DE29355C - Neuerung an elektrischen Sicherheitsapparaten für Dampfkessel - Google Patents

Neuerung an elektrischen Sicherheitsapparaten für Dampfkessel

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DE29355C
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F. C. GLASER, Königlicher Kommissions-Rath in Berlin SW., Lindenstr. 8a
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/42Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices
    • F22B37/428Feed-water supply alarm devices using dilatation of solids or liquids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 dargestellte Apparat besteht aus einem auf den Dampfkessel aufgeschraubten, mit dem Kesselinnern communicirenden, oben geschlossenen, in flacher Windung oder auch schräg ansteigenden Rohr, in dessen obersten, erweiterten, vertical gerichteten Theil ein Thermometer derartig eingesetzt ist, dafs beim Eintritt einer bestimmten Temperatur des dort befindlichen Kesseldampfes bezw. Wassers die Wärmeausdehnung des Thermometermetalles den Schlufs einer elektrischen Leitung bewirkt und ein mit letzterer verbundenes elektrisches Klingelwerk in Thätigkeit setzt.
Der Apparat dient:
1. zum Anzeigen eines bestimmten höchsten Dampfdruckes, wenn das besagte Rohr mit der Mündung nur bis in den Dampfraum hinabreicht und das Thermometer derart eingerichtet ist, dafs es den Leitungsschlufs bei einer Temperatur bewirkt, welche derjenigen des gesättigten Wasserdampfes von der bestimmten Maximalpressung entspricht. Wesentlich hierbei ist, dafs das Thermometer von Dampf umspült wird, und zwar von solchem, welcher vorher Wärme durch die Rohrwandung hat abgeben können. Erst hierdurch wird der Dampf zu gesättigtem Dampf, wenn der Siedepunkt des Kesselwassers durch die gewöhnlich darin enthaltenen Salz- und anderen Lösungen über den normalen erhöht ist;
2. zum Anzeigen eines bestimmten niedrigsten Wasserstandes, wenn das Rohr mit der Mündung bis zum Niveau dieses Wasserstandes hinabreicht und das Thermometer den Leitungsschlufs bei einer Temperatur bewirkt, welche die des im Rohr abgekühlten Wassers um einiges übersteigt. In diesem Falle wird der Apparat zu dem bekannten B lack'sehen Sicherheitsapparat mit der Abänderung, dafs für den schmelzenden Pfropfen und die Dampfpfeife das elektrisch signalisirende Thermometer an die Stelle tritt.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen vorteilhafte Abänderungen in der Anordnung und Construction des Thermometers.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Construction besteht das Quecksilbergefäfs aus einem dünnwandigen, unten geschlossenen Hohlcylinder und einem dicht auf denselben aufgeschraubten Deckel, beide aus Schmiedeisen oder Stahl. Der Deckel geht hier unmittelbar in ein Steigrohr über, welches sich oben erweitert und durch einen dicht eingeschliffenen Stöpsel aus Glas oder einem anderen nicht leitenden Material abgeschlossen ist. In den Stöpsel ist ein Platindraht eingelassen, welcher unten bis dicht über die Mündung des Steigrohres in die Erweiterung hinabreicht und oben mit der auf den Stöpsel aufgekeilten Klemme verlöthet ist.
In den Fig. 3, 4 und 5, wo Deckel und Quecksilbergefäfs aus gleichem Material bestehen, wie bei Fig. 2, wird das an den Deckel anschliefsende Steigrohr durch ein Glasrohr gebildet, in welches der Platindraht von oben eingeführt ist. In Fig. 3 ist das unten mit einem Wulst versehene Glasrohr auf dem Deckel angebracht und durch eine Stopfbüchse mit Asbestpackung gehalten und abgedichtet. In Fig. 4 geht das gleichfalls mittelst Stopfbüchse abgedichtete Glasrohr durch den Deckel des Quecksilbergefäfses, während in Fig. 5 das

Claims (2)

Glasrohr durch den Deckel hindurch in das eigentliche Quecksilbergefäfs taucht. Das gläserne Steigrohr ist in allen Fällen durch eine vom Deckel des Quecksilbergefäfses ausgehende, oben das Gewinde zum Einschrauben des Thermometers enthaltende Umhüllung von Dampf oder Wasser abgeschlossen. Durch diese Thermometerconstruction wird erreicht: a) die Vermeidung der bei Glasgefäfsen erforderlichen, in Fig. ι gezeichneten, besonderen leitenden Verbindung des Quecksilbers mit den äufseren Metallteilen; b) eine raschere Wärmeübertragung vom Dampf bezw. Wasser zum Quecksilber, und umgekehrt; c) eine gröfsere Haltbarkeit durch gänzliche Vermeidung der Anwendung von Glas bezw. Beschränkung derselben auf das dickwandige Steigrohr. Das Thermometer mit dem Rohr braucht nicht direct über dem Kessel, sondern kann unter Einschaltung eines schräg ansteigenden Rohres an einer beliebigen anderen Stelle des Kesselraumes, ja selbst aufserhalb desselben angebracht sein, wie Fig. 6 zeigt. :: Diese Anordnung bezweckt, den Apparat der äufseren Einwirkung der Kesselwärme zu entziehen. Die unterscheidenden Vortheile des vorliegenden Sicherheitsapparates gegenüber anderen Apparaten, welche gleichen Zwecken dienen, bestehen darin, dafs er ohne mechanisch bewegte Theile und dadurch ermöglichte Störungen :
1. den Maximaldampfdruck unabhängig von der wechselnden Beschaffenheit des Kesselwassers richtig anzeigt, und dafs er
2. hierbei und beim Anzeigen des niedrigsten Wasserstandes continuirlich functionirt, also nach erfolgter Wirkung keiner Instandsetzung bedarf.
Pa te ν τ-An s ρ rüche:
Die Erweiterung des oberen Theiles des Rohres (des Thermometergehäuses), wodurch bezweckt wird, dafs die im Rohr enthaltene Luft in der Erweiterung oberhalb des Quecksilbergefäfses sich sammelt und mit dem letzteren nur Wasser bezw. Dampf in Berührung kommt.
Bei Anwendung des Apparates zum Signalisiren des höchsten Dampfdruckes die Messung der Dampfwärme und die Lage des Thermometers aufserhalb des eigentlichen Kessels, wodurch bezweckt wird, dafs der Dampf, bevor er auf das Thermometer einwirkt, an die Rohrwände seine Ueberhitzungswärme abgiebt und zu gesättigtem Dampf wird.
Die in Fig. 2 bis 5 dargestellten Constructionen des Thermometers, wobei Quecksilbergefäfs und Deckel desselben aus Metall hergestellt und das Steigrohr entweder direct durch die Verlängerung des Deckels, Fig. 2, oder durch ein besonderes ,Glasrohr' gebildet ist, Fig. 3, 4 und 5, dessen Befestigung vermittelst einer Stopfbüchse mit Asbestpackung erfolgt, und. die Anordnung einer das Steigrohr umgebenden Umhüllung in der Weise, dafs dieses Steigrohr von Dampf und Wasser abgeschlossen und das ganze Thermometer mittelst des am oberen Theil der genannten . Umhüllung angebrachten Gewindes in dem oben erweiterten Theil des mit dem Kessel in Verbindung stehenden Rohres befestigt werden kann.
Die Anordnung des Apparates in gröfserer Entfernung vom Kessel an einer beliebigen Stelle des Kesselraumes oder auch aufserhalb desselben vermittelst eines schräg , ansteigenden Rohres, um den Apparat der äufseren Einwirkung der Kesselwärme zu entziehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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