DE611702C - Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind - Google Patents

Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind

Info

Publication number
DE611702C
DE611702C DEA66299D DEA0066299D DE611702C DE 611702 C DE611702 C DE 611702C DE A66299 D DEA66299 D DE A66299D DE A0066299 D DEA0066299 D DE A0066299D DE 611702 C DE611702 C DE 611702C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rectifier
winding
brush
current
collector
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA66299D
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Troeger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA66299D priority Critical patent/DE611702C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE611702C publication Critical patent/DE611702C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Dc Machiner (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 3. APRIL 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 611702 KLASSE 2tdi GRUPPE
.A602PP VIIIbj2id1 Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 14. Mars
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1932 ab
Es ist bekannt, daß die Kommutierungsverhältnisse von Gleichstromkollektormaschinen um so schwieriger werden, je größer die Welligkeit der Gleichspannung und damit des Gleichstromes ist. Stark wellige Ströme treten u. a. auf, wenn die Motoren über Gleichrichter aus Einphasenwechselstromnetzen gespeist werden oder wenn bei Mehrphasensystemen die Gleichspannung mittels Gittersteuerung verhältnismäßig weit heruntergeregelt wird. Bisweilen entstehen bei großem Regelbereich für die Gleichspannung sogar kurzzeitig Lücken im erzeugten Gleichstrom, so daß um so höhere Maximalwerte erzeugt werden müssen, je höher der verlangte Mittelwert des Stromes liegt. Bei einer gegebenen Welligkeit der angelegten Gleichspannung kann die Welligkeit des Stromes zwar durch Einbau von Glättungsdrosseln im Gleich-Stromkreis verringert werden. Derartige Glättungseinrichtungen sind aber vielfach, vor allem wenn es sich um verhältnismäßig kleine Frequenzen handelt, unwirtschaftlich teuer, da vor allem die Induktivitäten im Gleichstromkreis infolge der unvermeidlichen Vormagnetisierung des Eisens sehr groß werden.
Die vorliegende Erfindung gibt einen neuen Weg an, um die Schwierigkeiten zu großer Welligkeit bei Kollektormotoren zu beseitigen.
Für den Kollektor ist es nur wichtig, daß der Strom möglichst konstant ist. Dagegen ist es nicht von Bedeutung, ob der über den Kollektor fließende Strom z. B. an der Arbeitsübertragung teilnimmt oder nicht, ob er stets aus dem gleichen Stromkreise stammt oder ob er abwechselnd von verschiedenen Energiequellen geliefert wird. Betrachten wir z. B. den· FaE eines über einen Gleichrichter aus" einem Einphasennetz gespeisten Gleichstrommotors, so haben wir nach Abb. 1 (bei konstanter Drehzahl und konstantem Feld) eine konstante Motorgegenspannung Um, während die aufgedrückte Gleichspannung Ug ständig zwischen einem Maximalwert und Null pulsiert. Könnten wir von allen Induktivitäten im Gleichstromkreis absehen, so würde nur während der in der Abb. 1 schraffierten Abschnitte ein Strom fließen, während der übrigen Zeit dagegen nicht. Es handelt sich nun bei der Verbesserung der Kommutierungs- 5c Verhältnisse des Motors darum, diese Stromlücke auszufüllen. Die Art und Weise, wie dies nach der Erfindung geschehen kann, ist in Abb. 2 und 3 gezeigt. In der Abb. 2 besteht der Motor 4 aus zwei Läuferwicklungen 5 und 6, von welchen 5 eine geschlossene Gleichstromwicklung darstellt, während 6 aus mehreren zu einem Sternpunkt zusammengeführ-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Richard Tröger in Berlin-Zehlendorf.
ten offenen Wicklungen besteht. Die Erregung des Motors ist durch die beiden PoleiV und 5 angedeutet. Die Bürsten 7 und 8 schleifen auf dem mit der Wicklung 5 verbundenen Kommutator. Der Sternpunkt von 6 ist mit der Bürste 8 verbunden und hat somit dasselbe Potential. Die Speisung der Gleichstromwicklung 5 und damit die Energielieferung für den Motor erfolgt aus dem Einphasennetz 1 über den Transformator 2 und die Anoden 9 und 10 des Gleichrichters 3. Im selben Gleichrichtergefäß befinden sich noch die weiteren Anoden 11 bis 16, die mit den Endpunkten der Wicklungen 6 verbunden sind.
Der Nutzstromkreis I verläuft normal über Transformator 2, die Anoden 9 bzw. 10, die Bürste 7, die Motorwicklung 5, Bürste 8 und zurück zum Nullpunkt der Sekundärwicklung von 2. Daneben besteht noch der weitere Stromkreis II vom Sternpunkt der Wicklung 6 über die Anoden 11 bis 16 zur Bürste 7, über die Gleichstromwicklung 5 zur Bürste 8 und zurück zum Sternpunkt. Die treibende Spannung dieses letzteren Stromkreises ist die in den Wicklungen 6 durch Rotation erzeugte Wechselspannung, die mittels der Anoden 11 bis 16 im Gefäß 3 gleichgerichtet wird und als Gleichspannung UnI (s. Abb. 1) im Mittel von praktisch derselben Größe ist, wie die Motorgegenspannung Um.
Solange Ug größer als Um ist, fließt ein Strom nur im Kreis I5 wodurch der Motor zur Arbeitsleistung befähigt wird. Während dieser Zeit kann aber kein Strom im Kreise II bestehen, da die Anodenspannung von 11 bis 16 negativ gegenüber der Kathode ist. Sobald aber Ug kleiner als Um wird, erlischt der Strom in I und der Stromkreis II zündet und hält so lange einen Strom über die Bürsten 7 und 8 aufrecht, bis wieder Ug größer als Um wird und der Strom im Kreis I von neuem einsetzt. Wie leicht zu erkennen ist, trägt der Strom des Kreises II nichts zur +5 Arbeitsleistung des Motors bei; denn die treibende Spannung VnI ist im Mittel gleich der Motorgegenspannung Um. Die Maschine ist also während dieser Zeit nur generatorisch (Wicklung 6) wirksam, und die nach außen abgegebene Leistung wird nur aus den Schwungmassen gedeckt. Der Strom über die Kollektorbürsten wird während dieser Zeit nur mit Rücksicht auf die Kommutierung aufrechterhalten.
Die Regelung des Motors mit Hilfe von Stufenschaltern bzw. mittels der Gittersteuerung des Gleichrichters (Anoden 9 und 1 o) wird von der Art der Glättung des Stromes nicht betroffen und kann ebenso wie bei normalen Motoren vorgenommen werden. Die Größe der an den Anoden 11 bis 16 auftretenden Spannungen ändert sich zwangsläufig mit der Regelung der an den Bürsten 7, 8 liegenden Spannung durch Beeinflussung der Steuergitter der Anoden 9 und 1 o. Soll das Verhältnis der Spannung Un' zu der Spannung Us geändert werden, so können auch noch vor den Anoden 11 bis 16 Steuergitter angebracht und mit ihnen der Stromdurchgang von diesen Anoden zur Kathode beeinflußt werden.
Der Vorteil der beschriebenen Einrichtung tritt außer bei geringer Phaseinzahl vor allem bei niedriger Frequenz des speisenden Wechselstromes in Erscheinung. In diesem Falle werden die bekannten Glättungseinrichtungen unverhältnismäßig groß. Demgegenüber ist die Glättung des über den Kollektor fließenden Stromes nach der Erfindung unabhängig von der Frequenz.
Anstatt eine besondere generatorisch wirkende Wicklung 6 vorzusehen, kann man auch die Anordnung, wie in Abb. 3 gezeichnet, derart treffen, daß die Gleichstromwicklung 5 zusätzlich an drei Punkten angezapft wird und diese Wicklungspunkte über Schleifringe mit den Primärklemmen eines Transformators 17 verbunden werden, dessen sekundäre Wicklung beispielsweise in 6-Phasen-Stern geschaltet ist und die Anoden 11 bis 16 des Gleichrichtergefäßes 3 speist. Die Sternpunkte der Sekundärwicklung von 2 und 17 sind untereinander und mit der Bürste 8 verbunden. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist im übrigen dieselbe wie in Abb. 2, nur daß jetzt der Motor von geringerer Typenleistung sein kann als dort.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Anordnung zur Verbesserung der Kommutierungsverhältnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind, beispielsweise an einem solchen, das über gesteuerte Gleichrichter aus einem Einphasenwechselstromnetz gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur möglichst weitgehenden Konstanthaltung des über den Kollektor des Motors fließenden Stromes ein generatorisch von der Kollektormaschine gespeister Zusatzstromkreis an die Bürsten geschaltet ist, der selbsttätig geschlossen wird, sobald die Netzspannung annähernd gleich oder kleiner als die Motorgegenspannung wird und U5 der Strom im Hauptkreis entsprechend zurückgeht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speisung des zusätzlichen Stromkreises eine besondere Mehrphasenwicklung auf dem Motoranker vorgesehen ist, deren Sternpunkt
    mit einer Bürste verbunden und dessen Wicklungsenden über eine entsprechende Anzahl von gegebenenfalls mit- Steuergittern versehenen Anoden und die Kathode eines Gleichrichters mit der anderen Bürste verbunden sind.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle einer besonderen Ankerwicklung zur Speisung des Zusatzkreises die 'normale Gleichstromwicklung dient, indem diese beispielsweise an drei Punkten Anzapfungen erhält, die über Schleifringe mit den Primärklemmen eines Gleichrichtertransformators verbunden sind, dessen sekundärseitiger Sternpunkt mit einer Bürste und dessen sekundärseitige Wicklungsenden über eine entsprechende Anzahl von gegebenenfalls mit Steuergittern versehenen Anoden und die Kathode eines Gleichrichters mit der anderen Bürste verbunden sind. /
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3 für gleichrichtergespeiste Motoren, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichrichter des Hauptkreises und der des Zusatzstromkreises, im selben Gefäß mit gemeinsamer Kathode angeordnet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA66299D 1932-06-18 1932-06-18 Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind Expired DE611702C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA66299D DE611702C (de) 1932-06-18 1932-06-18 Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA66299D DE611702C (de) 1932-06-18 1932-06-18 Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE611702C true DE611702C (de) 1935-04-03

Family

ID=6944088

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA66299D Expired DE611702C (de) 1932-06-18 1932-06-18 Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE611702C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE611702C (de) Verbesserung der Kommutierungsverhaeltnisse bei Kollektormotoren, die an einem Netz mit stark pulsierender Gleichspannung angeschlossen sind
DE436825C (de) Einrichtung zur Umwandlung von Gleichstrom in solchen anderer Spannung
DE671469C (de) Frequenzwandler
DE1149099B (de) Erregeranordnung fuer elektrische Maschinen
DE2148242A1 (de) Gleichstromversorgungseinrichtung mit einem im nebenschluss erregten mehrphasengenerator
DE690586C (de) e mit Gleichstromfahrmotoren
DE728777C (de) Einrichtung zur Erzeugung eines Stromes als lineare Funktion der Summe von n unabhaengig voneinander veraenderlichen Stroemen (n>l) mit Hilfe einer Gleichstrommaschine
DE668882C (de) Anordnung zur Unterdrueckung der Kreisstroeme in einer Kreuzschaltung zweier Stromrichter mit gegenseitig abhaengiger Aussteuerung
DE669737C (de) Einrichtung zur transformatorischen Erzeugung der Gitterspannung fuer ueber gittergesteuerte Dampf- oder Gasentladungsstrecken gespeiste Motoren ohne mechanischen Kollektor
DE661087C (de) Anordnung zum Kommutieren bei Umformungseinrichtungen mit gesteuerten Entladungsstrecken
DE220551C (de)
DE591326C (de) Anordnung zur Umformung von ein- oder mehrphasigem Wechselstrom in Gleichstrom oder umgekehrt
DE637203C (de) Anordnung fuer die Speisung von ventilgesteuerten Wechselstrommotoren
DE592511C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Beeinflussung des Energiestromes zwischen zwei miteinander gekuppelten, im Energieaustausch stehenden Wechselstromnetzen durch einen rotierenden Umformer
DE657211C (de) Anordnung zur Erzeugung oder zur Aufnahme eines Gleichstroms von gleichbleibender Staerke
DE591688C (de) Mit einem Danielson-Umformer gekuppelte elektrische Doppelstrommaschine fuer Gleich-und Mehrphasenwechselstrom
AT128207B (de) Einrichtung an elektrischen Maschinen zur Kommutierung von Gleichstrom in einer Mehrphasenwicklung.
DE711344C (de) Generatormetadyne zur Erzeugung einer konstanten und einer veraenderlichen Spannung
DE372474C (de) Verfahren zum Umformen von ein- oder mehrphasigen Wechselstroemen in gleichgerichteten Strom unter Verwendung von Entladungsroehren mit Ventilwirkung
DE115533C (de)
DE660973C (de) Anordnung zur elastischen Kupplung eines Drehstromnetzes gegebener Periodenzahl mit einem Einphasennetz kleinerer Periodenzahl
DE267776C (de)
DE2942761C2 (de) Kommutierungseinrichtung für einen Maschinenstromrichter
DE656702C (de) In ein Reihenschaltungssystem eingeschalteter Gleichstrom-Gleichstrom-Umformer
DE685161C (de) Anordnung bei staendergespeisten Drehstromnebenschluss-Kommutatormotoren mit Kompensationstransformator und einem die Drehzahl regelnden Umspanner