DE613141C - Steuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen - Google Patents

Steuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen

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Publication number
DE613141C
DE613141C DED65310D DED0065310D DE613141C DE 613141 C DE613141 C DE 613141C DE D65310 D DED65310 D DE D65310D DE D0065310 D DED0065310 D DE D0065310D DE 613141 C DE613141 C DE 613141C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slots
slide
exhaust
openings
working piston
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Expired
Application number
DED65310D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Alfred Schuette
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Werke Kiel A G
Original Assignee
Deutsche Werke Kiel A G
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Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Werke Kiel A G filed Critical Deutsche Werke Kiel A G
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Application granted granted Critical
Publication of DE613141C publication Critical patent/DE613141C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L5/00Slide valve-gear or valve-arrangements
    • F01L5/04Slide valve-gear or valve-arrangements with cylindrical, sleeve, or part-annularly shaped valves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Supercharger (AREA)

Description

  • Steuerung für Zweitaktbrennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Zweitaktbrennkraftmaschinen mit vom Arbeitskolben gesteuerten Auslaß- und Spülschlitzen und in eine besondere Abgasleitung mündenden Vorauspuffschlitzen, die außerdem als zusätzliche Spülschlitze dienen. Gemäß der Erfindung werden die Vorauspuffschlitze mittels eines von der Kurbelwelle angetriebenen hohlen Schiebers gesteuert, der mit Öffnungen versehen ist, die mit Öffnungen in einer unterteilten, teils mit der Spülluftleitung und teils mit einer höher gespannte Aufladeluft zuführenden Leitung verbundenen Kammer derart zusammenwirken, daß nach Beendigung des Vorauspuffs Spülluft sowohl durch die vom auswärts gehenden Arbeitskolben freigelegten Hauptspülschlitze als auch durch die Schlitze im Spülluftkammerteil und im Schieber und die jetzt als zusätzliche Spülschlitze wirkenden Vorauspuffschlitze in den Zylinder eintritt, während nach Abdeckung der Hauptspülschlitze durch den einwärts gehenden Arbeitskolben Aufladeluft aus dem Kammerteil durch die Öffnungen in dieser Kammer und im Schieber und die jetzt als Aufladeschlitze wirkenden Vorauspuffschlitze in den Zylinder eingeführt wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In der Wand des Zylinders a sind auf der einen Seite Lufteinlaßschlitze b und auf der andern Seite Auslaßschlitze c angeordnet. Die Oberkante der Einlaßschlitze liegt bei dem dargestellten Beispiel höher als die Oberkante der Auslaßschlitze, kann aber auch in gleicher Höhe oder darunterliegen. Über den Schlitzen b sind weitere Schlitze d angeordnet. Sämtliche Schlitze werden durch den Arbeitskolben e gesteuert, die Schlitze b und d außerdem noch durch ein besonderes Steuerorgan, beispielsweise, wie in der Zeichnung dargestellt, durch einen Kolbenschieber f, der von der Kurbelwelle der Maschine oder von einer mit der Kurbelwellendrehzahl umlaufenden Nockenwelle aus mittels einer Stange g angetrieben wird. Die Auslaßschlitze c stehen, solange sie vom Arbeitskolben e freigegeben sind, mit einer Abgasleitung h in Verbindung und die Schlitze d bei Freigabe durch beide Steuerorgane (Arbeitskolben e und Schieber f) mit einer zweiten Abgasleitung i. Der Schieber f ist von zwei Kammern kund m umgeben, in die die Leitungen für Spülluft bzw. höher als diese gespannte Aufladeluft münden.
  • Beim Niedergang des Arbeitskolbens e werden zunächst die Schlitze d freigegeben. Dabei ist auch die Verbindung dieser Schlitze mit der Abgasleitung i vom Schieber f freigegeben, so daß die im Zylinder befindlichen Abgase durch diese Schlitze in diese Abgasleitung entweichen. Die Schlitze d wirken also als Vorauspuffschlitze, während die Hauptauspuffschlitze c noch durch den Arbeitskolben abgedeckt sind. Die durch die Vorauspuffleitung i abgeführten hochgespannten und heißen Abgase können zum Antrieb einer Abgasturbine dienen oder auf andere Weise verwertet werden.
  • Beim weiteren Abwärtsgange des Arbeitskolbens werden die Schlitze b und hierauf die Auslaßschlitze c freigelegt. Durch die Schlitze b tritt Spülluft aus der Kammer k in den Zylinder ein. Solange die Vorauspuffschlitze d mit der Abgasleitung i in Verbindung stehen, entweicht ein Teil dieser Spülluft durch die Schlitze d und spült dadurch die vom Vorauspuff noch herrührenden Verbrennungsgase aus den Schlitzend und dem Verbindungskanal n zwischen diesen Schlitzen und dem Schieber f in die Abgasleitung i. Sobald die Auslaßschlitze c vom Arbeitskolben freigegeben sind, setzt die übliche Querspülung ein.
  • Nach Beendigung der Vorauspuffperiode wird durch den Schieber f die Verbindung zwischen den Schlitzend und der Abgasleitung i unterbrochen und die Spülluftkammer lz durch die Schlitze o und p im Schieber bzw. Schiebergehäuse mit den Schlitzend verbunden. Diese. Verbindung bleibt bestehen, bis die Auslaßschlitze c durch den hochgehenden Arbeitskolben wieder abgedeckt sind. Beim weiteren Aufwärtsgang des Arbeitskolbens werden durch den Schieber f die Schlitze d mit der Aufladeluftkammer na durch die Schlitze q und r im Schieber bzw. Schiebergehäuse verbunden.
  • In der Zeichnung ist der Schieber f in seiner unteren Totpunktlage dargestellt. Dabei hat der Arbeitskolben noch sämtliche Schlitze abgedeckt. Beim weiteren Abwärtsgang des Arbeitskolbens geht der Steuerschieber e aufwärts, wobei die Schlitze nacheinander vom Arbeitskolben freigelegt werden. Während des letzten Teiles des Vorauspuffs wird der Querschnitt der Schlitze d durch den Steuerschieber begrenzt. Von dem Augenblick an, wo durch den Steuerschieber die Verbindung der Abgasleitung i mit dein Arbeitszylinder unterbrochen ist, wird der wirksame Querschnitt der Schlitze d durch den Schieber gesteuert, während die Schlitze b durch den Arbeitskolben gesteuert werden. Nach Abschluß der Auslaßschlitze c durch den Arbeitskolben wird der für die Aufladung in Betracht kommende Querschnitt der Schlitze d durch den Schieber gesteuert. Nach Abschluß der Auslaßschlitze c findet bis zum Abschluß der Schlitze b noch eine geringe Aufladung mittels Spülluft statt. In diesem Abschnitt erfolgt also eine Aufladung durch Aufladeluft durch die Schlitze d gleichzeitig mit einer Aufladung durch Spülluft durch die Schlitze b. Durch diese Ausbildung der Maschine werden außer den bereits genannten noch folgende weiteren Vorteile erreicht: Bei den bekannten Maschinen mit Vorauspuff und Aufladeschlitzen werden die Verbrennungsgase, die während des Vorauspuffs und schon vorher in die Aufladeschlitze eintreten, durch die nachfolgende Spülluft in den Zylinder zurückgetrieben. Bei einer nach der Erfindung gebauten Maschine werden dagegen diese Gase in die Abgasleitung i ausgespült, wodurch eine wesentliche Verbesserung der Spülung erreicht wird.
  • Eine Störungsmöglichkeit der Spülperioden der einzelnen Zylinder durch vom Auspuff ausgelöste Druckwellen ist nicht vorhanden, weil die für den Vorauspuff vorgesehene besondere Leitung i, durch die die hochgespannten Abgase abgeführt werden, während der Spülperiode vom Zylinder abgeschlossen ist.
  • Die Dauer der Aufladeperiode kann in weiten Grenzen verändert werden. Wenn eine sehr hohe Leistung verlangt wird, so kann die Aufladeperiode länger ausgedehnt werden, so daß sich zu Beginn der Kom-Bression ein höherer Druck im Zylinder einstellt. Bei geringerer Leistung kann der Zeitquerschnitt für die Auflädung verkleinert werden. Man kann auch nur mit Spülluft aufladen. Zu diesem Zwecke braucht man nur die beiden Kammern k und in miteinander zu verbinden.
  • Die Regelung des Aufladequerschnitts kann z. B., wie in der Zeichnung dargestellt, in der Weise erfolgen, daß in den Steuerschieber am unteren Ende ein zweiter Schieber s eingesetzt wird, der mittels einer Nabe t auf der Schieberstange g geführt ist. Die Innenbohrung der Nabe besitzt zum Teil ein flachgängiges Gewinde, das auf ein entsprechendes Gewinde u der Schieberstange paßt. Der untere Teil der Nabe ist als Zahnrad v von sehr großer Breite ausgebildet. Senkrecht hierzu liegt eine mit entsprechenden Zähnen versehene Regelstange w. Soll der Aufladequerschnitt verändert werden, so wird die Stange w verschoben und dadurch der Schieber s verdreht, wobei infolge des Gewindes ai der Schieber s nach oben oder nach unten verschoben wird und dadurch die Aufladeschlitze q verkleinert oder vergrößert werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Steuerung für Zweitaktbrennkraftinaschinen mit vom Arbeitskolben gesteuerten Auslaß- und Spülschlitzen sowie in eine besondere Abgasleitung mündenden Vorauspuffschlitzen, die außerdem als zusätzliche Spülschlitze dienen, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Vorauspuff schlitze (d) steuernder hohler Schieber (f) mit Öffnungen (o, q) versehen ist, die mit Öffnungen (p, r) in einer .unterteilten, teils mit der Spülluftleitung und teils mit einer höher gespannte Aufladeluft zuführenden Leitung verbundenen Kammer (k, m) derart zusammenwirken, daß nach Beendigung des Vorauspuffs Spülluft sowohl durch die vom auswärts gehenden Arbeitskolben freigelegten Hauptspülschlitze (b) als auch durch die Schlitze (p, o) im Spülluftkammerteil (k) und im Schieber und die jetzt als zusätzliche Spülschlitze wirkenden Vorauspuffschlitze (d) in den Zylinder eintritt, während nach Abdeckung der Hauptspülschlitze (b) durch den einwärts gehenden Arbeitskolben Aufladeluft aus dem Kammerteil (m) durch die Öffnungen (r, q) in dieser Kammer und im Schieber und die jetzt als Aufladeschlitze wirkenden Vorauspuffschlitze in den Zylinder eingeführt wird.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (f) mit seinem nicht durch Öffnungen unterbrochenen Oberteil die Verbindung der Vorauspuffschlitze (d) mit der besonderen Abgasleitung (i) steuert.
  3. 3. Steuerung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber bei Beginn der Eröffnung der Hauptspülschlitze (b) durch den auswärts gehenden Arbeitskolben die Verbindung der Vorauspuffschlitze (d) mit der besonderen Abgasleitung (i) noch aufrechterhält, damit aus den Vorauspuffschlitzen und -kanälen die Abgasreste nach der Abgasleitung hin ausgespült werden, bevor die Spülung des Zylinders durch die Vorauspuffschlitze beginnt. .1 ..
  4. Steuerung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberöffnungen (q), die mit den Öffnungen (r) in dem mit der Aufladeluftleitung verbundenen Kammerteil (m) zusammenwirken, mittels eines im Schieber längs verschiebbar angeordneten Deckschiebers (s) vollständig oder teilweise abdeckbar sind.
  5. 5. Steuerung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß eine Nabe (t) des Deckschiebers (s) auf der Antriebsstange (g) des Hauptschiebers (f) verschraubt und in ihrem unteren Teil als Zahnrad (v) ausgebildet ist, in das eine Zahnstange (w) eingreift, durch deren Längsverschiebung der Deckschieber gedreht und gegenüber dem Hauptschieber axial verschoben werden kann.
DED65310D 1933-02-14 1933-02-14 Steuerung fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen Expired DE613141C (de)

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