DE625138C - Mit UEberdruck oder Unterdruck arbeitende Bremsvorrichtung - Google Patents
Mit UEberdruck oder Unterdruck arbeitende BremsvorrichtungInfo
- Publication number
- DE625138C DE625138C DEH137669D DEH0137669D DE625138C DE 625138 C DE625138 C DE 625138C DE H137669 D DEH137669 D DE H137669D DE H0137669 D DEH0137669 D DE H0137669D DE 625138 C DE625138 C DE 625138C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- valve
- rod
- brake cylinder
- speed
- braking device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 9
- 238000004891 communication Methods 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 12
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 2
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/32—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
- B60T8/321—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration deceleration
- B60T8/3235—Systems specially adapted for rail vehicles
- B60T8/324—Speed measurement by means of centrifugal governers or the like
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Regulating Braking Force (AREA)
Description
η·!. 8* AL
UMET. 1936
Die Erfindung betrifft eine mit Unterdruck oder mit Überdruck arbeitende Bremsvorrichtung,
die mit einem Regler versehen ist, der das Gleiten der Räder des gebremsten Wagens
auf den Schienen verhindern soll.
Es sind bereits solche Vorrichtungen bekannt, die einerseits einen Hauptbremszylinder,
dessen höchste Bremskraft ein für allemal in Abhängigkeit von der Last des Wagens auf
den dem Gleiten der Räder entsprechenden Grenzwert eingestellt worden ist, und anderseits
einen Hilfsbremszylinder enthalten, dessen Bremskraft selbsttätig beim Sinken der
Umdrehungsgeschwindigkeit der Räder durch ein Steuerventil herabgesetzt wird, welches
von einem Fliehkraftregler beaufschlagt wird. Diese bekannten Vorrichtungen weisen jedoch
den folgenden beträchtlichen Nachteil auf:
In den meisten dieser Vorrichtungen hat die Wirkung des Fliehkraftreglers bloß zur Folge,
bei einem übermäßigen Sinken der Umdrehungszahl der Räder den Hilfszylinder mit
der freien Luft in Verbindung zu setzen. Dadurch wird aber der während .des Bremsens
mit diesem Zylinder in Verbindung stehende Unterdruck-bzw. Überdruckhilfsbehälter ebenfalls
mit der freien Luft verbunden, was eine hohe, vollständig nutzlose Verschwendung von
Vakuum bzw. Druckluft verursacht. Bei gewissen bekannten Vorrichtungen wird dieser
Nachteil dadurch gemildert, .daß die Verbindung
zwischen dem Hilfsbehälter für Unterbzw. Überdruck und dem Bremszylinder vörübergehend
durch den Fliehkraftregler unterbrochen wird während der Zeit, wo der Zylinder
mit der freien Luft verbunden ist. Sobald aber unter dem Einfluß des Abnehmens der Bremskraft die Geschwindigkeit des Wagens
wieder wächst, wird die besagte Verbindung wiederhergestellt, der Zylinder wird von
dem Hilfsbehälter erneut gespeist, die Bremskraft erreicht erneut ihren Höchstwert, woraus
folgt, daß die Bremsung stoßweise vor sich
geht, während sich der Behälter unnütz entleert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bezweckt diese Nachteile zu beseitigen und eine gleichmäßige
Bremswirkung ohne unnütze Verschwendung von Unter- bzw. Überdruck zu
erzielen; sie ist dadurch gekennzeichnet, daß das' Sinken der Geschwindigkeit der Räder den
Bremszylinder von der Druckluft- bzw. Vakuumleitung ein für allemal abschließt, so daß
der Bremszylinder bis zum Ende des Brems-Vorganges keine neue Druckluft bzw. kein
neues Vakuum mehr erhält.
Es ist ersichtlich, daß dank dieser Vorrichtung .die durchdenHilfszylinder ausgeführten,
nach entsprechendem Anwachsen der Geschwindigkeit aufeinanderfolgenden Bremsungen
unter gleichmäßig abnehmenden Werten des Unter- bzw. Überdrucks stattfinden werden,
so daß einerseits während der Bremsung der Wagen keine heftigen Stöße auftreten
werden und daß anderseits der Verbrauch an Unter- bzw. Überdruck herabgesetzt wird.
An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele soll die Erfindung
näher erläutert werden.
Fig. ι stellt schematisch eine Bremsvorrichtung
gemäß der "Erfindung in Gesamtheit dar.
Fig. 2 zeigt einen senkrecht geführten Längsschnitt durch eine Ausführungsform
einer für Unterdruckbremsen bestimmten Vorrichtung. '
Die Fig. 3, 4 und 5 stellen ebenfalls in
senkrecht geführtem Längsschnitt drei verschiedene Arbeitsstellungen einer Vorrichtung
dar, die für "Überdruckbremsen bestimmt ist. Bei .der Ausführung gemäß Fig. 1 ist die
Vorrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung mit einer Bremse mit zwei Zylindern
dargestellt. Diese Figur zeigt die Hauptluftleitung i, die in das Steuerventil 2 mündet.
Dieses ist einerseits mit dem Hilfsbehälter 3 und anderseits mit den beiden Zylindern
4 und S verbunden. Das Ventil 6 ist ■20 auf dem zweiten Zylinder 5 angeordnet, der
nach dem ersten mit Hilfe irgendeiner an sich bekannten selbsttätigen Vorrichtung
(Klappe, Ventil) in Tätigkeit tritt, welche einen Teil des Steuerventils bildet und dafür
Sorge trägt, daß der Z3rlinder 5 anspricht,
wenn der Kolben des Zylinders 4 seinen Weg
zurückgelegt hat. Das Ventil 6 ist in irgendeiner geeigneten Weise mit einer Fliehkraftregeleinrichtung
7 gekuppelt, die auf der Achse des Rades S angeordnet ist.
Die Fig.'2. zeigt eine Ausführungsform der
Vorrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung mit einer Unterdruckbremse. Diese Vorrichtung
besteht aus einem Ventilkörper 9, der die zwei Kammern 10 und 11 besitzt. Die
Kammer 10 ist durch das Rohr 12 mit dem Verteiler^ der Fig. 1 verbunden und durch
die öffnung 13 steht sie in Verbindung mit
der unteren Kammer des Bremszylinders 40. Die Kammer ix stellt die Verbindung mit der
oberen Kammer des Bremszylinders her, und die Verbindung zwischen den Abteilungen 10
und ir des \%itils wird durch eine Ventilkugel 14 abgedeckt. »
Die Öffnung-i3, die zur Zuführung von
Luft in den Bremszylinder dient, ist mit einer Klappe 15 ausgerüstet. Eine an die Klappe
angreifende Feder 16 ist bestrebt, sie auf ihren Sitz 17 zu drücken. Dieser Ventilsitz
17, der durch einen Hohlzylinder gebildet wird, dient gleichzeitig als Führung für die
Ventilklappe 15, welche zu diesem Zweck einen zylindrischen Rand 18 trägt, der Löcher
19 aufweist. Die Klappe 15 ist anderseits
an einer Stoßstange 20 befestigt, -die mittels der Lagerung 21 geführt- ist und auf die sich
der Kolben 41 des Bremszylinders abstützt, wenn er sich in seiner unteren Stellung befindet,
so daß hierdurch die Klappe 15 offengehalten
wird. Ferner ist in der Kammer 10 des Ventils eine bewegliche Hülse 22 vorgesehen, deren mittlerer Teil eine Ausnehmung
'"•23 aufweist, in der unter Belassung eines
Spielraumes die Ventilkugel 14 untergebracht ist. Am linken Ende des beweglichen Teiles
22, der Ventilklappe 15 zugekehrt, ist eine Stange 24 vorgesehen, die an ihrem Ende
einen'Kopf 25 trägt; Dieser dient zum Verriegeln
der Ventilklappe 15. Zwischen dem beweglichen Teil 22 und der Ventilwandung
ist eine Dämpfungsfeder 30 vorgesehen. Die rechte Seite des Teiles 22 besteht aus einer
Hülse 26, in der · sich eine Stange 28 verschiebt, deren Ende etwas konisch ist. Eine
an die Stange angreifende Feder 31 ist bestrebt, die Stange nach rechts zurückzuholen.
Die Stange 28 wird mit der Hülse 26 durch eine besondere Vorrichtung kraftschlüssig
verbunden, welche aus einem Kugeigesperre 27 besteht. Dieses Gesperre ermöglicht der
Stange 28, sich frei in.der Hülse 26 von rechts nach links zu verschieben, aber es wird wirksam,
wenn sich die Stange nach rechts verschiebt, und zwingt dann die Stange 28, den
beweglichen Teil 22 mitzunehmen. Eine zylindrische Stützschulter 29, die in einer Wandung
des Ventils vorgeseheh ist, ermöglicht
es, die Blockierung durch das Gesperre 27 aufzuheben, so daß der Teil 22 nach einer bestimmten
Weglänge freigegeben wird. Ein Hebel 32, der bei 33 an das Ventil angelenkt
ist und unter der Einwirkung einer von der Drehzahl des Rades abhängig gemachten
Fliehkraftregeleinrichtung steht, ist bestrebt, die Stange 28 nach links zu drücken, wenn
sich das Fahrzeug in Bewegung befindet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: .
Im Ruhezustand bei gelöster Bremse und stehendem Zug ist Unterdruck in den beiden
Kammern des Bremszylinders und in dem Ventil vorhanden. Die Klappe 15 wird durch
den Zylinderkolben von ihrem Ventilsitz getrennt gehalten. Sobald sich der Zug in Bewegung
setzt, drückt die auf den Hebel· 32 einwirkende Fliehkraft F die Stange 28 nach
links. Diese die Hülse 26 durchdringende Stange verschiebt das Stück 22 so lange nach
links, Ims durch das Kopfteil 25, das sich gegen die Führung 17 abstützt, die Verriegelung
der Einlaßventilklappe 15 erfolgt. Die Bremse befindet sich jetzt in der Bereitschaftsstellung.
Um zu bremsen, schickt man nun von außen her durch die Hauptleitung Luft in die Kammer
10 durch die Leitung 12. Diese Luft
dringt in den Bremszylinder durch die Löcher 19 ein, welche in dem Randteil der Klappe 15
vorgesehen sind, und durch die Öffnung 13. Durch den Druck der Luft wird die Ventilkugel
14 auf ihrem Sitz festgehalten und schließt die Verbindung zwischen den Kam-
625188
mem ίο und ίΐ des Ventils. Der Bremskolben
41- hebt sich unter dem Einfluß des Luftdrucks
und erzeugt die Bremswirkung. Die Ventilklappe bleibt jedoch infolge des Kopfteiles
25 geöffnet, auch wenn sich der Z}rlinderkolben nicht mehr auf der Stoßstange 20
abstützt, die Bremswirkung wächst daher weiter. Wenn in einem gewissen Zeitpunkt die
Radgeschwindigkeit stark abnimmt, hört der Hebel 32 auf, auf die Stange 28 einzuwirken,
die infolgedessen durch die Feder 31 nach rechts zurückgezogen wird. Die Stange 28
nimmt bei ihrer Verschiebung nach rechts den beweglichen Teil 22 mit sich, wodurch die
Ventilklappe 15 freigegeben wird, welche infolgedessen durch .die Feder 16 auf ihren Sitz
17 gepreßt wird. Hierdurch wird eine weitere Zunahme der Bremswirkung verhindert.
Wenn der Teil 22 weiter sich nach rechts bewegt, wird auch die Ventilkugel 14 verschoben,
so daß die Verbindung zwischen den beiden Räumen 10 und 11 freigegeben wird. Die
Luft dringt infolgedessen in .die obere Kammer des Zylinders ein, und durch diese Einwirkung
auf die Gegenseite des Kolbens wird die Stärke der Bremsung augenblicklich verringert. Bei fortgesetzter Bewegung der
Stange 28 nach rechts stützt sich das Gesperre 27 an der Schulter 29 ab, wodurch der Teil
22 freigegeben wird. Falls nun durch die Verminderung der Bremswirkung die Geschwindigkeit von neuem zunimmt, wirkt die Fliehkraft
erneut auf den Hebel 32, die Stange 28 bewegt sich frei nach links zurück, .stoßt den
Teil 22 weiter, welcher die Ventilkugel 14 in ihre Verschlußstellung bringt, wodurch die
weitere Verringerung der Bremswirkung aufhört.
Sobald dann die Geschwindigkeit wieder
4.0 abnimmt, beginnt .das gleiche Arbeitsspiel
von neuem, und zwar so oft, wie es nötig ist,
um ein Blockieren eines Rades zu verhindern, mit dem Unterschied, daß die Einlaßklappe τ 5
dauernd geschlossen bleibt.
Uni die Bremse zu lösen, setzt man die -Hauptluftleitung unter Unterdruck, so daß die
Klappe 15 durch den Druck der in dem Zylinder enthaltenen Luft von ihrem Sitz entfernt
wird. Diese Luft entweicht, und der Kolben stützt sich auf der Stoßstange 20 der Klappe
15 ab-. Die Ventilkugel 14 hebt sich, und der
Unterdruck bildet sich in der Abteilung ti
sowie in der oberen Kammer des Bremszylinders aus. Die ganze Vorrichtung ist also zur
Arbeit bereit.
Die Fig! 3, 4 und 5 beziehen sich auf eine
Ausführimgsform, die für eine mit Überdruck
arbeitende Bremse bestimmt ist. Das Prinzip der Vorrichtung ist das gleiche wie vorher,
und die Ausführung unterscheidet sich nur dadurch, daß das Ventil nicht mehr eine Kammer hat, welche mit der'unteren Kammer des
Bremszylinders in Verbindung steht und daß die Vorrichtung bei einer Verringerung der
Geschwindigkeit nicht mehr eine Ventilkugel betätigt, welche die Verbindung zwischen den
beiden Kammern des Bremszylinders herstellt, sondern die Öffnung einer Auslaßventilklappe
bewirkt. In der Fig. 3 -ist ebenso .wie in der Fig. 2 .die Einlaßventilklappe 15
vorhanden, welche die Einlaßöffnung 13 mit den gleichen Hilfsmitteln beherrscht, nämlich'
der Rückholfeder 16, Ventilsitz 17 und der Stoßstange 20, auf die sich der Kolben des
Bremszylinders in der Ruhestellung abstützt.
Die Stange 28, deren Rückholfeder 31 hier zweckmäßig bei Druck arbeitet, verschiebt
sich- noch in einer beweglichen Hülse 22, mit der sie mittels eines Kugelgesperres 27 kraftschlüssig
verbunden werden kann. Diese be- So wegliche Hülse 22 weist ebenfalls ein Kopfteil
25 auf, das .dazu dient, die Einlaßklappe 15 mit Hilfe eines auf der Stoßstange 20 befestigten
Halteringes 36 zu verriegeln. Die Hülse 22 ist außerdem nach links über die Einlaßöffnung hinaus verlängert und wirkt
unter Zwischenschaltung eines Spielraumes mit einem Auslaßventil 34 zusammen, das
durch eine Feder 35 auf seinem Sitz gehalten wird.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Im Ruhezustand (Fig. 3) wird die Ventilklappe 15 durch' den sich auf der Stoßstange
20 abstützenden Kolben des Bremszylinders von ihrem Sitz getrennt · gehalten, und das
Auslaßventil wird, durch die Feder 35 geschlossen. Sobald sich das Fahrzeug in Bewegung
setzt (Fig. 4), verschiebt sich die Stange 28 unter deni Druck des. Hebels 32, der
durch Fliehkraft betätigt wird, nach links und blockiert unter Vermittlung des Kopfteiles
25 das Einlaßventil 15 in seiner offenen Stellung. ^ Wenn man .die Bremse anziehen will,'·
wird unter Überdruck stehende Luft durch das Rohr 12 eingeführt, dringt durch die Öffnung
13 ein, welche durch die von ihrem Sitz 17 abgehobene Ventilklappe 15 offengelassen
ist, und erzeugt die Bremswirkung. Sobald sich die Radgeschwindigkeit -verlangsamt,
verschiebt sich die Stange 28, auf die jetzt nicht mehr der Hebel 32 einwirkt, nach rechts
und nimmt hierbei die Hülse 22 mit, .Hierdurch wird zuerst die Ventilklappe 15 freige-.geben,
welche durch die Feder 16 auf ihren Sitz niedergedrückt wird, dann öffnet sich am
Ende des zur Verfugung stehenden Spielraumes die Auslaßventilklappe 34. Der Druck,
in dem Bremszylinder sinkt, und die Stärke der Bremswirkung verringert sich. Wenn die iso
Stange 28 einen bestimmten Weg zurückgelegt hat, wird durch die Stützschulter 29 die \rer-
riegelung27 aufgehoben, und bei erneut, zunehmender
Geschwindigkeit kehrt die Stange 2S durch die Einwirkung der Fliehkraft nach
links zurück, wodurch sich das Auslaßventil S 34 wieder schließen kann (Fig. 5). Von diesem
Augenblick gerechnet spielt sich alles - genau so ab wie bei einer mit Unterdruck
arbeitenden Bremse, so daß eine erneute Darstellung nicht nötig sein .dqrfte. Die Regeleinrichtung
greift demnach jedesmal ein, wenn das Rad während des Bremsvorganges
zu rutschen anfängt. Um. die Bremse zu
lösen, verbindet man mit Hilfe eines Dreiwegeventils
2 das Steuerventil mit der Hauptluftleitung i, die ihrerseits in Verbindung mit
der Atmosphäre steht; die in dem Bremszylinder enthaltene komprimierte Luft drückt dann
die Ventilklappe 15 zurück und entweicht in die Atmosphäre.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Mit Überdruck oder Unterdruck arbeitende Bremsvorrichtung mit Iiaupt- und Hilfsbremszylinder, die selbsttätig die Verringerung der Bremskraft im Hilfsbremszylinder beim Sinken der Umdrehungsgeschwindigkeit der Räder mittels eines Ventils hervorruft, das von einem Fliehkraftregler gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinken der Geschwindigkeit der Räder den Bremszylinder von der Druckluft-· bzw. Vakuumleitung ein für allemal abschließt', so däß: der Bremszylinder bis zum Ende des Brems-Vorganges keine neue Druckluft bzw. kein neues Vakuum mehr erhält.
- 2. Bremsvorrichtung nach Anspruch Ϊ, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil für .den Hilfszylinder ein Einlaßventil (15) enthält, das entgegen dem Druck einer Feder (16) bei gelöster Bremse durch den Zylindefkolben (41) vermittels einer Stoßstange (20) offengehalten wird und daß dieses Ventil bei genügend großer Geschwindigkeit in der Offenstellung durch eine Stange (22) verriegelt wird, die durch den Fliehkraftregler gesteuert wird.
- 3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 für Unterdruck, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (6) für den Hilfsbremszylinder (5) zwei Kammern besitzt, von denen die eine Kammer (10) die Verbindung einerseits mit der Bremsleitung durch den Anschlußstutzen (12) und anderseits über das Einlaßventil (15) mit der einen Seite des Bremszylinderkolbens (41) herstellt, während die andereKammer (11) mit der zweitenKolbenfläche in Verbindung ist und von der ersten Kammer durch ein Kugelventil (14) getrennt ist,, das durch die vom Fliehkraftregler gesteuerte Stange (22) bei einer Verringerung der. Fahrgeschwindigkeit geöffnet ; wird, wobei die Kugel (14) mit der Antriebsstange (22) mit einem gewissen Spiel gekuppelt ist. ■
- 4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2 für Überdruck, .dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (6) für den Hilfsbremszylinder (5) zwei Kammern besitzt, von denen die eine Kammer (10) die Verbindung einerseits durch den Anschlußstützen (12) mit dem Hilfsbehälter (3) und der Hauptluftleitung unter Vermittlung eines Dreiwegeventils und anderseits über das Einlaßventil (15) mit .der einen Seite des Bremszylinderkolbens (41) herstellt, während die andere Kam1 mer (ti) über ein federbelastetes Ventil (34), das durch die vom Fliehkraftregler gesteuerte Stange (22) bei einer Verringerung der Fahrgeschwindigkeit geöffnet wird, mit der freien Außenluft verbunden ist, wobei die Stange (22) mit einem gewissen Spiel mit dem Ventil (34) gekuppelt ist.
- 5. Bremsvorrichtung nach Anspruch i, 2, 3 oder 4) dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verriegelung des Einlaßventils (15.) dienende. Stange (22) am einen Ende- in eine Hülse (26) ausläuft, die mit einem durch den Fliehkraftregler gesteuerten Stift (28) mittels eines Kugelgesperres (27) derart verbunden ist, daß bei zunehmender Geschwindigkeit des Fahrzeugs der Stift die Hülse (26) zunächst' nicht . mitnimmt, aber sie am Ende der Bewegung, sich gegen sie abstützend, verstellt und hierdurch das Einlaßventil verriegelt, währendbei der Rückbewegung des Stiftes bei abnehmender Geschwindigkeit die hakenförmige Stange (22) mit dem Stift gekuppelt und somit von diesem mitgenommen wird, wodurch zuerst das Einlaßventil entriegelt und dann das Auslaßventil (34) geöffnet bzw. die Ventilkugel (14) von ihrem Sitz abgehoben wird.
- 6. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis -5) .dadtirch gekennzeichnet, daß eine Stützschulter (29) die Verriegelung am Ende der Rücklaufbewegung mit dem Steuerstift (28) auslöst und dadurch der Stange (22), in der der Stift (28) gleitet, die Rückkehr in ihre Anfangslage ermöglicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR625138X | 1932-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE625138C true DE625138C (de) | 1936-02-04 |
Family
ID=8987511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH137669D Expired DE625138C (de) | 1932-10-04 | 1933-10-05 | Mit UEberdruck oder Unterdruck arbeitende Bremsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE625138C (de) |
-
1933
- 1933-10-05 DE DEH137669D patent/DE625138C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE685647C (de) | Selbsttaetige Verteil- und Regelvorrichtung fuer Druckmittelbremsen fuer Fahrzeuge | |
| DE2004310C3 (de) | Bremssystem mit einem Dreidrucksteuerventil | |
| DE625138C (de) | Mit UEberdruck oder Unterdruck arbeitende Bremsvorrichtung | |
| DE2128203C3 (de) | Druckluftbetatigbare Bremssteuerventileinrichtung | |
| DE2113204C3 (de) | Indirekt wirkende, lastabhängige Druckluftbremse, insbesondere für Schienenfahrzeuge | |
| DE1079968B (de) | Lastabhaengiges Steuerventil fuer Luftfedern bei Kraftfahrzeugen | |
| DE861855C (de) | Druckluftbremse, insbesondere fuer die Lokomotiven von Grubenzuegen | |
| DE2501070B2 (de) | Zweileitungs-druckluftbremsanlage fuer kraftfahrzeuge mit anhaenger, mit einem anhaengersteuerventil und einem sperrventil | |
| DE724227C (de) | Aufschiebevorrichtung fuer Foerderwagen | |
| DE530902C (de) | Druckluftbremseinrichtung fuer Eisenbahnfahrzeuge | |
| DE561824C (de) | Hydraulische Vorrichtung zum Heben von Dreikraftgleisbremsen in Bereitschaftsstellung | |
| DE534825C (de) | Druckluftbremseinrichtung fuer Eisenbahnfahrzeuge | |
| DE466368C (de) | Getriebe mit Kraftantrieb fuer Entladewagen | |
| DE439942C (de) | Pneumatische Bremseinrichtung fuer Eisenbahnzuege | |
| DE578407C (de) | Druckluftbremseinrichtung | |
| DE538771C (de) | Druckluftbremseinrichtung | |
| AT25059B (de) | Beschleunigungsvorrichtung für selbsttätige Luftdruckbremsen. | |
| DE487224C (de) | Hebevorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge | |
| DE1149736B (de) | Selbstregelndes Fuehrerbremsventil fuer indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE2106337A1 (de) | Gleitschutzeinrichtung für Fahrzeugräder, insbesondere von Schienenfahrzeugen | |
| DE654844C (de) | Fuehrerbremsventil mit einem Fuellstossventil | |
| DE648745C (de) | Steuerventil fuer Druckluftbremsen | |
| DE1605278A1 (de) | Lastabhaengig gesteuerte Druckluftbremse fuer Fahrzeuge | |
| DE393716C (de) | Druckluftbremse fuer Eisenbahnzuege u. dgl. | |
| DE113021C (de) |