DE623389C - - Google Patents
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- DE623389C DE623389C DENDAT623389D DE623389DA DE623389C DE 623389 C DE623389 C DE 623389C DE NDAT623389 D DENDAT623389 D DE NDAT623389D DE 623389D A DE623389D A DE 623389DA DE 623389 C DE623389 C DE 623389C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L13/00—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L2760/00—Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
- F01L2760/002—Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 20. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JV£ 623389 KLASSE 46 b1 GRUPPE
. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1934 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reglung mehrzylindriger Brennkraftmaschinen,
bei denen beim Anfahren und Umsteuern eine Zylindergruppe sofort Brennstoff erhält,
während der anderen Gruppe zuerst Anfahrluft und erst dann, wenn die erste Gruppe
gezündet hat, Brennstoff zugeführt wird. Die Erfindung besteht darin, daß bei Maschinen
dieser Gattung durch eine besondere Vorrichtung die zweite Zylindergruppe nach dem
Abschalten der Anfahrluft nicht sofort die volle Brennstoffmenge erhält, sondern erst
später von Hand auf die volle Brennstoffmenge geschaltet wird, wobei dies im Sinne
der Erfindung allmählich zu erfolgen hat.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß besonders starke Temperaturänderungen in den
durch die Anfahrluft abgekühlten Zylindern und damit die Gefahren des Reißens der Zylinderlaufbüchsen
und Zylinderdeckel vermieden werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Maschine beim Anfahren
weniger stark beschleunigt und beansprucht wird; denn gerade beim Anfahren, insbesondere
von Schiffsmaschinen, die plötzlich auf volle Drehzahl gebracht werden, ergeben sich
sehr hohe Beanspruchungen der einzelnen Maschinen- und Triebwerksteile.
Die Erfindung erweist sich insbesondere bei doppelt wirkenden Maschinen als vorteilhaft,
weil bei diesen gewöhnlich nur die Zylinderunterseiten zum Anlassen der Maschine
mit Druckluft herangezogen werden und weil es gerade bei den Zylinderunterseiten mit
ihren weniger günstigen Brennraumverhältnissen wichtig ist, die Wandungen dadurch
zu schonen, daß man nicht zu schnell auf Brennstoffbetrieb übergeht, nachdem die.
Wandungen vorher durch Anlaßluft ausgekühlt worden waren. ■
Einzelheiten der neuen Steuerung sind nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung
veranschaulichten Ausführungsbeispieles einer Schiffsmaschine beschrieben.
Abb. ι zeigt schematisch die beiden Brennstoffpumpengruppen
mit ihrer Antriebswelle und den Vorrichtungen zum An- oder Abstellen und Regeln.
Abb. 2 und 3 sind Schnitte nach den Linien II-II bzw. III-III der Abb. 1.
Abb. 4 zeigt die Steuerung in. einer Stellung
beim Anfahren, in der nur eine der beiden Brennstoffpumpen auf Brennstofförderung
geschaltet ist, wobei das Steuerrad schon auf die Betriebsstellung weitergedreht
ist.
Es sind α und b zwei Pumpengruppen, von
denen die Gruppe α zu derjenigen Zylindergruppe gehört, die beim Anfahren sofort auf
Brennstoff geschaltet wird. Die Pumpengruppe b ist für die andere Zylindergruppe
vorgesehen, die beim Anfahren zunächst nur Anfahrluft erhält und erfindungsgemäß nach
erfolgtem Anlassen der Maschine allmählich
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Or.-Ing. Friedrich, Sass in Berlin-Charlottenburg.
auf Brennstoff geschaltet wird, c ist die Antriebsnockenwelle
der Brennstoffpumpen. Die Regelwelle besteht aus den Wellenteilen d und e. Das Regeln der Pumpen geschieht
z.B. dadurch, daß die Überstrom- oder Saugventile der Pumpen in bekannter Weise
früher oder später geöffnet werden, so daß durch die Pumpen weniger oder mehr Brennstoff
gefördert wird. Die Überström- oder ίο Saugventile werden zu diesem Zweck von
den Regelwellen aus beeinflußt, die beispielsweise mit Exzentern versehen sind, auf
welchen die Hebel sitzen, die von den Pumpenstempeln bewegt werden, und welche die
Überstrom- bzw. Saugventile früher oder später öffnen. Diese bekannten Einzelheiten
sind zur Vereinfachung der Zeichnung nicht näher dargestellt.
Zum Regeln sind Handhebel f und g vorao
gesehen. Der Hebel f sitzt lose auf der Welle d; seine Nabe ist mit einer Klaue versehen,
die gegen eine Klaue einer auf der Welle d befestigten Hülse h anliegt. Der
Hebel g ist dagegen mit der Welle e fest ver- »5 bunden. Auf der Welle d sitzt ferner noch
ein Hebel i, der ebenfalls mit einer auf der Welle d befestigten Hülse k mittels Klauen
in Eingriff steht und durch ein Gestänge I (Abb. 2) mit einem Fliehkraftregler m verbunden
ist. Auf den Regelwellen d, e sitzen ferner Hebel η und O1 deren Naben ineinandergreifende
Klauen besitzen, zwischen denen so viel Spiel ist, daß man die Welle d der Pumpengruppe α ζ. B. von dem Handhebel
f aus auf Vollfüllung stellen kann, ohne dabei die Welle e von ihrer Stopplage im
gleichen Sinne, mitzudrehen. , Die Welle e wird nämlich durch den Hebel g, der in den
•Rastbogen p eingreift, derart festgehalten, daß sie durch die Welle d nicht auf Füllung
gedreht werden kann. Nur wenn die ganze Maschine im Betrieb ist, sprechen beide Pumpen gemeinsam nach beiden Richtungen
auf Steuerungsänderungen an, die sowohl durch den Brennstoffhebel / als auch durch
den Reglerhebel i . herbeigeführt werden können.
Die Hebel n, 0 sind init Gestängen q, r
verbunden, die durch Federn s, t gegen eine
Kurvenscheibe u gedruckt werden. Die Hebel η und 0 bzw. die Gestänge q und r mit
den Federn s und t suchen die beiden Pumpen α und b- stets auf volle Füllung zu stellen.
Die Kurvenscheibe u wird beim Anlassen der Maschine durch das Handrad ν von Stopp
auf Anfahren und dann auf Betrieb gedreht. Ist das Handrad ν in die Stopplage gedreht,
so sind beide Gestänge q, r gegen die
, Federn s, t nach oben gedruckt, und zwar das
Gestänge q unmittelbar durch den Nocken u, . das Gestänge r dagegen mittelbar durch die
Klauenkupplung zwischen den Hebeln η und 0.
Die Pumpengruppen a, b sind in dieser nicht gezeichneten Stopplage durch ihre zugehörigen
Regelwellen abgestellt.
Wird das Handrad auf Anfahren weitergedreht, so wird zunächst nur die Feder s
ihr Gestänge q, das ständig gegen die Kurvenscheibe u gedruckt wird, nach abwärts
bewegen und damit die Welle d in Richtung zur Vollfüllung drehen. Es wird Vollfüllung
eingestellt, wenn der Hebel f gegenüber seiner Rast w auf Vollfüllung gestellt ist.
Sollte <er auf kleinere Füllung gestellt sein, so erreicht die Pumpengruppe α beim Drehen
des Handrades ν nur diese kleinere Füllung. Die Welle e hingegen wird noch durch den
Hebel g und die zugehörige Rast p in der Stopplage festgehalten.
Wird das Handrad ν schließlich in die Betriebslage
weitergedreht, so wird an der in der Anfahrstellung des Handrades erreichten Einstellung der Pumpen zunächst nichts verändert.
Diese Stellung ist in Abb. 4 dargestellt. Um auch nach Abstellen der Anfahrluft die zweite Zylindergruppe b auf
Brennstoff zu schalten, muß man sie durch den Hebel g von Hand auf Förderung einstellen.
Es liegt im Sinne der Erfindung, dajß diese Einstellung nicht zu früh und nicht
zu schnell erfolgen soll. Es kann zu diesem Zweck auch irgendeine bekannte Bremsvorrichtung
für den Hebel g vorgesehen sein, die sein rasches Umlegen verhindert, z. B. ein
über eine Zahnradübersetzung vom Hebel g angetriebenes Lüfterrad.
Der Rastbogen p ist nur in dem seiner Nullfüllungsstellung zunächst liegenden Teile
mit Rasten versehen (Abb. 3), damit bei schwerem Wetter auf See, bei dem die Drehzahl
stark wechselt und der am Hebel i angreifende Regler m oft arbeitet und weit ausschlägt,
die Pumpen b für die zweite Zylindergruppe durch den Regler m nicht abgestellt
oder auf zu kleiner Füllung festgehalten werden, was geschehen könnte, wenn der Hebel §■ schon in einiger Entfernung von der
Vollfüllungsstellung in Rasten einklinken könnte. Durch die der Nullstellung benachbarten
Rasten kann man den zweiten Maschi- no nenteil nach dem Anlassen eine Zeitlang auf
kleine Brennstoffzufuhr einstellen, bis die: Zylinder etwas warm geworden sind, worauf
man auf größere Füllung gehen kann.
Claims (5)
- "5 Patentansprüche:i. Reglung von mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen, bei denen beim Anfahren und Umsteuern eine Zylindergruppe sofort Brennstoff erhält, während der anderen Zylindergruppe zunächst Anfahr-luft und erst nach erfolgter Zündung der ersten Gruppe Brennstoff zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelwellen (d, e) für die beiden Brennstoffpumpengruppen {a, b) durch eine Klauenkupplung mit solchem Spiel zwischen den Klauen der beiden Kupplungshälften (n, o) verbunden sind, daß beim Drehen des einen Wellenteils (d) der zuerst in Betrieb zu setzenden Zylindergruppe (α) von Null- auf Vollfüllung der andere Wellenteil (e) der zweiten Zylindergruppe durch die Kupplung nicht mitgedreht wird, sondern mittels eines ihm zugeordneten Handhebels (g) nachgedreht werden muß, wobei die Kupplung in der Nullstellung beider Wellenteile (ß, e) durch Klaueneingriff eine Verdrehung des einen Wellenteils (e) aus der Nullstellung vorVerdrehung des anderen Wellenteils (d) verhindert.
- 2. Reglung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hebel (g) ein Rastbogen (p) zugeordnet ist, der in der Nullstellung und der Vollstellung Rasten besitzt, während Zwischenrasten nur in der Nähe der Nullstellung vorgesehen sind.
- 3. Reglung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Wellenteil (d) ein Handhebel (f) lose sitzt, der mit der Welle (d) über eine Klauenkupplung Qi) verbunden ist, die eine Einstellung der Welle (d) und im Betrieb auch der Welle (e) vom Hebel (f) auf eine bestimmte Leistung ermöglicht, wobei jedoch die Wellen (d bzw. d und e) durch einen Regler (m) und ein vom Handrad (v) betätigtes Gestänge (q) ungehindert auf Nullfüllung zurückgedreht werden können.
- 4. Reglung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Handrad (v) gedrehter Steuernocken (u) vorgesehen ist, der über die Gestänge (q, r) und die Kupplungshälften in, 0) die Wellen {d, e) verdreht und so gestaltet ist, daß in der Haltstellung beide Pumpengruppen (a, b) abgestellt sind, in der Anfahrstellung nur der Wellenteil (d) auf Brennstofförderung geschaltet ist, in der Betriebsstellung auch der Wellenteil (e) zum Anstellen von Hand mittels des Hebels (g) freigegeben wird.
- 5. Reglung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Federn (S1 i) vorgesehen sind, die bestrebt sind, die Gestänge (q, r) in die Vollfüllungsstellung zu bewegen bzw. gegen den Nocken (α) zu drücken. 'Hierzu 1 Blatt ZeichnungenUERLtN. GEDRUCKT IN DER
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