DE613167C - Kontrollvorrichtung fuer die Abweichung der Dichtungsscheibe eines Trockengasbehaelters aus der waagerechten Lage - Google Patents

Kontrollvorrichtung fuer die Abweichung der Dichtungsscheibe eines Trockengasbehaelters aus der waagerechten Lage

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DE613167C
DE613167C DESCH101733D DESC101733D DE613167C DE 613167 C DE613167 C DE 613167C DE SCH101733 D DESCH101733 D DE SCH101733D DE SC101733 D DESC101733 D DE SC101733D DE 613167 C DE613167 C DE 613167C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17BGAS-HOLDERS OF VARIABLE CAPACITY
    • F17B1/00Gas-holders of variable capacity
    • F17B1/02Details
    • F17B1/14Safety devices, e.g. prevention of excess pressure

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Kontrollvorrichtung für die Abweichung der Dichtungsscheibe eines Trockengasbehälters aus der waagerechten Lage Bei den in neuerer Zeit weitgehend gebräuchlich gewordenen Trockengasbehältern, sogenannten Scheibengasbehältern, werden nicht selten ernsthafte Schwierigkeiten und Betriebsgefahren dadurch hervorgerufen, daß die Dichtungsscheibe beim Auf- und Niedergehen innerhalb des Behälters sich an der einen oder anderen Stelle des Umfanges vorübergehend festklemmt und von diesem Augenblick an bei der Fortsetzung ihrer Bewegung eine von der Waagerechten mehr oder weniger abweichende Schiefstellung annimmt, so daß es schließlich mitunter sogar zu einem vollständigen Festsetzen der Scheibe, in weniger schlimmen Fällen aber mindestens zu einem ruckhaften Lösen derselben aus ihrer Schiefstellung beim Weitergang kommt. Diese Schwierigkeiten werden besonders durch den Umstand verstärkt, daß die Stellung und der Gang der Dichtungsscheibe im Betriebe von außen her nicht sichtbar sind und die Zugängigkeit der Scheibe durch den über ihr befindlichen Gasbehälterraurn wegen der bdeutenden Höhenerstreckungen und wegen der Erstickungsgefahr sehr erschwert wird.
  • Um diesen Schwierigkeiten und Gefahren wirksam zu begegnen, werden für derartige Trockengasbehälter Kontrollvorrichtungen vorgesehen, durch welche die Abweichungen der Dichtungsscheibe aus ihrer gewöhnlichen waagerechten Stellung nach außen hin angezeigt werden.
  • Eine bekannte Ausführung einer solchen Kontrollvorrichtung benutzt zur Schaffung einer Anzeigemöglichkeit ein durchlaufendes Seil, dessen beide Enden an zswei gegenüberliegenden Punkten des Umfangs der Dichtungsscheibe befestigt sind und das von da aus durch den Behälterraum über der Dichtungsscheibe derart geführt ist, daß außerhalb des Gasbehälters eine herabhängende Seilschlinge entsteht, in welcher eine gewichtsbelastete lose Rolle liegt. Die Verdrehung dieser losen Rolle beim Schiefstellen der Dichtungsscheibe ergibt ein außen erkennbares Zeichen und Maß für ihre Abweichung von der Waagerechten.
  • Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, bei einer Kontrollvorrichtung der vorstehend erläuterten bekannten Art die Drehbewegungen der losen Rolle zur Betätigung einer elektrischen Anzeigevorrichtung auszunutzen und dadurch eine Fernanzeige nach einer beliebigen Stelle hin zu ermöglichen. Die Ausbildung dieser erfindungsgemäßen Mittel im einzelnen wird nachstehend durch die Beschreibung und Zeichnung erläutert.
  • Es ist zwar bereits bekannt, die Dichtungsscheibe eines Scheibengasbehälters mit einer unmittelbar auf sie gebauten elektrischen Kontaktvorrichtung zu versehen, welche je nach der eintretenden Abweichung aus der waagerechten Lage verschiedene Stromkreise beeinfluß.t und dadurch eine elektrische Fernanzeige für die Abweichung nach einem außen liegenden Punkt schafft. Diese Anordnung der bekannten Einrichtung in dem Behälterraum oberhalb der Dichtungsscheibe hat jedoch erstens den Mangel schwieriger Zugängigkeit, was im Falle irgendwelcher Störungen, denen elektrische Kontaktvorrichtungen bei ungenügender Überwachung leicht ausgesetzt sind, zu Umständlichkeiten -und Erschwerungen im Betriebe führt, und zweitens vör allem verursacht sie schwerwiegende Explosionsgefahren wegen der Möglichkeit von elektrischen Funkenbildungen und Kurzschlüssen, um so mehr als ja auch die Strome führenden Leitungen von einem räumlich bewegten Körper, nämlich der Dichtungsscheibe, aus durch den darüber liegenden Behälterraum nach außen geführt, also im ganzen ortsbeweglich vorgesehen werden müssen.
  • Demgegenüber ist ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung, daß die an der losen Rolle angebrachten Kontaktvorrichtungen jederzeit offen und zugängig liegen und daß nur Schleifkontakte allereinfachster Art benutzt werden, so daß die regelmäßige Überwachung und Instandhaltung äußerst erleichtert und eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt, wovon die Abb. i eine Gesamtanord-, nung in einem senkrechten Achsenschnitt durch den mit der erfindungsgemäßen Kontrollvorrichtung ausgestatteten Trockengasbehälter, und die Abb. 2 die Einzelheiten der Kontrollvorrichtung selbst in vergrößertem Maßstabe wiedergibt. .
  • In Abb. i erkennt man den Trockengasbehälter, dessen nutzbarer, gasgefüllter Behälterraum durch den Boden i, die als Zylindermantel ausgebildete Seitenwand2 und die im Innern senkrecht auf und ab bewegliche waagerechte Dichtungsscheibe 3 begrenzt wird. Diese Scheibe 3 wird in üblicher Weise durch die Eisenfachwerke 4 aufgesteift, die mit Führungsrollen 5 besetzt sind. An zwei gegenüberliegenden Umfangspunkten 6 der Scheibe 3 bzw. der Eisenfachwerke 4 sind die Enden 7 eines einheitlichen durchlaufenden Seiles befestigt. Diese Seilenden 7 werden über Leitrollen 8 und 9, die im obersten Teil des Gasbehälters bzw. seines über der Dichtungsscheibe 3 befindlichen freien Raumes io an seiner Seitenwand 2 gelagert sind, und durch weitere Rollen i i und 12, die außerhalb der Gasbehälterwand 2 angeordnet sind, so nach außen geführt, daß die herabhängende Seilschlinge 13 entsteht. Diese trägt die lose Rolle 14, welche in einer Gabel 15 gelagert ist. An der Gabel ist das Beschwerungsgewicht 16 befestigt, welches die lose Rolle 14 nach unten zieht und dadurch die Seile 7 und 13 dauernd in Spannung hält. Der Gabel 15 und damit der Rolle 14 wird durch zwei senkrecht gespannte Drahtseile 17 eine Führung erteilt, damit unbeabsichtigtes Hinundherpendeln der Teile 14, 15 und 16 ausgeschlossen wird.
  • Aus der beschriebenen, als bekannt anzusehenden Gesamtanordnung der Abb. i ersieht man, daß eine in der Zeichnungsebene eintretende Abweichung der Dichtungsscheibe 3 von der Waagerechten einen entsprechenden Höhenunterschied zwischen dem rechten uni linken Seilaufhängepunkt 6 und eine bezügliche Längenänderung der beiden Seilenden 7 ergibt, die vermittels der Seilschlinge 13 zu einer Verdrehung der losen Rolle 14 führen müssen. Diese Verdrehung wird nun erfindungsgemäß zu einer elektrischen Fernanzeige durch die Einrichtungen ausgenutzt, die durch Abb.2 im einzelnen schematisch dargestellt werden.
  • Man erkennt in Abb.2 wieder die Seilschlinge 13 und die darin liegende lose Rolle 14, die in der Gabel 15 gelagert ist und durch das Gewicht 16, welches an dem senkrechten Arm i9 der Gabel 15 hängt, dauernd nach unten gezogen wird. Die Gabel 15 behält hierbei unter dem Einfuß des Gewichtes 16 natürlich dauernd ihre waagerechte Stellung, während die lose Rolle 14 je nach den senkrechten Bezugsbewegungen der beiden Seilstücke 13 sich hin und her verdrehen kann. Auf dieser losen Rolle 14 sind nun in ihren beiden unteren Quadranten symmetrisch zwei kreissegmentförmige Widerstandsspulen 2o mit Schleifkontakten 21 befestigt. Diese Kontakte 21 bewegen sich beim Verdrehen der Rolle 14 unter dem Kontaktarm 22 hinweg, der mit der Gabel 15 verbunden ist und senkrecht von der Drehachse der Rolle 14 nach unten hin reicht. Jede der beiden Widerstandsspulen 2o ist an ihrem von dem Kontaktarm 22 abgewendeten Ende mit einer weiteren auf- der Rolle 14 befestigten Widerstandsspule 23 verbunden, welche nur den Zweck hat, die Größe des gesamten, jeweils aus den Teilen 2o und 23 zusammengesetzten Widerstandes auf ein für die elektrischen Geräte und Leitungen passendes Größenmaß zu bringen. Die beiden Enden der Widerstandsspulen 23 sind durch Leitungsdrähte24 und 25, in denen je ein galvanisches Element oder ein Akkumulator 26, 27 von gleichbleibender Spannung eingebaut ist, mit dem Stromstärkemesser 28 verbunden. Andererseits ist das Ende des Kontaktarmes 22 durch den Leitungsdraht 29 ebenfalls mit dem Meßgerät 28 verbunden. In Abb. i sind die Leitungsdrähte 24,25 und 29 als von der Rolle 14 lose herabhängende Kabel eingezeichnet. Die Messungsanzeige des Gerätes 28 kann entweder unmittelbar auf seiner Skala durch den Zeiger 30 für jeden Augenblick sichtbar gemacht werden, oder man kann mit der Drehachse des Zeigers _3o einen Schreibhebel 31 verbinden, dessen Schreibstift 32 die bezügliche Anzeige auf einer stetig herumgedrehten Tromme133 als Schaukurve aufzeichnet. Die Wirkungsweise der Kontrollvorrichtung nach Abb.2 ist leicht zu übersehen. Wenn beispielsweise das rechte Seilende i3 im Verhältnis zu dem linken Seilende 13 sich senkt, so verdreht sich die lose Rolle 14 in entsprechendem Maße, mit der Wirkung, daß die rechts liegende. Widerstandsspule 2o mit ihren Kontakten 21 unter dem senkrecht stehenbleibenden Kontaktarm 72 hinwegschleift. Das Maß der eingetretenen Verdrehung, welches verhältnisgleich der eingetretenen Schiefstellung der Dichtungsscheibe 3 des Gasbehälters, d. h. in diesem Beispiel ihrer in Abb. i rechts liegenden Absenkung ist, kommt in dem Größenmaß der Verkleinerung des wirksam bleibenden Stücks der rechten Widerstandsspule 2o zum Ausdruck. Demgemäß wird der gesamte Widerstand in dein durch die beiden. Leitungsdrähte 24 und 29 hergestellten Stromkreis verkleinert, und da das eingeschaltete galvanische Element 26 seine elektrische Spannung unverändert aufrechterhält, so wird die Stromstärke vergrößert. Dies kommt in einem entsprechenden Ausschlag des Zeigers 3o des Stromstärkenmessers 28 nach der rechten Seite seiner Skala zum Ausdruck. Bei einer entgegengesetzt auftretenden Schiefstellung der Dichtungsscheibe 3 (d. h. Absenkung nach links in Abb. i) bzw. bei entgegengesetzter Verdrehung der losen Rolle 14 kommt deren linksseitige Widerstandsspule 2o zur Wirksamkeit und dadurch ein entsprechender Ausschlag des Zeigers nach links hin zustande. Dabei läßt sich erreichen, daß die Größe des Zeigerausschlages auf der Skala des Meßgerätes 28 ein Maß für die Größe der Abweichung der Dichtungsscheibe 3 von der Waagerechten ergibt. Man erhält also mit der beschriebenen Kontrollvorrichtung, nach Abb. 2 eine Anzeige sowohl für die Richtung als auch für das Größenmaß der Schiefstellung der Dichtungsscheibe 3 in der Ebene des Gasbehälters, die durch die beiden Seilstücke 7 der Abb. i festgelegt und nach einer bestimmten Himmelsrichtung ausgewählt ist.
  • Wenn man eine gleichartige Einrichtung, wie durch Abb. i und 2 dargestellt, für die Achsenebene der senkrecht dazu stehenden Himmelsrichtung anbringt, so erhält man aus der Doppelanzeige für beide genannte Himmelsrichtungen in jedem Augenblick genauen Aufschluß über die Größe und Richtung der Schiefstellung der Dichtungsscheibe 3 im geographischen Raum.
  • Die leichteZugängigkeit undüberwachungsmöglichkeit der Schleifkontakte 2i, 22 an der losen Rolle, d. h. der für die ordnungsmäßige Wirksamkeit der ganzen Einrichtung wesentlichsten Teile, kann dadurch begünstigt werden, daß man zur Unterbringung der senkrechten Führung der losen Rolle 14 den-;enigen Teil des Gasbehältergerüsts verwertet, in welchem die übliche bis zur Decke des Gasbehälters führende Aufgangstreppe eingebaut ist, so daß man die in der Höhenrichtung dauernd wandernde Rolle 14 in jeder Stellung leicht für Beobachtungen oder Eingriffe erreichen kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Kontrollvorrichtung wird dem Betriebsleiter ein Mittel an die Hand gegeben, um etwa eintretende Schiefstellungen der Dichtungsscheibe des Gasbehälters durch das elektrische Anzeigegerät an irgendeinem Betriebspunkt, der wegen der beliebigen Verlegungsmöglichkeit der stromführenden Kabel uneingeschränkt zu wählen ist, schon frühzeitig zu erkennen und seine betriebsmäßigen Abhülfe- und Gegenmaßnahmen zu treffen. Dabei ist es für die Betriebssicherheit ganz wesentlich, daß man sich aus den oben erläuterten Gründen auf den dauernd einwandfreien Betriebszustand der elektrischen Kontrollvorrichtung und ihre Zuverlässigkeit voll und ganz verlassen kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kontrollvorrichtung für die Abweichung der Dichtungsscheibe eines Trockengasbehälters aus der waagerechten Lage mit einem Seil, das mit seinen beiden Enden an zwei gegenüberliegenden Punkten des Umfanges der Dichtungsscheibe befestigt und derart nach außen geführt ist, daß eine herabhängende Seilschlinge entsteht, in welcher eine gewichtsbelastete lose Rolle liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die lose Rolle (i4) mit mehreren kreissegmentförmig angeordneten Widerstandsspulen (2o) versehen ist, über deren Kontakte ein von der Rollenverdrehung unbeeinflußter Kontaktarm (22) schleift, und daß in dem Stromkreis ein Anzeigeinstrument eingeschaltet ist, so daß durch Verdrehung der losen Rolle die Größe des Stromwiderstandes geändert und dadurch an dem Gerät eine Anzeige für die Richtung und Größe der Schiefstellung der Dichtungsscheibe herbeigeführt werden kann.
  2. 2. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerüst, in welchem die Aufgangstreppe eingebaut ist, zur Unterbringung der senkrechten Führung der die elektrischen Widerstandsspulen und Kontakte tragenden losen Rolle dient.
DESCH101733D 1933-07-18 1933-07-18 Kontrollvorrichtung fuer die Abweichung der Dichtungsscheibe eines Trockengasbehaelters aus der waagerechten Lage Expired DE613167C (de)

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