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Vorrichtung zum Auffangen herabspringender Personen, insbesondere
zur Rettung aus Feuersgefahr Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auffangen
herabspringender Personen, die mehrere übereinander angeordnete Fangtücher aufweist.
Gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art bestehen die wesentlichen Merkmale
des Erfindungsgegenstandes darin, daß die Fangtücher an vier an gegenüberliegenden
Stellen einer Grundplatte angelenkten Holmen befestigt sind, die durch Lenker mit
dem oberen Ende eines in der Mitte der Grundplatte längs verschiebbar geführten
und in seiner Endstellung feststellbaren senkrechten Gleitstabes verbunden sind.
Eine auf diese Weise ausgebildete Auffangvorrichtung bietet den bekannten Vorrichtungen
zum Auffangen herabspringender Personen gegenüber den Vorteil, daß sie mit wenigen
Handgriffen auseinander- und wieder zusammengeklappt werden kann und in diesem Zustand
verhältnismäßig wenig Platz beansprucht. Die Vorrichtung kann daher auf beliebigen
Fahrzeugen, u. a. auch auf Anhängerwagen von Feuerwehrfahrzeugen, mitgeführt werden.
Auch weisen die einzelnen Teile der Vorrichtung verhältnismäßig geringe Abmessungen
und geringes Gewicht auf, so daß die Vorrichtung im Bedarfsfalle von den Bedienungsleuten
getragen werden kann und auch an solchen Stellen, z. B. engen Höfen, aufgestellt
werden kann, die für ein Fahrzeug nicht erreichbar sind. Trotz der geringen Abmessungen
der einzelnen Teile ist aber die Vorrichtung auch für große Belastungen ausreichend
tragfähig, so daß ein sicheres Auffangen der herabspringenden Personen gewährleistet
ist.
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Zur Abstützung der Vorrichtung auf dem Boden dienen zweckmäßig je
zwei an den Holmen angelenkte Abstützstangen, die durch Streben gegeneinander feststellbar
sind und mittels an den Holmen angelenkter, in ihrer Länge einstellbarer Streben
in der Abstützstellung gehalten werden. Hierdurch wird in einfacher Weise erreicht,
daß die Vorrichtung auch auf unebenem Gelände aufgestellt werden kann und sicher
in der Gebrauchsstellung gehalten wird.
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Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
ergibt sich, wenn der Gleitstab in einer mit der Grundplatte fest verbundenen, sie
durchdringenden Hülse geführt ist und an seinem unteren Ende mit einer Nut versehen
ist, in die ein in einem waagerechten hülsenartigen Ansatz der Hülse gelagerter,
unter der Wirkung einer Druckfeder stehender Sperrbolzen eingreift, sobald die Holme
nach außen bis in ihre Endstellung =geklappt sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Abb. r zeigt einen senkrechten Schnitt durch die Auffangvorrichtung
in der Gebrauchsstellung.
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Abb. 2 zeigt ebenfalls in senkrechtem Schnitt den unteren Teil der
zusammengeklappten Vorrichtung in größerem Maßstab.
In den Abb.
3, q. und 5 ist die Grundplatte in der Ansicht von oben, in senkrechtem Schnitt
und in der Ansicht von unten dargestellt.
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Die Abb.6 und 7 zeigen in senkrechtem Schnitt den Gleitstab mit dem
Sperrbolzen bei zusammengeklappter und aufgeklappter Vorrichtung.
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Abb. 8 zeigt zwei zusammengehörige Abstützstangen in der Ansicht.
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Abb.9 zeigt einen Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie A-B
der Abb. i und Abb. io den Grundriß der Vorrichtung in der Gebrauchsstellung.
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Die Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte io (Fig. 2), die in
der Mitte durchbohrt ist. In die Bohrung der Grundplatte ist eine mit dieser fest
verbundene und aus der Grundplatte nach oben herausragende Hülse ii eingesetzt,
in der ein Gleitstab 30 senkrecht geführt ist. Die Grundplatte io weist an
vier einander gegenüberliegenden Stellen Füße 18 auf (Abb. q.), in deren Gewindebohrungen
mit Handrädern 2o versehene Einstellspindeln ig eingreifen, die zur waagerechten
Einstellung der Grundplatte, z. B. bei Geländeunterschieden, dienen.
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An der Grundplatte io sind ferner ebenfalls an gegenüberliegenden
Steilen vier Holine 50 mittels der Lager 1q., der Lagerhülsen 51 und der Bolzen
53 angelenkt. Die Holme So dienen als Trag- und Spannstützen für die übereinander
angeordneten Sprungnetze i2o, 121 und das unter diesen liegende Sprungtuch
125. Unterhalb des Sprungtuches 125 sind die Holme So mittels der Lenker
69 mit dem an seinem oberen Ende mit einem Kreuzkopf 32 versehenen Gleitstab
30 verbunden, der in der Buchse 12 der die Grundplatte io durchdringenden
Hülse ii senkrecht nach oben und unten verschiebbar gelagert ist. Die Verbindung
der Lenker 69 mit den Holmen 50 und dem Gleitstab 3o erfolgt dabei in ähnlicher
Weise wie die Verbindung der Holme mit der Grundplatte. An dem unteren Ende ist
der Gleitstab 30 mit einer Nut 34 versehen (Abb. 6 und 7), in die, sobald
die Holme So nach außen bis in ihre Endstellung geklappt sind, ein unter der Wirkung
einer Druckfeder 39 stehender Sperrbolzen 38 eingreift, der den Gleitstab
30 in der zum Gebrauch der Auffangvorrichtung erforderlichen Stellung festhält
(Abb. 7) und der in einem hülsenartigen Ansatz 37 der Hülse ii gelagert ist. Das
freie Ende des Ansatzes 37 ruht in einer Lagerplatte 41, die mit dem auf der Grundplatte
io befestigten, mit einer Bohrung zur Durchführung des Sperrbolzens 38 versehenen
Lagerbock 40 fest verbunden ist. An dem aus dem Lagerbock qo herausragenden Ende
ist der Sperrbolzen 38 mit einem Handgriff 4g versehen, mittels dessen der Sperrbolzen
38 aus der Nut des Gleitstabes 30 herausgezogen wird, wenn die Vorrichtung zusammengeklappt
werden soll. An jedem der Holine 50 sind ungefähr in deren Mitte je zwei
Abstützstarigen go mittels der Lagerteile 6o und gi angelenkt. Je zwei zusammengehörige
Abstützstangen go sind durch eine Strebe 99 gegeneinander feststellbar, die
mit ihrem einen Ende an der einen Abstützstange angelenkt ist und am anderen Ende
mit einer hakenartigen Abbiegung versehen ist, die in eine an der anderen Abstützstange
befestigte Öse rot eingehakt wird (Abb. 8). Zum Festhalten der Abstützstangen 9o
in der Abstützstellung (Abb. i) dienen Streben 93, die mit ihrem einen Ende
an den Holmen So angelenkt sind und deren andere, mit rastenartigen Einschnitten
versehene Enden in Führungslaschen 95 geführt sind, die an den Abstützstangen
unterhalb der Streben 99 bzw. der Ösen zog befestigt sind. Die Streben
93 werden mit ihren rastenartigen Einschnitten mit in den Führungslaschen
95 angeordneten Querstegen in Eingriff gebracht und gegen Hochklappen durch Steckbolzen
98 gesichert (Abb. 8): Die Sprungnetze i2o, 121 (Abb. i und io) sind mit Eckenschutzledern
i22 versehen, durch die Ösenstäbe 123 hindurchgesteckt sind. Diese Stäbe
sind mittels Karabinerhaken 1zq. mit Ösenstäben 68 verbunden, die auf der Außenseite
der Holme So mittels der Laschen 66 befestigt sind.
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Das unter den Sprungnetzen angeordnete Sprungtuch 125 (Abb. g) ist
in ähnlicher Weise wie die Sprungnetze an den Holmen So befestigt. Nur sind statt
der Karabinerhaken Zugfedern 127 angeordnet, so daß das Sprungtuch beim Aufspringen
einer Person nachgeben kann.