DE812969C - Verfahren und Vorrichtung zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit

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DE812969C
DE812969C DEP32466A DEP0032466A DE812969C DE 812969 C DE812969 C DE 812969C DE P32466 A DEP32466 A DE P32466A DE P0032466 A DEP0032466 A DE P0032466A DE 812969 C DE812969 C DE 812969C
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Germany
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tube
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Karl Hermann Proett
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AUGUST PROETT K
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AUGUST PROETT K
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/56Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content
    • G01N25/62Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content by psychrometric means, e.g. wet-and-dry bulb thermometers
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/42Switches operated by change of humidity

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit Die Erfindung l) ezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen mittels zweier Temperaturfühler, von denen einer unter der Wirkung einer Verdunstung gehalten wird.
  • Die Messung der relativen Luftfeuchtigkeit erfolgt meist durch Ahlesung der Temperaturdifferenz zweier Thermometer, von denen das eine mit einem Verdunstungsstrumpf versehen ist. Auf Grund der Temperaturdifferenz kann aus einer Tal>elle der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit entnommen werden. Zur selbsttätigen l ; Regelung ist die Anordnung nicht benutzbar.
  • Bekannt sind ferner Einrichtungen, bei denen zwei Thermoelemente oder elektrische Widerstände, von denen einer unter der Wirkung einer Verdunstung steht, gemeinsam auf einem Differentialgalvanometer arbeiten, das die relative Feuchtigkeit anzeigt. Die bei diesen Einrichtungen entstehenden Meßkräfte sind so klein und die für eine Durchbildung als selbsttätige Regelvorrichtungen erforderlichen Nebeneinrichtungen so verwickelt und kostspielig, daß sie praktisch für die selbsttätige Regelung nicht in Frage kommen.
  • Für die selbsttätige Regelung der relativen Feuchtigkeit hat praktisch daher bisher nur das an sich einfach aufgebaute Haarhygrometer Bedeutung, bei welchem Temperatur und Feuchtigkeit gleichzeitig auf die Längenänderung des Haares einwirken, jedoch entspricht die Einwirkung nur näherungsweise der jeweiligen relativen Feuchtig- keit, so daß die erzielte Regelung ungenau bleiben muß.
  • Zur Vermeidung der genannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen und zur Schaffung einer mit einfachen Mitteln zu bewirkenden Regelung jedes gewünschten Genauigkeitsgrades werden bei dem Verfahren zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit mittels zweier Temperaturfühler, von denen einer unter der Wirkung einer Verdunstung gehalten wird, gemäß der Erfindung die beiden Temperaturen in verschiedener Ausdehnung zweier eingeschlossener Luft- oder Gasmengen und deren Ausdehnungsdrucke in der gemeinsamen, aber gegenläufigen Verstellung eines Regelgliedes zur Wirkung gebracht. Der Gesamtdruck der eipgeschlossenen Luft- oder Gasmengen wirkt mit großer Querschnittsuntersetzung und ents1>rechend vergrößertem Ausschlag auf das Regelgl ied ein. Die zur Durchführung dieses Verfahrens verwendet Vorrichtung besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Anzeige oder Regelung der relativen Feuchtigkeit durch die Bewegung eines Flüssigkeitsfadens erfolgt, welcher in einem Rohr eingeschlossen ist, dessen Enden mit je einem geschlossenen Luftraum verbunden sind, dessen Querschnitt vielfach größer als der des Rohres ist und wobei der eine Luftraum eine Verdunstungseinrichtung aufweist. Zweckmäßig wird das Rohr gebogen, geschenkelt oder U-förmig mit nach oben gerichteten Schenkeln ausgeführt.
  • Zur Veränderung der Grundstellung des Flüssigkeitsfadens oder eines entsprechenden anderen Regelgliedes ist in dem Raum, zwecks Einstellung einer bestimmten einzuregelnden relativen Luftfeuchtigkeit, vor dem einen Ende des Flüssigkeitsfadens eine Einrichtung vorgesehen, durch welche ein zusätzlicher Druck erzeugt werden kann. Vorzugsweise ist zu diesem Zweck das geschenkelte Rohr um eine mittlere Achse in verschiedene Winkellagen einstellbar oder mit einer in den einen Vorraum eintretenden Stellschraube versehen, um den Flüssigkeitsfaden durch den einseitig erhöhten Druck zu verschieben.
  • Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt in schematischer Darstellung Fig. 1 eine mit schwenkbarem, geschenkeltem Rohr versehene Regelvorrichtung mit Elektrokontakten, Fig. 2 eine ähnliche Vorrichtung mit fester Anordnung des geschenkelten Rohres, Fig. 3 eine Anzeigevorrichtung für relative Feuchtigkeit mit einem ungleicharmigen Schenkelrohr und Fig. 4 eine vollständige Regelvorrichtung mit einer der Figur 1 entsprechenden Anordnung des Rohres.
  • Uei der Ausführungsform nach Fig. list das geschenkelte Rohr 1 mit den beiden Schenkeln 2, 3 drehbar um eine Achse 4 gelagert. An seinen Enden sind mittels beweglicher Leitungen 5, 6 feststehend angeordnete Luftbehälter 7, 8, zweckmäßig aus Metall, angeschlossen, von denen der Behälter 7 mit einem Verdunstungsstrumpf g versehen ist, dessen Ende in ein Gefäß 1 1 mit geeigneter Verdunstungsflüssigkeit 12 taucht. Der Querschnitt jedes der beiden Gefäße 7, 8 ist um ein Vielfaches größer als der Querschnitt des Rohres 1. Der mittlere Teil des Rohres I ist mit einer stromleitenden Flüssigkeit, insbesondere Quecksilber I3, ausgefüllt, und dicht vor den Flüssigkeitskuppen sind Elektrokontakte 14, I5 eingeschmolzen. In der Mitte trägt das Rohr einen eingeschmolzenen Kontakt I6. Um die Länge des Flüssigkeitsfadens I3 genau dem Abstand der beiden Elektrokontakte 14, I5 anpassen zu können, tritt in einen kleinen Vorratsraum I7 in der Mitte des Rohres eine Stellschraube I8 ein, durch deren Drehung die Länge des Flüssigkeitsfadens vergrößert oder verkleinert werden kann. Ein das Rohr haltender Bügel 19 ist mit einem auf eine Skala 2I für die relative Feuchtigkeit einspielenden Zeiger 22 versehen.
  • In der in Fig. I dargestellten Grundstellung, in welcher die beiden Schenkel 2, 3 mit gleicher Neigung nach oben zeigen, spielt der Zeiger auf die relative Feuchtigkeit IOOO/n ein, bei welcher eine verschiedene Temperatureinwirkung auf die beiden Luft- oder Gasbehälter 7, 8 nicht stattfindet.
  • Um das Rohr auf eine andere Luftfeuchtigkeit einzustellen, wird eine Stellschraube 23 entsprechend gedreht.
  • Infolge der Verdunstungseinrichtung g werden die in den Behältern 7, 8 eingeschlossenen Luft-oder Gasmengen verschieden er ; ärmt. Der Ausdehnungsdruck pflanzt sich durch die Verbindungsleitungen 5, 6 auf das Rohr 1 fort und äußert sich infolge der vielfachen Querschnittsuntersetzung durch eine sehr starke Differentialwirkung auf den in dem Rohr eingeschlossenen Flüssigkeitsfaden, der sich entsprechend bewegt, bis gleiche Drucke in den beiden Vorräumen entstanden sind. Ist außen an dem Rohr 1 eine Skala angebracht, so kann damit unmittelbar an einer der beiden Flüssigkeitskuppen die relative Feuchtigkeit abgelesen werden. Das Rohr selbst kann dabei gestreckt und waagerecht angeordnet sein. Kommt die eine Flüssigkeitskuppe mit dem Kontakt 14 in Berührung, so wird über die Kontakte 14, 16 ein Stromkreis geschlossen, durch welchen die die Luftfeuchtigkeit beeinflussenden Vorrichtungen so in Gang gesetzt werden, daß die Luftfeuchtigkeit sich rücklaufend verändert und der Kontakt 14 wieder frei wird.
  • Kommt die andere Fiüssigkeitskuppe darauf mit dem Kontakt 15 in Berührung, so werden durch den durch die Kontakte 16, 15 geschlossenen Stromkreis die die Luftfeuchtigkeit beeinflussenden Apparate in entgegengesetztem Sinn in Tätigkeit gesetzt, und dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis der Flüssigkeitsfaden innerhalb der beiden Kontakte 14, 15 und außer Berührung mit diesen ist.
  • Die Luftfeuchtigkeit des Raumes ist dann auf denjenigen Wert einreguliert, welcher der Lage des Flüssigkeitsfadens gegenüber den Kontakten 14, 15 entspricht, die sich bei gleichem Druck in den beiden Bchältern 7, 8 (relative Feuchtigkeit 100%) einstellt.
  • Um diese Einstellage verändern zu können, wird der Druck iii dem einen Vorraum vor dem Flüssigkeitsfaden zusätzlich crhöht. Dies geschieht bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 dadurch, daß das Schenkelrohr um die Achse 4 drehbar ist und in verschiedene Winkellagen eingestelt werden kann.
  • Die beiden Flüssigkeitskuppen erhalten dabei einen zunehmenden cii # löhenabstand. und die Flüssigkeitshöhe dieses Höhenabstandes wirkt sich als verstärkter Druck auf dasjenige Ende des Rohres 1 aus, das mehr nach unten steht. Dadurch wird der Flüssigkeitsfaden gegenüber den Kontakten 14, 15 verschoben. so daß die oben beschriebene selbsttätige Regehung mit Hilfe der Kontakte 14, 15 in Gang gcscizt w i (l. lti s der Raum diejenige Luftfeuchtigkeit t aufweist, auf welche der Zeiger 22 an der Skala 21 eingestellt ist.
  • Durch entsprechende Querschnittsuntersetzung zwischen den Luft- und Casräumen 7, 8 und dem Rohr 1 kann jede belicbige Genauigkeit der Regelung erreicht wertlen. Versuche haben gezeigt, daß die Vorrichtung schon beim Annähern der Handwärme in Tätigkeit gesetzt wird.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Rohr 1 nicht drehbar. sondern fest in Laschen 24 gelagert. so daß die Verbindungsleitungen 5, 6 nicht beweglich oder biegsam zu sein brauchen. Die zur Erzeugung eines zusätzlichen Druckes in einem Vorraum tIes Flüssigkeitsfadens zur Einstellung der einzuregelnden relativen Feuchtigkeit erforderliche Vorrichtung bestcht in ciner Stellschraube 25, welche in einen Nebenraum 26 an einem Rohrende eintritt. Durch Verdrechung der Stellsehratilte 25, die mit Skalenablesung verschen ist, kann cler einseitige Druck auf den Flüssigkeitsfaden verändert und dadurch die gewtinschte einzuregelnde relative Feuchtigkeit eingestellt werden. Um die Länge des Flüssigkeitsfadens auch tortz seiner Eigenausdchnung bei veränderlicher Temperatur gleich zu halten. kann ein Kompensationsmittel, z. B. in Form eines Bintetallstreifens, vorgeschen sein, der auf die. Schraube 18 e so einwirkt, daß die dtirch eine Temperaturveränderung erfolgende Ausdehnung des Flüssigkeitsfadens wieder aufgchoben wi rd.
  • An den beiden Enden des Schenkels 2, 3 oder an den Anschlußleitungen 5. 6 sind Ventilhähne 10 angebracht, durch welche die Vorräume vor den Quccksilberkuppen vorübergehend mit der Außenluft verbunden werden können, um feinere Druckausgleiche zwischen den beiden Vorräumen zu ermöglichen. die durch die örtlichen Verhältnisse hervorgerufenen Nebencinflüsse, zu denen insbesondere auch der Einfluß auf die Zuleitungen 5, 6 gchört. können nämlich verursachen, daß die Einstellskala des Regelinstrumentes nicht genau für vorkommende örtliche Verhältnisse paßt. Aus diesem Grunde kann, wie dies bei den bekannten Regelvorrichtungen im allgemeinen üblich ist, so verfahren werden, daß ein genaues Ablese- oder Kontrollinstrument in dem zu behandelnden Raum aufgestellt wird, nach dessen Angaben die Einstellung des Reglers nachreguliert wird. Diese Nachregulierung geschieht nun durch die genannten Ventilhähne 10, sie kann natürlich auch durch die Stellschrauben 23, 25, abweichend von deren Skalenanzeige, herbeigeführt werden.
  • Die Ausführungsform nach Fig. 3 stellt eine Besonders empfindliche und gedrängte Anzeigevorrichtung für die relative Feuchtigkeit dar. Zu diescm Zweck wird das Schenkelrohr ungleicharmig ausgebildet mit einem senkrecht stehenden Teil 27 mit großem Querschnitt und einem schwach geneigt liegenden Teil 28 mit sehr geringem Querschnitt. Infolge der sehr geringen Neigung des Äfeßteiles 28 entstehen bei geringfügigen Druckunterschieden sehr erhebliche Bewegungen der fl2ssigkeitskuppe 29, die an einer Skala 31 von großer Länge als relative Feuchtigkeit abgelesen werden können. Auch diese Anzeigevorrichtung kann zur selbsttätigen Regelung der Luftfeuchtigkeit ausgebildet werden, wenn die jeweilige Stellung des Flüssigkeitsfadens durch entsprechende physikalische Mittel abgenommen wird. Diese Abnahme kann z.B. durch eine Reihe von Kontakten erfolgen, welche den Teilstrichen der Skala entsprechen oder auf fotoelektrischem Wege oder auf induktivem Wege, wenn der Rohrteil mit einer Induktionsppule umgeben wird. Durch Verschiebung dieser Abnhmemittel gegenüber dem Rohrteil 28 liz'v. Wirksammachen der betreffenden Kontakte kann jede belicbige einzuregulierende relative Luftfeuchtigkeit eingestellt werden.
  • In Fig. 4 ist die in Fig. I gezeichnete Anordnung in Verbindung mit den Verstellmitteln für die die Luftfcuchtigkeit beeinflussenden Einrichtungen gezeigt. Das Schenkelrohr I, 2, 3 wird in Armen 19 gehaltcii und ist um die Achse 4 schwenkbar. Seine jeweilige Einstellage erhält es nicht durch eine Stellschraube 23 oder Skala 21 (Fig. 10, sondern dadurch, daß sich ein an den Haltearmen 19 in bestimmter Lage einstellbarer Bogen 32 mit seinem Ende an eine Schrägfläche anlegt. Diese Schrägfläche sitzt einstellbar mittels einer Stellschraube 34 an einem Schlitten 35, welcher durch eine Schraubenspindel 36 hin und her bewegt werden kann. Die Schraubenspindel wird durch einen Motor 37 über eine Zahnradübersetzung 38, 39 angetrieben. An dem Schlitten sind einstellbare Ansätze 41, 42 vorgesehen, zwischen welche ein Arm 43 eines um eine Achse 44 schwenkbaren Quecksilberumschalters 45 greift. Mittels der Kontakte 46, 47, 48 kann durch diesen Umschalter der Motor 37 auf Vor- oder Rücklauf geschaltet werden.
  • Steht der Umschalter in seiner Mittellage bzw. der Arm 43 in seiner Senkrechtlage, so ist der Motor 37 ausgeschaltet. Die Kontakte 14, 15 sind je an eine Magnetspule 49, 51 angeschlossen, welche mit dem einen P<tl 52 einer Steuerleitung verbunden sind, während der andere Pol 53 über eine Leitung 54 mit dem Mittelkontakt 16 des Schenkelrohres verbunden ist. Die beiden Elektromagnete arbeiten mit dem um die Achse 44 schwenkbaren Anker 54 zusammen.
  • Befindet sich der Umschalter 43, 45 in der dargestellten Schwenklage, so war der Quecksilberfaden über den Kontakt 14 getreten, und zwar infolge eines Unterdruckes in dem Rohrschenkel 2, welcher seinerseits durch eine zu starke Verdunstung oder durch eine gegenüber der Lage des Schenkelrohres zu geringe Feuchtigkeit der Luft hervorgerufen war, und hatte durch den Magnet 4'9 den Anker 54 angezogen. Durch die Kontakte 47, 48 wurde dabei der Motor 37 auf Rücklauf geschaltet, so daß die Schraubenspindel 36, welche auf die die Luftfeuchtigkeit beeinflussenden Apparate in nicht dargestellter Weise einwirkt, im Sinne des Pfeiles 55 gedreht wurde, um die Luftfeuchtigkeit des Raumes zu erhöhen, wobei der Schlitten 35 im Sinne des Pfeiles 56 nach rechts geführt wird.
  • Dabei wird durch die Schrägfläche 33 im Zusammenwirken mit dem Bogen 32 das Schenkelrohr I zurückgeschwenkt, so daß die Quecksilberkuppe den Kontakt I4 verläßt und der Umschalter 43, 45 in seine mittlere Ausschaltlage von selbst zurückfällt. Der Motor wird stillgesetzt und die Schraubenspindel 36 nebst Schlitten 35 ebenfalls, so daß die die Luftfeuchtigkeit beeinflussenden Vorrichtungen in ihrer Arbeitslage verbleiben und die Feuchtigkeit der Luft in dem einzuregelnden Raum ständig größer wird. Dies hat eine Verringerung der Verdunstung an dem Verdunstungsstrumpf g und demzufolge eine Temperatursteigerung und Druckerhöhung in dem Raum 7 zur Folge, so daß der Quecksilberfaden nach rechts bewegt wird und auf den Kontakt 15 trifft. Hierdurch wird der Stromkreis des Magnets 51 hergestellt, der den Anker 54 anzieht und den Motorstromkreis auf Vorlauf mittels der Kontakte 46, 47 herstellt. Die Schraubenspindel wird nun entgegen der Pfeilrichtung 55 gedreht, und der Schlitten wandert entgegen dem Pfeile 56 nach links. Es folgt dann eine Freigabe des Kontaktes 15 durch den Quecksilberfaden, ein Zurückfallen des Schalters 43, 45 in die Ausschaltlage, und darauf wiederholt sich das beschriebene Spiel in Form einer Hinundherschwingung des Schlittens 35 so lange, bis sich die relative Luftfeuchtigkeit des Raumes auf die im Apparat eingestellte Luftfeuchtigkeit einregul iert hat.
  • Die einstellbaren Ansätze 4I, 42 haben im Zusammenwirken mit dem Arm 43 den Zweck, ein Überlaufen des Schlittens 35 über die Endlage hinaus zu verhindern und die Umschaltung des Schalters 43, 45 auf jeden Fall zu sichern. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß sich besondere Endauslöseschalter erübrigen und die etwa notwendige Endauslösung durch den Schalter43, 45 mit iibernommen wird.
  • Die Einstellung der einzuregulierenden relativen Luftfeuchtigkeit erfolgt, wie schon erwähnt, durch entsprechende Verstellung des Bogens 32 an den Haltern 19 mittels einer geeigneten, an dem Bogen angebrachten Skala. Die Schrägfläche 33 bildet eine Rückführung der Regelung, durch die die Genauigkeit der Regelung und das Ausmaß der Schwingung eingestellt werden kann.
  • Die Vorteile der beschriebenen Erfindung gegenüber den bekannten Regel- und Anzeigevorrichtungen für relative Luftfeuchtigkeit bestehen darin, daß bei größter Einfachheit und übersichtlichem Aufbau eine bisher nicht erreichte Betriebssicherheit erzielt wird. Der Einfluß der Außenluft auf den Meßvorgang wird mit Ausnahme der Temperatureinwirkung vollständig ferngehalten. Weder die Anderung des Luftdruckes noch die Änderung der sonstigen physikalischen oder chemischen Eigenschaften der Luft, wie z. B. die Anwesenheit ätzender Dämpfe und dgl., spielen eine Rolle. Die Regelung vollzieht sich nach den Gesetzen über die Zustandsänderung von Gasen und ist nur einem Mindestmaß an unkontrollierbaren Nebeneinflüssen unterworfen, so daß eine weitgehende unveränderliche Regelung gewährleistet ist. Außerdem benötigt der eigentliche Meßvorgang, nämlich die Bewegung des Flüssigkeitsfadens, keine besondere Kraftquelle, ist also unabhängig von der Stromzufuhr.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Messung oder Regelung der relativen Luftfeuchtigkeit mittels zweier Temperaturfühler, von denen der eine unter der Wirkung einer Verdunstung gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Temperaturen in verschiedener Ausdehnung zweier eingeschlossener Gasmengen und deren einander entgegenwirkende Ausdehnungsdrucke in der Verstellung eines Regelgliedes (I3) zur Wirkung gebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtdruck jeder der eingeschlossenen Gasmengen mit großer Querschnittsuntersetzung und entsprechend vergrößertem Ausschlage auf das Regelglied zur Einwirkung gebracht wird.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige oder Regelung durch die Bewegung eines Flüssigkeitsfadens (13) erfolgt, welcher in einem Rohr (i) eingeschlossen ist, dessen Enden mit je einem geschlossenen Gasraum versehen sind, dessen Querschnitt vielfach größer als der des Rohres ist, und daß der eine Gasraum eine Verdunstungseinrichtung aufweist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Veränderung der Grundstellung des Flüssigkeitsfadens (I3) eine Einrichtung vorgesehen ist, durch welche in dem Vorraum vor dem einen Ende des Flüssigkeitsfadens (13) ein zusätzlicher Druck erzeugbar ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Veränderung der Grundstellung des Flüssigkeitsfadens die Einrichtung zum Anzeigen (Skala 31) oder zur physikalischen Abnahme der Stellung des Fadens gegenüber dem Rohr (28) verstellbar ist.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 l)is j, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (I) gebogen, geschenkelt oder U-förmig mit nach oben gerichteten Schenkeln (2, 3) ausgeführt ist.
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 his 6, dadurch gekennzeichnet, daß das mit festen Kontakten (I4, 15) versehene Rohr um eine mittlere Achse (4) in verschiedene Winkellagen einstellbar oder mit einer in den einen Vorraum eintretenden Stellschraube (25) versehen ist, um den Flüssigkeitsfaden durch einseitig erhöhten Druck zu verschieben.
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet durch eine Regulierungsvorrichtung für die Länge des Flüssigkeitsfadens (13), z. B. in Gestalt einer Stellschraube (i8), die in einen mit dem Flüssigkeitsfaden verbundenen Vorratsraum (r 7) eintritt.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 Itis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Kitte drehbar gelagertes Schenkelrohr einen zwischen zwei Anschlußkontakten (14, I5) liegenden Quecksilherfaden und einen mit letzterem ständig in Verbindung stehenden Mittelkontakt (16) aufweist, durch eine Stellschraube e auf die einzuregulierende relative Feuchtigkeit mittels eines Zeigers (22) und einer Skala (2I) einstellbar, und durch je eine bewegliche Rohrleitung (5, 6) mit einem außen trockenen geschlossenen Gasraum (8) bzw. einem außen feucht gehaltenen Gasraum (7) verbunden ist.
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schenkelrohr (i), welches zwischen zwei Kontakten (14, 15) einen mit einem Mittelkontakt ständig in Berührung stehenden Quecksilberfaden (I3) aufweist, fest gelagert ist und an dem einen Ende mit einer in seinen Innenraum eintretenden Stellschraube (25) zur Einstellung der einzuregelnden relativen Feuchtigkeit versehen ist.
    II. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß der eine Rohrschenkel zu einem Vorratsraum (27) mit größerem Querschnitt erweitert ist, während der andere Schenkel mit geringem lichtem Querschnitt mit geringer Neigung gegenüber der Waagerechten liegt und mit einer Längenskala für die relative Feuchtigkeit oder einer entsprechenden Vorrichtung zur physikalischen Abnahme der Lage des Quecksilberfadens versehen ist.
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis II, dadurch gekennzeichnet, daß der Vor-oder Rücklauf eines das Verstellglied (36) für die Betätigung der Luftfeuchtigkeit regelnden Vorrichtungen in Gang setzenden Motors durch einen Umschalter (43, 45) geschaltet wird, der aus seiner Ausschaltmittellage in die Vorlauf- oder Rücklauflage durch mit den Kontakten (I4, I5) des Quecksilberfadens des Schenkelrohres verbundenen Magneten (49, 5I) verstellt wird.
    13. Vorrichtung nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellglied (36) mit einer Rückführung (33) versehen ist, z. B. in Gestalt einer mit dem Verstellglied bewegten Schrägfläche, die mit dem Einstellmittel (32) für die relative Feuchtigkeit zusammenarbeitet.
    14. Vorrichtung nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter (43, 45) mittels eines Armes (43) zwischen einstellbare Ansätze (4I, 42) des Verstellgliedes (36) greift, wodurch eine Umschaltung des Schalters (4I, 42) bei Überlaufen der Endstellungen gesichert wird, ohne daß die Anordnung besondere Endausschalter benötigt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4114867A1 (de) * 1991-05-07 1992-11-12 Eisenmann Kg Maschbau Verfahren zur klimaregelung der zuluft fuer wasserlack-spritzkabinen

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