DE620802C - Verfahren zum Herstellen von Druckformen durch Abformen von Kolloidreliefs mittels Celluloseesterloesungen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Druckformen durch Abformen von Kolloidreliefs mittels Celluloseesterloesungen

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DE620802C
DE620802C DESCH98678D DESC098678D DE620802C DE 620802 C DE620802 C DE 620802C DE SCH98678 D DESCH98678 D DE SCH98678D DE SC098678 D DESC098678 D DE SC098678D DE 620802 C DE620802 C DE 620802C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/10Esters of organic acids, i.e. acylates
    • C08L1/12Cellulose acetate
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    • B41C3/00Reproduction or duplicating of printing formes
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckformen durch Abformen von Kolloidreliefs mittels Celluloseesterlösungen.
In den bekannten Verfahren zur Herstellung von Druckformen wird den Celluloseesterlösungen gewöhnlich eine bedeutende Menge an Kampfer beigemischt, so daß der daraus entstehende Stoff die Eigenschaft des Celluloids besitzt. Ein solches Material ist nur unter Anwendung von Wärme und Druck bildsam und eignet sich deshalb nicht zur Wiedergabe feiner Konturlinien. Es läßt sich auch nicht zum Abformen von Kolloidreliefs gebrauchen, da die Formmasse in diesem Fall leichter bildsam sein muß und wegen des dann höheren Kampfergehaltes noch mehr die erforderliche Härte einbüßt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die celluloidartige
ao Masse dazu neigt, am Matrizenmaterial zu haften.
Bei Celluloseesterlösungen ohne Kampferzusatz befindet sich der Celluloseester nur in geringer Menge in der hauptsächlich aus einem Lösungsmittel, wie Aceton, bestehenden Mischung. Die fertige Masse ist sehr spröde und ist außerdem nur bei Wärme oder unter Anwendung eines- geeigneten, auf die Oberfläche einwirkenden Lösungsmittels bildsam.
Eine Formmasse dieser Art wird besonders bei Grammophonplatten als Außenschicht verwendet, wobei als innere Lage dann ein weicherer Stoff dient, welcher neben den Celluloseestern große Mengen von Weichhaltungsmitteln, wie beispielsweise Rizinusöl, enthält. Wie die äußere Schicht wegen ihrer Sprödigkeit, so läßt sich die innere Lage wegen ihrer Weichheit nicht zur Herstellung einer dauerhaften Druckform verwenden.
Auch die bei Vervielfältigungen von Schriftstücken zum Imprägnieren des Kopierblattes verwendeten Celluloseesterlösungen besitzen einen derartig· hohen Gehalt an Rizinusöl, flüssigem Wachs o. dgl., daß eine damit hergestellte Druckform wegen ihrer Weichheit nicht verwendet werden könnte.
Die bisher bekannten brauchbaren Druckformen besitzen zudem den Nachteil, daß die Lösungen bei der Herstellung einen hohen Prozentsatz an Wasser enthalten, welcher die Löslichkeit des Cellulosestoffes und damit die erforderliche feine Bildsamkeit der Masse vernichtet.
Gemäß der Erfindung werden zum Abformen 12 bis 36 Teile eines Gemisches von 10 bis 60 Teilen eines wasserfreien niedrigviskosen (z. B. 1I2 Sekunden-) Celluloseester und 5 bis 40 Teilen eines wasserfreien hochviskosen (z. B. 40-Sekunden-) Celluloseester des gleichen Säureradikals in 64 bis 80 Teilen
niedrigsiedender organischer Lösungsmittel unter Zusatz· einer geringen Menge (etwa 5 °/o) eines Weichhaltungsmittels gelöst.
Die so entstehende Formmasse, ist ohne Anwendung von Wärme bildsam und kann deshalb ohne weiteres auf ein Kolloidrelief gebracht werden. Die dadurch erhaltene Abformung des Reliefs gibt die Konturen der Oberfläche in feiner Weise wieder, da die ίο Formmasse nicht zusammenschrumpft, auch nicht in der darauffolgenden Zeit des "Gebrauches. Die Formmasse ist frei von plastischem Fließen und besitzt den Vorzug, daß sie sich bei Atifbringen auf einem befeuchteten oder durch Wasser aufgequollenen Kolloidrelief nicht mit der Gelatinemasse bindet. Die fertige Druckform ist derart zäh und dauerhaft, daß sie sich außerordentlich für graphische oder Reproduktionsverfahren eignet.
Wenn die Formmasse für Tiefdrucke verwendet werden soll, so werden die Druckplatten in ungefähr folgender Weise hergestellt:
Auf einer Gelatineplatte wird auf photographisohem Wege, wie es in Druckereien üblich ist, ein Positiv hergestellt. Die Gelatineplatte besitzt an der Rückseite gewöhnlich eine Schutzlage aus Celluloid und ist imprägniert mit einem Chromatsalz. Dort, wo das Licht auf die Gelatine kommt, wird sie nahezu nicht aufquellbar. . Nach der Belichtung wird die Gelatine mit kaltem Wasser gewaschen, um das Chromatsalz zu entfernen, und dann getrocknet: Wenn die Gelatine trocken ist, ist kein Lichteindruck sichtbar. Vor dem Aufbringen der Formmasse zum Herstellen der Druckform wird die Gelatineplatte 10 bis 30 Minuten lang mit Wasser befeuchtet. Die genaue Zeit hängt von der Temperatur ab, bei welcher das Verfahren durchgeführt wird. Durch das Befeuchten oder Waschen quellen die Teile der Gelatineplatte, die nicht belichtet wurden, auf und 45' ergeben ein Kolloidrelief von dem vorher aufgenommenen Bilde. Die Gelatineplatte wird flach mit der Gelatineseite nach oben aufgelegt, und über ein Ende wird die flüssige oder halbflüssige Formmasse von oben beschriebener Zusammensetzung aufgegossen. Hierauf wird ein Deckblatt aus Celluloid oder anderem Material aufgelegt, durch, eine schwere Walze das Deckblatt aufgepreßt und dabei die flüssige Komposition nach und nach vorwärts gegen das andere Ende der Gelatineplatte gedruckt. Schließlich wird die überflüssige Mischung ausgepreßt. Die bildsame Mischung wird dann trocknen gelassen, wodurch der fertige Abdruck erhalten wird. Die Zeit, welche die Mischung zum Setzen braucht, hängt von der Viskosität und den atmosphärischen Verhältnissen ab, braucht jedoch durchschnittlich ungefähr 10 Minuten. Die fest gewordene Formmasse mit dem Deckblatt, welches beständig haftenbleibt, bildet die Druckform. Das Ganze wird jetzt von dem Gelatinerelief abgezogen und an der Luft mehrere Stunden vollständig trocknen und setzen gelassen. Damit ist die Druckform fertig und kann auf eine Walze gebracht werden, und der Druck kann beginnen. Entweder Halbton- oder Intagliodruckplatten können durch die vorher beschriebene Methode hergestellt werden.
Es wurde gefunden, daß Cellulosenitrat ein ausgezeichnetes Grundmaterial für die Formmasse oder Mischung darstellt. Eine Mischung mit ungefähr 25 °/o Nitrocellulose ergibt eine fertige Druckform von großer Härte und Dauerhaftigkeit. Je größer der Prozentsatz (wobei nur die festen Bestandteile ohne Lösungsmittel gerechnet werden) des Cellulosegrundstoffes ist, welcher noch gebraucht werden kann, ohne die ursprüngliche Bildsamkeit der Masse zu zerstören, desto größer wird die Härte und Dauerhaftigkeit des fertigen erhärteten Produktes sein. Es wurde gefunden, daß eine Mischung von Cellulosenitrat niedriger Viskosität das Material nicht so hart macht als eine Mischung, welche einen Cellulosegrundstofr von verhältnismäßig hoher Viskosität besitzt. Das härteste Material wird jedoch von einer Mischung von Celluloseverbindungen verschiedener Viskosität erhalten. Um eine bildsame Masse zu erhalten, welche zur Formgebung einen bestimmten Fluß besitzt bei gegebenem Lösungsmittel, und um eine flüssige Mischung zu erhalten, die im ganzen 20 bis 35 % oder mehr feste Bestandteile' besitzt, werden Celluloseverbindungen verschiedener Viskosität verwendet. Auch Celluloseacetat bildet ein wertvolles Material als Grundstoff zur Herstellung der Mischung.
Plastisch machende Mittel (Weichhaltungsmittel) und besonders Weichhaltungsmittel, wie Kampfer, Rizinusöl u. dgl., vermindern die Härte der fertigen Platte. Es ist jedoch notwendig, Weichhaltungsmittel den Bestandteilen zuzusetzen, damit die Mischung für das Abformen genügend bildsam bleibt. Bevorzugte Weichhaltungsmittel für Cellulosenitrat sind Tricresylphosphat, Triphenylphosphat oder Dibutylphthalat, und für Celluloseacetat wurde Triacetin als zufriedenstellendes Weichhaltungsmittel gefunden. Diese Weichhaltungsmittel scheinen, wenn nur geringe Mengen verwendet werden, sehr geringen Einfluß auf die Härte der fertigen Mischung zu haben und geben dem Material trotzdem die gewünschte Bildsamkeit und Zähigkeit. Um die Härte und Lebensdauer des Materials
weiter zu erhöhen, können gewisse Gummis oder Harze, wie Dammargummi, hinzugefügt werden. Die gewählten Gummis sollen unlöslich in Druckfarbe sein. Sind jedoch Gummis in der Mischung, so wird das Hartwerden der fertigen Platte längere Zeit benötigen."
Als Lösungsmittel für den Cellulosegrundstoff mögen Aceton, Äthylacetat, Butylalkohol, Amylacetat, Butylacetat und ähnliche wohl-
bekannte lösungsmittel verwendet werden. Um die besten Ergebnisse zu erhalten, soll ein Lösungsmittel verwendet werden, welches zu dem Cellulosegrundstoff paßt. Wenn Nitrocellulose als Grundstoff für die Masse verwendet wird, eignen sich besonders Äthylacetat und Butylacetat. Sehr gute Ergebnisse werden erhalten, wenn bei Verwendung von Nitrocellulose eine Mischung von zwei Lösungsmitteln, z. B. technisches Butylacetat, welches etwas Butylalkohol enthält, und Äthylacetat, verwendet werden. Soll eine Mischung hergestellt werden, welche sich rasch setzt und erhärtet, so ist als Lösungsmittel Äthylacetat vorzuziehen. Soll eine Platte hergestellt werden, die große Härte und Dauerhaftigkeit besitzt und beim Drukken alle Feinheiten des Reliefs wiedergibt, dann kommt vorzüglich eine Mischung von Butylacetat und Butylalkohol mit einem ge-
ringen Zusatz von Äthylacetat zur Anwendung. Reines Äthylacetat ist ein weniger wünschenswertes Lösungsmittel dort, wo eine sehr feine Druckform herzustellen ist, da die feinen Erhebungen und Vertiefungen des Kolloidreliefs nicht so genau und scharf durch eine ursprünglich bildsame Celluloseesterlösung wiedergegeben werden, welche Äthylacetat als einziges Lösungsmittel enthält. Weiter verdunstet Äthylacetat sehr rasch, so daß die entsprechende Druckform sehr rasch hart wird. Dort, wo sehr rasches Hartwerden gewünscht und ein bis in alle Einzelheiten wahrheitsgetreuer Abdruck nicht absolut notwendig ist, bildet Äthylacetat jedoch ein ausgezeichnetes Lösungsmittel. Aceton und Amylacetat haben sich als besonders wertvolle Lösungsmittel erwiesen für Celluloseacetat als Grundstoff.
Die verwendeten Materialien müssen mögliehst wasserfrei sein. Jede bemerkenswerte Menge Wasser in den verwendeten Bestandteilen vermindert bedeutend die Löslichkeit des Cellulosegrundstoffes. Die erwähnten, im Handel erhältlichen Produkte sind jedoch gewohnlich frei von Wasser, so daß die Beschaffung der nötigen Bestandteile für die Mischung keine Schwierigkeiten bereitet. Die Mischung in flüssiger Form enthält vorzugsweise 12 bis 35 °/o an festen Bestandteilen und 65 bis 8o°/0 an Lösungsmitteln. Die festen Bestandteile enthalten vorzugsweise Cellulosenitrate, zu denen eine geringe Menge eines Weichhaltungsmittels hinzugefügt wird. Eine Mischung von Cellulosenitrat von verschiedenen Viskositäten ergibt'eine härtere, zähere und dauerhaftere Platte. Eine gute · Mischung enthält ungefähr 50 °/0. ^-Sekunden-Cellulosenitrat, ungefähr 10 % 4-Sekunden-Cellulosenitrat und ungefähr 40 °/0 40-Sekunden-Cellulosenitrat. Das Verhältnis der einzelnen Bestandteile kann untereinander verändert werden. Als beste Weichhaltungsmittel wurden Triphenylphosphat, Tricresylphosphat oder Dibutylphthalat gefunden und sollen nur in geringen Mengen (etwa 1 bis 5 °/o) in der Gesamtmischung enthalten sein. Als Lösungsmittel scheinen Mischungen des im Handel erhältlichen Butylacetats und Äthylacetats die besten zu sein. Es kann jedoch auch Amylacetat verwendet werden. Das im Handel erhältliche Butylacetat hat gewöhnlich ungefähr 20 °/0 Butylalkohol, was für die Masse nicht schädlich ist. Um die Kosten zu verringern, kann eine geringe Menge Benzol oder eines ähnlichen billigen Lösungsmittels verwendet werden.
Die folgenden Beispiele zeigen besonders wertvolle Zusammensetzungen:
Beispiel I
Eine Druckform großer Härte und Dauerhaftigkeit, "welche alle Einzelheiten naturgetreu wiedergibt, wird bei Verwendung der folgenden Mischung erhalten: 25 Gewichtsprozent fester Bestandteile und 75 Gewichts-Prozent Lösungsmittel. Die festen Bestandteile enthalten 20 °/0 Triphenylphosphat, 20 °/o 40-Sekunden-Cellulosenitrat und 6o°/o 1IzSekunden-Cellulosenitrat. Das Lösungsmittel enthält eine Mischung von 58 % Amylacetat und 42 % Butylacetat. Bei Beziehung der Anteile in Gewichtsprozenten auf die Gesamtmischung sind in der Mischung enthalten: 1S % ^-Sekunden-Cellulosenitrat, 5 % 40-Sekunden-Cellulosenitrat, 5 °/0 Triphenylphosphat, 43,5 % Amylacetat und 31,5 °/? Butyl- . acetat. Die Mischung besitzt eine Viskosität von 12 Sekunden (gemessen nach der Fallkugelprobe).
Beispiel II
Die Mischung enthält an festen Bestandteilen 25 Gewichtsprozent und 75 Gewichtsprozent Lösungsmittel. Die gesamten festen Stoffe enthalten 20 % Triphenylphosphat, 40 % 40-Sekunden-Cellulosenitrat und 40 °/0 ^-Sekunden-Cellulosenitrat. Die verwendeten Lösungsmittel sind dem Wesen nach dieselben wie im Beispiel I und enthalten ungefähr 58 % Amylacetat und 42 °/o Butylacetat. Bei Rückbeziehen der Gewichtsanteile auf die gesamte Mischung enthält die Mischung 10 °/0
^-Sekunden-Cellulosenitrat, „ίο °/0 40-Sekunden-Cellulosenitrat, 5 °/o Triphenylphosphat, 43,5 °/o Amylacetat und 31,50Io Butylacetat. Die Mischung hat eine Viskosität von 70 Sekünden (Kugelprobe).
Beispiel III
Die Mischung enthält 35,6 Gewichtsprozent fester Bestandteile und 64,4 Gewichtsprozent
to Lösungsmittel. Die festen Bestandteile bestehen aus 5,2 °/„- Triphenylphosphat, 8,3 °/0 Dammargummi, 43,25 °/o V2-Sekunden-Cellulosenitrat und 43,25 °/o 40-Sekunden-Cellulosenitrat. Die Lösungsmittel bestehen aus 66,1 °/o Butylacetat, 27,8 °/o Äthylacetat und 6,1 °/o Dammargummi. Die Lösungsmittel für den Dammargummi beinhalten 42 °/0 Benzol, 9,2 °/o Äthylacetat, 8,1 % Aceton- und 40,7 °/o Methylalkohol. In Gesamtprozenten angegeben enthält die Mischung 15,4 °/o ^-Sekunden-Cellulosenitrat, 15,4 °/o 40-Sekunden-Cellulosenitrat, 1,9 °/0 Triphenylphosphat, 2,9 °/0 Dammargummi, 42,6 °/0 Butylacetat (technischen), 17,9% Äthylacetat und
3>9 °/o Dammargummi. Die Mischung hat eine Viskosität von 800 Sekunden (Kugel-•probe). Wenn diese Viskosität für gewisse Abformungen zu groß ist, kann sie durch Hinzufügung von Butylacetat oder Äthylacetat erniedrigt werden.
Folgende Zusammensetzungen der Mischungen, bei denen Celluloseacetat als Celluloseestermaterial genommen wurde, geben gute Resultate.
Beispiel IV
Die Mischung enthält 25. Gewichtsprozent fester Bestandteile, die sich aus Celluloseacetat und einem Weichhaltungsmittel zusammensetzen, und 75 Gewichtsprozent Lösungsmittel. Die festen Bestandteile setzen sich aus 5 °/o Tricresylphosphat und 95 °/o Celluloseacetat zusammen (60 °/0 15-Sekunden- und 40 °/o S-Sekunden-Celluloseacetat).
Das Lösungsmittel besteht zu gleichen Teilen aus Methylacetat und Aceton. Die Mischung enthält 1,25 % Tricresylphosphat, 23,75 °/o Celluloseacetat und 75 °/o gemischte Lösungsmittel. Die Mischung hat eine Viskosität von 70 Sekunden (Kugelprobe).
Beispiel V
Die Mischung enthält 20 Gewichtsprozent fester Bestandteile, die sich aus Celluloseacetat und Triacetin zusammensetzen, .und 80 Gewichtsprozent Tetrachloräthan als Lösungsmittel. Die festen Bestandteile setzen sich zu 5 °/0 aus Triacetin und zu 95 °/o aus Celluloseacetat zusammen, das sich zu gleichen Teilen aus 15-Sekunden- und i-Sekunden-Celluloseacetat zusammensetzt. Die Mengenverhältnisse in Gewichten und Gesamtprozenten angegeben, enthält die Mischung ι °/o Triacetin, 19 °/0 Celluloseacetat und 80 °/o Tetrachloräthan. Die Mischung hat eine Viskosität von 50 Sekunden (Kugelprobe).
Wenn die Mischung nur aus Cellulosenitrat, einem Weichhaltungsmittel und einem Lösungsmittel besteht, spielt es keine Rolle, in welcher Reihenfolge sie gemischt werden. Man muß jedoch einige Zeit rühren, bevor vollständige Homogenität erreicht ist. Sind die festen Bestandteile vollständig gelöst und gemischt, wird die Mischung gefiltert, worauf sie gebrauchsfertig ist.
Wenn ein Gummi oder Harz, wie Dammargummi, verwendet wird, so soll der Gummi zuerst in seinem eigenen Lösungsmittel aufgelöst werden und diese Lösung später dem oben beschriebenen Material zugefügt werden. Das zu wählende Gummilösungsmittel hängt von dem gewählten Gummi oder Harz ab. Im allgemeinen besteht es aus einer wasserfreien Lösung von Benizol, Methylalkohol und gegebenenfalls anderen Lösungsmitteln, wie Aceton und Äthylacetat. Die Gummilösung wird der Celluloseesterlösung beigemengt, und durch Umrühren werden beide gemischt. Hierauf wind das Material gefiltert und ist gebrauchsfertig.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Herstellen von Druckformen durch Abformen von Kolloidreliefs mittels Celluloseesterlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abformen 12 bis 36 Teile eines Gemisches von 10 bis 60 Teilen eines wasserfreien niedrigviskosen, (z. B. ^-Sekunden-) Celluloseesters und 5 bis 40 Teilen eines wasserfreien hochviskosen (z. B. 40-Sekunden-) Celluloseesters des gleichen Säureradikals in 64 bis 80 Teilen niedrigsiedender organischer Lösungsmittel gelöst unter Zusatz einer geringen Menge (etwa 5 °/o) eines Weichhaltungsmittels verwendet werden.
DESCH98678D 1931-08-27 1932-08-21 Verfahren zum Herstellen von Druckformen durch Abformen von Kolloidreliefs mittels Celluloseesterloesungen Expired DE620802C (de)

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