DE632015C - Verfahren zur Herstellung von Emulsionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Emulsionen

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DE632015C DEE45516D DEE0045516D DE632015C DE 632015 C DE632015 C DE 632015C DE E45516 D DEE45516 D DE E45516D DE E0045516 D DEE0045516 D DE E0045516D DE 632015 C DE632015 C DE 632015C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Emulsionen Die Herstellung von Emulsionen, besonders von solchen, die Bitumen, Teer und ähnliche Öle als Basis enthalten, Erfordert die Anwendung eines dispergierenden und stabilisierenden Mittels, dessen Aufgabe es ist, die mechanische Zerteilung des zu emulgierenden Öls zu erleichtern und die vorzeitige Wiedervereinigung der dispergierten Teilchen in der Emulsion zu verhindern.
  • Als Mittel zum Dispergieren und Stabilisieren sind Harze, Seifen und verschiedene kolloidale Stoffe vorgeschlagen und praktisch verwendet worden. Andererseits ist es bekannt, daß Stoffe, die dazu neigen, sich in sehr kleine Teilchen zu zerteilen, wirksame Stabilisatoren für Emulsionen bilden. So sind kolloidale Erden als dispergierende Mittel für die Herstellung von industriellen Emulsionen aus Bitumen verwendet worden.
  • Gemäß der Erfindung werden Emulsionen dadurch hergestellt, daß als stabilisierendes und dispergierendes Mittel das industrielle Nebenprodukt verwendet wird, das als sog. Saturationsschlamm in der Zuckerindustrie abfällt.
  • Der Saturationsschlamm, der zu 8o bis 85% aus gefälltem Calciumcarbonat und zu einem erheblichen Teil aus kolloidalen organischen Substanzen von sehr feinem Gefüge besteht, wird im allgemeinen in der Form einer sehr feinen und schmierbaren Paste gewonnen.
  • Diese Paste, die durch den Zusatz von Wasser mehr oder weniger flüssig gemacht ist, wird gemäß der Erfindung als Dispergierungs- und Stabilisierungsmittel bei der Herstellung von Emulsionen, insbesondere Bitumenemulsionen, verwendet.
  • Die Dispergierung wird in einem Apparat ausgeführt, der beständig oder unterbrochen arbeitet: Der Saturationsschlamm wird in gewöhnlichem Pastenzustande oder mit Wasser verdünnt angewendet. Andere Stoffe, wie z. B. Seifen oder Harze, können zugefügt werden, um die Zerteilung des zu emulgierenden Öls zu beschleunigen.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf die Herstellung solcher Emulsionen, die eine Mehrzahl von dispergierten Stoffen enthalten, wie z. B. Bitumen und Teer. Die Herstellung solcher Mehrfachemulsionen wird z. B. durch Dispergieren zunächst desjenigen Anteils ausgeführt, der die höchste Viskosität hat, so daß durch die Emulgierung dieses Stoffes ein Hilfsmittel gebildet wird, welches die folgende Emulgierung des flüssigeren Anteils erleichtert.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Bitumendispersionen können z. B. für Straßenbauzwecke verwendet werden. Das Verhältnis von Bitumen u. dgl._ "zum Emulgiermittel wird zweckmäßig. derart sein,. 'daß der trockene Rückstand wenigstens - 30% Bitumen o. dgl-*: und etwa 70ö/0- trockene mineralische .:# stanz aus dem oben genannten Nebenprodukt enthält.
  • Wenn der Anteil Bitumen o. dgl. geringer-' wäre als die oben erwähnten. Zahlen;, soß
    würde die nach dem Trocknen erhalte
    Masse pulverig und nicht plastisch se 7
    daß das Enderzeugnis nicht gemäß--der
    findung brauchbar wäre. #e,; Die besondere Art des als Dispergierungs-' mittel verwendeten Stoffes, nämlich des Saturationsschlammes aus Zückersiedereisäften, bringt einen doppelten Vorteil mit sich. Es ist nach ziem Trocknen der Emulsion beobachtet wordeh, daßinfolge der sehr feinen mineralischen Substanz, die mit dem Bitumen o. dgl. innigst gemischt ist, ein Kitt gebildet wird, dessen neue Eigenschaften-durch die richtige Berechnung des Verhältnisses von Bitumen und Abfällen bestimmt sind.- Es ist zwar bekannt, daß Bitumen oder Teeremulsionen im allgemeinten dn Zusatz, eines mineralischen Pulvers oder' Füllers erfordern, dessen Wirkung darin besteht, dem Bindemittel _ einen -höheren Widerstand zu verleihen und es gegenüber Temperaiuränderungen weniger empfindlich zu machen. Einen derartigen Füller stellt das in dem Saturationsschlamm enthaltene Calciumcarbonat dar.
  • Bei der -praktischen Ausübung der Erfindung wird die Emulsion z. B. in einer Mischvorrichtung hergestellt, die mit einem Heizsystem versehen ist -und in die nach und nach der pastenförmige Saturationsschlamm und das zu -emulgierende Produkt eingebracht werden, wobei letzteres vorher bis zur genügenden Verflüssigung erhitzt wird. -` -Die- Emulsion kann innerhalb eines als Homogenisator bekannten Apparates verbessert werden, in den der feuchte Saturationsschlamm und der zu emulgierende Stoff gleichzeitig eingebracht werden.
  • . en erfindungsgemäß hergestellten Emul-C ,gi,..en können organische oder mineralische hofdale Stoffe, wie Gelatine oder gewisse Tonerden, zugesetzt werden, die mit Wasser mehr oder weniger viskose Gele bilden und .alsAbsetzen der Emulsion in den LagertIelhältern verhindern.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Emulsionen aus Teer, Bitumen und ähnlichen Kohlenwasserstoffölen, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Zuckerfabrikation abfallende Saturationsschlamm als dispergierendes und stabilisierendes Mittel verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beschleunigung der Dispergierung und Stabilisierung dem genannten Nebenprodukt z. B. Seifen und Harze als Dispergatoren und Stabilisatoren zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Emulsionen aus wenigstens zwei Kohlenwasserstoffölen verschiedener Viskosität zuerst eine Emulsion aus dem öl von höherer Viskosität mit dem Saturationsschlamm herstellt und damit alsdann das öl- von geringerer Viskosität emulgiert. ¢.
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das trockene Emulsionsprodukt einen Mindestgehalt von 30- % an Bitumen aufweist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß den Emulsionen kolloidale, gelbildende Stoffe zugesetzt werden.
DEE45516D 1933-04-18 1934-04-18 Verfahren zur Herstellung von Emulsionen Expired DE632015C (de)

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