DE61672C - Verfahren zur Herstellung der Staubfäden metallener Blumen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Staubfäden metallener BlumenInfo
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- DE61672C DE61672C DENDAT61672D DE61672DA DE61672C DE 61672 C DE61672 C DE 61672C DE NDAT61672 D DENDAT61672 D DE NDAT61672D DE 61672D A DE61672D A DE 61672DA DE 61672 C DE61672 C DE 61672C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F45/00—Wire-working in the manufacture of other particular articles
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D53/00—Making other particular articles
- B21D53/44—Making other particular articles fancy goods, e.g. jewellery products
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Breeding Of Plants And Reproduction By Means Of Culturing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Fabrikation silberner Kränze, wie z. B. silberner Myrthenkränze, Lorbeerkränze
u. s. w. bietet insbesondere die Herstellung der Blüthen gewisse technische Schwierigkeiten,
welche einerseits die Genauigkeit der Arbeit beeinträchtigen und andererseits die Herstellungskosten
erheblich vertheuern.
Die Blüthen werden bisher in der Weise hergestellt, dafs feingezogener Draht in gleiche
Längen geschnitten und an dem einen Ende jedes Abschnittes ein kleines Kügelchen angeschmolzen
wird. Diese Stäbchen stellen die Staubfäden der Blüthe dar. Eine geeignete
Zahl derselben wird auf einer flachen Holzkohle zu einem Stern zusammengelegt, wie
dies Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht; auf die inneren Enden wird ein Ring b gelegt,
mit welchem sämmtliche Stäbchen α durch Verlöthen verbunden werden. Durch das Loth
wird der Ring b in der Regel vollständig verschlossen. Es wird dann durch die Mitte des
Sternes ein kleines Loch gebohrt und durch Hineindrücken des Sternes in eine entsprechende
Oeffhung ein Umbiegen der Stäbchen herbeigeführt, so dafs dieselben die durch Fig. 2
veranschaulichte Lage einnehmen. Alsdann wird der Stiel c, Fig. 3, in das mittlere Loch
gesteckt. An dem oberen Ende des Stieles c ist ebenfalls ein Kügelchen angeschmolzen. Die
zusammengebogenen Fäden werden bis zu einem geeigneten Abstand von der Spitze des
Stieles geschoben, durch Eindrücken von Lehm in dieser Stellung gehalten und dann der Stiel
angelöthet. Darauf wird ein Kelch d, Fig. 4, auf den Stiel aufgeschoben, ebenfalls angelöthet
und die Stäbchen a — nach Herausspülen des Lehmes — aus einander gebogen, worauf die
BlUthe fertig ist. Diese Herstellungsweise ist äufserst umständlich. Auch entbehrt das Fabrikat
einer besonderen Sauberkeit und Genauigkeit, weil es unmöglich ist, von Hand die
Stäbchen α so zum Stern zusammenzustellen, dafs dieselben zwischen sich durchweg denselben Winkel einschliefsen, und weil die
Kügelchen, welche an den Spitzen der Fäden angeschmolzen werden, fast stets nach der
einen Seite hängen.
Ferner verlieren fast an jedem Stern einzelne Stäbchen ihre ursprüngliche Länge, weil meist
ein mehrmaliges Löthen erforderlich ist, um sämmtliche Stäbchen an dem Ring zu befestigen,
und durch das wiederholte Flüssigwerden des Lothes die Fäden von diesem nach innen gezogen werden; bei erheblichen Verkürzungen
müssen dann die fehlerhaften Stäbchen durch neue ersetzt werden, was wieder sehr zeitraubend ist. Die nach der bisherigen
Methode hergestellten Sterne entbehren auch oft einer hinreichenden Haltbarkeit, was darauf
zurückzuführen ist, dafs wegen der Empfindlichkeit der Stäbchen nur leichtflüssiges Loth
benutzt werden kann. Da die Kränze nun zu ihrer Fertigstellung ein mehrmaliges Glühen
erfahren müssen, so schmilzt das weiche Loth hierbei durch einen zu hohen Hitzegrad leicht
oder wird doch so mürbe, dafs die Stäbchen herausfallen oder nur noch locker zusammenhalten
.
Die Beseitigung dieser Mängel ist der Zweck vorliegender Erfindung, nach welcher sich die
Herstellung dieser Blüthen gleichzeitig auch wesentlich verbilligt und sich auch viel rascher
und sicherer ausführen läfst. Aufserdem vertragen die mit solchen Blüthen versehenen
Kränze auch besser das Glühen.
Die vorliegende Herstellungsweise kennzeichnet sich dadurch, dafs aus einem dünnen Blech
mittelst eines Schnittes mit einer Operation gleich ein fertiger Stern f von der durch
Fig. 5 dargestellten Form ausgeschnitten wird. Der Schnitt ist so eingerichtet, dafs sowohl die
die Staubfäden darstellenden Stäbchen oder Stiele, als auch die kopfartigen Enden derselben
gleichzeitig halbrund bezw. rinnenförmig geprefst werden, und durch die Mitte der die
Stäbchen tragenden Scheibe ein Loch hindurchgedrückt wird. Der Querschnitt der Stäbchen
und deren kopfartige Enden sind unter Fig. 5 in gröfserem Mafsstab dargestellt.
In das Loch der mittleren Scheibe wird der Stiel gesteckt und die Scheibe an diesem festgelöthet.
Alsdann werden die Stäbchen oder Fäden nach oben gebogen, hierauf wird ein Kelch d auf den Stiel c aufgeschoben und
festgelöthet, und dann werden die Stäbchen wieder geeignet aus einander gebogen, so dafs
sie in ihrer Stellung den Staubfäden der natürlichen Blüthe entsprechen.
Das vorliegende Herstellungsverfahren bietet aufser der Billigkeit, grofsen Genauigkeit und
geringen Umständlichkeit auch den Vortheil, dafs sich leicht zwei Sterne zusammenlöthen
und hierdurch — bei versetzter Lage der Stäbchen (Fig. 6) — die Zahl der Staubfäden
verdoppeln läfst, wodurch der natürlichen Beschaffenheit der Myrthe'n- und Lorbeerblüthen
noch viel näher gekommen wird, da dieselben bekanntlich eine sehr grofse Zahl Staubgefäfse
besitzen. Bei der bisherigen Herstellungsweise war dies nicht angängig, da beim Zusammenlöthen
zweier Sterne das den Ring b mit den Stäbchen α verbindende Loth zum Schmelzen
kommt und hierdurch der Halt zwischen dem Ring und den Fäden verloren geht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Blüthen aus Metall, darin bestehend, dafs in ein und demselben Vorgang aus einem Blech ein viel· strahiiger Stern (f) geschnitten und gleichzeitig die schmalen Strahlen halbrund geprefst und ihre scheibenförmig erweiterten Enden in Halbkugelform gebracht, dieser in der Mitte mit einem Loch versehene Stern darauf auf einen Stiel (c) gesteckt, mit diesem verlöthet und die Stäbchen in die Lage der Staubfäden gebogen werden, wobei zwecks noch gröfserer Natürlichkeit zwei mit den Stäbchen versetzte Sterne (Fig. 6) auf demselben Stiel angeordnet werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61672C true DE61672C (de) |
Family
ID=335718
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61672D Expired - Lifetime DE61672C (de) | Verfahren zur Herstellung der Staubfäden metallener Blumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE61672C (de) |
-
0
- DE DENDAT61672D patent/DE61672C/de not_active Expired - Lifetime
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