DE60779C - Neuerung an Wasserstandszeigern mit Schwimmer - Google Patents
Neuerung an Wasserstandszeigern mit SchwimmerInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F23/00—Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Einrichtung bezieht sich auf einen Apparat zum Anzeigen des Standes von
Flüssigkeiten in Gefä'fsen unter Druck, z. B. Dampfkesseln. Die Einrichtung bezweckt, eine
möglichst genaue und richtige Anzeige des jeweiligen Flüssigkeitsstandes und insbesondere
bei Dampfkesseln ein Springen der Wasserstandsgläser
nach Möglichkeit zu verhüten und die Gefahr des Verbrühens oder sonstiger Verletzungen
nahezu vollständig zu beseitigen. Die neue Einrichtung ist in den Fig. 1 bis 5 dargestellt.
Das Gehäuse A ist mittelst des Flantsches a
an dem Gefä'fs, dessen Flüssigkeitsstand gemessen werden soll, z. B. einem Dampfkessel,
befestigt, so dafs eine Verbindung zwischen dem Gehäuse A und dem Dampfkessel hergestellt
ist. Auf dem Obertheil des Gehäuses A ist mittelst des Flantsches b eine
Kappe (Dom) J5 aufgesetzt. In dem Gehäuse A ist ein Schwimmer 5 angeordnet,
welcher oben eine Stange c trägt, welche Π-förmig nach abwärts gebogen ist und
durch eine Oeffnung im Flantsch b des Gehäuses A nach abwärts in ein unten geschlossenes,
oben mit dem Flantsch b verschraubtes Rohr, ζ. B. Glasrohr d, eintaucht.
Die Oeffnung im Flantsch b ist zwar verhältnifsmäfsig
eng, jedoch so grofs angenommen, dafs die Stange oder Kette c Spielraum in derselben hat und sich frei bewegen kann.
Das untere Ende der Stange c trägt eine Marke f, welche behufs besserer Sichtbarmachung
gefärbt ist.
Der Schwimmer S in dem Gehäuse A macht die Schwankungen des Flüssigkeitsstandes des
Kessels mit und hebt und senkt sich demgemäfs. Infolge dessen wird auch die Marke f,
welche, wie oben erwähnt, durch die Stange c mit dem Schwimmer S verbunden ist, in dem
Glasrohr d bald höher, bald tiefer stehen und so den Stand des Wassers im Kessel anzeigen.
An dem Schwimmer sind geeignete Vorrichtungen angeordnet, welche demselben die erforderliche
Führung geben und ihn in der Mitte des Gefäfses A halten.
Die Glasröhre d ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, welche genügend durchsichtig ist, um
die Höhenlage der Marke f innerhalb der Glasröhre jederzeit deutlich sichtbar zu machen.
Das Innere des Glasrohres d steht unter dem Druck , z. B. Dampfdruck des Kessels, da in
der Kappe B infolge der directen Verbindung mit dem Innern des Kessels derselbe Druck
herrscht wie im Kessel selbst.
Am Untertheil des Gefäfses A ist ein Hahn h angeordnet, der dazu dient, die in demselben
befindliche Flüssigkeit, ζ. Β: Wasser, ablassen und das Gefäfs A reinigen zu können. Aufserdem
kann man am unteren Theil der Kappe B einen zweiten Hahn anordnen, und zwar in
der Nähe der Oeffnung für das Glasrohr. Dieser letztere Hahn hat eine verhältnifsmäfsig
grofse Bohrung gegenüber der Oeffnung für Durchlafs der Anzeigestange bezw. -Kette,
welche in das Glas d reicht. Oeffnet man nach Platzen des Glasrohres den besprochenen
grofsen Hahn, so entweicht der Dampf nahezu
vollständig durch diesen, und man ist im Stande, ohne besondere Absperrung ein neues
Glas einzusetzen.
Wie Fig. ι zeigt, ist der Kessel mit dem Gefäfs A durch eine einzige Oeffnung ο verbunden.
Statt dieser Anordnung kann auch die in Fig. 2 gezeichnete gewählt werden, bei der das Gefäfs A mit dem Kessel durch zwei
besondere Rohrstutzen ο1 ο1 in Verbindung
steht.
Das Glasrohr d, welches an seinem oberen Ende einen Flantsch trägt, kann auf bekannte
Weise am Flantsch b ] durch Anschrauben,
wie dargestellt, befestigt werden. Bedingung ist nur, dafs die Befestigung des Glasrohres d
derart' ist, dafs der Schwimmer 5 mit der Stange c frei und ungehindert auf- und abwärts
sich bewegen kann, um so den richtigen Wasserstand anzuzeigen. Wie ferner ersichtlich
ist, braucht die Marke f nicht in gleicher Höhe mit dem Flüssigkeitsspiegel zu liegen,
sondern beliebig ober- oder unterhalb desselben. Es werden an dem Glasrohr d selbst
oder auf einer hinter demselben liegenden Scala der höchste und niedrigste zulässige
Wasserstand durch eine Marke bezeichnet.
Anstatt der Glasröhre d kann man auch einen Kasten mit einer durchsichtigen Platte
anordnen.
Für Schiffskessel, welche häufig schräg liegen, ist es zweckmäfsig, das Gefäfs, in welchem
die Marke sichtbar ist, zu erweitern und die Marke mit ihrer Stange mittelst Kugelgelenkes
aufzuhängen, so dafs dieselbe sich stets senkrecht einstellen kann, auch wenn der
Kessel eine Schräglage einnimmt, oder es kann umgekehrt das Schwimmergefäfs erweitert
werden.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist nur ein einziger Schwimmer S angeordnet. Es
können auch zwei solcher Schwimmer in einem gemeinschaftlichen Gehäuse A angeordnet
sein, wie Fig. 3 zeigt. Das Gehäuse ist hier durch einen gemeinschaftlichen Rohrstutzen
mit dem Kessel verbunden. Die beiden Schwimmer S sind jedoch von einander
unabhängig und zeigen auch unabhängig von einander den Wasserstand in den beiden Glasröhren
d an. Auf diese Weise wird noch eine ganz besondere Controle für die richtige Functionirung
der Schwimmer gegeben. Aufserdem lassen sich an dem Schwimmergehäuse
die vorschriftsmäfsigen Probirhähne anbringen.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung ist die Π - förmig gebogene Stange c theilweise
durch eine Kette k (oder ein anderes Zug- oder Druckorgan) ersetzt, welche über
die in der Kappe B angebrachten Rollen g geführt und mit der in die Glasröhre d hineinragenden
Stange c verbunden ist. Diese Stange c kann auch, wie aus Fig. 3 ersichtlich
ist, gänzlich in Fortfall kommen und die Kette bis in die Glasröhre d geführt werden,
wo dieselbe an ihrem unteren frei herabhängenden Ende die Marke f trägt, welche
den jeweiligen Wasserstand anzeigt. Bei steigendem Flüssigkeitsstand sinkt die Marke
mit der Kette, und umgekehrt bei sinkendem Flüssigkeitsstand steigt die Marke. Es wären
also die Marken für den höchsten und niedrigsten Wasserstand in umgekehrtem Sinne
anzuordnen.
In Fig. 4 ist eine ähnliche Construction wie in Fig. 2 dargestellt. Der Schwimmer S ist
hier kürzer gehalten und reicht nicht bis in die Kappe B hinein. In diesem Falle ist die
Oeffnung in der Platte b2 so bemessen, dafs die Stange c frei und ungehindert sich auf-
und abwärts bewegen kann.
Bei der in Fig. 5 gezeichneten Anordnung ist zwischen dem Flantsch b und der Glasröhre
d noch eine Metallröhre d} eingeschaltet, wodurch die erstere an . eine tiefer gelegene
Stelle zu stehen kommt. Es entspricht diese Anordnung der bereits oben erwähnten Construction
, so dafs die Glasröhre d in beliebigem Abstande unterhalb des Flüssigkeitsspiegels im Kessel liegen kann. Letztere Construction
dürfte namentlich bei solchen Kesseln, bei welchen die bis jetzt gebräuchlichen Wasserstandszeiger
sehr hoch gelegen sind, also z. B. bei stehenden Kesseln oder Wasserröhrenkesseln,
Anwendung finden. Bei dieser Construction kann das Wasserstandsglas d in der
Nähe des Heizerstandes angebracht werden, und zwar in solcher Höhe, dafs der Heizer
den Flüssigkeitsstand bequem beobachten kann.
Der Schwimmer S kann sowohl ganz geschlossen , als auch im oberen, über dem
Flüssigkeitsniveau befindlichen Theile , des Schwimmermantels mit Oeffnungen zum Druckausgleich
versehen sein, um selbst bei den höchsten Spannungen sehr dünnwandige Schwimmer verwenden zu können. Auch kann der
obere, über dem Flüssigkeitsspiegel befindliche Theil des Schwimmers ganz offen sein, weil
eine Ansammlung von Wasser in dem Schwimmer nicht stattfinden kann, da in dem Rohrkörper
A bezw. in dem im letzteren enthaltenen Kesselwasser während des Betriebes
stets eine so hohe Temperatur vorhanden sein wird, dafs etwa gebildetes Condensationswasser
sofort verdampft.
Der beschriebene Wasserstandszeiger bietet den Vortheil, dafs die Abmessungen des Gefäfses
A grofs gehalten werden können, um ein sicheres Anzeigen des Wasserstandes zu
gewährleisten, d. h. ein Verstopfen u. s/w. zu vermeiden. Die Zuführöffnung der Glasröhre d
kann, da dieselbe im Dampfraum liegt, sehr eng gehalten werden, so dafs bei etwaigem
Zerspringen nur ein geringer Dampfstrahl entweicht und so der Heizer gegen Verbrühung
durchaus geschützt ist.
Wichtig ist hierbei noch, dafs der austretende Dampfstrahl nach unten gerichtet und
nur ein solcher Strahl vorhanden ist, nicht
aber zwei entgegengesetzt gerichtete, wie bei den gewöhnlichen Wasserstandszeigern.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . An Wasserstandsanzeigern, bei welchen ein Zeiger in einem mit dem Dampfkessel in offener Verbindung stehenden, dem Dampfdruck ausgesetzten Glasrohr oder einem mit durchsichtiger Platte verschlossenen Kasten durch einen Schwimmer bewegt wird, die Anordnung des Glasrohres bezw. Kastens neben dem Schwimmergehäuse derart, dafs die Oeffnung desselben über dem höchsten Wasserspiegel liegt und der Schwimmer mit dem Zeiger durch eine· Π-förmig gebogene Stange verbunden ist.
Bei der im Anspruch i. gekennzeichneten Einrichtung der Ersatz der Π-förmigen Stange c ganz oder theilweise durch geeignete Zug- oder Druckorgane, z. B. Ketten oder Drähte, welche über Rollen geführt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60779C true DE60779C (de) |
Family
ID=334886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60779D Expired - Lifetime DE60779C (de) | Neuerung an Wasserstandszeigern mit Schwimmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60779C (de) |
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0
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