DE614162C - Schwimmkoerper mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der Aussenluft - Google Patents
Schwimmkoerper mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der AussenluftInfo
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- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
Seit langer Zeit sind Schwimmkörper von veränderlichem Volumen bekannt, bei denen
die Volumenänderung und somit die Vergrößerung der Tragfähigkeit durch Aufblasen
erfolgt. Der Nachteil solcher Schwimmkörper liegt, besonders bei großen Typen, hauptsächlich
darin, daß sie wegen ihres bedeutenden Volumens große Gas- bzw. Luftmengen erfordern. Demgemäß erfordert das Auf -
ίο blasen entweder umständliche und große Anlagen
und Hilfsmittel oder geht sehr langsam vonstatten.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Schwimmkörper von veränderlichem Volumen
durch Federn auf spreizbar zu machen und während des Aufspreizens die Außenluft anzusaugen.
Demgegenüber besteht bei Schwimmkörpern für Rettungsflöße und andere große
Schwimmvorrichtungen von veränderlichem Volumen mit Vorrichtungen zum Aufspreizen
und zum Ansaugen der Außenluft während des Aufspreizens die Erfindung darin, daß
die die Volumenvergrößerung herbeiführenden Vorrichtungen, also die Spreizvorrichtungen
oder Schwellkörper o. dgl., mit Hilfe von Gas in die ausgespreizte Stellung gebracht
werden.
Wenn die Ausspreizung mittels Federn erfolgt, ist die Anordnung naturgemäß nur bei
kleinen Dimensionen möglich, während bei Verwendung von Gasdruck beliebig große Schwimmvorrichtungen aller Art auseinandergefaltet
werden können. Hierzu kommt noch der wesentliche Vorteil, daß dieses. Gas dazu benutzt werden kann, dem Schwimmkörper
im Gebrauch eine Prallfüllung zu geben, was praktisch .von größter Bedeutung
ist.
Es ist dabei zweckmäßig, an dem Schwimmkörper eine Vorrichtung, etwa ein
Rückschlagventil in an sich bekannter Art, anzuordnen, welches bei der Volumvergrößerung
den Eintritt von Außenluft in den Schwimmkörper, nicht aber den Austritt gestattet.
Vorteilhafterweise ordnet man dabei in an sich bekannter Weise zwei derartige Ventile an oder gebraucht ein nach
mehreren Seiten sich, öffnendes, indem man diese Ventile so anordnet, daß nur ein nach
oben stehendes, welches also im Falle der Entfaltung auf dem Wasser nicht Wasser
statt Luft ansaugen kann, in Tätigkeit tritt. Man kann dieses Lufteinlaßventil auch in
eine kleine Boje ο. dgl. verlegen und mit dem eigentlichen Schwimmkörper etwa durch
einen Schlauch verbinden. In jedem Falle ist es wichtig, dafür Sorge zu tragen, daß
der Eintritt von Wasser in an sich bekannter Weise verhindert wird; dies kann beispielsweise
auch so geschehen, daß das Ventil, oder irgendein anderer Teil des Lufteintrittsweges
so- mit einem bestimmten Öffnungsgrade, beispielsweise der maximalen Öffnung des
Schwimmkörpers, verbunden wird, daß bei Erreichung dieses Öffnungsgrades eine Absperrung
selbsttätig erfolgt. Dies läßt sich auf die verschiedenste Weise bewirken, bei-
spielsweise indem man den 'in entfaltetem Zustande am weitesten entfernten Punkt des
Schwimmkörpers mittels eines Kabelzuges.ein Verschlußorgan oder die Feststellvorrichtung
eines solchen zuziehen läßt.
Man kann nach dem -Entfalten mittels des Druckmittels, wobei gleichzeitig sich der
Schwimmkörper durch Ansaugen mit atmosphärischer Luft füllt, zur Erreichung einer
ίο prallen Füllung noch Gas in den eigentlichen Schwimmkörper hinzugeben. Auch läßt es
sich bewirken, daß das in den beweglichen Entfaltungsvorrichtungen (Zylindern, teleskopartig
ineinandergesteckten Rohren, Schwellkörpern usw.) unter höherem Druck stehende Gas nach Erlangung der maximalen
Entfaltung, z. B. durch eine unter Federdruck stehende Öffnung, welche vor der Erreichung
dieses Öffnungsgrades verschlossen bleibt, in den eigentlichen Schwimmkörper eintritt und
an dessen Prallfüllung über die angesaugte äußere Luft hinaus mitwirkt. "
Da bei Schwimmkörpern nach der Erfindung sich das zum Aufblasen eines gleich
großen Behälters notwendige Gas- bzw. Luftquantum durch die Mitwirkung der Außenluft
sehr bedeutend, und zwar gewöhnlich auf weniger als ein Viertel verringert, ergeben
sich, abgesehen von der schnelleren und leichteren Aufblasung selbst, noch eine Reihe weiterer schwerwiegender Vorteile. So
ermöglicht es der so viel kleinere Gasbedarf, das Aufblasen selbst großer Schwimmkörper
von einer zentralen Druckluftversorgung unabhängig zu machen, so daß Stillstand der
Maschinen, Beschädigung der Rohrleitungen usw., beispielsweise der Verwendung solcher
Schwimmkörper als Rettungsflöße, nicht mehr im Wege steht. Es ist vielmehr möglich, das
nunmehr so viel kleinere Gasquantum mit jedem Schwimmkörper fest oder unlösbar
verbunden in einem Vorratsgefäß mitzuführen. Besonders vorteilhaft ist die fest verbundene
Mitführung, denn hierbei läßt sich der Gasvorratsbeliälter gleichzeitig als. Mittel
zur Erhöhung der Festigkeit und Stabilität ausbilden. So kann man beispielsweise
in der Längsachse des etwa aus gummierten Stoffen bestehenden Schwimmkörpers ein
durchgehendes Rohr anordnen, in dem sich z. B. komprimierte Luft befindet, durch geeignete
Vorrichtungen kann man auf die verschiedenste Weise von außen willkürlich oder automatisch, z. B. beim Abnehmen von einer
Befestigung, bewirken, daß dieses komprimierte Gas etwa in die Schwellkörper und
dann in den eigentlichen Schwimmkörper einströmt. Ein derartiges Rohr kann ziemlich
dünnwandig und leicht gehalten sein, weil eben der geringe Gasverbrauch besonders
hohe Drucke erübrigt. Es vergrößert aber zugleich die Gesamtfestigkeit sehr und kann
auch sonst, beispielsweise als Stütze einer Notbesegelung, nützlich sein. Übrigens läßt
sich dieses. Prinzip der Verbindung eines von einer zentralen Druckluftversorgung unabhängigen
Gasvorrates mit einem Bestandteil des Schwimmkörpers selbst, insbesondere bei gleichzeitiger Vermehrung der Festigkeit auch
für anders geartete-Schwimmkörper aller Art verwenden.
Ferner ist es möglich, auf die Mitführung eines Vorrates an komprimiertem Gas in
Anbetracht des relativ geringen, neben der atmosphärischen Luft noch notwendigen
Quantums überhaupt zu verzichten und dasselbe im Moment des Bedarfs aus chemischen
Umsetzungen in an sich bekannter Weise zu erzeugen. Auch diese Erzeugung kann außerhalb des Schwimmkörpers in einer
besonderen, dazu bestimmten Einrichtung vor sich gehen oder aber in einer Apparatur, die
ihrerseits einen Bestandteil des Schwimmkörpers bildet. So kann man beispielsweise
das obenerwähnte, zur Mitnahme eines Vorrates von Druckluft dienende Rohr auch leicht zur Erzeugung von Druckgas benutzen,
indem man an einem Ende einen Verschluß und eine Einsteckvorrichtung anbringt, um
beispielsweise eine Patrone mit einer nicht explosiblen Gasdruck erzeugenden Verbrennungsmasse
hineinzugeben. Wird diese dann im Augenblick des Gebrauches in an sich bekannter
Weise entzündet, so entwickelt sich der nötige Gasdruck. Natürlich ist auch dieses Prinzip, den zum Aufblasen erforderlichen
Gasdruck in oder an einem Schwimmkörper im Moment des Bedarfs durch chemische Umsetzung zu erzeugen, ganz generell
bei jeder Art von aufblasbaren Schwimmkörpern anwendbar, besonders vorteilhaft aber
natürlich bei einer Konstruktion nach der Erfindung, weil dabei eben ein besonders
kleines und darum als_ Reaktion leicht zu beherrschendes Quantum nötig ist.
In den Zeichnungen sind schematisch einige Ausführungsmöglichkeiten dargestellt, um
daran das Prinzip zu erläutern.
Abb. ι und 2 zeigen einen Ausschnitt aus einem Schwimmkörper in zusammengelegtem
und offenem Zustande. 1 ist der zweckmäßig aus gummiertem und armiertem Stoffe bestehende
Außenmantel. Auf zwei Stangen 2 sind mittels Gelenke oder anderer Glieder 3
eine Anzahl Ringe4, z.B. gestanzte und evtl. verstärkte Aluminiumscheiben, befestigt.
In der Ruhelage nach Abb. 1 sind diese mehr oder minder in eine Ebene umgelegt;
verschiebt man aber durch ein Druckmittel, etwa, wie üblich, durch Zylinder und Kolben,
die beiden Stangen gegeneinander oder bewirkt man eine Drehung, so richten sich die
Scheiben um 900 auf und erzeugen einen bedeutenden Hohlraum durch Auseinanderziehen
der Außenhaut nach Abb. 2. Die Verbindung des Hohlraumes mit der Außenluft ist in dem gezeichneten TeE des Schwimmkörpers
nicht besonders dargestellt.
In Abb. 3 bedeutet 1 wieder einen Teil der Außenhaut. An deren Innenseite befindet
sich ein spiralig die Wandung entlang
ίο gewundener Schlauch 5 aus Gummi, Stoff
o. dgl. In der Ruhelage ist dieser Schlauch schlaff und läßt sich mit der Außenhaut falten
und zusammenlegen. Wird er aber mit einigen Atmosphären aufgeblasen, so wird er prall und fest und vermag die Wand 1 mit
bedeutender Tragkraft nach allen Richtungen auseinanderzuziehen, wie das etwa von den
Pneumatiks bekannt ist. Irgendeine Stelle der Außenhaut steht durch ein Rückschlagventil
mit der Außenluft in Verbindung.
Abb. 4 zeigt einen großen Schwimmkörper aus Metall, bei welchem große Rohre 6 bzw.
Kesselwandungen 7 teleskopartig ineinandergesteckt sind, die mit Abdichtungen 8 versehen
sind. Durch das Rohr 9 wird Druckgas oder Druckwasser in den Zylinder 10 eingeführt,
wobei vermittels der Kolben und Kolbenstangen 11 eine Auseinanderziehung und
Volumvergrößerung bewirkt wird. Durch das Rohr 12 vermag die atmosphärische Luft in
das neu entstehende Volumen einzutreten. Der Verschlußapparat, der ihren Wiederaustritt
verhindert sowie die Vorrichtung, die diesen Verschluß gegen aufschlagende WeI-len
o. dgl. schützt, ihn also sichert, ist nicht besonders dargestellt.
In Abb. 5 und 6 ist zusammengelegt und offen ein Stück eines für große Dimensionen
gedachten Schwimmkörpers gezeigt, bei welchem die Wände 13 aus festem Material bestehen
und durch scharnierartige Abdichtungen 14 beweglich verbunden sind. Ein System
von mit Zuleitungen für das Druckmittel versehenen pneumatikartigen Prallschläuchen
15 bewirkt die Volumvergrößerung. Das Innere des Schwimmkörpers stellt wieder an
einer oder mehreren Stellen mit der Außenluft durch ein Rückschlagventil in Verbindung.
In Abb. 7 ist schematisch eine sehr große Ausführungsform angegeben. Die Wände 16
bestehen aus Metall und tragen Verstärkungen, z.B. nach Art von Gitterträgern 17.
Diese können zugleich als Auflage für einen Boden dienen, um Arbeitsmaschinen, etwa
für das Überholen von Schiffen, aufstellen zu können. Die Auseinanderfahrung wird bewirkt
durch die Zylinder 10 und Kolben 11. Die aus wasserdichtem Stoff oder anderem
beweglichen Material bestehenden anderen Wände sind nicht eingezeichnet. β Sie können
sich gegen den Wasserdruck nach innen abstützen, beispielsweise gegen ein System
beweglicher Spreizen, wie ein solches schematisch bei 18 angedeutet ist, wobei die Spreizen
nahezu geöffnet und die oberen und unteren drehbaren Spreizen durch ein Gestänge
verbunden sind. Auch hier, ist die Verbindung mit der Außenluft sowie die Sperrung
dieser Verbindung nicht besonders gezeichnet.
In Abb. 8, welche ohne weiteres verstand-.
lieh ist, sind 13 wasserdicht mit Gelenken 14 verbundene Wände. 20 ist eine Achse,
um welche die Spreizen 18 auf- und zusammengeklappt werden können, wobei sie die
Wände 13 auseinanderziehen und in der auseinandergefahrenen Lage festhalten.
Abb. 9 zeigt schematisch unter Fortlassung aller derjenigen Teile, die bereits an Hand
der erläuterten Abbildungen beschrieben sind, von oben gesehen eine Ausführungsform, bei
der das Gasvorrats- oder -srzeugungsgefäß als Rohr ausgebildet ist und zur Versteifung
des Schwimmkörpers in seiner Längsachse dient.
ι bedeutet wiederum den eigentlichen Schwimmkörper. In diesem befindet sich
über dem Boden, also auf der Innenseite, das Metallrohr 25, das in Anbetracht des
verhältnismäßig geringen Gasverbrauches und des infolge der Länge ziemlich beträchtlichen
Volumens ziemlich leicht und dünnwandig gehalten sein kann. Es reicht über die ganze
Länge des Schwimmkörpers und legt sich gegen die leichten Metallkappen 21 und 21',
die mit der Haut des Schwimmkörpers dicht verbunden, z. B. eingummiert, sein mögen.
Nach der Zeichnung dient dieser rohrartige Behälter ebensowohl als Vorratsgefäß für
mitgeführtes komprimiertes Gas wie auch als Reaktionsgefäß für die Erzeugung von
Gasdruck auf chemischem Wege. 5' ist ein durch den an sich bekannten Hahn 22 verschließbares
Rohr, das das Druckgas aus dem Hauptbehälter in die Spreizkörper 5 führt, die nicht weiter gezeichnet sind. 23 ist ein
beliebiger Hahn, durch den komprimiertes Gas in den Hauptbehälter eingefüllt werden
und aus dem auch nach erfolgtem Gebrauch der Gasdruck, auch der chemisch erzeugte, no
abgeblasen werden kann. 24 ist ein Manometer oder sonstiges Instrument zur Kontrolle
des Gasdruckes. 26 ist eine größere, gasdicht verschließbare Öffnung zur Einführung der
den Gasdruck erzeugenden Chemikalien und zur Entfernung der Rückstände nach dem Gebrauch, falls der Gasdruck durch chemische
Reaktionen erzeugt werden soll. Daran können auch in an sich bekannter Weise Einrichtungen,
z. B. Zündvorrichtungen, angebracht sein, um die Reaktion im Bedarfsfalle
einzuleiten. Diese Einzelheiten sind hier nicht
näher ausgeführt, da es zahlreiche, an sich bekannte bzw. für' den Fachmann selbstverständliche
Ausführungsmöglichkeiten dafür gibt und diese nicht im einzelnen Gegenstand der Erfindung sind.
In Abb. io ist eine der zahlreichen möglichen Ausführungsarten eines festgestellten
Verschlusses, der Lufteintrittsöffnung 28 beispielsweise und schematisch dargestellt.
Der Stoff i', der die Wandung des Schwimmkörpers 1 bildet, ist mit dem mit
Innengewinde versehenen Ring 27 fest verbunden. In diesen ist das gehäuseartig ausgebildete
Rückschlagventil 28 mit dem Ventilteller 29 eingeschraubt, der einen Führungsstift trägt, der in der Führung 28'" leicht beweglich
auf und ab spielen kann. Durch die beiden Schlitze 28' und 28" in der Wandung des Ventilgehäuses 28 kann sich der
keilförmige Arretierungskörper 30 bewegen. Derselbe trägt in seiner Längsrichtung eine
Öffnung 30' bis 30", durch die der Führungsstift des Ventiltellers 29 hindurchgeht, ohne
bei einer Verschiebung des Keiles 30 in seiner Bewegung behindert zu sein. Solange
der Schwimmkörper eine bestimmte, z. B. maximale Ausfahrung nicht erreicht hat, liegt
das am Arretierkörper 30 einerseits und an einem Punkte des Schwimmkörpers oder der
beweglichen Teile anderseits befestigte Kabel 31 schlaff. Wird aber der gewünschte
Ausfahrungsgrad erreicht, so spannt sich das entsprechend bemessene Kabel 31 und bewegt
den Keilkörper in der Pfeilrichtung, so daß der nunmehr aufliegende und den
Lufteintritt und -austritt sperrende Ventilteller 29 festgeklemmt wird und nicht mehr
aus seiner Verschlußlage zurück kann, auch wenn der Außendruck stärker wird als der
innere Überdruck im Schwimmkörper.
Claims (7)
1. Schwimmkörper für Rettungsflöße und andere große Schwimmvorrichtungen
von veränderlichem Volumen mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der Außenluft während des Aufspreizens,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizvorrichtungen (10) oder die Schwellkörper (4, 5) mit Hilfe von Gas
in die ausgespreizte Stellung gebracht werden.
2. Schwimmkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizkörper
mit federbelasteten Ventilen oder ähnlichen, auf einen Überdruck ansprechenden Vorrichtungen versehen sind, die
nach Erreichen eines Maximaldruckes in den Spreizkörpern oder einer bestimm- fio
ten, ζ. B. maximalen Spreizstellung derselben, sich nach dem Schwimmkörper zu öffnen, so daß der überschüssige Gasdruck
in den Schwimmkörper entweichen und ihn prall füllen kann.
3. Schwimmkörper nach Anspruch 1 mit
einer Einrichtung, z. B. einem Rückschlagventil, die den Wiederaustritt der einmal
eingetretenen Außenluft verhindert, dadurch gekennzeichnet daß eine Schutz- oder Sperrvorrichtung (30) vorgesehen
ist, die den Abschluß des Luftweges über einen auf dem Rückschlagventil (28)
lastenden ' inneren Überdruck hinaus mechanisch sichert.
4. Ausführung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung
in dem Eintrittswege der angesaugten Außenluft entweder unmittelbar oder mittels besonderer Zwischenglieder
(31) so mit dem Schwimmkörper oder
solchen Teilen, z. B. den Spreizkörpern, die sich beim Aufblasen in bezug auf die
Sperrvorrichtung bewegen, verbunden ist, daß sie nach Erreichung einer bestimmten
Spreizstellung, z. B. der maximalen, betätigt wird.
5. Schwimmkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Lufteintrittsventil,
das gegen Eindringen von Wasser in go an sich bekannter Weise (z. B. mittels eines Schwimmerverschlusses oder Kugelventils)
gesichert ist.
6. Ausführung nach Anspruch 1 bis. 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufblasen
der Spreizkörper bzw. der Schwimmkörper unter Verwendung einer an sich bekannten, nicht explosiven, gaserzeugenden
Brandmasse erfolgt, wobei der Behälter zur Vornahme der Gasentwicklung so eingerichtet oder angeordnet ist, daß die
Reaktionswärme und nicht gasförmige Reaktionsprodukte abgeführt werden können.
7. Ausführung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwicklung
des Druckgases in einem Behälter (25) vorgenommen wird, welcher selbst
einen Bestandteil des Sichwimmkörpers bildet und so ausgestaltet sein kann, daß er
zugleich die Festigkeit und Formstabilität desselben vermehrt.
H itTzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK94843D DE614162C (de) | 1925-07-03 | 1925-07-03 | Schwimmkoerper mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der Aussenluft |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK94843D DE614162C (de) | 1925-07-03 | 1925-07-03 | Schwimmkoerper mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der Aussenluft |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE614162C true DE614162C (de) | 1936-10-26 |
Family
ID=7237981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK94843D Expired DE614162C (de) | 1925-07-03 | 1925-07-03 | Schwimmkoerper mit Vorrichtungen zum Aufspreizen und zum Ansaugen der Aussenluft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE614162C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2421679A (en) * | 1944-05-01 | 1947-06-03 | Cambridge Rubber Co | Lifesaving boat |
| DE1122400B (de) * | 1958-04-12 | 1962-01-18 | Walter Dietrich | Aufblasbarer bootsfoermiger Schwimmkoerper |
| DE3923417A1 (de) * | 1989-07-12 | 1991-01-24 | Werner Pfeifer | Aufblasbarer gegenstand |
| WO2013014217A1 (de) * | 2011-07-28 | 2013-01-31 | Axel Christoph | Zum teil selbstaufblasender körper mit einer luftdichten aussenhülle |
-
1925
- 1925-07-03 DE DEK94843D patent/DE614162C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2421679A (en) * | 1944-05-01 | 1947-06-03 | Cambridge Rubber Co | Lifesaving boat |
| DE1122400B (de) * | 1958-04-12 | 1962-01-18 | Walter Dietrich | Aufblasbarer bootsfoermiger Schwimmkoerper |
| DE3923417A1 (de) * | 1989-07-12 | 1991-01-24 | Werner Pfeifer | Aufblasbarer gegenstand |
| WO2013014217A1 (de) * | 2011-07-28 | 2013-01-31 | Axel Christoph | Zum teil selbstaufblasender körper mit einer luftdichten aussenhülle |
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