DE62243C - Verfahren zur Herstellung von Kreppstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kreppstoff

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DE62243C
DE62243C DENDAT62243D DE62243DA DE62243C DE 62243 C DE62243 C DE 62243C DE NDAT62243 D DENDAT62243 D DE NDAT62243D DE 62243D A DE62243D A DE 62243DA DE 62243 C DE62243 C DE 62243C
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DENDAT62243D
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M. PlCOT in Paris, Rue de Paradis
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D9/00Ribbons, tapes, welts, bands, beadings, or other decorative or ornamental strips, not otherwise provided for
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D15/00Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used
    • D03D15/50Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads
    • D03D15/56Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads elastic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein kreppartiges Gewebe, welches in erster Linie als Verbandstoff dienen soll. Die kreppartige Kräuselung wird im Gegensatz zu den bisherigen Kreppstoffen durch die Kettenfäden hergestellt, während früher dasselbe durch die Schufsfäden erstrebt wurde. Demgemäfs bildet das vorliegende Verfahren eine Umkehrung des bisherigen. Es gelingt auf diese Weise die Herstellung elastischer Streifen oder Binden von beliebiger Länge, indem die Kreppfalten senkrecht zur Längenrichtung des Stoffes liegen, während die aus den älteren Kreppstoffen hergestellten Binden der Breite des Webstuhles entsprachen.
Um die Kettenfäden zur Hervorbringung der Kräuselung benutzen zu können, sind dieselben in besonderer Weise vor dem Durchgang durch die Kämme straff zu spannen und von Knoten zu befreien. Der in dieser Weise erzeugte Stoff weist als neue Eigenschaften auf: i. dafs er in der Richtung der Kette elastisch oder streckbar ist, und 2. dafs er sich ungleich viel stärker zusammenkräuselt, als nach dem üblichen Herstellungsverfahren. Letzteres hat seinen Grund darin, dafs die Kettenfäden viel stärker gedreht werden dürfen als die Schufsfäden. Der Erfinder wendet für die Kettenfäden 2400 bis 3000 Umdrehungen für das Meter an. Würde man den Schufsfäden eine so starke Zwirnung gegeben haben, so würde der Faden, da er beim Verweben nicht so straff gehalten wird wie in der Kette, unbedingt sich schon vor dem Einschlagen zusammenkräuseln und dadurch die gewünschte Wirkung fast ganz vereiteln. Vorzugsweise eignet sich Baumwolle für eine sehr starke Drehung, wie sie der Erfinder anwendet; Baumwolle läfst sich dabei sogar in einfachen Fäden verwenden, während bisher für die Schufsfäden immer zwei- oder vierfache Fäden erforderlich waren.
Es wird ferner nach dem vorliegenden Verfahren meist nur ein Theil der Kettenfäden gezwirnt und besteht dann die Kette zweckmäfsig aus Wollfäden und aus den stark gezwirnten Baumwollfäden. Zur Ausführung des Verfahrens benutzt der Erfinder Webstühle beliebiger Art. Es wird dabei aber für die stark gedrehten Baumwollfäden ein besonderer Kettenbaum benutzt. Bei Herstellung eines einfachen Stoffes kommen also zwei Kettenbäume zur Anwendung, welche man am besten über einander anordnet. Der unlere dient dann für die Wollfäden gewöhnlicher Drehung. Würde man die stark gedrehten Kettenfäden unmittelbar nach den Kämmen führen, so würden sie nicht straff genug bleiben und sich bereits auf diesem Wege kräuseln. Die Entstehung kleiner Knoten wäre ,dabei unvermeidlich und diese würden jedesmal beim Durchgang durch das enggestellte Riet ein Reifsen des betreffenden Kettenfadens veranlassen. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, wird folgende Einrichtung angewendet, welche bezweckt, dafs die Kreppfäden in der Kette stärker gespannt werden als die übrigen Fäden.
Oberhalb des Kettenbaumes für die stark gezwirnten Fäden befindet sich eine Querleiste aus Holz, in welche ebenso viele Glasperlen eingesetzt sind, als Kettenfäden zu führen sind. Die Oeffnung'en der Glasperlen sind etwa von
doppeltem Durchmesser wie die Fäden, so dafs geringe Kräuselungen, welche sich auf dem Wege vom Kettenbaum bis zu dieser Querleiste noch nicht glatt' gezogen haben, noch •durch die Perlen gleiten können. Die Kettenfäden werden dann noch durch eine oder mehrere solcher Leisten mit Perlen geleitet, von denen die letzte unten etwa in der Höhe der Kette liegt. Die Perlen in dieser letzten Leiste haben Oeffnungen, welche genau der Dicke des Fadens entsprechen. Durch diese Art der Führung werden die Kreppfäden gespannt gehalten und nach und nach sicher von allen Knoten und Kräuselungen befreit, so dafs sie glatt durch die Kämme und das Riet gehen, hinter welchem das Weben in der üblichen Weise stattfindet.
Da der Erfinder für die Kreppfäden 2400 bis 3000 Umdrehungen anwendet, so ergiebt sich ein Zusammenziehen des Stoffes um 70 bis 75 Hunderttheile.
Auf dem Webstuhl bleibt der Stoff infolge der starken Spannung der Kreppfäden glatt. Da auch ein Wasserbad die Kräuselung noch nicht genügend hervorruft, so wendet der Erfinder ein Bad von Seifenwasser oder von einem doppeltkohlensauren Salz an. Das Bad kann heifs oder kalt sein. Bei dem in dieser Weise behandelten Stoff bleiben die kreppartigen Kräuselungen und damit die elastischen Eigenschaften dauernd erhalten und selbst beliebig langer Gebrauch oder Waschen in heifsem Wasser vermögen die Zusammenzugsfähigkeit des Stoffes nicht zu beeinträchtigen. Deshalb ist der Stoff namentlich als Verbandmittel trefflich geeignet.
Es ist nicht nothwendig, dafs in der Kette Fäden verschiedener Art verwendet werden. Versuche haben ergeben, dafs sich nach dem beschriebenen Verfahren, namentlich als Folge der hohen Zwirnung der Kreppfäden, derartige Stoffe ganz aus Baumwolle, Leinen oder Wolle herstellen lassen. Man könnte ferner auch Seide und Baumwolle, Seide und Wolle, Leinen und Baumwolle u. s. w. benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung eines Kreppstoffes in der Weise, dafs die Kette aus stark gedrehten Fäden und aus solchen gewöhnlicher Zwirnung besteht, wobei für die ersteren eine Spannvorrichtung vor dem Durchgang durch die Kämme angewendet wird, zu dem Zwecke, die Entstehung von Knoten zu verhüten und zu ermöglichen, dafs die stark gedrehten Fäden gleichzeitig mit denen gewöhnlicher Zwirnung glatt verwebt werden, worauf durch Baden des Gewebes in Seifenwasser oder in Auflösungen von doppeltkohlensauren Salzen die Spannung der stark gedrehten Fäden gelöst wird und dadurch Kreppfalten sich bilden.
DENDAT62243D Verfahren zur Herstellung von Kreppstoff Expired - Lifetime DE62243C (de)

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