DE617144C - Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze - Google Patents
Schutzschaltung fuer vermaschte NiederspannungsverteilungsnetzeInfo
- Publication number
- DE617144C DE617144C DES101358D DES0101358D DE617144C DE 617144 C DE617144 C DE 617144C DE S101358 D DES101358 D DE S101358D DE S0101358 D DES0101358 D DE S0101358D DE 617144 C DE617144 C DE 617144C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- relay
- switch
- mesh network
- mesh
- protection circuit
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 6
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 10
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/26—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
- H02H7/28—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured for meshed systems
Landscapes
- Relay Circuits (AREA)
Description
In die Speiseleitungen von Maschennetzen legt man zwischen Maschennetz und Transformator
Richtungsrelais, die ihnen zugeordnete Maschennetzschalter bei einem Rückstrom von Energie aus dem Maschennetz nach
der Speiseleitung· zur Auslösung bringen. Die üblichen Maschennetzrelais sind so empfindlich
eingestellt, daß sie bereits dann, wenn der Magnetisierungsstrom des Tnansformators vom
Netz geliefert wird, ansprechen.
Infolge Belastungsschwankungen im Maschennetz kann nun ein Rückfluß der Energie
unter bestimmten Betriebsbedingungen eintreten, der ein Ein- und Ausschalten der
Maschennetzschalter zur Folge hat. So stellen beispielsweise Aufzugsmotoren eine stark
schwankende Netzbelastung dar.
Um die Sicherheit der Energieversorgung des Netzes zu erhöhen, ist man ferner zur
Kupplung verschiedener Kraftwerke über den Verbraucher übergegangen; man hat getrennte
Kraftwerkssammelschienen nur über Speiseleitungen und Maschennetze auf der Niederspannungsseite
im Synchronismus gehalten.
Der Erfolg dieser Schaltung ist eine erhebliche Verringerung der Kurzschlußströme.
Haben die verschiedenen Speiseleitungen nun aber verschiedene Spannungen, so gleichen
sich diese über die Speiseleitungen aus; es fließen in den Speiseleitungen Ausgleichsströme. Der Wert der Ausgleichsströme
reicht oft aus," um die äußerst empfindlichen Rückwattrelais zum Arbeiten zu bringen. Das
Ergebnis ist ebenfalls ein wiederholtes Ein- und Ausschalten der Maschennetzschalter.
Erfindungsgemäß erfolgt die Auslösung der
Maschennetzschalter über die Richtungsrelais im Zusammenwirken mit Überstromrelais, und
zwar derart, * daß die Richtungsrelais bei normaler Energierichtung die Überstromrelais
vom Leitungsstrbm entlasten und die Überstromrelais erst beim Rückfluß von Leistung
in die Speiseleitungen zur Wirksamkeit bringen. Durch, diese Ausführung der Schaltung
werden Schwierigkeiten vermieden, die dadurch auf treten können, daß die Überstromrelais
bereits bei einem Rückstrom, dessen Wert einen Bruchteil des normalen Laststromes
"beträgt, ansprechen müssen. Es ist nicht erforderlich, diese Überstromrelais so
zu dimensionieren, daß sie auch ein Vielfaches des Leitungsstromes bei normaler Energierichtung
aushalten müssen; in diesem Falle sind die Überstromrelais vielmehr stromentlastet.
Es ist bereits bekannt, Überstromrelais mit Richtungsrelais zusammenwirken zu lassen,
und zwar sah man bei durchgehenden Ringleitungen solche Relais vor; bei der bekannten
Schaltung liegen sämtliche Auslösekontakte der. Überstromrelais und Richtungsrelais, die
den an beiden Enden des Leitungsabschnittes
liegenden Schaltern zugeordnet sind, miteinander in Reihe, so daß eine Entlastung der
Erregerspulen der, Überstromrelais bei normaler Energierichtung nicht auftritt.
In der Figur ist eine Schaltung gemäß der Erfindung dargestellt.
Die Speiseleitungen 111 und 112 sind über
Schalter 121 und 122 an die Transformatoren
141 und 142 herangeführt. Die Sekun-IQ
därwicklungen 16 der Transformatoren sind
über die Maschennetzschalter 171 und 172 an
das Maschennetz 18 angeschlossen. Da die Maschennetzschalter mit ihren Steuerungseinrichtungen im allgemeinen in Unterpflasterstationen,
die schlecht zugänglich sind, eingebaut werden, ist eine selbsttätige Steuerung
der Schalter ebenso notwendig wie die Möglichkeit einer einfachen Überwachung.
Da die Steuereinrichtungen in den verschiedenen Speiseleitungen gleich sind, sind, sie im
A'usführungsbeispiel n'ur für die eine Speiseleitung dargestellt·
Der Maschennetzschalter 171 wird durch ein Richtungsrelais 21 überwacht, das mit
einer Stromwicklung 22, einer Schalterspannungswicklung 23 und einer Spannungswicklung
24 versehen ist. Die Stromspule 22 des Relais 21 ist an den Stromwandler 26
angeschlossen, der zwischen- Transformator und Maschennetzschalter liegt. Die Schalterspannungsspule
23 ist an die 'Klemmen dies
Maschennetzschalters 17, und zwar in Reihe
mit einer als Strombegrenzungswiderstand dienenden Glühlampe 39 gelegt. Die Spannungswicklung
24 wird entsprechend der Spannung im" Maschennötz erregt.
Die von der Stromwicklung 22 und der
Spannungswicklung 24 erregten Flüsse bewirken gemeinsam die Drehung eines Kontaktgliedes
2=7, und zwar bei normalen Betriebsverhältnissen im Sinne einer Schließung
der Kontakte 28.
Der bewegliche Kontakt 27 des Relais 21 ist mit der transformatorseitigen Klemme
des Maschennetzschalters 17 verbunden. Die Feder 31 sucht die Kontakte 27 tmd 28 miteinander in Eingriff zu halten. Über diese
Kontakte ist der Stromkreis der Einschaltspule
32. des Maschennetzschalters geführt. Der Maschennetzschalter wird." durch; ' die
Feder 38 in der Ausschaltlage gehalten.
Wird nun der Transformator 141 durch
Schließen des Schalters 121 im Kraftwerk
an Spannung gelegt und befindet sich der Mascitennetzscnalter 171 in der Äusschaltstellung,
so wird die Einschaltspule 32 über die Kontakte 27 'und 28 erregt und, der Schalter
geschlossen. Der geschlossene Schalter verriegelt sich selbst. Der Ausschaltstromkreis
wird gleichzeitig durch die Kontakte. 37 und 34 vorbereitet. . ■
War beim Einschalten des Schalters 121
das Maschennetz bereits von einer anderen Speiseleitung unter Spannung gesetzt, so wird
der Einschaltvorgang des Maschennetzschalters von der Wirkung des Relais 21 abhängig
gemacht. Der Einschaltstromkreis für den Maschennetzschalter ist in diesem Falle srur
dann hergestellt, wenn die Kontakte 27 und 28 des zugehörigen Maschennetzrelais entspr.echend
den erforderlichen Spannungsbedingungen geschlossen bleiben. Dies ist durch das
Zusammenwirken von Spannungsspule und Schalterspannungsspule dann der Fall, wenn
die Spannung in der Speiseleitung größer ist als die Spannung im Netz.
Die Schließung des Maschennetzschalters bewirkt, nun einen EnergiefLuß vom Transformator
14 nach dem Maschennetz 18 und damit
eine Erregung des Stromwandlers 24. Die Stromwicklung 22 des Relais 21 wird dadurch
ebenfalls entsprechend erregt. Gemeinsam mit der Spannungswicklung 24 wirkt nun die
Stromwicklung bei normaler Energierichtung im Sinne einer Schließung der Kontakte 27
und 28.
Tritt ein Energiefluß vom Maschennetz in den Transformator ein, so werden die Kontakte
27 und 28 geöffnet und dafür die Kontakte 27 und 29 geschlossen. go
Das nach der Erfindung vorgesehene Relais 52 dient nun dazu, eine Auslösung des
Maschennetzschalters nur bei einem Strom bestimmter Große zuzulassen. Das Relais 52
ist abhängig von dem Relais 44, dessen Spule 43. in Reihe mit einem strombegrenzenden
Widerstand 42 zwischen Speiseleitung und Erde liegt. Durch " Überbrückung der Kontakte
27 und 29 des Maschennetzrelais wird die: Erregerspule 43 des Spannungsrelais 44
kurzgeschlossen, das Relais fällt ab und schließt'die Kontakte 48. Ist der Schalter 41
geschlossen, sq wird dadurch die Ausschaltspule 33 des Maschennetzschalters an Spannung
gelegt und der Maschennetzschalter geöffnet. Im normalen Betriebe ist jedoch der
Schalter 41 geöffnet, falls nicht etwa mit einer Speiseleitung gearbeitet wird. Beim Abfallen
des Relais 44 wird der Kurzschluß des Überstromrelais 52 aufgehoben, dessen Erreger
spule 51 mit der Stromspule 22 des Richtungsrelais 21 in-Reihe liegt.
Das Relais 52 ist auf einen Rückstrom in
Höhe von etwa 20O/0 des Abschaltnennstromes
des Maschennetzschalters eingestellt. Erreicht der Rückstrom diese Grenze, so schließt das
Rückstromrelais seine Kontakte 53 und veranlaßt dadurch die Auslösung des Maschennetzschalters.
Bei kleineren Rückströmen in der Speiseleitung, die durch Lastschwankungen oder
durch. Spannungsausgleich entstanden, löst
nun der Maschennetzschalter nicht mehr aus. Tritt hingegen in der Speiseleitung oder im
Transformator ein Kurzschluß auf, so fließt ein erheblicher Rückstrom vom Maschennetz
nach dem Transformator zu. Neben dem Richtungsrelais 21 spricht dann das Überstromrelais
52 an, so daß eine Auslösung des Schalters 17 eintritt, und zwar im Avesentlichen
unverzögert.
Das Relais 44 dient zum Schütze des Relais 52 bei Lastströmen, die dessen Auslösewert
um ein Vielfaches überschreiten können.
Claims (3)
- Patentansprüche:ig i. Schutzschaltung, für vermaschte Nie-derspannungsverteilungsnetze mit . durch Rückwattrelais gesteuerten Maschennetzschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsrelais (21) die Auslösung der Maschennetzschalter (171) über Überstromrelais (52) herbeiführen, deren Erregerspulen (51) bei normaler Energierichtung durch den Leitungsstrom nicht belastet werden.
- 2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Spannungsrelais (44), weiche die Erregerspulen (51) der Überstromrelais (52) bei normaler Energierichtung kurzschließen und deren'Erregerspulen (43) bei Wechsel der Energierichtung durch die Rückwattnelais (28) kurzgeschlossen werden.
- 3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch parallel zu den Kontakten (53) der Überstromrelais (52) liegende Hüfsschalter (41).Hierzu r Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101358D DE617144C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES101358D DE617144C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE617144C true DE617144C (de) | 1935-08-13 |
Family
ID=34917049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES101358D Expired DE617144C (de) | 1931-10-11 | 1931-10-11 | Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE617144C (de) |
-
1931
- 1931-10-11 DE DES101358D patent/DE617144C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH653188A5 (de) | Selektive sicherheitsschalteinrichtung zum schutz einer leistungsverteilungsanlage. | |
| EP3293747B1 (de) | Schaltgerät mit einer einrichtung für eine zuverlässige schaltstellungsanzeige bei verschweissten kontakten | |
| DE684638C (de) | UEberstromrelaisanordnung | |
| DE617144C (de) | Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze | |
| EP3652767A1 (de) | Kurzschlussstrombegrenzer und verfahren zum betreiben eines kurzschlussstrombegrenzers | |
| DE646348C (de) | Schutzeinrichtung fuer beliebig viele Parallelleitungen | |
| DE225338C (de) | ||
| DE254796C (de) | ||
| DE1563836C3 (de) | Elektrische Energieverteilungsanlage mit mehreren in Reihe liegenden Schahgeräten | |
| DE566337C (de) | Elektrische Schutzanordnung fuer Wechselstromkreise | |
| DE589378C (de) | Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen | |
| DE673208C (de) | Schutzschaltung fuer vermaschte Niederspannungsverteilungsnetze | |
| DE479113C (de) | Selektiv wirkende Rueckstrom-Schutzvorrichtung fuer Gleichrichteranlagen mit mehreren parallel geschalteten Einheiten | |
| DE426299C (de) | Selbsttaetige Wiedereinschaltvorrichtung fuer selbsttaetige Schalter | |
| DE614824C (de) | Sammelschienenschutzschaltung | |
| DE528597C (de) | Schuetzenschalter mit Halte-Elektromagnet | |
| DE714699C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten von Niederspannungsverteilungsanlagen beimm Auftreten zu hoher Beruehrungsspannungen mit Hilfe einer Fehlerstromspule | |
| DE585952C (de) | Einrichtung zum Schutz elektrischer Leitungsstrecken | |
| DE528595C (de) | Schaltungsanordnung fuer durch Differentialrelais ueberwachte elektrische Anlageteile | |
| DE744004C (de) | Schaltanordnung zur selbsttaetigen Steuerung der Schalter elektrischer Verteilungsanlagen | |
| AT131490B (de) | ||
| DE400411C (de) | Schaltung von Transformatorstationen | |
| DE451597C (de) | Selbsttaetiger, mit Ausloesemagnet versehener Hoechststromschalter | |
| DE854965C (de) | Differentialschutzschaltung | |
| DE324873C (de) | Schaltvorrichtung fuer das durch die wechselnde Belastung selbsttaetig bewirkte Zu- und Abschalten von Transformatoren |