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Für Eiserzeuger bestimmter Zellensatz Bekanntlich wird bei den Zellensätzen
von Eiserzeugern angestrebt, alle an die Zellen angeschweißten Teile wie Leisten,
Winkel, Nocken u. dgl. sowie vornehmlich falle außerhalb der Sole liegenden Schraubenverbindungen
zu vermeiden, weil diese Stellen besonders gefährdete Angriffspunkte für Korrosionen
sind. Da bei den in Europa fast ausschließlich angewandten Kippapparaten die Zellen
gegen ein unbeabsichtigtes Herausgleiten aus den Zellenrahmen nach allen Richtungen
gesichert werden müssen, hat man aus den Zellenwänden herausgepreßte Ausbuchtungen
vorgeschlagen, mit denen sich die Zelle auf den Tragrahmen aufsetzt bzw. auf denen
die unteren Halteschienen aufliegen. Korbartige Tragkonstruktionen, wie sie in außereuropäischen
Ländern gelegentlich benutzt werden, kommen für Europa im allgemeinen nicht in Frage,
weil beim Kippen ohne zusätzliche Sicherungsvorrichtung die Zellen aus dem Tragkorb
hinausgleiten würden, Sicherungsvorrichtungen aber teuer und leicht verletzlich
sind und dazu neigen, den Schutzüberzug der Zellen zu beschädigen. Die aus den Zellenwänden
herausgepreßten Ausbuchtungen, die im Innern mit einem Füllmaterial - meist Blei
-- ausgefüllt werden müssen, erschweren das Hinausgleiten des Eisblockes: und begünstigen
Korrosionen; auch scheuert sich an den Stellen, an denen die Ausbuchtungen auf den
Tragrahmen oder den Halteschienen aufliegen, der Schutzüberzug naturgemäß schnell
durch. Man hat bereits Eiszellen mit leicht auswechselbaren Schiebelaschen ausgeführt,
die von der Seite auf die Eiszellen, nachdem diese in den Rahmen eingesetzt sind,
aufgeschoben werden. Da diese Schiebelaschen aber nicht die Zelle seitlich umfassen
können, verschieben sie sich bei ungenauer Ausführung leicht, und außerdem bereitet
bei allen bekannten Bauarten die Befestigung der unteren Halteschienen ohne angeschweißte
Teile, angepreßte Nocken und Schraubenverbindungen Schwierigkeiten, die bisher keine
befriedigende Lösung gefunden haben.
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Erfindungsgemäß werden mindestens zwei gegenüberliegende senkrechte
Zellenwände über den Zellenboden hinaus nach unten verlängert. Zweckmäßiger erhalten
alle vier senkrechten Zellenwände diese Verlängerung, damit die Zelle auch um 9o°
gedreht benutzt werden kann. In den Verlängerungen sind öffnungen angebracht, durch
die ein Flacheisen hindurchgesteckt wird und so die unteren Enden der Zellen zusammenhält.
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Am oberen Ende werden die Eiszellen durch an sich bekannte Traglaschen
in dem Tragrahmen gehalten, jedoch ist es erfindungsgemäß möglich, diese Traglaschen
so auszubilden, daß die Zellen von oben eingesetzt werden können, ohne daß der Tragrahmen
auseinandergenommen oder aufgespreizt werden müßte. Denn die Traglaschen brauchen
sich nur von oben auf den Tragrahmen aufzulegen; die früher notwendige Sicherung
der Zellen gegen Herausrutschen aus dem Tragrahmen in entgegengesetzter Richtung,
etwa
beim Kippen zwecks Entleerung der Zellen, wird durch eine schraubenlose Haltevorrichtung
für das untere Flacheisen übernommen.
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In Abb. i ist ein Tragrahmen mit mehreren Zellen in Ansicht dargestellt.
Aibb. z ist ein Schnitt durch den Zellenrahmen senkrecht zur Bildebene der Abb.
z. Abb. 3 und q. geben die Haltevorrichtung für das untere Flacheisen im Aufriß
und Grundriß wieder.
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Der obere Rand der Zelle a (Abb. i und a) ist nach außen umgebogen
und wird von Traglaschen b umfaßt. Diese Traglaschen sind an sich nicht . unbedingt
erforderlich; man könnte den Zellenrand unmittelbar auf dein Tragrahmen c aufliegen
lassen. Trotzdem empfiehlt es sich meistens, die Traglaschen zu verwenden, weil
damit die einer starken Abnutzung unterworfenen Auflageflächen geschont werden und
die Traglaschen leicht mit geringen Kosten ersetzt werden können. Die Traglaschen
können die Zellen an drei Seiten umfassen und somit fest an die Zellen angeklemmt
sein.
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Die Zellenwände sind über den Zellenboden d (Abb. z) hinaus nach unten
verlängert. In diesen Verlängerungen befinden sich öffnungen e, durch die
ein Flacheisen f hindurchgesteckt wird. Dieses Flacheisen faßt somit die
Zellen an ihrem unteren Ende zusammen. Dadurch, daß dieses Flacheisen mit der unten
beschriebenen Vorrichtung am oberen Tragrahmen c befestigt ist, können die Zellen
auch nach oben nicht aus dem Tragrahmen entweichen. Der obere Tragrahmen bildet
ein unzerlegbares Ganzes und kann bei großer Zellenzahl durch Abstandstücke, die
in geeigneten Abständen zwischen den Zellen hindurchgeführt werden, noch versteift
werden, ohne daß etwa daraus Schwierigkeiten beim Einsetzen der Zellen entstehen
könnten. Insbesondere fällt das lästige Aufspreizen der Tragrahmen fort, weil die
Traglaschen oder die Zellen nur dort, wo sie sich von oben auf den Tragrahmen auflegen,
einen Vorsprung haben, im übrigen aber glatt sind.
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An den Enden des Flacheisens f ist je ein Bolzen g angeschweißt oder
angeschmiedet. Die seitlichen Wangen l des oberen Tragrahmens tragen Verlängerungen
la, an deren unteren Enden sich Öffnungen i befinden. Durch diese Öffnungen i werden
die Bolzen g hindurchgesteckt und durch konische Stifte k gesichert.
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Beim Zusammenbau des Zellensatzes werden die Zellen von oben in den
oberen Tragrahmen eingesetzt. Dann wird das untere Flacheisen durch die Öffnungen
e sämtlicher Zellen hindurchgesteckt. Die Verlängerungen h der seitlichen Wangen
L und des Tragrahmens werden etwas auseinandergebogen, so daß die Zapfen g durch
die Löcher i hindurchgesteckt werden können. Dies ist leicht möglich, weil die Verlängerungsstücke
h infolge ihrer Länge gut federn. Endlich wird das Flacheisen f durch die konischen
Stifte k gesichert.
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Naturgemäß können statt der beschriebenen auch andere Einrichtungen
zur Verbindung des Flacheisens f mit dem Tragrahmen benutzt werden. Beispielsweise
kann das Flacheisen mit Stangen verbunden werden, die drehbar sind um imTragrahmen
befestigte Bolzen. Wesentlich ist dabei nur, daß die untere Haltevorrichtung nicht
auf Nocken oder auf die Zellenwände aufgesetzten Winkelstücken o. dgl. ruhen, sondern
auf andere Art von den Zellenwänden getragen werden, und daß die Haltevorrichtung
mit denn oberen Tragrahmen verbunden ist.
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Die beschriebene Bauart des Zellensatzes vermeidet alle außerhalb
des Kälteträgers liegenden Schraubenverbindungen und gestattet ein einfaches Ein-
und Ausbauen der Zellen. Es sind keinerlei aufgeschweißte Leisten oder Winkel und
keine aus dem Zellenblech heraus.gepreßte Nocken vorhanden. Damit entspricht der
Zellensatz allen Anforderungen, die- heute daran gestellt werden müssen.