DE63191C - Schanzzeug-Spaten, dessen Blatt behufs seiner Verwendung als Schutz gegen Geschosse aus zwei gelenkig verbundenen Theilen besteht - Google Patents

Schanzzeug-Spaten, dessen Blatt behufs seiner Verwendung als Schutz gegen Geschosse aus zwei gelenkig verbundenen Theilen besteht

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Publication number
DE63191C
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DE
Germany
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spade
handle
blade
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entrenchment
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63191D
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English (en)
Original Assignee
H. GÜTTLER in Reichenstein i. Schlesien
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Publication of DE63191C publication Critical patent/DE63191C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41CSMALLARMS, e.g. PISTOLS, RIFLES; ACCESSORIES THEREFOR
    • F41C27/00Accessories; Details or attachments not otherwise provided for
    • F41C27/04Arrangements for mounting spades or shields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gesteigerte Durchschlagskraft der Kleinkalibergeschosse bedingt notwendigerweise auch Veränderungen in der Art der Vertheidigung. Es kommt vornehmlich darauf an, da Erdfalten, Bäume etc. keinen Schutz mehr bieten, dem einzelnen Mann die Möglichkeit zu geben, sich eine verläfsliche Deckung schnell und leicht herstellen zu können. Dieser Zweck wird mit Hülfe eines mit doppeltem Blatt versehenen Spatens erreicht, mit welchem dementsprechend jeder Soldat auszurüsten ist. Der neue Schutzspaten ist so construirt, dafs bei zusammengeklappter Stellung der Stichblätter der Spaten zum Aufwerfen von Erdhügeln etc. benutzt werden kann, bei aus einander- oder aufgeklappter Stellung der Stichblätter derselbe jedoch eine leicht mittelst des Spatenstiels im Boden zu befestigende Schutz- oder Brustwehr bildet, hinter welcher der Schütze genügende Deckung findet.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer der gebrauchsfähigsten Ausführungsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι zeigt den Spaten »fertig zum Transport« ;
Fig. 2, 3 Und 4 zeigen in hinterer, vorderer bezw. seitlicher Ansicht den Spaten als, solchen zum Gebrauch fertiggestellt;
Fig. 5 erläutert die Einrichtung des Spatenstiels ;
Fig. 6 und 7 veranschaulichen die Herrichtung des Spatens zur Schutzwehr, und zeigt
Fig. 8 denselben in einer Stellung, in welcher derselbe als Schild von dem Mann vor dem Körper getragen werden kann, während
Fig. 9 den Spaten »fertig zur Brustwehr« darstellt;
Fig. 10 bis 13 erläutern die Aufstellung und Befestigung der Spaten-Brustwehr in dem Boden.
Der Spaten besteht aus den durch Scharnier b mit einander drehbar verbundenen Schaufelblättern α α1. In der Ruhestellung (Fig. 1), sowie in der Arbeitsstellung (Fig. 2 bis 4) liegen die Blätter α a1 auf einander auf und werden in dieser Lage durch einen Federhaken c zusammengehalten. Auf der Rückseite a1 ist eine Metallhülse d befestigt, in welche der Spatenstiel e eingesetzt und mit Hülfe eines Bajonnetverschlusses ff1 festgestellt wird. Die Einrichtung des Spatenstiels ist aus Fig. 5 ersichtlich. Beim Transport wird der Stiel so weit durch die Hülse d durchgeschoben, dafs derselbe mit dem unteren Rand von α abschneidet. Der Federhaken c greift hierbei in die Nuth g des Stiels e ein. Die Feder h am Handgriff des Spatenstiels dient zum Festhalten des aufgeklappten Blattes a, wenn der Spaten als Schild verwendet werden soll (Fig. 4 und 8).
Soll der Spaten zur Arbeit fertig gemacht werden, so hat man nur den Spatenstiel e mit der Hülse d zu verbinden, d. h. denselben aus der Ruhestellung (Fig. 1) in die Arbeitsstellung (Fig. 2) überzuführen, was durch Hochziehen und Drehen des Stiels geschieht, wobei der
Haltestift f in den Ausschnitt oder Schlitz f' der Hülse eingreift.
Will man den Spaten als Schild oder als Brustwehr verwenden, so hat man die Verbindung zwischen Stiel und Hülse durch Herumdrehen und Vorschieben des Stiels zu lösen bezw. man mufs, von der Transport-Stellung ausgehend, den Stiel e so weit zurückziehen, dafs der Federhaken c frei wird (Fig. 6). Hierauf öffnet man den letzteren und klappt das Blatt α in die punktirte Stellung Fig. 6 zurück. Die Stellung Fig. 7 erhält man durch einfaches Drehen der Blätter α ax bezw. der Hülse d auf dem Stiel e. In dieser Stellung ist der Stiel in der Hülse nach allen Richtungen hin drehbar und, wie aus Fig. 9 ersichtlich, durch einen Druck mit der Hand auf den Griff leicht im Boden zu befestigen, während das Eindrücken der Schaufeln gleichzeitig mit der anderen Hand erfolgt, welche in den Ausschnitt Λ; einfafst und die Blätter a a1 in der Pfeilrichtung (Fig. 9) in die Erde einschiebt. Auf diese Weise ist eine Schutzwehr aus dem Spaten hergestellt, welche einen verläfslichen Schutz gewährt und dem Schützen ein ruhiges und bequemes Schiefsen durch den schiefsschartenartigen Ausschnitt χ gestattet.
In den Fig. 10 und 11 sind einige Spatendeckungen angegeben, bei welchen der Spaten allein als Schirm zum Auffangen der Geschosse und sodann .als Verstärkung eines Erdaufwurfs dient. Im letzteren Falle (Fig. 11) genügen schon, einige Schaufeln vorgeworfener Erde, im ersteren ist es zweckmäfsig, den Blättern a a1 eine schräge Stellung zu geben (Fig. 12), damit das auftreffende Geschofs durch die Ablenkung nach oben eine Abschwächung erfährt (Fig. 1 3). ■
Beim Vorgehen kann der betreffende Schütze, nachdem Blatt α mittelst Feder h am Stiel festgestellt ist, den aufgeklappten Spaten (Fig. 8) wie einen Schild vor sich hertragen und dadurch ebenfalls einen Schutz gegen feindliche Geschosse erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schanzzeug-Spaten, dessen Blatt behufs seiner Verwendung als Schutz gegen Geschosse aus zwei gelenkig verbundenen Theilen (a U1J besteht, dergestalt, dafs diese beiden Theile in aufgeklappter Stellung durch einen eingeschobenen Stiel (e) gegen einander versteift werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63191D 1892-04-29 Schanzzeug-Spaten, dessen Blatt behufs seiner Verwendung als Schutz gegen Geschosse aus zwei gelenkig verbundenen Theilen besteht Expired - Lifetime DE63191C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5086T 1892-04-29

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DENDAT63191D Expired - Lifetime DE63191C (de) 1892-04-29 Schanzzeug-Spaten, dessen Blatt behufs seiner Verwendung als Schutz gegen Geschosse aus zwei gelenkig verbundenen Theilen besteht

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CH (1) CH5086A (de)
DE (1) DE63191C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5049772A (en) * 1990-09-10 1991-09-17 United Technologies Corporation Reduced noise commutator

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US5049772A (en) * 1990-09-10 1991-09-17 United Technologies Corporation Reduced noise commutator

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Publication number Publication date
CH5086A (de) 1892-10-15

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