DE62090C - Feuerlöscher - Google Patents

Feuerlöscher

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DE62090C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C13/00Portable extinguishers which are permanently pressurised or pressurised immediately before use
    • A62C13/003Extinguishers with spraying and projection of extinguishing agents by pressurised gas

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 61: Rettungswesen.
E. LECHARTIER in PARIS. Feuerlöscher.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1891 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Feuerlöscher, der im wesentlichen aus einem cylindrischen oder anders geformten Behälter, der Wasser und ein geeignetes Salz enthält, und aus einem Glasgefäfs besteht, das mit Säure gefüllt ist und sich dicht unter dem oberen Boden des genannten Behälters befindet, so dafs ein Stofs auf diesen Boden oder auf einen eigens hierzu bestimmten Mechanismus genügt, um das Säuregefäfs zu zerbrechen und den Apparat in Thätigkeit zu setzen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Feuerlöschers dargestellt.
Fig. ι stellt einen Verticalschnitt der einfacheren Form dar.
Fig. 2 ist der Grundrifs hierzu.
Fig. 3 stellt den Verticalschnitt des zweiten Modells dar.
'Fig.'3* ist eine Abänderung des in Fig. 3 gezeigten Apparates.
Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie 1-2 von Fig. 3.
Fig. 5 zeigt den Theil zum Inbetriebsetzen des in den Fig. 3 und 4 dargestellten Feuerlöschers.
Fig. 6 ist eine sich auf die Fig. 1 und 2 beziehende Einzelheit.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Apparat besteht aus einem cylindrischen Gefäfs a, das durch die Böden b und c luftdicht verschlossen ist.
Unter dem oberen Boden c ist das Säurereservoir d angebracht, ein Glasrohr, das gänzlich oder zum Theil mit Säure gefüllt ist zwei Halsbänder e e', die am
und durch Deckel angelöthet sind, festgehalten wird.
Im Innern des Behälters α ist ein Rohr f angebracht, das am Boden b aufruht und am Obertheil des Behälters α mündet, indem es den Gefäfsmantel durchdringt. Unten ist das Rohr f mit einem Loch fl versehen, welches das Innere des Behälters α mit der Aufsenluft in Verbindung setzt.
TJm diese Verbindung abzusperren, bringt man bei g eine elastische Dichtungsscheibe aus Kautschuk oder einem anderen geeigneten Material an und prefst diese Abdichtung gegen das Ende des Rohres f mittelst des Winkelhebels h (s. Fig. ι und 6) nieder. Dieser Hebel hakt sich mittelst seines gekrümmten Endes ft1 in einen Bügel k, der am Gefäfsmantel α angelöthet ist, und mit dem anderen Ende legt er sich unter den Schliefshaken eines Stückes /, das am Gefäfs α angelöthet oder sonstwie befestigt ist.
Die Füllung geschieht folgendermafsen:
In den Behälter α bringt man Wasser und ein entsprechendes Salz (doppeltkohlensaures Natron etc.), so dafs der Flüssigkeitsspiegel bis knapp unter das obere Ende des Rohres f reicht. Wenn man dann das Säurerohr d unter dem Deckel c befestigt hat, legt man diesen auf das Gefäfs a, so dafs letzteres luftdicht verschlossen ist.
Ebenso verschliefst man, wie oben angegeben, die Mündung des Rohres f mittelst der Dichtungsscheibe g, indem man diese mittelst des Hebels h niederprefst.
Der so gefüllte Apparat kann bis zum Bedarfsfalle aufbewahrt werden.
Um den Apparat in Thätigkeit zu setzen, löst man den Hebel h aus dem Schliefshaken / und aus dem Bügel k, um die Mündung des Rohres / frei zu machen. Dann schlägt man mit der Faust oder mittelst des Hebels h kräftig auf die Mitte des Bodens c, wodurch das Glasrohr d zerbrochen wird. Die Säure ergiefst sich in die Flüssigkeit des Behälters a, verbindet sich mit dem Salz und bringt so durch Gasentwickelung einen beträchtlichen Druck hervor. Die Flüssigkeit entweicht durch f1 und wird am Ende der Röhre / in einem mächtigen Strahl herausgeschleudert, welchen man lenken kann, indem man das Gefäfs α oder den daran befindlichen Henkel ο ο1 mit der Hand ergreift.
Bei dem in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellten Apparat nimmt das durch die Böden b und c verschlossene Gefäfs α in seiner verticalen Achse ein Rohr / auf. Dasselbe wird unten durch eine Hülse in geführt, die mit Oeffnungen m1 versehen ist; ebenso ist das untere Rohrende mit entsprechenden Oeffnungen /' versehen. Wenn die Oeffnungen /' sich nicht gegenüber den Oeffnungen m1 befinden, ist das Rohr / durch die Hülse m vollkommen verschlossen.
Oben geht das Rohr / durch eine Stopfbüchse c1, die durch den Boden c geht, trägt eine Stellvorrichtung /2 und endigt in einen Knopf/3. Die Stellvorrichtung /2 drückt sich gegen eine verticale Platte^, die auf dem Boden c befestigt und mit einem Loch ρl versehen ist. So lange der gekrümmte Theil /2 sich nicht gegenüber dem Loch p1 befindet, ist er geschlossen und das Rohr / kann nicht mit der Aufsenluft communiciren. Sobald aber das Röhrchen /2 und das Loch p1 einander gegenüber liegen, sind auch unten die Oeffnungen m1 und/1 auf einander fallend.
Am Rohr / ist eine Art Messer q befestigt, welches dazu bestimmt ist, auf das Glasrohr d, in welchem sich die Säure befindet, aufzuschlagen. Dieses Rohr d wird an einem Ende von dem auf der Gefäfswand angelötheten Rohr r, am anderen Ende in dem hohlen Theil eines Stöpsels s gehalten, der in eine auf dem Gefäfs α angelöthete Hülse s[ eingeschraubt ist.
Ein Ring q1, an dem das Messer q sitzt, ist auf dem Rohr / befestigt und dient als Anschlag für die Aufwärtsbewegung des Rohres/, während die Abwärtsbewegung durch einen Bund /* begrenzt ist.
Eine Handhabe al gestattet, den Apparat aufzuhängen oder zu tragen, und Handgriffe 0 0' ermöglichen es, den Apparat zu ergreifen und zu lenken.
Man füllt den Apparat durch den Pfropfen s, den man einschraubt, nachdem man das Rohr d eingeführt hat.
Behufs' Inbetriebsetzens schlägt man auf den Knopf/3 und der Stofs zerbricht das Rohr d durch das Messer q und bringt die Löcher /1W1 und /2^1 einander gegenüber. Der innere Druck bewirkt den Austritt des Flüssigkeitsstrahles bei /2, den man auf den Feuerherd lenken kann.
Wenn man zu einer beliebigen Zeit es für gut findet, die Wirkung zu hemmen, so genügt es, das Rohr/ so hoch zu heben, bis der Ring q1 an die Stopfbüchse anstöfst, denn dann sind die obengenannten Löcher /■ ml bezw. /2 wieder verschlossen.
Eine auf den Boden c gestellte Kappe t schützt den Knopf /3 vor unbeabsichtigten Stöfsen.
Der in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellte Apparat kann, wie dies Fig. 3x zeigt, etwas verändert werden. Hier geht das Rohr / durch eine lange Stopfbüchse p, welche mit dem Strahlloch pl versehen ist. Das Rohr / hingegen hat ein Loch/2. Wenn man auf den Knopf/3 schlägt, zertrümmert man das Säurereservoir d und bringt das Loch /2 dem Loch ρ' gegenüber, so dafs vermöge des innerlichen Druckes die Flüssigkeit durch das Rohr / und die Oeffnungen /2 p2 ausgeschleudert werden kann. Die am Knopf/3 angebrachte Stange /4 verhindert die Drehung des Rohres / um seine Achse.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Feuerlöschapparat mit einem horizontalen Säurerohr (d), bei welchem ein verticales Strahlrohr (/) mit einem daran sitzenden Messer (q) in der Weise angeordnet ist, dafs beim Hineinstofsen der Röhre (/) das Säurerohr zerbrochen und die Verbindung des Gefäfsinnern mit der Aufsenluft durch sich deckende Löcher fm1/1) hergestellt wird, welche Verbindung aber nach Belieben durch Zurückschieben der Röhre (/) unterbrochen werden kann.
  2. 2. Der Feuerlöschapparat, Anspruch 1., dahin abgeändert, dafs das untere Ende des oben abgezweigten Strahlrohres (/) beim Herabdrücken das Säurerohr (d) zerbricht, während gleichzeitig die Oeffnungen f/2) des Rohres (/) und (pl) der Stopfbüchse (p) die Verbindung zwischen dem Innenraum des Apparates und der Aufsenluft herstellen. ■ :
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62090D Feuerlöscher Expired - Lifetime DE62090C (de)

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