DE616642C - Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Glaeser mit ungleich langen Kanten - Google Patents
Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Glaeser mit ungleich langen KantenInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
Ind.
16 SIE 1935
AUSGEGEBEN AM
5. AUGUST 1935
5. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 67a GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. November 1931 ab
Es ist allgemein bekannt, z. B. an Glasplatten, insbesondere kleinen Glasplatten, Facetten
zu schleifen dadurch, daß man die Gläser gegen einen Anschlag legt und dann den
den Anschlag tragenden Arm auf eine Schleifwalze legt. Der die Gläser tragende Arm ist
um eine vertikale Welle schwingbar gelagert und wird, sobald die Facette angeschliffen ist,
um diese Welle gekippt, und das Glas wird ausgewechselt. Das Kippen kann entweder
von Hand erfolgen oder selbsttätig unter Einschaltung von Nocken oder ähnlichen bekannten
Hilfsmitteln, derart, daß der Arm nach einer gewissen Zeit zurückgezogen wird, kurze
Zeit in der von der Walze abgeschwenkten Stellung stehenbleibt und dann wieder langsam
auf die Schleif walze zurückgeklappt wird. Bei jeder Rückwärtsbewegung muß
dann das Glas von Hand herausgenommen und um 90 ° gedreht werden, falls es sich um
ein vieleckiges..Glas handelt, um den dem Vieleck entsprechenden Verdrehungswinkel, d. h.
das Glas muß nach dem Schleifen jeder einzelnen Seite von Hand in eine andere Stellung
gebracht werden. Da die Differenz zwischen der Länge und der Breite des Glases meist
sehr verschieden ist, so hat man in der Praxis meistens Arme zur Herstellung der sog.
kurzen Seiten und der langen Seiten, d. h. die Gläser müssen also nach dem" Anschleifen
einer Facette nicht nur um 90 ° gedreht, sondern auch von dem jeweiligen Arm weggenommen
und in einen daneben befindlichen Ann eingesetzt werden.
Es ist auch bekannt, das Glas auf einem Schlitten an das Schleifwerkzeug heranzuführen,
der nach einer gewissen Zeit wieder zurückgezogen wird, dann wird das Glas gedreht
und der Schlitten wieder an das Werkzeug herangeführt. Nachdem das Glas so oft gedreht worden ist, als es Facetten erhalten
soll, wird dann die Maschine durch einen Anschlag selbsttätig ausgeschaltet. Diese Ausführung
hat den Nachteil, daß die Schlittenausführung gegen das eindringende Schleifwasser
schwer zu schützen ist und deshalb einem rascheren Verschleiß unterworfen ist, wodurch leicht ungenaue Facettenbreite erzeugt
wird.
Es ist ferner bekannt z. B. Drehkörper oder auch Rasiermesserklingeu den für sie in Frage
kommenden Schleifmaschinen aus einem Magazin einzeln zuzuführen. Diese Art der Zuführung
kann jedoch für die Herstellung der Facetten an Glasplatten nicht gewählt werden.
Bei den genannten Rasiermesserschleifmaschinen wird wohl auch die unterste Platte
aus dem Magazin geschoben, jedoch nur so weit, bis sie von in die Löcher der Klinge
passenden Mitnehmerstiften erfaßt werden kann.
Bei der Erfindung wird jedoch die unterste der Glasplatten auf den Werkstückträger unmittelbar
aufgeschoben und durch Unterdruck, wie er an und für sich zum Halten von
Glasplatten während des Facettenschleifens verwendet wird, festgehalten. Die Abnahme
des Werkstücks vom Werkstückträger erfolgt
durch Auslösung eines Auswerf ers bei gleichzeitiger Unterbrechung des Unterdrücke.
Der Gegenstand der Erfindung geht von der gegen Abnützung weit sichereren und geschütz teren
Ausführung der schwenkbaren Arme aus Die Erfindung bringt den selbsttätigen Ausgleich,
um sowohl an der langen Seite des Glases als auch an der kurzen Seite mit Sicherheit die gleiche Facettenbreite anschleifen
zu können, sowie die für diese Konstruktion besonders geeignete Drehvorrichtung des
Glases. Bei dem Gegenstand der Erfindung wird die Maschine nach Fertigstellen eines
Glases nicht einfach abgestellt und so lange ungenützt gelassen, bis sie wieder mit einem
neuen Glas versehen ist, sondern arbeitet vielmehr ununterbrochen, da sie das fertige Glas
selbsttätig auswirft und sich aus einem Stapel jeweils ein neues Glas selbsttätig holt und in
Anschlag bringt.
Auf den Zeichnungen ist die Maschine in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und
zwar zeigt die
Fig. ι die Maschine in Arbeitsstellung, Fig. 2 die Maschine in Wechselstellung,
Fig. 3 bis einschl. 12 Einzelheiten in großem Maßstab,
Fig. 13 Ansicht der Gesamtanordnung, Fig. 14 Seitenansicht der Gesamtanordnung,
Fig. 15 bis einschl. 19 Einzelheiten,
Fig. 20 die Maschine in Füllstellung. Die Maschine besteht aus einer Steinwalze i, deren Welle 2 in den Lagerböcken 3
gelagert ist und sich in der Pfeilrichtung dreht. Die Gesamtanordnung des Werkstückträgers
4 sitzt, um die Welle 5 schwenkbar gelagert, auf dem Untergestell 6, das auf einem
Winkelgestell 7 sowohl senkrecht zur Achse der Steinwalze in horizontaler Richtung als
auch parallel zur Längsachse der Walze verschiebbar angeordnet ist. Das Winkelgestell
7 ist an dem Ansatz 8 der Walzenlage-Tung oder auch in einem getrennt davon angeordneten
Gestell in vertikaler Richtung nach oben und unten. verstellbar. In dem Untergestell
6 ist die Hauptsteuerwelle 9 angeordnet, auf der der Nocken 10 fest verankert ist.
Am anderen Ende der Welle 9 sitzt ein Kegelrad 11, das durch Vermittlung des Kegelrades
12 (auf der Welle 13) das am anderen Ende dieser Welle sitzende Kegelrad 14
auf das Kegelrad 15 treibt, das auf der Welle 16 sitzt. Das Übersetzungsverhältnis zwisehen
der Welle 9 und 16 beträgt 1 : 2. Auf der Welle ιό sitzt ferner noch die Nockenscheibe
17 und außerdem das Stirnrad 18. Das Stirnrad 18 treibt auf das auf der Welle 19
sitzende Stirnrad 20, ebenfalls im Verhältnis 1:2, so daß also der auf der Welle 19
sitzende Nocken 21 einmal sich gedreht hat, wenn der Nocken 10 vier Umdrehungen
gemacht hat. Letzterer bringt bei seiner Umdrehung unter Vermittlung der Laufrolle
22 den Winkelhebel 23, der im Punkt 24 schwenkbar gelagert ist, in Bewegung. Dieser
Winkelhebel wird andererseits durch eine starke Spiralfeder 25 so angezogen, daß seine
Rolle 22 ständig den Nocken 10 berührt. Der Winkelhebel 23 ist nach seinem Ende gabelförmig
ausgebildet und greift dort in einen Bolzen 26 ein, der fest am Gestell 4 sitzt.
Wenn durch den Nocken 10 die Rolle 22 gehoben wird, so wird das Werkstückträgergestell
4 um die Welle 5 geschwenkt. Die Welle 5 steht fest und damit auch der auf derselben
fest sitzende Nocken 27. An dem Werkstückträger 4 ist ferner angelenkt ein Hebel
28, auf dem ein verschiebbares Gewicht 29 einstellbar ist. Dieser Hebel dient als Gegengewicht
gegen das Gewicht des Werkstückträgers 4 und kommt voll zur Wirkung, Avenn
der Nocken 17 in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung sich befindet. Im anderen
Falle hebt er die Wirkung des Gewichtes 29 auf (s. Fig. 16). In dem Oberteil des Werkstückträgers
4 sitzt der Rahmen 30, in dem eine Hohlwelle 31 gelagert ist. Auf dieser
Hohlwelle sitzt das Kegelrad 32, die Nockenscheibe 33, die Werkstückunterlage 34 und
hierauf das Glas 35. Auf dieser Welle sitzt ferner noch das Stirnrad 36. In dem als Lager
ausgebildeten Ansatzstück 37, das mit dem Werkstückträgergestell 4 starr verbunden
ist, sitzt, gegen Verdrehung gesichert, in axialer Richtung verschiebbar eine Welle
38. Mit dieser Welle 38 ist durch ein Gelenk 39 der Rahmen 30 \rerbunden. Am anderen
Ende der Welle sitzt eine Laufrolle 40, die samt der Welle 38 durch die Spiralfeder 41
stets gegen den Nocken 27 gedrückt wird. Auf dieser Welle 38 sitzt ferner noch, drehbar
gegen axiale Verschiebung gesichert, ein Kegelrad 42, das in Eingriff steht mit dem
vorgenannten Kegelrad 32. In dem Kegelrad 42 befinden sich vier oder mehr Schrauben 43,
die sich gegen den Ansatz 44 des Verbindungsstückes 37 legen. Mit dem Gestell 37
fest verbunden sind die beiden Lager· 45, m
denen, gegen Verdrehung gesichert, in axi- no aler Richtung verschiebbar eine Welle 46 gelagert
ist. Sie wird durch eine Spiralfeder 47 ständig gegen die Glasauflage 34 gedrückt und
dient so dem Glas 35 als Auflage bzw. Stützpunkt. An dieser Welle 46 befindet sich ein
kleiner Bolzen 48, auf dem eine kleine Laufrolle 49 sitzt, die an dem Nocken 33 abrollt.
Mit dem Rahmen 30 fest verbunden ist ein Ansatz 50 (s. Fig. 3 bis 5), in dem die Welle 51
drehbar gelagert ist. Auf dieser Welle sitzt fest das Zahnrad 52, das Schaltrad 53 sowie
drehbar gelagert der Schalthebel 54. An die-
sem ist um den Bolzen 55 eine Schaltklinke 56
drehbar angeordnet, die durch die Feder 57 ständig auf das Schaltrad 53 drückt. Auf dem
Hebel 54 sitzt ferner drehbar gelagert die Rolle 58, die, sobald der Werkstückträger 4 um
die Welle 5 geschwenkt wird, auf den verstellbaren Anschlag 59 aufsteigt. In dem Gestell
30 befindet sich ferner der Anschluß für eine Vakuumluftleitung 60, der durch den
Dreiweghahn 61 mit der Hohlwelle 31 in Verbindung
gebracht werden kann. Zum Zwecke der Drehung dieses Hahnes 61 ist senkrecht
zur Drehachse ein Hebel 62 angeordnet, in dessen einem Ende drehbar gelagert ein Winkelhebel
63 angebracht ist. Dieser Hebel wird durch eine Spiralfeder 64 festgehalten. An einem Ende dieses Hebels 63 befindet sich die
Laufrolle 65. An dem Kegelrad 32 befindet sich ferner noch ein Nocken 66, der bei
Drehung des Kegelrades 32 an den Winkelhebel 63 anschlägt und diesen und damit auch
den Hahn 61 verdreht, wodurch er geschlossen und das Vakuum unterbrochen wird bzw. die
Hohlspindel 31 mit der Außenluft in Verbindung gebracht wird. An dem Glasträger 34
ist ferner noch angebracht ein Stift 6y, der unter ständigem Druck der Feder 68 steht
und dem auf das Glas 35 wirkenden Vakuum entgegenwirkt (s. Fig. 8 und 9). In dem Behalter
69 ist ein Stapel von Gläsern 35 eingefüllt, die durch ihr Gewicht oder auch durch
ein Zusatzgewicht bekannter Art gegen die Schlußplatte 70 dieses Behälters 69 gepreßt
werden. In diesem Behälter 69 befindet sich anschließend an die Abschlußplatte 70 ein
Schlitz mitJFührung 71, dessen Breite der zu
schleifenden Glasbreite entspricht, dessen Weite der eineinhalbfachen der Glasstärke.
Γη diesem Schlitz 71 ist ein Schieber 72 geführt, an dessen einem Ende eine Rolle 73
drehbar gelagert ist. Um den fest verankerten Bolzen 74 ist drehbar gelagert ein Hebel 75.
Dieser Hebel ist in seinem einen Ende geschlitzt. In diesem Schlitz führt sich die
Rolle 73. Durch die Spiralfeder y6 wird die am anderen Ende des Hebels 75 sitzende
Rolle yy gegen den bereits genannten Nocken 21 gedrückt. An der Lagerung des Bolzens
74 ist ferner noch das Lager 78 befestigt.
In diesem Lager 78 befindet sich, gegen Verdrehung gesichert, in axialer Richtung verschiebbar
eine Welle 79, an deren Ende eine keilförmige Schablone 80 sitzt. Am anderen Ende der Welle 79 befindet sich eine
Rolle 81, die in einem gabelförmigen Schlitz 82 des Hebels 75 geführt ist. In der in Abb. 20
gezeichneten Stellung wird durch Verschiebung des Keils 80 unter Vermittlung des
Rädchens 65 der Winkelhebel 63 so gedreht, daß der Nocken 66 außer Eingriff kommt und
durch die Wirkung der Feder 83 der Hahn (>i in die Stellung zurückgedreht wird, in. der
die Verbindung der Vakuumleitung mit der Hohlwelle hergestellt ist.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Die Gläser 35 werden in das Gestell 69
eingelegt. Durch Vermittlung des Nockens 21 wird der Hebel 72 nach unten gedrückt und
schiebt aus dem Stapel ein Glas auf den Glasträger 34 auf. Sobald das Glas 35 mit seiner
untersten Kante die Mitte der Hohlwelle 31 überschritten hat, wird durch den Keil 80 der
Lufthahn 61 zur Auslösung gebracht, d. h. die Verbindung zwischen Hohl wellt; und
Vakuumleitung wird hergestellt: das Glas wird also auf seine Unterlage angezogen und
in diesem angezogenen Zustand durch den Schieber 72 so weit nach unten geschoben, daß
es an dem Anschlag 46 anliegt. Während nun der Nocken 21 den Schieber 72 zurückgehen
läßt, hat bereits der Nocken 10 sich so weit gedreht, daß die Gesamtanordnung des Werkstückträgers
4 sich langsam in Richtung auf die Steinwalze bewegt, so weit, bis das Glas auf der Walze aufliegt; in diesem Augenblick
ist die Rolle nicht mehr in Eingriff mit dem Nocken 10, so daß das Gewicht des Werkstückträgers
4 bzw. ein Zusatzgewicht allein auf das frei aufliegende Glas drückt. Die Umdrehung
des Nockens 10 ist so ausgerechnet, daß nach Ablauf einer Umdrehung die eine
Seite eines Glases auf der Walze fertig geschliffen ist, so daß, wenn der Nocken 10 die
Rolle 22 wieder zum Heben bringt, die Seite bereits geschliffen ist und die Facette die
nötige Breite besitzt. Durch das Heben der Rolle 22 wird das Werkstückträgerunterieil 4
um die Welle 5 geschwenkt und damit das Glas 35 vom Stein abgehoben, der Facettierprozeß
unterbrochen. Während dieses Zurück-Schaltens wird dann das Werkstück Λ-ermittels
des Schalthebels 54 und der Schaltklinke 53 um einen bestimmten Winkel — bei vier- und
rechteckigen Gläsern um 900, bei vieleckigen Gläsern um den der Eckzahl entsprechenden
Winkel — verdreht und gleichzeitig auch das die Schrauben 43 tragende Rad 42. Bei rechteckigen
Gläsern z. B. würde, wenn der Abstand der Achse 31 von der Mitte der Welle 5
immer gleichmäßig wäre, der Fall eintreten, tio daß die Facette unter verschiedenen Winkeln
angeschliffen würde, deshalb, weil das Schleifen auf der Walze in verschiedenen Abständen
von der Mitte der Welle S erfolgen würde, während dies bei quadratisch, sechs- oder
acht- usw. eckigen Gläsern nicht der Fall wäre. Um nun diese verschiedenen Abstände,
die dadurch entstehen, daß die Gläser langer als breit sind, auszugleichen, sind die Schrauben
43 eingeführt, die die Differenz zwischen Länge und Breite des Glases ausgleichen, d. h.
beträgt der Abstand zwischen den Wellen 31
und 5 das Maß χ beim Schleifen der langen
Seite, so muß der Abstand beim Schleifen der kurzen Seite-1J2 Differenz zwischen
Länge und Breite des Glases plus χ sein, mit anderen Worten, die Facetten müssen
immer an derselben Stelle der Walze geschliffen werden. Bei sechs- oder achteckigen
Gläsern, bei denen jede Seite in dem gleichen Abstand von dem Glasmittel sich befindet,
ίο müßten sämtliche Schrauben 43 gleich lang eingestellt sein. Der Anschlag 46 dient dazu,
ein ganz präzises Aufsitzen des Glases zu ermöglichen. Da sich beim Wechseln der zu
schleifenden Seite die Welle 31 um ihre eigene Achse dreht, so würde, wenn die Diagonale in
Erscheinung tritt, die Ecke des Glases bzw. der Glasunterlage an dem Anschlag 46 hängenbleiben.
Aus diesem Grund kann derselbe infolge der Feder 47 ausweichen, denn das Wegrücken
besorgt die genannte Rolle 49, die auf der Nockenscheibe 33 abrollt. Gleichzeitig ist
die Rolle 40 auf den feststehenden Nocken 27 aufgestiegen und hat dadurch die Welle 38 in
dem Zwischenstück 37 gehoben. Dadurch sind auch die Einstellschrauben 43 von der
Unterlage 44 abgehoben.
Da nur bei gleichem spezifischem Flächendruck eine gleiche Facettenbreite zu erzielen
ist, so muß darauf gesehen werden, daß jeder Arm den der Facettenlänge entsprechenden
Druck erhält. Wenn nun der Werkstückträgerarm dem Gewicht der langen Seite eines
Glases entspricht, so ist er zum Schleifen der kurzen Seiten zu schwer. Infolgedessen ist au
demselben ein Gegengewicht 29 angeordnet, das bei der kurzen Seite zur Wirkung kommt,
das aber beim Schleifen der langen Seite durch den Nocken 17 hochgehoben und dadurch
unwirksam gemacht wird.
Claims (14)
- Patentansprüche:ι. Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Gläser mit ungleich langen Kanten, dadurch gekennzeichnet, daß auf den um eine Achse (5) schwenkbar gelagerten Werkstückträger (34) aus einem Magazin (69) durch einen Schieber (72) Glasplatten aufgeschoben werden, die während des Facettierprozesses durch Unterdruck fettgehalten werden und nach Beendigung des Facettierprozesses und Aufhebung des Unterdruckes durch einen Auswerfer (67) vom Werkstückträger abgeschoben werden und die Auflage der Glasplatten beim Schleifen immer an die gleiche Stelle der Walze kommt, dadurch, daß der Träger (37) > Je nachdem ob die lange oder kurze Seite der Glasplatte geschliffen wird, verlängert oder verkürzt wird.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung des Werkstückes (35) samt dem Werkstückträger (34) zwecks Vorbereitung der Arbeitsstellung der nächsten Seite um den Winkel, der der Zahl der zu bearbeitenden Facetten entspricht (bei viereckigen Clä-• sern um 900), dadurch erfolgt, daß eine Rolle (58) auf eine Schablone (59) aufläuft und durch Vermittlung eines Schalthebels (54) ein Schaltrad (53) bewegt wird.
- 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (31), die durch das Schaltrad (53) über die Räder (52> 36) um (bei viereckigen Gläsern) 900 gedreht wird, eine auf ihr festsitzende Schablone (33) mitdreht, die so gestaltet ist, daß sie beim Abwälzen auf einer Rolle (49) den an den Werkstückträger (34) durch Federdruck angepreßten Anschlag (46) während der Drehung des ersteren von diesem abhebt.
- 4. Maschine nach Anspruch i,- dadurch gekennzeichnet, daß durch Auflaufen einer Rolle (40) auf einen feststehenden Nocken (27) der mit der Führungsstange (38) verbundene Rahmen (30) gehoben wird und damit gleichzeitig die Einstellschrauben (43) von ihrem Anschlag (44) entfernt werden.
- 5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schrauben (43) die Lage des Werkstückträgers (34) zur Schleifwalze entsprechend der Differenz zwischen Glasbreite und -länge einstellbar ist.
- 6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, däß die Umdrehungszahl der Steuerwelle (9) der Schleifgesclvvmdigkeit bzw. der Facetteubreite entsprechend geregelt werden kann.
- 7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sämtlichen Steuerwellen zwangsläufig verbunden sind mit einer Welle (9), so daß alle Steuerbewegungen in Abhängigkeit von dieser Welle auftreten müssen.
- 8. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks richtiger Auflage des Glases auf dem Werkstückträger lxo (34) ein Anschlag (46) durch Federdruck gegen die untere Kante des Werkstückträgers (34) gepreßt wird.
- 9. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das selbsttätige u5 Öffnen und Schließen eines Ventils (Cn) der Vakuumleitung das Glas zum Halten bzw. Ausstoßen gebracht werden kann.
- 10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Nocken (66) ein Luftventil (61) geschlossen wird, so daß das Glas abfallen kann.
- 11. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Keil (80) ein Ventil (61) wieder zum Öffnen bringt.
- 12. Maschine zum Schleifen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anordnung eines angelenkten Gegengewichtes (29) der Schleifdruck verringert werden kann.
- 13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Nocken (17) ein Gegengewicht (29) in oder außer Wirksamkeit gebracht werden kann.
- 14. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstückträgeranordnung gegenüber der Walze so angebracht ist, daß sie in horizontaler und vertikaler Richtung verstellbar ist, senkrecht zur Achse des Steines sowohl als horizontal verstellbar parallel zur Walzenachse.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB152825D DE616642C (de) | 1931-11-06 | 1931-11-06 | Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Glaeser mit ungleich langen Kanten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB152825D DE616642C (de) | 1931-11-06 | 1931-11-06 | Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Glaeser mit ungleich langen Kanten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616642C true DE616642C (de) | 1935-08-05 |
Family
ID=7002717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB152825D Expired DE616642C (de) | 1931-11-06 | 1931-11-06 | Maschine zum Schleifen von Facetten an eckige Glaeser mit ungleich langen Kanten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616642C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2815611A (en) * | 1952-09-25 | 1957-12-10 | Landis Tool Co | Machine and method for grinding turbine blades and the like |
-
1931
- 1931-11-06 DE DEB152825D patent/DE616642C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2815611A (en) * | 1952-09-25 | 1957-12-10 | Landis Tool Co | Machine and method for grinding turbine blades and the like |
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