DE613985C - Glaskuehlofen - Google Patents

Glaskuehlofen

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DE613985C
DE613985C DEG81487D DEG0081487D DE613985C DE 613985 C DE613985 C DE 613985C DE G81487 D DEG81487 D DE G81487D DE G0081487 D DEG0081487 D DE G0081487D DE 613985 C DE613985 C DE 613985C
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drive shaft
rotor
rollers
circuit
shaft
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Glaceries de la Sambre SA
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B25/00Annealing glass products
    • C03B25/04Annealing glass products in a continuous way
    • C03B25/06Annealing glass products in a continuous way with horizontal displacement of the glass products
    • C03B25/08Annealing glass products in a continuous way with horizontal displacement of the glass products of glass sheets

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Glaskühlofen Die Erfindung bezieht sich auf einen Kühlofen für absatzweise hergestellte Glastafeln, in welchem die das Walzwerk verlassenden Scheiben ihre Fortbewegung ändern, indem sie einer Hinundherbewegung unterworfen werden und sich dabei im Gleichgang mit den schon im Ofen befindlichen Scheiben verschieben.
  • Bekannte Öfen dieser Art enthalten einerseits Primärrollen genannte Rollen, die sich beständig in der gleichen Richtung mit der Geschwindigkeit der Bildung der Glastafeln drehen, und andererseits Sekundärrollen genannte Rollen, die die Glastafeln durch den Kühlofen befördern und sich dabei bald in der einen, bald in umgekehrter Richtung drehen. Die Rollen werden dabei von einem zum Verschieben der Tafeln in dem Ofen bestimmten Hauptmotor angetrieben, wobei die Sekundärrollen von den Primärrollen durch andere, Zwischenrollen genannte Rollen getrennt sind, die abwechselnd eine mit den Primärrollen oder eine mit den Sekundärrollen .gleiche Drehung erhalten.
  • Zwischen den Zwischenrollen und den Sekundärrollen besteht ein Abschnitt von leer laufenden Rollen, welche nicht angetrieben werden, um in jedem Augenblick entweder in dem der Verschiebung der Glastafeln in der einen Richtung oder der anderen Richtung entsprechenden Drehsinne von der auf ihnen liegenden Tafel mitgenommen werden zu können.
  • Um das Ausmaß dieses Abschnittes zu verringern, in welchem die Glastafel sich ver-, schiebt, während sie mit den ihr vorausgegangenen Glastafeln auf gleiche Fördergeschwindigkeit gebracht werden soll, und um das Ausmaß des die leer laufenden Rollen enthaltenden Abschnittes zu verringern, ist es notwendig, daß die Glastafeln häufig,die Richtung ihrer Verschiebung ändern, da sie sich rasch hin und her verschieben müssen.
  • Aus diesem Grunde müssen die auf .gleiche Fördergeschwindigkeit mit den Sekundärrollen zu bringenden Glastafeln, während sie sich in diesem Abschnitt befinden, rasch und abweichend in bezug auf die schon auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Glastafeln hin und her geschoben werden und müssen dennoch in diesen Abschnitt mit der Walzgeschwindigkeit eintreten und ihn mit der Geschwindigkeit der in -dem Ofen befindlichen Tafeln verlassen.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, die die Bedingungen für eine derartige selbsttätige Steuerung .der Glastafeln in dem Abschnitt liefert, in dem die Glastafel. von Walzgeschwindigkeit auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht wird.
  • Gemäß der Erfindung sind die Zwischenrollen mit einer Zwischenantriebswelle verbunden, die einerseits mit einer die Sekundärrollen antreibenden Hauptantriebswelle bzw. andererseits mit einer Hilfsantriebswelle koppelbar ist, die ihrerseits gleichzeitig mit der die Primärrollen antreibenden Welle derart drehbar ist, daß die Zwischenrollen sich wahlweise mit gleicher Geschwindigkeit und in derselben Richtung wie die Primärrollen bzw. statt dessen in entgegengesetzter Richtung, aber abweichend von der Hauptantriebswelle drehen. -Um das Bilden von großen unausgenützten Gebieten in dem Ofen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Glastafeln zu vermeiden, hat man schon vorgeschlagen, die Glastafeln in dem Ofen eine Hinundherbewegung von in jeder Richtung gleicher Größe bis zu dem Augenblick beschreiben zu lassen, in dem eine neue Tafel in den Ofen eingeführt wird. Zu dem Zwecke, die Größe des Gebiets der leer laufenden Rollen zu verringern, ist bei dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Kühlofen vorgesehen, daß ein mit einer elektrischen Stromquelle verbundener Läufer mit der Hilfsantriebswelle beim Stromdurchgang durch einen elektrischen Stromkreis koppelbar ist, der einen durch den Durchgang einer Glastafel in bekannter Weise an seinem Standort schließbaren Schalter besitzt, und daß der Läufer vom Augenblick des Schließens dieses Schalters an derart verschoben wird, daß er wechselweise einen das Auskuppeln der Hilfsantriebswelle im Sinne einer Rückwärtsbewegung und das Einkuppeln im Sinne einer Vorwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis bzw. einen das Auskuppeln der Hilfsantriebswelle im Sinne einer Vorwärtsbewegung und das Einkuppeln im Sinne einer Rückwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis schließt.
  • Um die jeweils zuletzt in den Ofen eingetretene Glastafel mit den ihr vorausgegangenen Tafeln in genau dem Augenblick auf gleiche Fördergeschwindigkeit zu bringen, in dem sie einen Abstand von vorausbestimmter Größe von der letzten dieser Tafeln hat, kommt gemäß der Erfindung der obengenannte Läufer bei seiner Verschiebung nacheinander mit voneinander isolierten Klötzen in Berührung, die sich in gleichem Abstand voneinander befinden und die elektrisch mit anderen voneinander isolierten und im gleichen Abstand voneinander befindlichen Klötzen verbunden sind. Die letztgenannten Klötze bestreicht nacheinander ein mit der Hauptantriebswelle verbundener zweiter Läufer, der in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet ist, welcher, wenn er infolge des gleichzeitigen Vorübergehens der beiden obengenannten Läufer über zwei elektrisch verbundene Klötze von einem Strom durchflossen wird, folgendes bewirkt: das Lösen der Kupplung zwischen der Zwischenantriebswelle und der Hilfsantriebswelle, das Kuppeln der Zwischenantriebswelle mit der Hauptantriebswelle, das Lösen der Kupplung zwischen dem ersten Läufer und der Hilfsantriebswelle und das Öffnen eines Schalters, der in einen elektrischen Stromkreis zwischen der Stromquelle und dem Glied eingeschaltet ist, welches das Kuppeln des ersten Läufers mit der Hilfsantriebswelle bewirkt.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung befindet sich der Schalter, welcher in den elektrischen Stromkreis eingeschaltet ist, der das Einkuppeln des ersten Läufers bewirkt, in einem Abstand von dem Anfang der Reihe der Zwischenrollen, der mindestens der Länge der Glastafel gleich isst.
  • Damit die Stellung des zweiten Läufers stets der wirklichen oder angenommenen Stellung der Glastafeln in ihrer Hinundherbewegung von in jeder Richtung gleicher Größe entspricht, ist Vorsorge getroffen, daß der zweite Läufer auf seinem Träger unter Zwischenschaltung einer Reibungskupplung aufgebracht ist, die einen größeren Reibungswiderstand bietet als der, der sich den Verschiebungen des Läufers über eine den .gewöhnlichen Hinundherverschiebungen der Tafeln in dem Ofen entsprechende Strecke entgegensetzt. Dabei ist ein Anschlag auf der von dem Läufer verfolgten Bahn an einer Stelle angeordnet, die der Schwingweite der normalen Hinundherverschiebungen der Tafeln entspricht.
  • Andere Einzelheiten .und Besonderheiten der Erfindung werden im Laufe der Beschreibung der beiliegenden Zeichnungen in Erscheinung treten; diese stellen schematisch eine Ausführungsform der Erfindung dar.
  • Abb. i zeigt eine Walzvorrichtung für Glastafeln, den Vorderteil eines Kühlofens sowie die elektrischen Verbindungen, die dazu dienen, die Bewegungen der Glastafeln zu veranlassen.
  • Abb. 2 zeigt eine Einzelheit der Abb. i in größerem Maßstab.
  • Abb. 3 ist eine bildliche Darstellung der Verschiebungen der Glastafeln-im Vorderteil des Ofens.
  • Abb. 4 stellt die Vorrichtung zum Kuppeln von zwei Wellen sowie die zugehörigen Verbindungen dar.
  • Abb. 5 ist ein Schnitt durch eine Steuerungsvorrichtung für die Rollen.
  • Abb. 6 ist eine Ansicht dieser Vorrichtung. Abb. 7 ist eine der Abb. i ähnliche Abbildung, die insbesondere eine abgeänderte Ausführungsform der elektrischen Verbindungen darstellt, die dazu dienen, das Einkuppeln des ersten Läufers der Vorrichtung zur Herstellung des Gleichganges zu bewirken.
  • Abb. 8 zeigt in größerem Maßstabe eine abgeänderte Ausführungsform einer derartigen Vorrichtung.
  • Abb. 9 gibt eine der Abb. 3 entsprechende bildliche Darstellung für den Fall einer anderen Bewegung der Glastafeln.
  • Abb. io zeigt eine Vorrichtung, bei der man die Möglichkeit haben will, nach dem Punkte 183 des Schaubilds der Abb. 9 den Gleichgang bezüglich der Fördergeschwindigkeit der Glasplatte herzustellen.
  • Abb. i i stellt dieselbe Vorrichtung für den Fall dar, in dem man die Möglichkeit haben will, nach dem Punkte 185 des Schaubilds der Abb. g den Gleichgang herzustellen.
  • Bei den verschiedenen Abbildungen bezeichnen die gleichen Bezugszeichen die sich entsprechenden Einzelteile. , -In Abb. i finden sich zwei Walzen zwischen denen die Glastafeln mit großer Geschwindigkeit gewalzt werden. Beim Austritt aus diesen Walzen werden die Glastafeln oder -scheiben durch Rollen 3, die sich beständig in der durch den Pfeil X angezeigten Richtung drehen und das Vorrücken der Scheiben bewirken, weiterbefördert. Die nachstehend Primärrollen genannten Rollen 3 erstrecken sich über ein von den Walzen 3 des Walzwerks 2 bis zum Eingang qa des eigentlichen Ofens 4 gehendes Gebiet. Von einer Stelle 4b in der Nähe des Eingangs 4a bis zu dem Ausgang des Ofens 4 werden die Scheiben vermittels nachstehend Sekundärrollen genannten Rollen 5 befördert. Diese Rollen 5 drehen sich bald in einem, bald in dem umgekehrten Sinne. Weiter unten wird ein Mittel zum Antrieb dieser Rollen beschrieben. Zwischen den Primärrollen und den Sekundärrollen sind Rollen 6 angeordnet, die nachstehend Zwischenrollen genannt werden. Diese Rollen 6 werden bald wie die Primärrollen 3, bald wie die Sekundärrollen 5 angetrieben.
  • Die Rollen 5 werden durch eine als Hauptantriebswelle 7 bezeichnete Antriebswelle angetrieben. Diese Antriebswelle 7 erstreckt sich fast über die ganze Länge des Ofens. Sie wird ihrerseits durch Motoren angetrieben, wie sie bei 8 angedeutet sind. Diese Motoren drehen sich immer in der gleichen Richtung und nehmen Wellenstücke mit, von denen eins, 8a, nach vorn zu und das andere, 8b, nach hinten zu angeordnet ist. Eins der Wellenstücke, z. B. das mit 8b bezeichnete, erhält seine Bewegung vom zugehörigen Motor 8 unter Zwischenschaltung-einer Vorrichtung 8d, die den Drehsinn dieses Wellenstücks in bezug auf das Wellenstück 8a umkehrt. Jedes der Wellenstücke 8a und 8U kann vermittels einer Kupplung 81 oder 89 ein Rad 811 bzw. 81 mitnehmen, über das eine Kette 8" bzw. 8m läuft, die auf der anderen Seite über ein auf der Hauptantriebswelle 7 aufgekeiltes Rad 7a bzw. 7b geht. Der Drehsinn des Wellenstücks 8a ist so, daß die Welle 7, die es mitnimmt, die Rollen in der dem Vorrücken der Scheiben entsprechenden Richtung des Pfeiles X dreht. Wenn man abwechselnd die Kupplungen 8f und 89 einrückt, kann man also die Welle 7 und demzufolge die Rollen 5 abwechselnd in der einen und in der anderen Richtung drehen.
  • Die Steuerung dieser Kupplungen bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Die Geschwindigkeit der Drehung der Motoren 8, die mechanischen Getriebe zwischen diesen Motoren und der Welle 7 sowie zwischen der Welle 7 und den Rollen 5 sind so gewählt, daß diese Rollen sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Rollen 3 drehen.
  • Die Zwischenrollen 6 werden von einer nachstehend Zwischenantriebswelle bezeichneten Antriebswelle 9 angetrieben. Diese kann wahlweise entweder durch eine Kupplungsvorrichtung io mit der Hauptantriebswelle oder durch eine Kupplungsvorrichtung i i mit der nachstehend Hilfsantriebswelle bezeichneten Antriebswelle 12 gekuppelt werden. Die Steuerung der Kupplungsvorrichtung io und ii wird weiter unten beschrieben werden. ' Die Hilfsantriebswelle 12 wird in der einen oder in der anderen Richtung durch einen Hilfsmotor 13 unter Zwischenschaltung von Getrieben in Umdrehung versetzt, die den oben beschriebenen, zwischen den -Motoren 8 und der Hauptantriebswelle? befindlichen Getrieben entsprechen. Die Einzelteile dieser Getriebe sind mit den für Bezeichnung der Einzelteile der Getriebe zwischen der Welle 7 und den Motoren 8 benutzten Bezugszeichen bezeichnet. Das Wellenstück i3a dient dazu, die Rollen, genau wie das Wellenstück 811, in der Richtung des Pfeiles X zu drehen. Wenn man abwechselnd die Kupplungen 13' und i 3g einrückt, kann man also die Hilfsantriebswelle 12 abwechselnd in der einen und in der anderen Richtung drehen. Dasselbe ist bei der Zwischenantriebswelle 9 der Fall, sofern die Kupplung i1 wirksam ist. Die Steuerung der Kupplungen 13f und 13g wird weiter unten beschrieben. Die Drehgeschwindigkeit des Motors 13, die mechanischen Getriebe zwischen diesem Motor und derHilf santriebswelle 12 sowie zwischen dieser und den Rollen 6 sind so gewählt, daß diese Rollen sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Rollen 3 drehen.
  • Es sei angenommen, daß im Augenblick des Walzens einer Glasscheibe die Kupplungen 8f und die Kupplung 13f eingerückt sind. Dann werden die Primärrollen 3 in der Richtung des Pfeils X mit der Geschwindigkeit der Bildung der Scheibe durch eine Welle 14 gedreht, die durch einen Motor 15 betätigt wird, der gleichzeitig dazu dienen kann, die Walzen 2 zu betätigen.
  • Wenn das Vorderende der Scheibe bei 411 am Eingang des Ofens ankommt, verschiebt es einen Schalter 16 bis in die Stellung, in der ein elektrischer Stromkreis, in den er eingeschaltet ist, geschlossen wird. Dieser Stromkreis umfaßt einen Stromzuleitungsdraht oder positiven Pol 17, eine Leitung 18, einen Schalter 16, eine Leitung i9 und vom Punkt i911 ab einerseits eine Leitung 2o, einen Elektromagneten iia, eine Leitung 21 und den Stromableitungsdraht oder negativen Pol 22 und andererseits eine Leitung 23, einen Elektromagneten lob, eine Leitung 24 und den negativen Pol 22. Wenn der Schalter 16 geschlossen ist, bewirkt der Durchgang eines Stroms durch den Elektromagneten lob das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung io, während der Durchgang des Stromes durch den Elektromagneten i i11 das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung ii bewirkt. Die Zwischenantriebswelle wird nun von dem Motor 13 derart mitgenommen, daß die Zwischenrollen 6 die Scheibe in dem Ofen vorrücken lassen.
  • Die Vorrichtungen zum Einkuppeln und zum Auskuppeln bleiben in. der Stellung, in die sie gerade :durch den Durchgang des Stromes durch den obengenannten Stromkreis :gebracht wurden, auch dann, wenn kein Strom mehr durch den Stromkreis fließt. Daraus folgt, daß die Glasscheibe auch dann weiterhin vorrückt, wenn das Hinterende dieser Scheibe an .der Stelle 411 vorübergegangen ist, an der sich der Schalter 16 befindet, und wenn dieser in diejenige Stellung zurückgelangt, in der der Stromkreis geöffnet ist.
  • In einem Abstand vom Schalter 16, der etwas größer als die Länge der Glasscheibe ist, befindet sich ein Schalter 25, der durch das Vorderende der Scheibe in die Stellung gebracht werden kann, in der er einen elektrischen Stromkreis schließt, in dem er eingeschaltet ist. Dieser Stromkreis umfaßt den positiven Pol 17 einer Leitung 26, den Schalter 25, eine Leitung 27, einen Schalter 2,8, eine Leitung 29, einen Elektromagneten 3o11, eine Leitung 31 und den negativen Pol 22. Wenn man annimmt, daß der Schalter--8 geschlossen ist; fließt in dem Augenblick, in dem das Vorderende der Scheibe den Schalter 25 schließt, ein Strom in diesem Stromkreis. Unter diesen Bedingungen bewirkt der Elektromagnet 3o11 die Verschiebung einerKupplungsvorrichtung 30, derart, daß eine Welle 32' mit einer Welle 32 gekuppelt wird. Diese trägt ein Schneckenzahnrad 3211, das in eine Schnecke 33b eingreift, die auf der Welle 33 aufgekeilt ist, die ihrerseits von der Hilfsantriebswelle 12 vermittels einer über die Räder i2d und 33" laufenden Kette 34 mitgenommen wird.
  • Die Welle 32', die von einer geeigneten, -die Geschwindigkeit vermindernden Übersetzung, wie etwa die Schnecke 33b und das Schneckenzahnrad 32a, mitgenommen wird, trägt einen Läufer 36, der in die in Abb. 2 durch unterbrochene (strichpunktierte) Linien gezeichnete Stellung beispielsweise unter der Wirkung einer Feder 37 zurückgebracht wird, die sich um die Achse 32',des Läufers 36 herumrollt, sobald die Welle 32' ausgekuppelt wird. Der Läufer 36 beginnt also, sich in der Richtung des Pfeiles Y zu verschieben, sobald die Glasscheibe sich in dem Ofen befindet. Er verschiebt sich in Berührung mit einem durchlaufenden Band 38 aus leitendem Metall, das mit dem positiven Pol 17 durch eine Leitung 39 verbunden ist, sowie in Berührung mit einer Reihe von voneinander isolierten Klötzen 40. jeder Klotz 40 entspricht nun einer bestimmten Stellung des Vorderendes der ersten Scheibe in dem Ofen. Gegenüber dem letzten Klotz befindet sich ein Kontakt 40', der mit einer Leitung 41 verbunden ist. Vom äußersten Ende 4r11 (Abb. i und dieser Leitung kann man entweder über eine Leitung 42, einen Elektromagneten 13r und eine Leitung 43 oder über eine Leitung 44. einen Elektromagneten 13s und eine Leitung 45 bis zum negativen Pol 22 gehen. Wenn der Läufer 36 den Kontakt 40' berührt, so bewirkt der in dem Elektromagneten 13r fließende Strom das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 13f, während der in dem Elektromagneten 13s fließende Strom das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung 139 bewirkt. Daraus geht hervor, daß die Welle 12, die sich in der Richtung drehte, die das Vorrücken der Scheibe über die Zwischenrollen 6 bewirkt, sich jetzt in umgekehrtem Sinne dreht, Der von der Welle 12 mitgenommene Läufer 36 verschiebt sich jetzt entgegen der Richtung des Pfeiles Y. In dem Augenblick, in dem er die in unterbrochenen (strichpunktierten) Linien (Abb.2) gezeichneten Stellung erreicht, verbindet er das Band 38 mit einem Kontakt 46, der mit einer Leitung 47 verbunden ist. Vom äußersten Ende 47a dieser Leitung aus kann man entweder über eine Leitung 48, eine Elektromagneten 13t und die Leitung 45 oder über eine Leitung 49, einen Elektromagneten 13a und die Leitung 43 bis zum negativen Pol 22 gehen. Wenn der Läufer 36 den Kontakt 46 berührt, bewirkt der durch den Elektromagneten 13t fließende Strom das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 13g, während .der durch den Elektromagneten ritt fließende Strom das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung igf bewirkt. Daraus folgt eine neue Änderung der Drehrichtung der Welle 12 und der Zwischenrollen 6.
  • Die aufeinanderfolgendenRichtungswechsel wiederholen sich bis zu dem Augenblick, in dem .das Vorderende der Scheibe sich in einem vorausbestimmten Abstand von der letzten, bereits mit Kühlofenfördergeschwindigkeit bewegten Scheibe befindet, die gleichfalls einer Hinundherbewegung, aber von größerer Schwingweite als die der ankommenden Scheibe unterworfen ist.
  • Die Hauptantriebswelle, die die Verschiebung der mit Kühlofenfördergeschwindigkeit bewegten Scheiben in dem Ofen bewirkt, überträgt ihre Bewegung durch eine über die Räder 7d und 51a laufende Kette 5o auf eine Welle 51. Diese veranlaßt einen Läufer 52, sich unter Zwischenschaltung einer geeigneten, geschwindigkeitsvermindernden Übersetzung zu verschieben, die z. B. aus einer Schnecke 5ib und einem Schneckenzahnrad 53 besteht. Der Läufer 52 (Abb. 2) verschiebt sich in Berührung mit einer Reihe von voneinander isolierten Klötzen 54 und in. Berührung mit einem durchlaufenden Band 55 aus leitendem Metall. Jeder der Klötze 54 entspricht nun einer bestimmten Stellung des Hinterendes der letzten auf gleiche Fördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe.
  • Die Klötze 54 und die Klötze 40, .die den um den Abstand des zwischen zwei aufeinanderfolgen:den Scheiben frei zu lassenden Raumes von z. B. 1,5 m voneinander entfernten Stellungen entsprechen, sind durch Leitungen 56 verbunden. Das durchlaufende Band 55 ist mit einer Leitung 57 verbunden. Von dem äußersten Ende 57a dieser Leitung kann man über eine Leitung 58, einen Elektromagneten 30b und die Leitung 31 zu dem negativen Pol 22 gelangen. Das äußerste Ende 57a ist gleichfalls mit einer Leitung 6o verbunden. Von dem äußersten Ende Goa .dieser Leitung kann man über eine Leitung 61, einen Elektromagneten 62 und eine Leitung 63 zuin negativen Pol 22 gelangen. Mit dem. äußersten Ende 6o11 ist gleichfalls eine Leitung 64 verbunden. Vom äußersten Ende 6411 dieser Leitung aus kann man entweder über eineLeitung65, einen Elektromagneten iib und .die Leitung 21 oder über eine Leitung 66, einen Elektromagneten io° und die Leitung 24 zum negativen Pol gelangen.
  • Die Bewegungen .des Läufers 36 sind mit den Bewegungen des Vorderendes der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe gleich, und die Verschiebungen dieses Läufers entsprechen den Verschiebungen dieser Scheibe. Die Bewegungen des Läufers 52 sind mit denen des Hinterendes der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe gleich, und die Verschiebungen dieses Läufers sind den Verschiebungen dieser Scheibe entsprechend. ' Wenn die beiden Läufer 36 und 52 im gleichen Augenblick sich über zwei elektrisch .durch eine Leitung 56 miteinander verbundenen Klötzen .1.o und 54 befinden, so ist das äußerste Ende 57a elektrisch mit dem positiven Pol 17 durch die Leitung 39, das Band 38, den Läufer 36, den betreffenden Klotz 40, .die Leitung 56 und den entsprechenden Klotz 54, den Läufer 52, das Band 55 und die Leitung 57 verbunden. In diesem Augenblick bewirkt der durch den Elektromagneten 30b fließende Strom das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 30. U11 die Welle 32' nun frei ist, führt die Feder 37 den Läufer 36 gegen den Kontakt 46 zurück, wodurch, wie oben ausgeführt, das Auskuppeln der Kupplungsvorrichtung 13g und das Einkuppeln der Kupplungsvorrichtung 13f veranlaßt wird. Während .der Elektromagnet 30b von einem Strom durchflossen wird, wird der Elektromagnet 62 gleichfalls von einem Strom durchflossen, was bewirkt, daß der Schalter 28 geöffnet und demzufolge vermieden wird, daß .die Welle 32 unter der Steuerung des Elektromagneten 3o11 von neuem mit der Welle 33 gekuppelt wird.
  • Im gleichen Augenblick verschiebt gleichfalls der durch den Elektromagneten iib fließende Strom die Kupplungsvorrichtung i i in die ausgekuppelte Stellung, während der durch den Elektromagneten ioa fließende Strom die Kupplungsvorrichtung -io bis in die eingekuppelte Stellung verschiebt. Die Zwischenantriebswelle 9, die mit der Hilfsantriebswelle i2 verbunden war, ist nun also mit der Hauptantriebswelle 7 verbunden. Diese Verbindung stellt sicher, daß die Zwischenrollen 6 mit gleicher Geschwindigkeit und Richtung mit den. Rollen 5 in genau dem Augenblick in Drehung versetzt werden, in dem das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe sich in dem gewünschten Abstand von dem Hinterende der vorhergehenden Scheibe befand.
  • Man kann sich leicht von den Verschiebungen, der Scheiben Rechenschaft geben, wenn man das Schaubild der Abb. 3 zu Rate zieht. Dieses Schaubild zeigt in den Abszissen die von den Glasscheiben durchlaufenen Wege, während die Ordinaten die-zum Durchlaufen der Wege angesetzte Zeit darstellen. In diesem Schaubild geben die ausgezogenen Linien die von dem Vorderende oder der Vorderseite der Scheibe .durchlaufenen Wege wieder, während die unterbrochen gezeichneten (gestrichelten) Linien die von dein Hinterende oder der Hinterseite -der Scheiben durchlaufenen Wege zeigen. Der Ursprung .der Abszissen befindet sich in der Achse der Walzen 2 des Walzwerks. Beim Eingang 4#, des eigentlichen Ofens befindet sich der Schalter 16, während in der Nähe von 4b sich der Schalter 25 befindet. Die Zwischenrollen 6 liegen zwischen den Schaltern 16 und 25, die um die Länge einer Scheibe (z. B: i8 m), vermehrt um den Abstand zwischen dem Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe und dem Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu brihgenden Scheibe, voneinander entfernt sind.
  • Der durch das Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten. Glasscheibe durchlaufene Weg ist durch die unterbrochen gezeichnete (gestrichelte) Linie 67 dargestellt, während die durch das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe beschriebene Bahn durch die ausgezogene Linie68 wiedergegeben wird. Wenn das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe unterhalb 25 ankommt, bewirkt es, daß der Läufer 36 in Bewegung gesetzt wird, der seinerseits die Steuerung der Hinundherbewegurig der betreffenden Scheibe sicherstellt. Der letzte, mit der Leitung 41 über dem Kontakt 4o' verbundene Klotz ist derart gewählt worden, daß die Glasscheibe ihre Hinundherbewegung in einem Bereich ausführt, der sich von 25 bis 69 erstreckt und der Angleichungsbereich genannt werden soll. Dieser Bereich ist beispielsweise 6 m lang gewählt. Der Bereich, in dem das Hinterende der letzten, auf Kühlofengeschwindigkeit gebrachten Scheibe seine Hinundherbewegung ausführt, ist beispielsweise 9,25 m lang und liegt zwischen den Punkten 70 und 71. Auf diesem Schaubild ist zu ersehen, daß das letztgenannte Gebiet größer als der Angleichungsbereich ist. Es besteht ein Bedürfnis, die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringende Scheibe in einem engen Bereich warten zu lassen, um infolgedessen den Bereich der freien Rollen verringern zu können, d. h. der Bereich zwischen den Zwischenrollen 6 und den Sekundärrollen 5, der Rollen umfaßt, deren Drehung niemals durch eine Antriebswelle bewirkt wird, weil sie in jedem Augenblick die Möglichkeit haben müssen, sich in der einen oder in der anderen Richtung zu drehen.
  • In dem dargestellten Fall befindet sich die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringende Scheibe, nachdem ihreVorderkante den bei 72 gezeigten Punkt erreicht hat, genau 1,5 m vom Punkt 73 entfernt, .der durch das Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Platte eingenommen wird. In diesem Augenblick wird sie mit den ihr vorausgehenden Scheiben auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht. Wenn die Scheiben eine gewisse Anzahl von Verschiebungen in jeder Richtung ausgeführt haben, rücken sie mit einem Sprung von beispielsweise 9,25 m vor und beginnen dann von neuem einige Verschiebungen in jeder Richtung auszuführen, wonach sie einen weiteren Sprung von gleichfalls beispielsweise 9,25 m machen. Sie sind so im ganzen 18,5 m vorgerückt. Man kann in diesem Augenblick eine neue Scheibe in den Ofen einführen, die gleichfalls selbsttätig auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht wird, wenn das Vorderende einen Abstand von 1,5 m vom Hinterende der letzten Scheibe erreicht hat.
  • Damit trotz der obengenannten Sprünge die Stellung des Läufers 52 stets einer Stellung der Scheibe entspricht, die Hinundherverschiebungen ausführt, ist ein Anschlag 74 (Abb. i) vorgesehen, .gegen den dieser Läufer anstößt, wenn die Scheibe sich bei ihren Hindundherverschiebungen im vollen Lauf nach vorne befindet. Der Läufer 52 ist auf einer Achse 52a unter Zwischenschaltung einer Reibungskupplung 52b aufgebracht, die einen größeren Reibungswiderstand bildet als der, der sich den Verschiebungen des Läufers über einer den gewöhnlichen Hinundherverschiebungen der Scheiben entsprechenden Strecke entgegensetzt. Auf diese Weise bleibt der Läufer 52 in Anlage an dem Anschlag 74, wenn die Scheiben einen Sprung ausführen, und nimmt unmittelbar darauf seinen Lauf in umgekehrter Richtung wieder auf, wenn die Scheiben von neuem eine Verschiebung nach rückwärts ausführen.
  • Der Abstand des Schalters 25 von dem Schalter 16 ist offensichtlich derart regelbar, daß man in dem Ofen Scheiben verschiedener Länge behandeln kann.
  • In der Abb.4 ist zu ersehen, daß auf die Welle 7 eine Scheibe fo' aufgesetzt ist und daß .gegenüber dieser Scheibe eine Scheibe io" angeordnet ist, die sich auf der Welle 9 verschieben kann, aber durch diese bei ihrer Drehung mitgenommen wird. Die Scheibe io" wird gegen die Scheibe io' beständig durch eine Feder 137 getrieben, die sich auf der anderen Seite gegen einen Bund9a der Welle 9 stützt. Auf beiden Seiten dieser Wellen sind Stangen 138 angeordnet, die mit Kernen i39 von in Reihe ,geschalteten Elektromagneten ,ob verbunden sind. Wenn diese von einem Strom durchflossen werden, werden dieKerne 139 dazu getrieben, aus den Solenoiden herauszugehen und die Stellung einzunehmen, in der sie dargestellt sind. Kugelwiderlager 138a sind zwischen eine-Scheibe ioa" und eine Scheibe 138b eingebracht, die von den Stangen 138 getragen wird. Die Kerne 139 tragen Köpfe 139a, die in der .dargestellten Lage entgegen der Wirkung der Feder 137 durch um die Punkte i4oa schwenkbare Teile (Zangen) 140 gehalten werden, deren Klauen 140b durch Federn 141 gegeneinander getrieben werden. Die Teile 14o weisen gleichfalls noch Klauen 140d auf, zwischen die .die Köpfe 142a von Kernen 142 von Elektromagneten ioa eingreifen können, wenn diese in Reihe geschalteten Elektromagnete von einem Strom durchflossen werden und wenn ihre Kerne 142 unter der Wirkung dieses Stromes dazu getrieben werden, in das Solenoid von der Stellung aus einzutreten, in der sie dargestellt sind.
  • Einer der Kerne 142 ist durch eine Stange 143 verlängert, die zwei voneinander isolierte leitfähige Stücke 143" und 143b trägt, die derart angeordnet sind, daß, wenn der zugehörige Kern 142 aus dem Elektromagneten ioa herausgetreten ist, die beiden Enden der Leitung 66 durch das Stück 143b miteinander verbunden sind und daß, wenn der Kern in den Elektromagneten ioa eingetreten ist, die beiden Enden der Leitung 23 durch das Stück 143" miteinander verbunden werden.
  • Die Kerne 142 werden durch Federn 144 beständig in der Richtung gezogen, in der sie aus den Elektromagneten i oa heraustreten.
  • Befinden sich die verschiedenen Teile in der in Abb.4 gezeigten Stellung, wenn ein von den Leitungen 22 und 24 kommender Strom durch die Elektromagneten ioa und die Leitung 66 fließt, so treten die Kerne 142 in die Elektromagneten ioa ein und bewirken, daß die Köpfe 142' zwischen den äußersten Enden 140d der Teile 14o eingreifen. Dieses Eingreifen bewirkt das Ausrücken der Köpfe 139a aus den Außenenden 140b und gestattet demzufolge der Feder 137, die Scheibe 1o" auf die Scheibe 1o' aufzulegen, was mit sich bringt, daß die Welle 7 von .der Welle 9 mitgenommen wird.
  • Das Eingreifen der Köpfe 142a in die Teile 140 geht Hand in Hand mit demAuslösen des leitfähigen Stückes 143b aus den Enden der Leitung 66 und dem Einrücken .des leitfähigen Stückes 143a zwischen die Enden der Leitung 23.
  • Es fließt also kein Strom mehr in dem zum Einkuppeln. bestimmten Stromkreis, sobald dies Einkuppeln erfolgt ist, und der zum Auskuppeln bestimmte Stromkreis ist bereit, Strom aufzunehmen, bevor dieser durch die Elektromagneten geht.
  • Der Durchgang des letztgenannten Stromes würde mit sich bringen, daß die Teile 140 in die in Abb. 4 gezeigte Lage zurückgeführt werden.
  • Da die Länge der Glasscheiben sich ändern kann, ist es notwendig, die Länge des Bereiches der freien Rollen ändern zu können. Dafür ist vorgesehen, daß die Rollen 5, die einen Teil dieses Bereichs bilden können, mit der Antriebswelle 7 durch eine besondere Kupplungsvorrichtung verbunden sind. Die Abb. 5 und 6 zeigen, daß die Drehbewegung der Welle 7 beispielsweise auf eine Welle 7' durch eine Kette 155 übertragen wird, die über die auf .diese Wellen aufgekeilten Räder 156 und 157 läuft. Auf die Welle 7' sind Kegelräder 158 aufgekeilt; mit jedem dieser Kegelräder kämmt ein anderes Kegelrad 159, das zu je einer Rolle gehört. Jedes Kegelrad 159 kann mit der entsprechenden Rolle fest verbunden werden oder nicht verbunden werden, je nach der Stellung einer Kupplungsmuffe 16o, die durch einen Hebel 161 verschoben werden kann. Diejenigen Rollen, die nicht lösbar sein müssen, besitzen keineKupplungsmuffe 16o und keinen Hebel 161.
  • Aus der Abb. 3 ist zu ersehen, wie die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringende Scheibe mit der letzten auf diese Geschwindigkeit gebrachten Scheibe im Punkt 72 des betreffenden Bereichs genau in dem Augenblick angeglichen wurde, in dem ihr Vorderende sich in dem gewählten Abstande von deren Hinterende befand. Es könnte aber vorkommen, daß die auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringende Scheibe einen Augenblick gerutscht ist, so daß ihr Vorderende im Punkt 162 in der obengenannten gewählten Entfernung -des Punktes 163 vom Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe in dem Augenblick ankommt, in dem diese an diesem Punkte vorbeikommt. Die Angleichung könnte also in diesem Augenblick außerhalb des Angleichungsgebiets erfolgen. Dazu ist notwendig, daß der dem Punkt 163 entsprechende Klotz elektrisch mit dem dem Punkt 162 entsprechenden Klotz verbunden wird und daß der erste Läufer 36 in Bewegung gesetzt wird, bevor das Vorderende der Scheibe den Punkt 162 und damit den Anfang des Angleichungsbereiches erreicht. Das Einkuppeln des ersten Läufers 36 wird statt durch einen Schalter 25 durch einen vor diesem liegenden Schalter, z. B. durch den Schalter 16, gesteuert, der sich am Eingang des Ofens befindet.
  • Die Abb. 7 zeigt, wie die elektrischen Verbindungen in diesem Fäll hergestellt werden. Diese Verbindungen sind mit den in Abb. i gezeigten gleich, abgesehen davon, daß der Schalter 25 weggelassen wird und daß die Leitung 29 durch eine Leitung 29' ersetzt wird, die bis zum Stromkreis des Schalters 16 geht.
  • Die Verbindungen der eigentlichen Angleichungsvorrichtung sind in Abb.8 dargestellt. Bei dieser Abbildung ist angenommen, daß die Läufer 36 und 52 sich im Uhrzeigersinne drehen, wenn die Rollen sich in. dem dem Vorrücken der Scheiben entsprechenden Sinne drehen. Die den verschiedenen Punkten 162, bis i8o der Abb. 3 entsprechenden Stellungen dieser Läufer sind in Abb. 8 mit denselben Bezugszeichen bezeichnet worden. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 12 .und dem Läufer 36 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine vollständige Umdrehung macht, wenn die Scheiben um eine Länge vorrücken, die dem zwischen der Abszisse des Schalters 16 und der Abszisse des Punktes 179 liegenden Abstand gleich ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 7 und dem Läufer 52 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine vollständige Umdrehung macht, wenn die Scheiben um eine Länge vorrücken, die der zwischen den Abszissen der Punkte 163 und i64 liegenden Entfernung gleich ist. Der Läufer 52 ist auf die Achse 52a aufgekeilt, und der Anschlag 74 der Angleichungsvorrichtung der Abb. 2 besteht hier nicht. Die dem Angleichungsbereich entsprechenden Klötze 40 sind elektrisch mit den Klötzen 54 verbunden, die von jenen um den zwischen dem Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe und dem Vorderende der auf diese Geschwindigkeit zu bringenden Scheibe gewählten Abstand entfernt sind. Außerdem ist ein dem Punkt 162 entsprechender Klotz 40" elektrisch mit denjenigen der Klötze 54 verbunden, der dem Punkte 163 entspricht.
  • Diese Angleichungsvorrichtung weist gegenüber der in Abb.2 gezeigten den Vorzug auf, über die Punkte dieses Bereiches hinaus die Angleichung der Punkte 162 und 163 zu gestatten. Aber dagegen gestattet sie kein Angleichen, nachdem das Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe den Punkt 169 verlassen hat, bis zu dem Augenblick, in dem sie den Punkt 176 erreicht hat; denn den Strecken zwischen den Punkten 170 und 175 entsprechen Verschiebungen des Läufers 52 außerhalb der Angleichungsklötze.
  • Eine Angleichungsvorrichtung dieser Art kann offenbar für die Angleichung der Fördergeschwindigkeiten von Scheiben verwandt werden, die eine andere Bewegung-beschreiben als die in Abb. 3 dargestellte Bewegung. So sei beispielsweise angenommen, daß die Scheiben eine durch das Schaubild - der Abb. 9 dargestellte Bewegung beschreiben. Auf jedes sprungweise Vorrücken um eine gewisse Länge (z. B. um-die Hälfte der Länge einer Scheibe; vermehrt um die Hälfte des Abstands zwischen beiden Scheiben) folgt ein Sprung nach rückwärts von einer Länge, die der Hälfte des Sprungs nach vorwärts gleich ist. Auf diesen Sprung nach rückwärts folgt ein neuer Sprung nach vorwärts, der mit .dem ersten Sprung nach vorwärts gleich ist, und so fort. Das Hinterende der letzten, auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebrachten Scheibe beschreibt also einen durch die gestrichelte Linie 67 dargestellten Weg, der Spitzen 181, 182, 183, 184, 185, 186 aufweist. .
  • Wenn man sich zur Aufgabe macht, eine neue Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu -bringen, bevor das Hinterende der letzten, auf diese Geschwindigkeit gebrachten Scheibe den Punkt 183 verlassen hat, gebraucht man eine Vorrichtung, wie sie in Abb.:1o dargestellt ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 12 und dem Läufer 36 ist in diesem Falle so berechnet,- daß dieser Läufer eine volle Umdrehung für je eine Verschiebung der Scheiben um eine Länge macht, die der zwischen der Abszisse liegenden Entfernung des Schalters 16 und,der Abszisse des Punktes 188 .gleich ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit zwischen der Welle 7 und dem Läufer 52 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine halbe Umdrehung für eine Verschiebung der Scheiben um eine Länge macht, die der zwischen den Abszissen der Punkte 181 und 182 liegenden, -d. h. der einem Sprung nach vorne 'entsprechenden Entfernung gleich ist.
  • Die Angleichung der Fördergeschwindigkeit der Glastafeln kann entweder, wenn das Vorderende der auf Kiihlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe sich bei 187 in der gewählten Entfernung vom Punkte 181 befindet, oder in einem Angleichungsbereich stattfinden, dessen Grenzen als Abszissen die Abszissen der Punkte 188 und 189 haben.
  • Wenn man, an Stelle sich zur Aufgabe zu machen, eine Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringen, bevor das Hinterende der letzten Scheibe den Punkt 183 erreicht hat, zuläßt, daß eine neue Scheibe auf Kühlofenfördergeschwindigkeit gebracht werden kann, bevor das obengenannte Hinterende den Punkt 185 erreicht hat, benutzt man eine Vorrichtung, wie sie in Abb. i i dargestellt ist.
  • Die Verminderung der -Geschwindigkeit zwischen der Welle 12 und dem Läufer 36 ist so berechnet, daß dieser Läufer eine volle Umdrehung macht für eine Verschiebung um eine Länge, die dem zwischen der Abszisse des Schalters 16 und der Abszisse des Punktes 193 liegenden Abstand gleich ist. Die Verminderung der Geschwindigkeit-zwischen der Welle 7 und dem Läufer 52 ist die gleiche wie im Falle der in Abb. io dargestellten Vorrichtung. In diesem Falle kann die Angleichung entweder, wenn das Vorderende der auf Kühlofenfördergeschwindigkeit zu bringenden Scheibe sich bei 187 befindet, oder in einem Angleichungsbereich stattfinden, dessen Grenzen als Abszissen die Abszissen der Punkte 189 und 193 haben.
  • Es versteht sich von selbst, daß die Erfindung nicht ausschließlich auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt ist und daß Abänderungen in der Anordnung der bei ihrer Ausführung vorkommenden Teile angebracht werden können, ohne über den Bereich der Erfindung hinauszugehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Glaskühlofen mit aus mehreren Abschnitten bestehender Rollenbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenrollen (6) mit einer Zwischenantriebswelle (9) verbunden sind, die einerseits mit einer die Sekundärrollen (5) antreibenden Hauptantriebswelle (7), andererseits mit einer Hilfsantriebswelle (i2) kuppelbar ist, die ihrerseits gleichzeitig mit der die Primärrollen (3) antreibenden Welle (I4) derart drehbar ist, daß die Zwischenrollen (6) sich wahlweise mit gleicher Geschwindigkeit und in derselben Richtung wie die Primärrollen (3) bzw. abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen ungleich zu der Hauptantriebswelle (7) drehen. z. Glaskühlofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß ein mit einer elektrischen Stromquelle (I7, 39, 38) verbundener Läufer (36) mit der Hilfsantriebswelle (I2) beim Stromdurchgang durch einen elektrischen Stromkreis (I7, 26, 25, 27, 28, 29, 30a, 31, 22) kuppelbar ist, der einen durch den Durchgang einer Glastafel schließbaren Schalter (25) besitzt, und daß der Läufer (36) vom Augenblick des Schließens dieses Schalters (25) an derart verschoben wird, daß er wechselweise einen das Auskuppeln der Hilfsantriebswelle (I2) im Sinne einer Rückwärtsbewegung und das Einkuppeln im Sinne einer Vorwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis (I7, 39, 38, 36, 46, 47, 48, I3', 45, 22 und 46, 47, 49, I3", 43, 22) bzw. einen das Auskuppeln der Hilfsantriebswelle (I2) im Sinne einer Vorwärtsbewegung und das Einkuppeln im Sinne einer Rückwärtsbewegung bewirkenden Stromkreis (i7, 39, 38, 36, 40', 4I, 42, 13T, 43, 22 und 40', 4I, 44 13s, 45, 22) schließt. 3. Glaskühlofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (36) bei seiner Verschiebung mit voneinander isolierten und sich in gleichem Abstand voneinander befindenden Klötzen (40) in Berührung kommt, die elektrisch durch Leitungen (56) mit anderen- voneinander isolierten und sich in gleichem Abstand voneinander befindlichen Klötzen (54) verbunden sind, wobei die Klötze (54) nacheinander durch einen, mit der Hauptantriebswelle (7) verbundenen zweiten Läufer (52) bestrichen werden, der. in einen elektrischen Stromkreis (I7, 39, 38, 36, 40. 56, 54 52, 55, 57 . . .) eingeschaltet ist, -welcher bei gleichzeitigem Vorübergehen :der beiden Läufer (36 und 52) über zwei elektrisch verbundene Klötze (4o und 54) von einem Strom durchflossen wird, so daß durch einen Stromkreis (...57, 6o, 65, IIb, 21, 22) das Lösen der Kupplung zwischen der Zwischenantriebswelle (9) und der Hilfsantriebswelle (i2), durch einen Stromkreis (... 57, 6o, 66, Ioa, 24, 22) das Kuppeln der Zwischenantriebswelle (9) mit der Hauptantriebswelle (7), durch einen Stromkreis (... 57, 58, 30b, 31, 22) das Lösen der Kupplung (30) zwischen dem ersten Läufer (36) und der Hilfsantriebswelle (I2) und durch einen Stromkreis (... 57, 6o, 61, 62, 63, 22) .das Öffnen eines Schalters (28) bewirkt wird, der in einen elektrischen Stromkreis (I7, 26, 25, 29 ... ) zwischen die Stromquelle und den Elektromagneten (3oa) eingeschaltet ist, der das Kuppeln des ersten Läufers (36) mit der Hilfsantriebswelle (I2) bewirkt. 4. Glaskühlofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß, sobald die Verschiebung des ersten Läufers (36) in Abhängigkeit von den Bewegungen der Hilfsantriebswelle (I2) aufhört, dieser Läufer (36) durch eine Feder (37) in diejenige Stellung gebracht wirrt, in der er durch wechselweises Ein- und Ausrücken der Kupplungen (I39 bzw. i3f) mittels der Elektromagnete (i 3t bzw. U lt) die Drehrichtung der Hilfsantriebswelle (I2) ändert. 5. Glaskühlofen nach Anspruch 2 bis 4, dadurch -gekennzeichnet, daß der Schalter (25), welcher in den elektrischen Stromkreis (I7, 26 ... ) eingeschaltet ist, der das Einkuppeln des ersten Läufers (36) bewirkt, sich in einem Abstand von dem Anfang (4a) der Reihe der Zwischenrollen (6) befindet, der mindestens gleich der Länge der Glastafel ist. 6. Glaskühlofen nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungen (46 und 40') des Läufers (36), für die er in die beiden elektrischen Stromkreise (17, 39, 38, 36, 46, 47, 48, 13t$ 45, 22 bzw. 46, 47, 49, 13", 43, 22 und 17, 39, 38, 36, 40', 44 42, 13'', 43, 22 bzw. 40', 41, 44, 13s9 45, 22) eingeschaltet ist, so gewählt sind, daß die H.inundherverschiebungen der durch die Zwischenrollen (6) verschobenen Tafeln einen Bruchteil der Hinundherverschiebungen der durch die Sekundärrollen (5) verschobenen Tafeln betragen. 7. Glaskühlofen nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Läufer (52) auf seiner Welle (52a) unter Zwischenschaltung einer keibungskupplung (52b) aufgebracht ist, die einen größeren Reibungswiderstand im Vergleich zu demjenigen Widerstand bietet, der sich den Verschiebungen des Läufers (52) über eine den gewöhnlichen Hinundherverschiebungen der Tafeln in dem Ofen entsprechende Strecke entgegensetzt, wobei ein Anschlag (74) in der Bewegungsbahn des zweiten Läufers (52) än einer Stelle angeordnet ist, die der Schwinb i#eite der -Hinundherverschiebungen der Tafeln entspricht.
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