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Glaskühlofen Die Erfindung bezieht sich auf einen Kühlofen für absatzweise
hergestellte Glastafeln, in welchem die das Walzwerk verlassenden Scheiben ihre
Fortbewegung ändern, indem sie einer Hinundherbewegung unterworfen werden und sich
dabei im Gleichgang mit den schon im Ofen befindlichen Scheiben verschieben.
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Bekannte Öfen dieser Art enthalten einerseits Primärrollen genannte
Rollen, die sich beständig in der gleichen Richtung mit der Geschwindigkeit der
Bildung der Glastafeln drehen, und andererseits Sekundärrollen genannte Rollen,
die die Glastafeln durch den Kühlofen befördern und sich dabei bald in der einen,
bald in umgekehrter Richtung drehen. Die Rollen werden dabei von einem zum Verschieben
der Tafeln in dem Ofen bestimmten Hauptmotor angetrieben, wobei die Sekundärrollen
von den Primärrollen durch andere, Zwischenrollen genannte Rollen getrennt sind,
die abwechselnd eine mit den Primärrollen oder eine mit den Sekundärrollen .gleiche
Drehung erhalten.
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Zwischen den Zwischenrollen und den Sekundärrollen besteht ein Abschnitt
von leer laufenden Rollen, welche nicht angetrieben werden, um in jedem Augenblick
entweder in dem der Verschiebung der Glastafeln in der einen Richtung oder der anderen
Richtung entsprechenden Drehsinne von der auf ihnen liegenden Tafel mitgenommen
werden zu können.
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Um das Ausmaß dieses Abschnittes zu verringern, in welchem die Glastafel
sich ver-, schiebt, während sie mit den ihr vorausgegangenen Glastafeln auf gleiche
Fördergeschwindigkeit gebracht werden soll, und um das Ausmaß des die leer laufenden
Rollen enthaltenden Abschnittes zu verringern, ist es notwendig, daß die Glastafeln
häufig,die Richtung ihrer Verschiebung ändern, da sie sich rasch hin und her verschieben
müssen.
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Aus diesem Grunde müssen die auf .gleiche Fördergeschwindigkeit mit
den Sekundärrollen zu bringenden Glastafeln, während sie sich in diesem Abschnitt
befinden, rasch und abweichend in bezug auf die schon auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
gebrachten Glastafeln hin und her geschoben werden und müssen dennoch in diesen
Abschnitt mit der Walzgeschwindigkeit eintreten und ihn mit der Geschwindigkeit
der in -dem Ofen befindlichen Tafeln verlassen.
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Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, die die Bedingungen
für eine derartige selbsttätige Steuerung .der Glastafeln in dem Abschnitt liefert,
in dem die Glastafel. von Walzgeschwindigkeit auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
gebracht wird.
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Gemäß der Erfindung sind die Zwischenrollen mit einer Zwischenantriebswelle
verbunden,
die einerseits mit einer die Sekundärrollen antreibenden
Hauptantriebswelle bzw. andererseits mit einer Hilfsantriebswelle koppelbar ist,
die ihrerseits gleichzeitig mit der die Primärrollen antreibenden Welle derart drehbar
ist, daß die Zwischenrollen sich wahlweise mit gleicher Geschwindigkeit und in derselben
Richtung wie die Primärrollen bzw. statt dessen in entgegengesetzter Richtung, aber
abweichend von der Hauptantriebswelle drehen. -Um das Bilden von großen unausgenützten
Gebieten in dem Ofen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Glastafeln zu vermeiden,
hat man schon vorgeschlagen, die Glastafeln in dem Ofen eine Hinundherbewegung von
in jeder Richtung gleicher Größe bis zu dem Augenblick beschreiben zu lassen, in
dem eine neue Tafel in den Ofen eingeführt wird. Zu dem Zwecke, die Größe des Gebiets
der leer laufenden Rollen zu verringern, ist bei dem den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildenden Kühlofen vorgesehen, daß ein mit einer elektrischen Stromquelle
verbundener Läufer mit der Hilfsantriebswelle beim Stromdurchgang durch einen elektrischen
Stromkreis koppelbar ist, der einen durch den Durchgang einer Glastafel in bekannter
Weise an seinem Standort schließbaren Schalter besitzt, und daß der Läufer vom Augenblick
des Schließens dieses Schalters an derart verschoben wird, daß er wechselweise einen
das Auskuppeln der Hilfsantriebswelle im Sinne einer Rückwärtsbewegung und das Einkuppeln
im Sinne einer Vorwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis bzw. einen das Auskuppeln
der Hilfsantriebswelle im Sinne einer Vorwärtsbewegung und das Einkuppeln im Sinne
einer Rückwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis schließt.
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Um die jeweils zuletzt in den Ofen eingetretene Glastafel mit den
ihr vorausgegangenen Tafeln in genau dem Augenblick auf gleiche Fördergeschwindigkeit
zu bringen, in dem sie einen Abstand von vorausbestimmter Größe von der letzten
dieser Tafeln hat, kommt gemäß der Erfindung der obengenannte Läufer bei seiner
Verschiebung nacheinander mit voneinander isolierten Klötzen in Berührung, die sich
in gleichem Abstand voneinander befinden und die elektrisch mit anderen voneinander
isolierten und im gleichen Abstand voneinander befindlichen Klötzen verbunden sind.
Die letztgenannten Klötze bestreicht nacheinander ein mit der Hauptantriebswelle
verbundener zweiter Läufer, der in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet ist,
welcher, wenn er infolge des gleichzeitigen Vorübergehens der beiden obengenannten
Läufer über zwei elektrisch verbundene Klötze von einem Strom durchflossen wird,
folgendes bewirkt: das Lösen der Kupplung zwischen der Zwischenantriebswelle und
der Hilfsantriebswelle, das Kuppeln der Zwischenantriebswelle mit der Hauptantriebswelle,
das Lösen der Kupplung zwischen dem ersten Läufer und der Hilfsantriebswelle und
das Öffnen eines Schalters, der in einen elektrischen Stromkreis zwischen der Stromquelle
und dem Glied eingeschaltet ist, welches das Kuppeln des ersten Läufers mit der
Hilfsantriebswelle bewirkt.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung befindet sich
der Schalter, welcher in den elektrischen Stromkreis eingeschaltet ist, der das
Einkuppeln des ersten Läufers bewirkt, in einem Abstand von dem Anfang der Reihe
der Zwischenrollen, der mindestens der Länge der Glastafel gleich isst.
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Damit die Stellung des zweiten Läufers stets der wirklichen oder angenommenen
Stellung der Glastafeln in ihrer Hinundherbewegung von in jeder Richtung gleicher
Größe entspricht, ist Vorsorge getroffen, daß der zweite Läufer auf seinem Träger
unter Zwischenschaltung einer Reibungskupplung aufgebracht ist, die einen größeren
Reibungswiderstand bietet als der, der sich den Verschiebungen des Läufers über
eine den .gewöhnlichen Hinundherverschiebungen der Tafeln in dem Ofen entsprechende
Strecke entgegensetzt. Dabei ist ein Anschlag auf der von dem Läufer verfolgten
Bahn an einer Stelle angeordnet, die der Schwingweite der normalen Hinundherverschiebungen
der Tafeln entspricht.
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Andere Einzelheiten .und Besonderheiten der Erfindung werden im Laufe
der Beschreibung der beiliegenden Zeichnungen in Erscheinung treten; diese stellen
schematisch eine Ausführungsform der Erfindung dar.
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Abb. i zeigt eine Walzvorrichtung für Glastafeln, den Vorderteil eines
Kühlofens sowie die elektrischen Verbindungen, die dazu dienen, die Bewegungen der
Glastafeln zu veranlassen.
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Abb. 2 zeigt eine Einzelheit der Abb. i in größerem Maßstab.
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Abb. 3 ist eine bildliche Darstellung der Verschiebungen der Glastafeln-im
Vorderteil des Ofens.
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Abb. 4 stellt die Vorrichtung zum Kuppeln von zwei Wellen sowie die
zugehörigen Verbindungen dar.
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Abb. 5 ist ein Schnitt durch eine Steuerungsvorrichtung für die Rollen.
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Abb. 6 ist eine Ansicht dieser Vorrichtung. Abb. 7 ist eine der Abb.
i ähnliche Abbildung, die insbesondere eine abgeänderte Ausführungsform der elektrischen
Verbindungen
darstellt, die dazu dienen, das Einkuppeln des ersten
Läufers der Vorrichtung zur Herstellung des Gleichganges zu bewirken.
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Abb. 8 zeigt in größerem Maßstabe eine abgeänderte Ausführungsform
einer derartigen Vorrichtung.
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Abb. 9 gibt eine der Abb. 3 entsprechende bildliche Darstellung für
den Fall einer anderen Bewegung der Glastafeln.
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Abb. io zeigt eine Vorrichtung, bei der man die Möglichkeit haben
will, nach dem Punkte 183 des Schaubilds der Abb. 9 den Gleichgang bezüglich
der Fördergeschwindigkeit der Glasplatte herzustellen.
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Abb. i i stellt dieselbe Vorrichtung für den Fall dar, in dem man
die Möglichkeit haben will, nach dem Punkte 185 des Schaubilds der Abb. g
den Gleichgang herzustellen.
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Bei den verschiedenen Abbildungen bezeichnen die gleichen Bezugszeichen
die sich entsprechenden Einzelteile. , -In Abb. i finden sich zwei Walzen zwischen
denen die Glastafeln mit großer Geschwindigkeit gewalzt werden. Beim Austritt aus
diesen Walzen werden die Glastafeln oder -scheiben durch Rollen 3, die sich beständig
in der durch den Pfeil X angezeigten Richtung drehen und das Vorrücken der Scheiben
bewirken, weiterbefördert. Die nachstehend Primärrollen genannten Rollen 3 erstrecken
sich über ein von den Walzen 3 des Walzwerks 2 bis zum Eingang qa des eigentlichen
Ofens 4 gehendes Gebiet. Von einer Stelle 4b in der Nähe des Eingangs 4a bis zu
dem Ausgang des Ofens 4 werden die Scheiben vermittels nachstehend Sekundärrollen
genannten Rollen 5 befördert. Diese Rollen 5 drehen sich bald in einem, bald in
dem umgekehrten Sinne. Weiter unten wird ein Mittel zum Antrieb dieser Rollen beschrieben.
Zwischen den Primärrollen und den Sekundärrollen sind Rollen 6 angeordnet, die nachstehend
Zwischenrollen genannt werden. Diese Rollen 6 werden bald wie die Primärrollen 3,
bald wie die Sekundärrollen 5 angetrieben.
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Die Rollen 5 werden durch eine als Hauptantriebswelle 7 bezeichnete
Antriebswelle angetrieben. Diese Antriebswelle 7 erstreckt sich fast über die ganze
Länge des Ofens. Sie wird ihrerseits durch Motoren angetrieben, wie sie bei 8 angedeutet
sind. Diese Motoren drehen sich immer in der gleichen Richtung und nehmen Wellenstücke
mit, von denen eins, 8a, nach vorn zu und das andere, 8b, nach hinten zu angeordnet
ist. Eins der Wellenstücke, z. B. das mit 8b bezeichnete, erhält seine Bewegung
vom zugehörigen Motor 8 unter Zwischenschaltung-einer Vorrichtung 8d, die den Drehsinn
dieses Wellenstücks in bezug auf das Wellenstück 8a umkehrt. Jedes der Wellenstücke
8a und 8U kann vermittels einer Kupplung 81 oder 89 ein Rad 811 bzw.
81 mitnehmen, über das eine Kette 8" bzw. 8m läuft, die auf der anderen Seite
über ein auf der Hauptantriebswelle 7 aufgekeiltes Rad 7a bzw. 7b geht. Der Drehsinn
des Wellenstücks 8a ist so, daß die Welle 7, die es mitnimmt, die Rollen in der
dem Vorrücken der Scheiben entsprechenden Richtung des Pfeiles X dreht. Wenn man
abwechselnd die Kupplungen 8f und 89 einrückt, kann man also die Welle 7
und demzufolge die Rollen 5 abwechselnd in der einen und in der anderen Richtung
drehen.
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Die Steuerung dieser Kupplungen bildet keinen Teil der vorliegenden
Erfindung. Die Geschwindigkeit der Drehung der Motoren 8, die mechanischen Getriebe
zwischen diesen Motoren und der Welle 7 sowie zwischen der Welle 7 und den Rollen
5 sind so gewählt, daß diese Rollen sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie die
Rollen 3 drehen.
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Die Zwischenrollen 6 werden von einer nachstehend Zwischenantriebswelle
bezeichneten Antriebswelle 9 angetrieben. Diese kann wahlweise entweder durch eine
Kupplungsvorrichtung io mit der Hauptantriebswelle oder durch eine Kupplungsvorrichtung
i i mit der nachstehend Hilfsantriebswelle bezeichneten Antriebswelle 12 gekuppelt
werden. Die Steuerung der Kupplungsvorrichtung io und ii wird weiter unten beschrieben
werden. ' Die Hilfsantriebswelle 12 wird in der einen oder in der anderen Richtung
durch einen Hilfsmotor 13 unter Zwischenschaltung von Getrieben in Umdrehung versetzt,
die den oben beschriebenen, zwischen den -Motoren 8 und der Hauptantriebswelle?
befindlichen Getrieben entsprechen. Die Einzelteile dieser Getriebe sind mit den
für Bezeichnung der Einzelteile der Getriebe zwischen der Welle 7 und den Motoren
8 benutzten Bezugszeichen bezeichnet. Das Wellenstück i3a dient dazu, die Rollen,
genau wie das Wellenstück 811, in der Richtung des Pfeiles X zu drehen. Wenn man
abwechselnd die Kupplungen 13' und i 3g einrückt, kann man also die Hilfsantriebswelle
12 abwechselnd in der einen und in der anderen Richtung drehen. Dasselbe ist bei
der Zwischenantriebswelle 9 der Fall, sofern die Kupplung i1 wirksam ist. Die Steuerung
der Kupplungen 13f und 13g wird weiter unten beschrieben. Die Drehgeschwindigkeit
des Motors 13, die mechanischen Getriebe zwischen diesem Motor und derHilf santriebswelle
12 sowie zwischen dieser und den Rollen 6 sind so gewählt, daß diese Rollen sich
mit gleicher Geschwindigkeit wie die Rollen 3 drehen.
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Es sei angenommen, daß im Augenblick des
Walzens einer
Glasscheibe die Kupplungen 8f und die Kupplung 13f eingerückt sind. Dann werden
die Primärrollen 3 in der Richtung des Pfeils X mit der Geschwindigkeit der Bildung
der Scheibe durch eine Welle 14 gedreht, die durch einen Motor 15 betätigt wird,
der gleichzeitig dazu dienen kann, die Walzen 2 zu betätigen.
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Wenn das Vorderende der Scheibe bei 411 am Eingang des Ofens ankommt,
verschiebt es einen Schalter 16 bis in die Stellung, in der ein elektrischer Stromkreis,
in den er eingeschaltet ist, geschlossen wird. Dieser Stromkreis umfaßt einen Stromzuleitungsdraht
oder positiven Pol 17, eine Leitung 18, einen Schalter 16, eine Leitung i9 und vom
Punkt i911 ab einerseits eine Leitung 2o, einen Elektromagneten iia, eine Leitung
21 und den Stromableitungsdraht oder negativen Pol 22 und andererseits eine Leitung
23, einen Elektromagneten lob, eine Leitung 24 und den negativen Pol 22. Wenn der
Schalter 16 geschlossen ist, bewirkt der Durchgang eines Stroms durch den Elektromagneten
lob das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung io, während der Durchgang des Stromes
durch den Elektromagneten i i11 das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung ii bewirkt.
Die Zwischenantriebswelle wird nun von dem Motor 13 derart mitgenommen, daß die
Zwischenrollen 6 die Scheibe in dem Ofen vorrücken lassen.
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Die Vorrichtungen zum Einkuppeln und zum Auskuppeln bleiben in. der
Stellung, in die sie gerade :durch den Durchgang des Stromes durch den obengenannten
Stromkreis :gebracht wurden, auch dann, wenn kein Strom mehr durch den Stromkreis
fließt. Daraus folgt, daß die Glasscheibe auch dann weiterhin vorrückt, wenn das
Hinterende dieser Scheibe an .der Stelle 411 vorübergegangen ist, an der sich der
Schalter 16 befindet, und wenn dieser in diejenige Stellung zurückgelangt, in der
der Stromkreis geöffnet ist.
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In einem Abstand vom Schalter 16, der etwas größer als die Länge der
Glasscheibe ist, befindet sich ein Schalter 25, der durch das Vorderende der Scheibe
in die Stellung gebracht werden kann, in der er einen elektrischen Stromkreis schließt,
in dem er eingeschaltet ist. Dieser Stromkreis umfaßt den positiven Pol 17 einer
Leitung 26, den Schalter 25, eine Leitung 27, einen Schalter 2,8, eine Leitung 29,
einen Elektromagneten 3o11, eine Leitung 31 und den negativen Pol 22. Wenn man annimmt,
daß der Schalter--8 geschlossen ist; fließt in dem Augenblick, in dem das Vorderende
der Scheibe den Schalter 25 schließt, ein Strom in diesem Stromkreis. Unter diesen
Bedingungen bewirkt der Elektromagnet 3o11 die Verschiebung einerKupplungsvorrichtung
30, derart, daß eine Welle 32' mit einer Welle 32 gekuppelt wird. Diese trägt ein
Schneckenzahnrad 3211, das in eine Schnecke 33b eingreift, die auf der Welle 33
aufgekeilt ist, die ihrerseits von der Hilfsantriebswelle 12 vermittels einer über
die Räder i2d und 33" laufenden Kette 34 mitgenommen wird.
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Die Welle 32', die von einer geeigneten, -die Geschwindigkeit vermindernden
Übersetzung, wie etwa die Schnecke 33b und das Schneckenzahnrad 32a, mitgenommen
wird, trägt einen Läufer 36, der in die in Abb. 2 durch unterbrochene (strichpunktierte)
Linien gezeichnete Stellung beispielsweise unter der Wirkung einer Feder 37 zurückgebracht
wird, die sich um die Achse 32',des Läufers 36 herumrollt, sobald die Welle 32'
ausgekuppelt wird. Der Läufer 36 beginnt also, sich in der Richtung des Pfeiles
Y zu verschieben, sobald die Glasscheibe sich in dem Ofen befindet. Er verschiebt
sich in Berührung mit einem durchlaufenden Band 38 aus leitendem Metall, das mit
dem positiven Pol 17 durch eine Leitung 39 verbunden ist, sowie in Berührung mit
einer Reihe von voneinander isolierten Klötzen 40. jeder Klotz 40 entspricht nun
einer bestimmten Stellung des Vorderendes der ersten Scheibe in dem Ofen. Gegenüber
dem letzten Klotz befindet sich ein Kontakt 40', der mit einer Leitung 41 verbunden
ist. Vom äußersten Ende 4r11 (Abb. i und dieser Leitung kann man entweder über eine
Leitung 42, einen Elektromagneten 13r und eine Leitung 43 oder über eine Leitung
44. einen Elektromagneten 13s und eine Leitung 45 bis zum negativen Pol 22 gehen.
Wenn der Läufer 36 den Kontakt 40' berührt, so bewirkt der in dem Elektromagneten
13r fließende Strom das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 13f, während der in
dem Elektromagneten 13s fließende Strom das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung
139 bewirkt. Daraus geht hervor, daß die Welle 12, die sich in der Richtung drehte,
die das Vorrücken der Scheibe über die Zwischenrollen 6 bewirkt, sich jetzt in umgekehrtem
Sinne dreht, Der von der Welle 12 mitgenommene Läufer 36 verschiebt sich jetzt entgegen
der Richtung des Pfeiles Y. In dem Augenblick, in dem er die in unterbrochenen (strichpunktierten)
Linien (Abb.2) gezeichneten Stellung erreicht, verbindet er das Band 38 mit einem
Kontakt 46, der mit einer Leitung 47 verbunden ist. Vom äußersten Ende 47a dieser
Leitung aus kann man entweder über eine Leitung 48, eine Elektromagneten 13t und
die Leitung 45 oder über eine Leitung 49, einen Elektromagneten 13a und die Leitung
43 bis zum negativen Pol 22 gehen. Wenn der Läufer 36 den Kontakt 46 berührt, bewirkt
der durch den Elektromagneten 13t fließende
Strom das Auskuppeln
der Kupplungsvorrichtung 13g, während .der durch den Elektromagneten ritt fließende
Strom das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung igf bewirkt. Daraus folgt eine neue
Änderung der Drehrichtung der Welle 12 und der Zwischenrollen 6.
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Die aufeinanderfolgendenRichtungswechsel wiederholen sich bis zu dem
Augenblick, in dem .das Vorderende der Scheibe sich in einem vorausbestimmten Abstand
von der letzten, bereits mit Kühlofenfördergeschwindigkeit bewegten Scheibe befindet,
die gleichfalls einer Hinundherbewegung, aber von größerer Schwingweite als die
der ankommenden Scheibe unterworfen ist.
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Die Hauptantriebswelle, die die Verschiebung der mit Kühlofenfördergeschwindigkeit
bewegten Scheiben in dem Ofen bewirkt, überträgt ihre Bewegung durch eine über die
Räder 7d und 51a laufende Kette 5o auf eine Welle 51. Diese veranlaßt einen Läufer
52, sich unter Zwischenschaltung einer geeigneten, geschwindigkeitsvermindernden
Übersetzung zu verschieben, die z. B. aus einer Schnecke 5ib und einem Schneckenzahnrad
53 besteht. Der Läufer 52 (Abb. 2) verschiebt sich in Berührung mit einer Reihe
von voneinander isolierten Klötzen 54 und in. Berührung mit einem durchlaufenden
Band 55 aus leitendem Metall. Jeder der Klötze 54 entspricht nun einer bestimmten
Stellung des Hinterendes der letzten auf gleiche Fördergeschwindigkeit gebrachten
Scheibe.
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Die Klötze 54 und die Klötze 40, .die den um den Abstand des zwischen
zwei aufeinanderfolgen:den Scheiben frei zu lassenden Raumes von z. B. 1,5 m voneinander
entfernten Stellungen entsprechen, sind durch Leitungen 56 verbunden. Das durchlaufende
Band 55 ist mit einer Leitung 57 verbunden. Von dem äußersten Ende 57a dieser Leitung
kann man über eine Leitung 58, einen Elektromagneten 30b und die Leitung 31 zu dem
negativen Pol 22 gelangen. Das äußerste Ende 57a ist gleichfalls mit einer Leitung
6o verbunden. Von dem äußersten Ende Goa .dieser Leitung kann man über eine Leitung
61, einen Elektromagneten 62 und eine Leitung 63 zuin negativen Pol 22 gelangen.
Mit dem. äußersten Ende 6o11 ist gleichfalls eine Leitung 64 verbunden. Vom äußersten
Ende 6411 dieser Leitung aus kann man entweder über eineLeitung65, einen Elektromagneten
iib und .die Leitung 21 oder über eine Leitung 66, einen Elektromagneten io° und
die Leitung 24 zum negativen Pol gelangen.
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Die Bewegungen .des Läufers 36 sind mit den Bewegungen des Vorderendes
der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe gleich, und die Verschiebungen
dieses Läufers entsprechen den Verschiebungen dieser Scheibe. Die Bewegungen des
Läufers 52 sind mit denen des Hinterendes der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
gebrachten Scheibe gleich, und die Verschiebungen dieses Läufers sind den Verschiebungen
dieser Scheibe entsprechend. ' Wenn die beiden Läufer 36 und 52 im gleichen Augenblick
sich über zwei elektrisch .durch eine Leitung 56 miteinander verbundenen Klötzen
.1.o und 54 befinden, so ist das äußerste Ende 57a elektrisch mit dem positiven
Pol 17 durch die Leitung 39, das Band 38, den Läufer 36, den betreffenden Klotz
40, .die Leitung 56 und den entsprechenden Klotz 54, den Läufer 52, das Band 55
und die Leitung 57 verbunden. In diesem Augenblick bewirkt der durch den Elektromagneten
30b fließende Strom das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 30. U11 die Welle 32'
nun frei ist, führt die Feder 37 den Läufer 36 gegen den Kontakt 46 zurück, wodurch,
wie oben ausgeführt, das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 13g und das Einkuppeln
der Kupplungsvorrichtung 13f veranlaßt wird. Während .der Elektromagnet 30b von
einem Strom durchflossen wird, wird der Elektromagnet 62 gleichfalls von einem Strom
durchflossen, was bewirkt, daß der Schalter 28 geöffnet und demzufolge vermieden
wird, daß .die Welle 32 unter der Steuerung des Elektromagneten 3o11 von neuem mit
der Welle 33 gekuppelt wird.
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Im gleichen Augenblick verschiebt gleichfalls der durch den Elektromagneten
iib fließende Strom die Kupplungsvorrichtung i i in die ausgekuppelte Stellung,
während der durch den Elektromagneten ioa fließende Strom die Kupplungsvorrichtung
-io bis in die eingekuppelte Stellung verschiebt. Die Zwischenantriebswelle 9, die
mit der Hilfsantriebswelle i2 verbunden war, ist nun also mit der Hauptantriebswelle
7 verbunden. Diese Verbindung stellt sicher, daß die Zwischenrollen 6 mit gleicher
Geschwindigkeit und Richtung mit den. Rollen 5 in genau dem Augenblick in Drehung
versetzt werden, in dem das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu
bringenden Scheibe sich in dem gewünschten Abstand von dem Hinterende der vorhergehenden
Scheibe befand.
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Man kann sich leicht von den Verschiebungen, der Scheiben Rechenschaft
geben, wenn man das Schaubild der Abb. 3 zu Rate zieht. Dieses Schaubild zeigt in
den Abszissen die von den Glasscheiben durchlaufenen Wege, während die Ordinaten
die-zum Durchlaufen der Wege angesetzte Zeit darstellen. In diesem Schaubild geben
die ausgezogenen Linien die von dem Vorderende oder der Vorderseite der Scheibe
.durchlaufenen Wege wieder, während die unterbrochen
gezeichneten
(gestrichelten) Linien die von dein Hinterende oder der Hinterseite -der Scheiben
durchlaufenen Wege zeigen. Der Ursprung .der Abszissen befindet sich in der Achse
der Walzen 2 des Walzwerks. Beim Eingang 4#, des eigentlichen Ofens befindet sich
der Schalter 16, während in der Nähe von 4b sich der Schalter 25 befindet. Die Zwischenrollen
6 liegen zwischen den Schaltern 16 und 25, die um die Länge einer Scheibe (z. B:
i8 m), vermehrt um den Abstand zwischen dem Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
gebrachten Scheibe und dem Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu brihgenden
Scheibe, voneinander entfernt sind.
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Der durch das Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
gebrachten. Glasscheibe durchlaufene Weg ist durch die unterbrochen gezeichnete
(gestrichelte) Linie 67 dargestellt, während die durch das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu bringenden Scheibe beschriebene Bahn durch die ausgezogene Linie68 wiedergegeben
wird. Wenn das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe
unterhalb 25 ankommt, bewirkt es, daß der Läufer 36 in Bewegung gesetzt wird, der
seinerseits die Steuerung der Hinundherbewegurig der betreffenden Scheibe sicherstellt.
Der letzte, mit der Leitung 41 über dem Kontakt 4o' verbundene Klotz ist derart
gewählt worden, daß die Glasscheibe ihre Hinundherbewegung in einem Bereich ausführt,
der sich von 25 bis 69 erstreckt und der Angleichungsbereich genannt werden soll.
Dieser Bereich ist beispielsweise 6 m lang gewählt. Der Bereich, in dem das Hinterende
der letzten, auf Kühlofengeschwindigkeit gebrachten Scheibe seine Hinundherbewegung
ausführt, ist beispielsweise 9,25 m lang und liegt zwischen den Punkten
70 und 71. Auf diesem Schaubild ist zu ersehen, daß das letztgenannte Gebiet
größer als der Angleichungsbereich ist. Es besteht ein Bedürfnis, die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu bringende Scheibe in einem engen Bereich warten zu lassen, um infolgedessen den
Bereich der freien Rollen verringern zu können, d. h. der Bereich zwischen den Zwischenrollen
6 und den Sekundärrollen 5, der Rollen umfaßt, deren Drehung niemals durch eine
Antriebswelle bewirkt wird, weil sie in jedem Augenblick die Möglichkeit haben müssen,
sich in der einen oder in der anderen Richtung zu drehen.
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In dem dargestellten Fall befindet sich die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu bringende Scheibe, nachdem ihreVorderkante den bei 72 gezeigten Punkt erreicht
hat, genau 1,5 m vom Punkt 73 entfernt, .der durch das Hinterende der letzten, auf
Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Platte eingenommen wird. In diesem Augenblick
wird sie mit den ihr vorausgehenden Scheiben auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht.
Wenn die Scheiben eine gewisse Anzahl von Verschiebungen in jeder Richtung ausgeführt
haben, rücken sie mit einem Sprung von beispielsweise 9,25 m vor und beginnen dann
von neuem einige Verschiebungen in jeder Richtung auszuführen, wonach sie einen
weiteren Sprung von gleichfalls beispielsweise 9,25 m machen. Sie sind so im ganzen
18,5 m vorgerückt. Man kann in diesem Augenblick eine neue Scheibe in den Ofen einführen,
die gleichfalls selbsttätig auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht wird, wenn
das Vorderende einen Abstand von 1,5 m vom Hinterende der letzten Scheibe erreicht
hat.
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Damit trotz der obengenannten Sprünge die Stellung des Läufers 52
stets einer Stellung der Scheibe entspricht, die Hinundherverschiebungen ausführt,
ist ein Anschlag 74 (Abb. i) vorgesehen, .gegen den dieser Läufer anstößt, wenn
die Scheibe sich bei ihren Hindundherverschiebungen im vollen Lauf nach vorne befindet.
Der Läufer 52 ist auf einer Achse 52a unter Zwischenschaltung einer Reibungskupplung
52b aufgebracht, die einen größeren Reibungswiderstand bildet als der, der sich
den Verschiebungen des Läufers über einer den gewöhnlichen Hinundherverschiebungen
der Scheiben entsprechenden Strecke entgegensetzt. Auf diese Weise bleibt der Läufer
52 in Anlage an dem Anschlag 74, wenn die Scheiben einen Sprung ausführen, und nimmt
unmittelbar darauf seinen Lauf in umgekehrter Richtung wieder auf, wenn die Scheiben
von neuem eine Verschiebung nach rückwärts ausführen.
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Der Abstand des Schalters 25 von dem Schalter 16 ist offensichtlich
derart regelbar, daß man in dem Ofen Scheiben verschiedener Länge behandeln kann.
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In der Abb.4 ist zu ersehen, daß auf die Welle 7 eine Scheibe fo'
aufgesetzt ist und daß .gegenüber dieser Scheibe eine Scheibe io" angeordnet ist,
die sich auf der Welle 9 verschieben kann, aber durch diese bei ihrer Drehung mitgenommen
wird. Die Scheibe io" wird gegen die Scheibe io' beständig durch eine Feder 137
getrieben, die sich auf der anderen Seite gegen einen Bund9a der Welle 9 stützt.
Auf beiden Seiten dieser Wellen sind Stangen 138 angeordnet, die mit Kernen i39
von in Reihe ,geschalteten Elektromagneten ,ob verbunden sind. Wenn diese
von einem Strom durchflossen werden, werden dieKerne 139 dazu getrieben, aus den
Solenoiden herauszugehen und die Stellung einzunehmen, in der sie dargestellt sind.
Kugelwiderlager 138a
sind zwischen eine-Scheibe ioa" und eine Scheibe
138b eingebracht, die von den Stangen 138 getragen wird. Die Kerne 139 tragen Köpfe
139a, die in der .dargestellten Lage entgegen der Wirkung der Feder 137 durch
um die Punkte i4oa schwenkbare Teile (Zangen) 140 gehalten werden, deren Klauen
140b durch Federn 141 gegeneinander getrieben werden. Die Teile 14o weisen gleichfalls
noch Klauen 140d auf, zwischen die .die Köpfe 142a von Kernen 142 von Elektromagneten
ioa eingreifen können, wenn diese in Reihe geschalteten Elektromagnete von einem
Strom durchflossen werden und wenn ihre Kerne 142 unter der Wirkung dieses Stromes
dazu getrieben werden, in das Solenoid von der Stellung aus einzutreten, in der
sie dargestellt sind.
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Einer der Kerne 142 ist durch eine Stange 143 verlängert, die zwei
voneinander isolierte leitfähige Stücke 143" und 143b trägt, die derart angeordnet
sind, daß, wenn der zugehörige Kern 142 aus dem Elektromagneten ioa herausgetreten
ist, die beiden Enden der Leitung 66 durch das Stück 143b miteinander verbunden
sind und daß, wenn der Kern in den Elektromagneten ioa eingetreten ist, die beiden
Enden der Leitung 23 durch das Stück 143" miteinander verbunden werden.
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Die Kerne 142 werden durch Federn 144 beständig in der Richtung gezogen,
in der sie aus den Elektromagneten i oa heraustreten.
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Befinden sich die verschiedenen Teile in der in Abb.4 gezeigten Stellung,
wenn ein von den Leitungen 22 und 24 kommender Strom durch die Elektromagneten ioa
und die Leitung 66 fließt, so treten die Kerne 142 in die Elektromagneten ioa ein
und bewirken, daß die Köpfe 142' zwischen den äußersten Enden 140d der Teile 14o
eingreifen. Dieses Eingreifen bewirkt das Ausrücken der Köpfe 139a aus den Außenenden
140b und gestattet demzufolge der Feder 137, die Scheibe 1o" auf die Scheibe 1o'
aufzulegen, was mit sich bringt, daß die Welle 7 von .der Welle 9 mitgenommen wird.
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Das Eingreifen der Köpfe 142a in die Teile 140 geht Hand in Hand mit
demAuslösen des leitfähigen Stückes 143b aus den Enden der Leitung 66 und dem Einrücken
.des leitfähigen Stückes 143a zwischen die Enden der Leitung 23.
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Es fließt also kein Strom mehr in dem zum Einkuppeln. bestimmten Stromkreis,
sobald dies Einkuppeln erfolgt ist, und der zum Auskuppeln bestimmte Stromkreis
ist bereit, Strom aufzunehmen, bevor dieser durch die Elektromagneten geht.
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Der Durchgang des letztgenannten Stromes würde mit sich bringen, daß
die Teile 140 in die in Abb. 4 gezeigte Lage zurückgeführt werden.
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Da die Länge der Glasscheiben sich ändern kann, ist es notwendig,
die Länge des Bereiches der freien Rollen ändern zu können. Dafür ist vorgesehen,
daß die Rollen 5, die einen Teil dieses Bereichs bilden können, mit der Antriebswelle
7 durch eine besondere Kupplungsvorrichtung verbunden sind. Die Abb. 5 und 6 zeigen,
daß die Drehbewegung der Welle 7 beispielsweise auf eine Welle 7' durch eine Kette
155 übertragen wird, die über die auf .diese Wellen aufgekeilten Räder 156 und 157
läuft. Auf die Welle 7' sind Kegelräder 158 aufgekeilt; mit jedem dieser Kegelräder
kämmt ein anderes Kegelrad 159, das zu je einer Rolle gehört. Jedes Kegelrad 159
kann mit der entsprechenden Rolle fest verbunden werden oder nicht verbunden werden,
je nach der Stellung einer Kupplungsmuffe 16o, die durch einen Hebel 161 verschoben
werden kann. Diejenigen Rollen, die nicht lösbar sein müssen, besitzen keineKupplungsmuffe
16o und keinen Hebel 161.
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Aus der Abb. 3 ist zu ersehen, wie die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu bringende Scheibe mit der letzten auf diese Geschwindigkeit gebrachten Scheibe
im Punkt 72 des betreffenden Bereichs genau in dem Augenblick angeglichen wurde,
in dem ihr Vorderende sich in dem gewählten Abstande von deren Hinterende befand.
Es könnte aber vorkommen, daß die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringende
Scheibe einen Augenblick gerutscht ist, so daß ihr Vorderende im Punkt 162 in der
obengenannten gewählten Entfernung -des Punktes 163 vom Hinterende der letzten,
auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe in dem Augenblick ankommt,
in dem diese an diesem Punkte vorbeikommt. Die Angleichung könnte also in diesem
Augenblick außerhalb des Angleichungsgebiets erfolgen. Dazu ist notwendig, daß der
dem Punkt 163 entsprechende Klotz elektrisch mit dem dem Punkt 162 entsprechenden
Klotz verbunden wird und daß der erste Läufer 36 in Bewegung gesetzt wird, bevor
das Vorderende der Scheibe den Punkt 162 und damit den Anfang des Angleichungsbereiches
erreicht. Das Einkuppeln des ersten Läufers 36 wird statt durch einen Schalter 25
durch einen vor diesem liegenden Schalter, z. B. durch den Schalter 16, gesteuert,
der sich am Eingang des Ofens befindet.
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Die Abb. 7 zeigt, wie die elektrischen Verbindungen in diesem Fäll
hergestellt werden. Diese Verbindungen sind mit den in Abb. i gezeigten gleich,
abgesehen davon, daß der Schalter 25 weggelassen wird und daß die Leitung 29 durch
eine Leitung 29' ersetzt
wird, die bis zum Stromkreis des Schalters
16 geht.
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Die Verbindungen der eigentlichen Angleichungsvorrichtung sind in
Abb.8 dargestellt. Bei dieser Abbildung ist angenommen, daß die Läufer 36 und 52
sich im Uhrzeigersinne drehen, wenn die Rollen sich in. dem dem Vorrücken der Scheiben
entsprechenden Sinne drehen. Die den verschiedenen Punkten 162, bis i8o der Abb.
3 entsprechenden Stellungen dieser Läufer sind in Abb. 8 mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet worden. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 12 .und
dem Läufer 36 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine vollständige Umdrehung macht,
wenn die Scheiben um eine Länge vorrücken, die dem zwischen der Abszisse des Schalters
16 und der Abszisse des Punktes 179 liegenden Abstand gleich ist. Die Verminderung
der Geschwindigkeit zwischen der Welle 7 und dem Läufer 52 ist so berechnet, daß
dieser Läufer eine vollständige Umdrehung macht, wenn die Scheiben um eine Länge
vorrücken, die der zwischen den Abszissen der Punkte 163 und i64 liegenden Entfernung
gleich ist. Der Läufer 52 ist auf die Achse 52a aufgekeilt, und der Anschlag 74
der Angleichungsvorrichtung der Abb. 2 besteht hier nicht. Die dem Angleichungsbereich
entsprechenden Klötze 40 sind elektrisch mit den Klötzen 54 verbunden, die von jenen
um den zwischen dem Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten
Scheibe und dem Vorderende der auf diese Geschwindigkeit zu bringenden Scheibe gewählten
Abstand entfernt sind. Außerdem ist ein dem Punkt 162 entsprechender Klotz 40" elektrisch
mit denjenigen der Klötze 54 verbunden, der dem Punkte 163 entspricht.
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Diese Angleichungsvorrichtung weist gegenüber der in Abb.2 gezeigten
den Vorzug auf, über die Punkte dieses Bereiches hinaus die Angleichung der Punkte
162 und 163 zu gestatten. Aber dagegen gestattet sie kein Angleichen, nachdem das
Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe den
Punkt 169 verlassen hat, bis zu dem Augenblick, in dem sie den Punkt 176 erreicht
hat; denn den Strecken zwischen den Punkten 170 und 175 entsprechen Verschiebungen
des Läufers 52 außerhalb der Angleichungsklötze.
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Eine Angleichungsvorrichtung dieser Art kann offenbar für die Angleichung
der Fördergeschwindigkeiten von Scheiben verwandt werden, die eine andere Bewegung-beschreiben
als die in Abb. 3 dargestellte Bewegung. So sei beispielsweise angenommen, daß die
Scheiben eine durch das Schaubild - der Abb. 9 dargestellte Bewegung beschreiben.
Auf jedes sprungweise Vorrücken um eine gewisse Länge (z. B. um-die Hälfte der Länge
einer Scheibe; vermehrt um die Hälfte des Abstands zwischen beiden Scheiben) folgt
ein Sprung nach rückwärts von einer Länge, die der Hälfte des Sprungs nach vorwärts
gleich ist. Auf diesen Sprung nach rückwärts folgt ein neuer Sprung nach vorwärts,
der mit .dem ersten Sprung nach vorwärts gleich ist, und so fort. Das Hinterende
der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe beschreibt also
einen durch die gestrichelte Linie 67 dargestellten Weg, der Spitzen 181, 182, 183,
184, 185, 186 aufweist. .
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Wenn man sich zur Aufgabe macht, eine neue Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu -bringen, bevor das Hinterende der letzten, auf diese Geschwindigkeit gebrachten
Scheibe den Punkt 183 verlassen hat, gebraucht man eine Vorrichtung, wie sie in
Abb.:1o dargestellt ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle
12 und dem Läufer 36 ist in diesem Falle so berechnet,- daß dieser Läufer eine volle
Umdrehung für je eine Verschiebung der Scheiben um eine Länge macht, die der zwischen
der Abszisse liegenden Entfernung des Schalters 16 und,der Abszisse des Punktes
188 .gleich ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 7 und dem
Läufer 52 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine halbe Umdrehung für eine Verschiebung
der Scheiben um eine Länge macht, die der zwischen den Abszissen der Punkte 181
und 182 liegenden, -d. h. der einem Sprung nach vorne 'entsprechenden Entfernung
gleich ist.
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Die Angleichung der Fördergeschwindigkeit der Glastafeln kann entweder,
wenn das Vorderende der auf Kiihlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe
sich bei 187 in der gewählten Entfernung vom Punkte 181 befindet, oder in einem
Angleichungsbereich stattfinden, dessen Grenzen als Abszissen die Abszissen der
Punkte 188 und 189 haben.
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Wenn man, an Stelle sich zur Aufgabe zu machen, eine Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit
zu bringen, bevor das Hinterende der letzten Scheibe den Punkt 183 erreicht hat,
zuläßt, daß eine neue Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht werden
kann, bevor das obengenannte Hinterende den Punkt 185 erreicht hat, benutzt man
eine Vorrichtung, wie sie in Abb. i i dargestellt ist.
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Die Verminderung der -Geschwindigkeit zwischen der Welle 12 und dem
Läufer 36 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine volle Umdrehung macht für eine
Verschiebung um eine Länge, die dem zwischen der Abszisse des Schalters 16 und der
Abszisse des Punktes 193 liegenden Abstand gleich ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit-zwischen
der
Welle 7 und dem Läufer 52 ist die gleiche wie im Falle der in Abb. io dargestellten
Vorrichtung. In diesem Falle kann die Angleichung entweder, wenn das Vorderende
der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe sich bei 187 befindet,
oder in einem Angleichungsbereich stattfinden, dessen Grenzen als Abszissen die
Abszissen der Punkte 189 und 193 haben.
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Es versteht sich von selbst, daß die Erfindung nicht ausschließlich
auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt ist und daß Abänderungen in der
Anordnung der bei ihrer Ausführung vorkommenden Teile angebracht werden können,
ohne über den Bereich der Erfindung hinauszugehen.