DE613574C - Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Fluessigkeiten - Google Patents
Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende FluessigkeitenInfo
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- DE613574C DE613574C DEH136260D DEH0136260D DE613574C DE 613574 C DE613574 C DE 613574C DE H136260 D DEH136260 D DE H136260D DE H0136260 D DEH0136260 D DE H0136260D DE 613574 C DE613574 C DE 613574C
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- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
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- C11D7/22—Organic compounds
- C11D7/32—Organic compounds containing nitrogen
- C11D7/3209—Amines or imines with one to four nitrogen atoms; Quaternized amines
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Description
- Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Flüssigkeiten -Man hat bereits vorgeschlagen, die Korrosionswirkung von alkalisch reagierenden Flüssigkeiten, beispielsweise wäßrigenLösungen von Natriumhydroxyd, Ammoniak, Alkalisalzen, wie Carbonaten, Phosphaten, Metasilikaten, Boraten, Seifen, deren Gemischen usw., auf alkaliempfindliche Metalle, insbesondere auf Aluminium, Zinn, deren Legierungen und Überzüge, wie Weißblech u. dgl., durch Zusätze zu verhindern bzw. herabzusetzen. So wurde Reinigungsmitteln, die Alkaliphosphate enthalten, Wasserglas bzw. kolloidale Kieselsäure, ferner Alkalichromate zugesetzt. Bei vorwiegend aus Alkalicarbonaten bestehenden Reinigungsmitteln ist die korrosionshemmende Wirkung von schwer löslichen Aluminium- bzw. Zinnverbindungen bekannt; Aluminiumphosphat kann man hierbei in alkaliphosphathaltigen Flüssigkeiten durch Zusatz von löslichen Aluminiumsalzen entstehen lassen.
- Diese korrosionshemmenden Mittel haben mancherlei Nachteile. Sie wirken nicht bei allen alkalischen Flüssigkeiten, auch nicht gegenüber allen alkaliempfindlichen Metallen gleich gut. Wasserglas verliert in Gegenwart von größeren Alkalimengen durch Bindung der Kieselsäure und Übergang in Metasilikat seine Wirksamkeit. Mit kollodialer Kieselsäure dagegen erhält man keine klaren Lösungen, sondern Abschendungen, die in zahlreichen Fällen störend sind und die Anwendung derartiger Mittel erschweren. Chromate wiederum- wirken giftig, insbesondere auf die menschliche Haut ekzemerregend. Die bekannten korrosionshemmenden Mittel versagen auch oft bei höheren Temperaturen. Man hat zwar schon vorgeschlagen, bei besonders starken Beanspruchungen, z. B. beim Behandeln von verzinnten Metallflächen durch kochende alkalische Reinigungsbäder, gleichzeitig Zusätze von Wasserglas und Alkalichromäten oder -bichromaten zu verwenden. Die Verwendung, von zwei verschiedenen Mitteln ist aber umständlich und zeigt die obenerwähnten Nachteile.
- Es wurde nun gefunden, daB man alkaliempfindliche Metalle und Legierungen gegen den Angriff auch von heißen alkalischen korrodierenden Flüssigkeiten vorteilhaft dadurch schützen kann, daß man diesen Flüssigkeiten einen Gehalt von Kobalt(III)-amminen gibt. Diese Verbindungen haben den großen Vorteil, daß man sie ohne andere korrosionsverhindernde Zusätze in einem bedeutend weiteren Umfang verwenden kann. Dies gilt insbesondere gegenüber dem bisher am meisten angewandten Wasserglas.
- In Ausübung der neuen Erfindung kann man beispielsweise so verfahren, daß man die Flüssigkeiten mit den fertig gebildeten Kobalt(III)-amminen versetzt.', Man kann aber auch so verfahren, daß man diese Ammine erst in den Behandlungssüssigkeiten entstehen läßt, was beispielsweise durch Zusatz der Komponenten und geeignete Behandlung geschehen kann. Auch festen alkalischen Stoffen und Stoffgemischen können die Ammine zugesetzt werden. Durch Auflösen dieser Gemische in Wasser erhält man Reinigungslaugen, die Metalle nicht angreifen.
- Bei dem vorliegenden Verfahren hat sich insbesondere der Zusatz solcher Ammine, die kochbeständig sind, als vorteilhaft erwiesen.
- Geeignete Ammine sind beispielsweise das Aquopentamminkobalt (III)-chlorid, das Chloropentamminkobalt(III)-chlorid, das Dichlorodiäthylendiaminkobalt(III)-nitrat; das Trinitrotriamminkohalt(III) sowie das Anun:oniumtetranitrodiamminkoba1tiat und andere mehr.
- In den vorstehend aufgeführten Verbindungen können selbstverständlich die genannten Amine durch andere bekannte stickstoffhaltige Basen, insbesondere primäre und sekundäre Amine, ersetzt werden. Beispiele - -i. 30 Gewichtsteile kristallisiertes Trinairiumphosphat, -6g Gewichtsteile Natriummetasilikat und t Gewichtsteil Dchlorodiäthylendiaminkobalt(III)-nitratwerden gut gemischt. Von dieser Mischung werden 2°joige wäßrige Lösungen hergestellt, die sich vorzüglich zum Reinigen verzinnter- Gefäße, von Weißblech-u. dgl. eignen, wobei Temperaturen bis zu g3° C angewendet werden können. - Auch organische Flüssigkeiten, wie Milch, beeinträchtigen die Wirkung nicht.
- An Stelle des DichlGrodäthylendiaminkobalt(III)-nitrats kann man: gleich gut das entsprechende Chlorid oder Aquopentamrnnkobalt(III)-chlorid von der Formel L 'Co (,NH3)5(H2O)le13 und statt der angegebenen Menge an Trinatriumphosphat und Natriummetasili-Icat.auch gleiche Teile dieser Salze verwenden, a. In iooo Gewichtsteilen einer 5°joiggen _Sodalösung werden o,6 Gewichtsteile Äthylendiäminmonohydrat *gelöst, und dazu i Gewichtsteil Kobaltochlorid der Formel CoC12#6H20 hinzugefügt. Durch diese Lösung wird einige Zeit ein kräftiger Luftstrom geblasen. Die Lösung, die mit Vorteil zu keinigungszwekken verwendet werden kann, enthält das Kobalt in Form ,eines komplexen Kobalt(III)-ammins und greift beispielsweise Weißblech nicht an.
- 3. 97 Gewichtsteile Natriummetasilikat von der Formel Na2Si03 # 9H20 werden mit 3 Gewichtsteilen Dichlorodiäthylendiaminkobalt (III) -chlorid von der Formel (Co eng C12) Cl gemischt und dann in Wasser zu 5°loigen Lösungen aufgelöst, die gemäß den Beispielen i und 2 verwendet werden können.
- Gegebenenfalls kann man die Ammine auch im Gemisch mit anderen bekannten Korrosionsschutzmitteln, wie Wasserglas u. dgl., anwenden.
- 4.- 48,5 Gewichtsteile kristallisiertes Natriummetasilikat werden mit 47 Gewichtsteilen kristallisiertem Trinatriumphosphat, 3 Gewichtsteilen tetrahydronaphthalinsulfosaurem Natrium, 0,75 Gewichtsteilen der Verbindung [Co (NHg)5 (H20)] Clg und 0,75 Gewichtsteilen der Verbindung [Co eng C12] Cl innig verinischt. Man erhält ein ausgezeichnetes Reinigungsmittel, dessen 2°(oige Lösungen beispielsweise bei 8o bis go° C zum Reinigen von Eisen, u: dgl. verwendet werden können, wobei diese Metalle nicht korrodiert werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß man diesen Flüssigkeiten einen Gehalt an Kob?.lt(III)-amminen gibt.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kobalt(III)-amminein den Flüssigkeiten entstehen läßt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß man, kochbeständige Kobalt(III)-ämtnine, beispielsweise das Dichlorodiäthylendiaminkobalt(IZI)-nitrat, verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136260D DE613574C (de) | 1933-05-19 | 1933-05-19 | Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136260D DE613574C (de) | 1933-05-19 | 1933-05-19 | Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE613574C true DE613574C (de) | 1935-05-21 |
Family
ID=7177470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH136260D Expired DE613574C (de) | 1933-05-19 | 1933-05-19 | Verfahren zum Schutz von Metallen gegen alkalische, korrodierende Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE613574C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE892408C (de) * | 1942-10-20 | 1953-10-08 | Henkel & Cie Gmbh | Alkalische Reinigungsmittel fuer Leichtmetalle |
-
1933
- 1933-05-19 DE DEH136260D patent/DE613574C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE892408C (de) * | 1942-10-20 | 1953-10-08 | Henkel & Cie Gmbh | Alkalische Reinigungsmittel fuer Leichtmetalle |
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