AT151293B - Verfahren und Mittel zum Entfernen von steinartigen Ansätzen aus Gefäßen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen. - Google Patents

Verfahren und Mittel zum Entfernen von steinartigen Ansätzen aus Gefäßen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen.

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AT151293B
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Max Dr Landauer
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  Verfahren und Mittel zum Entfernen von steinartigen Ansätzen aus Gefässen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen. 



    Der Bierstein, der sich als ein äusserst fest anhaftender Belag am Aluminium der Gär-und Lagergefässe ansetzt, besteht aus mineralischen Bestandteilen, im wesentlichen aus oxalsauren und phosphorsauren Erdalkalisalzen neben geringeren Mengen kohlensaurer Salze und aus organischen Substanzen, vornehmlich Gerbstoff-Eiweiss-Harzverbindungen. Seine Zusammensetzung ändert sich mit der Art und dem Mineralstoffgehalt der Rohstoffe und der Brauwasser usw. 



  Zum Entfernen des Biersteins aus den Aluminiumgefässen der Brauerei hat Salpetersäure in zirka 15-50% iger Konzentration die weiteste Verbreitung gefunden. Ungeachtet der gesundheitsschädlichen Wirkung der nitrosen Gase, die bei der Anwendung von Salpetersäure auftreten und die trotz empfohlener Schutzmassnahmen zu Unglücksfällen führten, ist bis heute Salpetersäure in etwa 25-30% iger Konzentration das gebräuchlichste Mittel zum Biersteinentfernen geblieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Salpetersäure zwei der Hauptanforderungen erfüllt, die an ein zweckentsprechendes Verfahren zum Entfernen des Biersteins gestellt werden müssen : 1. Der Werkstoff Aluminium wird verhältnismässig nur wenig angegriffen, 2.

   Bierstein jeder Zusammensetzung und Stärke, auch von hartnäckiger Form wird entfernt, wenn genügend lange Einwirkungszeiten (2-3 Tage) eingehalten und die Aluminiumflächen des öfteren mit Salpetersäure bestrichen werden. 



  Bei den Verfahren, die Salpetersäure in Verbindung mit Oxydationsmitteln verwenden, kann zwar, vornehmlich bei hohem Gehalt des Biersteins an organischen Substanzen, die Reinigungswirkung der Salpetersäure verstärkt werden, die Bildung der nitrosen Gase und deren gesundheitsschädliche Wirkung kann aber hiedurch natürlich nicht vermindert werden. Verfahren, die Nitrate an Stelle von Salpetersäure bei saurer Reaktion anwenden, bilden nur Scheinverbesserungen, denn auch bei ihnen bestehen dieselben Gefahren wie bei Salpetersäure. Andere zur Zeit bekannte Reinigungsarten greifen zum Teil trotz des Zusatzes von Korro donsschutzmitteln Aluminium zu stark an, wie z. B. 



  Verfahren unter Anwendung von ätzalkalischen Reinigungsmitteln, zum Teil haben sie nur bei schwachen Biersteinansätzen und bei Bierstein harmloser Zusammensetzung eine ausreichende Wirkung. 



  Beim Beizen von Metallen sind verschiedenartige Ätzflüssigkeiten bekannt, und dabei dienen Zusätze von mehrwertigen Alkoholen als Benetzungsmittel oder auch als Verlangsamungsmittel, und Zusätze von Thioamiden oder Thioharustoffderivaten dienen als Korrosions3chutzmittel. Ferner ist beim Reinigen mittels Schwefelsäure der Zusatz von Oxydationsmitteln zur Förderung der Reinigungswirkung bekannt. 



  Das Verfahren nach der Erfindung besitzt die Vorzüge der Salpetersäure hinsichtlich Reinigungswirkung bei weitgehender Schonung des Werkstoffes Aluminium in erhöhtem Mrsse und vermeidet restlos die nachteilige Entwicklung von gesundheitsschädlichen Gasen beim Biersteinentfernen, indem es Schwefelsäure oder schwefelsaure Lösungen in Verbindung mit steinlockernden sowie korrosionssehützenden Zusätzen von organischen Derivaten und Salzen des Ammoniaks, insbesondere Aminoderivaten der Kohlensäure und von Sulfaten, wie besonders Ammonsulfat, verwendet.

   Hiebei ist die metallangreifende Wirkung bei den Temperaturen, die in der Praxis in Frage kommen, nach Laboratoriumsversuchen auf die Hälfte bis ein Drittel des Angriffs einer 15% igen chlorfreien reinen Salpetersäure-wohl der schwächsten in der Praxis angewandten Konzentration-herabgesetzt ; anderseits wird durch dieses Verfahren (vermöge seiner steinloekernden Wirkung durch Umsetzungen der im   

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 wird. 



   Zur Erläuterung seien folgende Beispiele angegeben : 
 EMI2.2 
 
2. Eine schwefelsaure, zirka 40 volumprozentige Lösung von Ammonium   perstilfiirie.   



  Ammonium sulfurie. techn.   (10-15%)   und Urea teehn. (3-5%) wird mit tonhaltigen Adsorptions- 
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 zugesetzt werden können. 



   3.   10l   einer 30-40 volumprozentigen Handelssch wefelsäure, die   0#5 kg   Perborat (z. B. Perborax),   0#2   kg Urea teehn. und   2 leg Ammonium sulfuric. techno   enthält, werden mit zirka 7'5   keg tonhaltigen   Adsorptionsmitteln, unter Umständen unter Zusatz von 1 l Paraffinum liquid. techn., zu einer streichfähigen Paste verarbeitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Entfernen von steinartigen Ansätzen aus Gefässen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen, z. B. von Bierstein aus Gär-und Lagergefässen,   Milchstein   usw., gekennzeichnet durch die Verwendung von Schwefelsäure oder schwefelsauren Lösungen von Sulfaten, Persulfaten oder Bisulfaten in Verbindung mit steinlockernden und die Steinansätze entfernenden sowie korrosionsschützenden Zusätzen von organischen Derivaten und Salzen des Ammoniaks,   vornehmlich     von Aminoderivaten der Kohlensäure (wie Karbamide, Urethane usw. ), und von Sulfaten (insbesondere   von Ammonsulfat), falls solche nicht schön in den schwefelsauren Lösungen enthalten sind. 
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Claims (1)

  1. Alkohole, wie z. B. Glyzerin, angewendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den weiteren Zusatz von an sich bekannten Oxydationsmitteln, wie Perboraten, Permanganaten, Braunstein usw.
    4. Mittel zum Entfernen von steinartigen Ansätzen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Mischung schwefelsaurer Lösungen mit organischen Derivaten des Ammoniaks und mit Sulfaten (insbesondere Ammonsulfat) ist, gegebenenfalls nebst zusätzlichen Oxydationsmitteln und mehrwertigen Alkoholen, u. zw. als flüssiges Behandlungsmittel oder in an sich bekannter Weise durch Zusatz von Bindemitteln, wie Kieselgur, EMI2.5
AT151293D 1935-07-25 1936-07-03 Verfahren und Mittel zum Entfernen von steinartigen Ansätzen aus Gefäßen von Aluminium oder aluminiumhaltigen Legierungen. AT151293B (de)

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