchen im Querschnitt darstellt, haben die Drähte einen runden, die isolierenden Röhrchen einen rechteckigen Querschnitt. Es bleibt infolgedessen zwischen jedem Stromzuführungsdraht und dem ihn umgebenden isolierenden Röhrchen ein Kanal übrig, der die Verbindung zwischen dem Entladungsraum i und dem abgeschlossenen Teil 3 der Entladungslampe herstellt. Die verschiedenen isolierenden Röhrchen 8 sind fest aneinander angedrückt, und die öffnungen zwischen den Röhrchen und dem Schirm 2 sind mit Hilfe einer Kittmasse abgedichtet, die auch hier aus einer Lösung von Talk in Wasserglas bestehen kann.
- Bei der Herstellung wird in den Kolben i der Entladungslampe eine- Menge metallischen Natriums eingebracht, das während des Betriebes verdampft und an der Lichtemission teilnimmt. Es wird in die Entladungslampe außerdem eine Edelgasmenge, z. B. Neon, unter geringem Druck eingebracht.
- '° Die Wand des Entladungsraumes i besteht irp bekannter Weise wenigstens auf der Innen-°4eite aus einem gegen Natriümdampf bestän-°digen Glas, z. B. aus Borosilicatglas. Da sich die Stromzuführungsdrähte der Elektroden in dieses Glas oft schwer einschmelzen lassen, ist die Quetschstelle g sowie der angrenzende Wandteil i o aus Bleiglas hergestellt. Dieser bleigläserne Teil io ist an den aus Uviolglas bestehenden Teil i i angeschmolzen, der seinerseits wieder an die Wand des Entladungsraumes i angeschmolzen ist.
- Der durch den Schirm 2 abgeschlossene Tei13 der Entladungslampe ist erfindungsgemäß mit Wolle 12 eines Glases gefüllt, das Natrium binden kann, z. B. Bleiglaswolle. Diese Glaswolle ist imstande, den in den abgeschlossenen Raum 3 durchdringenden Natriumdampf zu binden und auf diese Weise unschädlich zu machen, wodurch das Angreifen des Bleiglases durch den Natriumdampf vermieden wird. Diese Glaswolle erschwert außerdem die Wärmeausstrahlung des den Entladungsraum begrenzenden Schirmes 2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrische Metalldampf-, etwa Natriumdampfentladungsröhre, insbesondere zum Aussenden von Lichtstrahlen, mit im Innern angeordnetem Schirm, der einen frei von Metalldampf zu haltenden Raum abschließt, der mittels eines langen, engen Kanals mit dem Entladungsraum in Verbindung steht gemäß 'Patent 594634, dadurch gekennzeichnet, daß der abgeschlossene Raum Wolle eines den Metalldampf bindenden Glases enthält.
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| DEP70254D DE632434C (de) | 1933-06-24 | 1934-05-13 | Elektrische Entladungsroehre mit Metalldampffuellung, insbesondere zum Aussenden vonLichtstrahlen |
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