DE618320C - Regeleinrichtung - Google Patents
RegeleinrichtungInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05B—CONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
- G05B1/00—Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values
- G05B1/01—Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric
- G05B1/04—Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric with sensing of the position of the pointer of a measuring instrument
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Description
DEUTSCHES REICH
» Peltry*-
AUSGEGEBEN AH
6. SEPTEMBER 1935
6. SEPTEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVS 618320 KLASSE 21c GRUPPE 46 so
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Regeleinrichtung
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1931 ab
Es sind selbsttätige Regeleinrichtungen, insbesondere für die Temperatur von öfen,
bekanntgeworden mit einer durch ein elektrisches Meßgerät intermittierend gesteuerten
Antriebsvorrichtung, durch welche z. B. ein Regelwiderstand für die Heizung eines elektrischen
Ofens verändert wird. Bei dieser bekannten Einrichtung hat man auch bereits einen elektrischen Regelwiderstand zur Veränderung
der Instrumentenkonstante des elektrischen Meßgerätes vorgesehen, der absatz-
\veise verstellt wurde. Es handelt sich hier jedoch um einen nach der potentiometrischen
Meßmethode arbeitenden Regler, bei dem die
Änderung der Instrumentenkonstante nötig ist, um den Regler ausschließlich bei der Solltemperatur
zur Ruhe zu bringen. Einen Einfluß auf die Regelvorgänge selbst hat sie
nicht.
Weiter sind selbsttätige Regeleinrichtungen mit einer durch ein elektrisches Meßgerät gesteuerten
Antriebsvorrichtung bekanntgeworden, bei denen von der Antriebsvorrichtung
aus ein zur Veränderung der Instrumenten-
konstante dienender elektrischer Widerstand verstellt wurde. Zu diesem Zweck war eine
starre Verbindung zwischen der Antriebsvorrichtung und dem Regehviderstand vorgesehen.
Die erste der bekannten Einrichtungen weist den Mangel auf, daß ständig Pendelungen
von verhältnismäßig großer Amplitude um den gewünschten Regelwert, z. B. die konstant
zu haltende Temperatur, erfolgen, so daß sich die Teile des Reglers naturgemäß stark abnutzen, weil sie nur in seltenen
Fällen zur Ruhe kommen. Die zweite Einrichtung ist wohl in der Lage, diese Pendelungen
zu vermindern, da durch die Verstellung des Steuerorganes gleichzeitig die Instrumentenkonstante verändert wird, so daß
der Regler zur Ruhe kommt. Sie ist aber praktisch nicht mit Erfolg durchführbar, weil
der Regler dadurch auf einer neuen Temperatur dauernd zur Ruhe kommt, die aber nicht der Solltemperatur entspricht, weil die
Instrumentenkonstante ja dauernd verändert ist. Dies ergibt dann eine wohl pendelfreie,
aber nicht auf der Solltemperatur verlaufende Regelung.
Um diese Übelstände zu vermeiden, überträgt die Erfindung ein bisher nur bei rein
mechanischen und kontinuierlich arbeitenden Reglern, insbesondere für Druck, bekanntes
Merkmal, nämlich eine elastische Rückführung auf die an erster Stelle erwähnten bekannten
elektrischen Regler in besonderer Weise. Demgemäß wird bei einer selbsttätigen
Regeleinrichtung mit einer durch ein elektrisches Meßgerät intermittierend ge- ßo
steuerten Antriebsvorrichtung und einem von der Antriebsvorrichtung zur Veränderung der
") Von dem Patenuuclier sind als die Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Max-Ulrich Buchung in Berlin-Kladow
und Dipl.-Ing. Conrad Himmler in Berlin-Sietnensstadi.
Instrumentenkonstante verstellbaren Widerstand im Sinne der Erfindung zwischen
Antriebsvorrichtung und Widerstand eine elastisch ausgebildete Rückführung derart
angeordnet, daß sie die durch die Antriebsvorrichtung veränderte Instrumentenkonstante
immer wieder selbsttätig auf die Normalkonstante zurückführt. Zweckmäßig wird der
von der elastischen Rückführung verstellte ίο Regel widerstand als Ringrohnviderstand ausgebildet
und parallel zum beweglichen System des elektrischen Meßgerätes geschaltet. Durch seine Verstellung durch die Antriebsvorrichtung
wird dabei entweder der NuIlpunkt oder die Empfindlichkeit des elektrischen
Meßgerätes geändert.
Die praktische Erprobung der neuen Einrichtung hat ergeben, daß durch sie die Neigung
zu Pendelungen gegenüber den bekannten Einrichtungen dieser Art außerordentlich weitgehend herabgedrückt wird, derart, daß
nur zeitweilig aperiodische Schwankungen kleiner Amplitude und großer Wellenlänge
eintreten. Infolgedessen wird durch die. neue Einrichtung einerseits die in jedem Augenblick
vorhandene Genauigkeit der Regelung gegenüber den bekannten Einrichtungen erhöht
und außerdem der Vorteil erreicht, daß die Teile des Reglers während verhältnismäßig
langer Zeiten in Ruhe sind, falls keine Änderung der Regelgröße, z. B. der konstant
zu haltenden Temperatur, eintritt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch auf der Zeichnung mit Fig. 1
dargestellt.
In Fig. ι stellt 1 einen Ofen dar, dem durch
das Rohr 2 mit eingebautem Regelventil 3 Brennstoff, z. B. Gas, zugeführt wird. Die
Temperatur des Ofens 1 wird mit Hilfe eines in diesen eingebauten Thermoelementes 4 von
dem Zeiger 5 eines Regelinstrumentes 6 angezeigt. Die gewünschte Regeltemperatur
wird durch Verschiebung des Minimum- und Maximumkontaktes 7 bzw. 8 am Regelinstrument
6 derart eingestellt, daß der dieser Temperatur entsprechende Teilstrich in gleiche,
geringe Abstände von den Kontakten zu stellen kommt. Der Fallbügel 9 des Regelinstrumentes
wird von einer Hilfskraft periodisch niedergedrückt.
Befindet sich der Zeiger beim Abwärtsgehen des Fallbügels über einem der Kontakte
7 bzw. 8, so wird dieser geschlossen. Die Feldwicklung des am Netz 11 liegenden
Ventilmotors 10 ist mit dem Regelinstrument derart verbunden, daß der Motor .bei geschlossenem
Kontakt 7 das Brennstoffventil 3 öffnet und bei geschlossenem Kontakt 8 schließt. Die Welle 14 des Ventilmotors 10
steht außerdem über ein geeignetes Zwischengetriebe, z. B. über einen Kettentrieb 13, mit
einer elastischen Rückführungsvorrichtung 14' in Verbindung, deren Zylinder 15 von
dem Ventilmotor 10 über den Kettentrieb 13 mit Hilfe der Spindel 17 entgegen der Kraft
der Federanordnung 18 in axialer Richtung verschiebbar ist. Im Teil 19 des Zylinders
15, der mit Öl gefüllt ist, befindet sich ein Kolben 20, dessen Stange 21 mit der Federanordnung
18 verbunden und am einen Ende 22 als Zahnstange ausgebildet ist. Die Zahn
stange. 22 greift in ein Ritzel 25, auf dessen Achse 23 ein Ringrohrwiderstand 24 befestigt
ist. Die Enden des Ringrohrwiderstandes 24 sind mit den Enden der Systemspule 26 des Regel Instrumentes 6 verbunden, zu
denen auch die Leitungen des Thermoelementes 4 führen.
Mit Fig. 2 wird die Schaltung des Regelinstrumentes 6 unter Fortlassung der mechanischen
Teile der Einrichtung dargestellt. Die Einzelteile tragen dieselben Bezugszeichen
wie die der Fig. I.
Fig. 3 zeigt eine analoge Schaltung der Regeleinrichtung, wenn statt des Thermoelementes
ein Widerstandsthermometer und statt des Drehspulinstrumentes als Regelinstrument
ein Kreuzspuleninstrument zur Anwendung kommt. In dieser Figur bedeutet 2j das System des Kreuzspuleninstrumentes,
28 das Widerstandsthermometer, 30 die Stromquelle und 29 den von der elastischen
Rückführungsvorrichtung zu verändernden Ringrohrwiderstand.
Die Wirkungsweise der Regeleinrichtung ist folgende:
Steigt die Temperatur des Ofens 1 über den Wert der Regeltemperatur an, so bewegt
sich der Zeiger 5 des Regelinstrumentes aus der Normalstellung und stellt sich über den
Kontakt 8. Bei Niederschlagen des Fallbügels 9 wird infolgedessen das Brennstoffventil
3 vom Ventilmotor 10 geschlossen und gleichzeitig die gesamte Rückführungsvorrichtung 14 nach rechts verschoben. Die
Zahnstange 22 verdreht hierbei das Ringrohr 24, wodurch der zur Spule 26 des Regelinstrumentes
parallel geschaltete Widerstand verringert und somit die Instrumeutenkonstante geändert wird. Der Zeiger 5 des
Instrumentes kehrt durch die Veränderung des Ringrohrwiderstandes 24 in die Normalstellung
zurück, ehe der Fallbügel nochmals heruntergedrückt wird, wodurch das Brennstoffventil
3 unter Umständen noch weiter geschlossen würde. Mit Aufhören der Schließbewegung
des Ventilmotors 10 hört zugleich die Verstellung der Rückführungsvorrichtung
auf. Während sich nun die verminderte Brennstoffzufuhr zum Ofen durch Sinken seiner Temperatur auswirkt, bewegt sich der
Kolben 20 mit seiner Zahnstange 22 in dem
jetzt feststehenden Zylinder 20 durch die vorher gespannte Federanordnung 18 nach links,
wobei das vor ihm befindliche öl durch eine Umlauf leitung 31 hinter ihn gedruckt wird.
Die Geschwindigkeit der Kolbenbewegung kann durch Verstellen des in die Umlaufleitung
31 eingebauten Drosselventils geändert werden. Während dieser Kolbenbewegung
wird der Ringrohrwiderstand in seine frühere Lage zurückgedreht und die ursprüngliche
1 nstrumentenkonstante wieder hergestellt. Dies geschieht in der Zeit, welche auch der Verzögerung
des Steuer- und Meßorgans entspricht. Durch Verstellen des in der Umlaufleitung 31 befindlichen Drosselventils 32 kann
die Rückführzeit des Regelinstrumentes zu seiner normalen Instrumentenkonstanten der
Verzögerungszeit des Meß- und des Steuerorgans gleichgemacht werden.
In Fig. 4 ist der Regelvorgang in verschiedenen Diagrammen dargestellt. Auf den
Abszissen des Koordinatensystems, welche zugleich die Xormallinien bedeuten, ist die
Zeit abgetragen und auf den Ordinaten die Temperaturen bzw. die Bewegungen der Rückführungsvorrichtung.
Kurve ι stellt die Temperatur eines Ofens dar, welche mit einer bekannten
Regeleinrichtung ohne Rückführungsvorrichtung erzielt wird, während Kurve 2
die Temperatur einer mit dieser Vorrichtung versehenen Regeleinrichtung darstellt. Das
Zustandekommen dieser Kurve ist ohne weiteres aus der oben beschriebenen Wirkungsweise
der Regeleinrichtung durch den Einfluß der Rückführung, deren Bewegung
mit Kurve 3 dargestellt ist, ersichtlich. Kurve 4 zeigt noch den Verlauf der Zeigerbewegung
des' Regelinstrumentes. Die neue Einrichtung kann auch zur Regelung von Druck-, Dampfmengen
usw. angewandt werden.
Claims (5)
1. Selbsttätige 'Regeleinrichtung mit einer durch ein elektrisches Meßgerät
intermittierend gesteuerten Antriebsvorrichtung und einem von der Antriebsvorrichtung
zur Veränderung der Instrumentenkonstante \'erstellbaren Widerstand,
gekennzeichnet durch eine zwischen Antriebsvorrichtung und dem Widerstand angeordnete elastisch ausgebildete Rückführung,
welche die durch die Antriebsvorrichtung veränderte Instrumentenkonstante selbsttätig auf die Normalkonstante
zurückführt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verstellbare,
z. B. als Ringrohrwiderstand ausgebildete Widerstand parallel zum beweglichen System des Meßgerätes geschaltet
ist, so daß durch seine Verstellung der Nullpunkt oder die Empfindlichkeit des Meßgerätes von der Antriebsvorrichtung
geändert wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung
des Ringrohrwiderstandes ein von der Antriebsvorrichtung verschiebbarer ölzylinder
dient.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem ölzylinder
ein Kolben mit einer Zahnstange angeordnet ist, der nach erfolgter Verdrehung des Ringrohres dieses wieder
zurückdreht.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am ölzylinder
eine Umlaufleitung mit einem Drosselventil vorgesehen ist, durch welches die Geschwindigkeit der Zurückdrehung des
Ringrohrwiderstandes regelbar ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99666D DE618320C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Regeleinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99666D DE618320C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Regeleinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE618320C true DE618320C (de) | 1935-09-06 |
Family
ID=7522448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99666D Expired DE618320C (de) | 1931-07-08 | 1931-07-08 | Regeleinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE618320C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741869C (de) * | 1936-11-26 | 1944-01-18 | Askania Werke Ag | Mittelbar wirkender Regler |
| DE750409C (de) * | 1943-02-03 | 1945-01-13 | Elektrisch-pneumatischer Regler |
-
1931
- 1931-07-08 DE DES99666D patent/DE618320C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741869C (de) * | 1936-11-26 | 1944-01-18 | Askania Werke Ag | Mittelbar wirkender Regler |
| DE750409C (de) * | 1943-02-03 | 1945-01-13 | Elektrisch-pneumatischer Regler |
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