DE623400C - - Google Patents

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DE623400C
DE623400C DE1934I0050117 DEI0050117A DE623400C DE 623400 C DE623400 C DE 623400C DE 1934I0050117 DE1934I0050117 DE 1934I0050117 DE I0050117 A DEI0050117 A DE I0050117A DE 623400 C DE623400 C DE 623400C
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polyvinyl chloride
tars
tar
road
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DE1934I0050117
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

Es ist bekannt, daß die Eignung von Teeren für Straßenbauzwecke in hohem Grade von ihrer kittenden Wirkung abhängt. Diese Eigenschaft wird wiederum von einer Reihe physikalischer Konstanten bestimmt, deren Wirkung im einzelnen noch, nicht restlos; geklärt ist. So wird die kittende Wirkung u.a. ; beeinflußt von der Haftfestigkeit des Teeres am Gestein sowie von der inneren Klebfähigkeit des Teeres, die abhängt von dem Zähigkeitsgrad und der Streckbarkeit (Duktilität). Die kittende Wirkung macht sich geltend in der Beeinflussung der Bildsamkeit der mit Füllmassen verdickten Teere wie in der Druck-, Zug- und Scherfestigkeit von Formstücken aus solchen Massen u.a.m. Man hat versucht, diese Größen, die als ausschlaggebend für die Brauchbarkeit der Bindemittel betrachtet werden, im einzelnen zahlenmäßig
ao zu erfassen und bestimmte Richtlinien für die Prüfung der Teere auf ihre Brauchbarkeit hin aufgestellt.
Es wurde nun gefunden, daß die für die Brauchbarkeit der Teere und ,ähnlicher Bindemittel in straßenbautec'hnischer Hinsicht als maßgebend erachteten obenerwähnten Eigenschaften in ganz unerwartet günstiger Weise beeinflußt werden, wenn man dem Teer einen geringen Gehalt von mit Chlor behandeltem Polyvinylchlorid (im nachstehenden einfach als Polyvinylchlorid bezeichnet) erteilt, welches beispielsweise in der" Weise gewonnen werden kann, daß man Polyvinylchlorid in einem Lösungs- oder Suspensionsmittel durch Einwirkimg von Chlor weiterchloriert. Ein hierfür besonders geeignetes Verfahren bildet den Gegenstand der Patentschrift 596 911. Erfindungsgemäß werden daher in den für Straßenbauzwecke verwendeten Bindemitteln, insbesondere Steinkohlenteeren, Polyvinylchlorid in. der Größenordnung von wenigen Zehntelprozent, beispielsweise 0,2 0/0, entweder in Pulverform aufgelöst oder in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Methylenchlorid oder Teeröl, gelöst einverleibt. Wird Polyvinylchlorid in Lösung in einem leicht flüchtigen ■ Lösungsmittel, verwendet, so wird das Lösungsmittel nach Vermischung der Lösung mit dem Bindemittel zweckmäßig in geeigneter Weise, z. B. durch. Verblasen des Gemisches mit Heißdampf, entfernt.
Worauf die beschriebene eigentümliche Wirkung des Polyvinylchlorids zurückzuführen ist, ist bisher nicht bekannt.
Die mit Hilfe der erfindungsgemäß behandelten Bindemittel hergestellten Straßendecken zeichnen sich durch höhere Festigkeit aus und sind gegenüber Witterungseinflüssen, insbesondere auch tiefen Temperaturen, weitgehend unempfindlich. So wird beispielsweise der nach F r a a s s bestimmte Brechpunkt durch einen Zusatz von 0,2 o/0 Polyvinylchlorid um 10 bis 25° C (je nach der Teersorte) herabgesetzt. Infolge der hohen Knetbarkeit der aus mit Polyvinylchlorid behandelten Teeren und Füllstoffen hergestell-
ten Massen ist es weiterhin möglich, den Anteil der_ Straßendecken-an Füllmasse gegenüber den bisher als brauchbar befundenen Mischungen heraufzusetzen. So erreicht^man beispielsweise mit einem Gemisch von 8s*Teij^ len eines Basaltmehlfüllers mit ι S TeilefcL eines mit 0,2 0/0 Polyvinylchlorid versetzten Straßenteeres die gleiche Plastizität wie bed einem Gemisch von 65 Teilen des. gleichen Füllers mit 3 S Teilen« desselben Teeres, der ohne Zusatz von Polyvinylchlorid verarbeitet wurde. Auch die Wasserfestigkeit der mit den Bindemitteln gemäß Verfahren hergestellten Straßendecken erweist sich alswesentlieh verbessert.
Bemerkenswert ist, daß der Zähigkeitsgrad und der Tropfpunkt der Teere durch den Zusatz von Polyvinylchlorid nur unwesentlich beeinflußt wird, woraus sich der Vorteil ergibt,/ daß die erfindungsgemäß behandelten bindemittel ohne weiteres im Rahmen der sonst üblichen Straßenbauweisen (Spritzverfahren, Mischmakadam usw.) verwendet werden können.
τ,

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Straßenbindemittel, bestehend aus Straßenteer mit einem einige Zehntelprozent ■betragenden Gehalt an mit Chlor behandeltem Polyvinylchlorid. ■
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