DE604168C - Kinematographischer Aufnahmeapparat - Google Patents
Kinematographischer AufnahmeapparatInfo
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- DE604168C DE604168C DER86200D DER0086200D DE604168C DE 604168 C DE604168 C DE 604168C DE R86200 D DER86200 D DE R86200D DE R0086200 D DER0086200 D DE R0086200D DE 604168 C DE604168 C DE 604168C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B19/00—Cameras
- G03B19/18—Motion-picture cameras
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Shutters For Cameras (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich, auf einen kinematographischen
Aufnahmeapparat, mit dem es möglich ist, während der Aufnahme sowohl die Einstellung wie die Begrenzung des
aufgenommenen Bildes fortwährend genau zu kontrollieren.
Es ist bekannt, hierzu von einem Umlaufverschluß Gebrauch zu machen, der zwischen
den aufeinanderfolgenden Belichtungen des
ίο lichtempfindlichen Materials mit Hilfe einer
spiegelnden Fläche das durch das Objektiv einfallende Licht in einen Sucher lenkt und
während der Belichtungen das Eintreten störenden Lichtes durch den Sucher verhindert.
Eine solche Einrichtung hat den Vorteil, daß zum Entwerfen des Kontrollbildes dasselbe
Objektiv benutzt wird wie für die Aufnahme, so daß das Kontrollbild dem aufgenommenen
Bild vollkommen identisch sein kann.
Ein Nachteil aber besteht darin, daß nur die Anwendung von Objektiven verhältnismäßig
längerer Brennweite und geringerer Lichtstärke möglich ist. Diese Tatsache findet
ihre Erklärung darin, daß der Umlaufver-Schluß, um während der aufeinanderfolgenden
Belichtungen des lichtempfindlichen Materials das Eintreten störenden Lichtes durch den
Sucher hindurch tatsächlich verhindern zu können, mit besonderen Mitteln versehen oder
mit besonderen Abschlußorganen gekuppelt werden muß, welche Organe viel Raum beanspruchen
und die Konstruktion außerdem kompliziert und dadurch auch verletzlich
machen.
Durch die Erfindung wird dieser Nachteil beseitigt.
Gemäß der Erfindung wird der Umlaufverschluß so angeordnet, daß sein Umidrehungsmittelpunkt
an derselben Seite der optischen Achse des Objektivs liegt wie der Sucher.
Dadurch erreicht man, daß der Abstand zwischen Objektiv und Film, ohne zu komL
plizierten Konstruktionen oder unbequemen Kameraformen zu gelangen, auf denjenigen
Wert herabgesetzt werden kann, der für die Anwendung von Objektiven geringerer Brennweite
nötig ist. Auch kann man die Lichtstärke des Objektivs nötigenfalls vergrößern und einen rotierenden Objektivträger mit auswechselbaren
Objektiven verwenden.
Ein weiterer Vorteil ist, daß sich gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Möglichkeit
ergibt, denselben oder praktisch denselben Teil des Verschlusses, der das vom
Objektiv kommende Licht periodisch ablenkt,
zu verwenden, um in den zwischenliegenden Perioden das durch den Sucher eintretende
schädliche Licht zurückzuhalten.
Wird von diesem Prinzip Gebrauch gemacht, so ist es nicht mehr nötig, besondere
Abschlußorgane vorzusehen. Es entsteht dadurch eine weitere Vereinfachung der Konstruktion.
Die weiteren Merkmale der Erfindung werden sich bei Beschreibung einer Ausführungsform ergeben, die beispielsweise in der Zeichnung
dargestellt ist.
Es zeigt
Es zeigt
Fig. ι einen Schnitt durch eine schematisch dargestellte kinematographische Aufnahmekamera
nach der Erfindung, und zwar nach einer Ebene durch die optische Achse und senkrecht zur Bewegungsrichtung des Films
durch die Filmbahn,
Fig. 2 eine Ansicht des Umlaufverschlusses. Das Objektiv ι wirft auf den Film 2 in
bekannter Weise ein Bild des aufzunehmenden Gegenstandes. Zwischen dem Objektiv ι
. und dem Film 2 befindet sich ein Umlauf-Verschluß 3, der um eine in der Ebene der
Zeichnung liegende Welle 4 drehbar gelagert ist. In dem Umlaufverschluß befindet sich
ein Ausschnitt 5 (Fig. 2). Dreht sich der Verschluß um die Welle 4, so werden die
_ 30 durch das Objektiv r eintretenden ,Lichtstrahlen abwechselnd zum Film zugelassen
oder abgesperrt. Solange das Licht auf den Film einwirkt, steht dieser still, wohingegen
er während der Zeit, in der das Licht nicht zugelassen wird, in bekannter Weise weitergeschaltet
wird.
Von der nach dem Objektiv gekehrten Seite des Umlauf Verschlusses ist der Teil 19
spiegelnd, und sind die Teile 18 und 20 mattschwarz. Der Zweck dieser schwarzen
Teile soll später erörtert werden. Die Welle 4 des Umlaufverschlusses 3 schließt mit der
optischen Achse einen Winkel von vorzugsweise 45 ° ein.
Falls der Spiegel sich im Strahlenbündel des Objektivs befindet, verhindert er den
Zutritt des Lichts zum Film und lenkt es ab, wodurch das Bild sich, auf einer seitlich
an richtiger Stelle angeordneten Mattscheibe 6 formt. Der Bildausschnitt stimmt mit demjenigen
des Bildfensters überein. Das Bild auf der Mattscheibe 6 kann über den Spiegel 7
mittels eines aus zwei positiven Linsen 8 und 9 bestehenden optischen Systems betrachtet werden.
Bei richtiger Wahl der Brennweiten der Linsen 8 und 9 zeigt sich das Bild auf Mattscheibe
6 aufrecht, seitenrichtig und genügend vergrößert, um die richtige Einstellung wahrnehmen
zu können.
So Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht
es, zwischen den aufeinanderfolgenden Aufnahmen das vom Objektiv entworfene Bild
zu kontrollieren. Die Einstellung kann also während der Aufnahme auf (Srund des Kontrollergebnisses
eventueE korrigiert werden.
Dabei hat die Anordnung des Mittelpunktes des Umlaufverschlusses an derselben Seite
der optischen Achse des Objektivs wie des Suchers den Vorteil, daß die Brennweite des
Objektivs nötigenfalls auf ein Minimum herabgesetzt werden kann und daß der Verschluß
vollständig hinter dem Objektiv liegt, so daß bei einer gegebenen Brennweite die relative
Öffnung des Objektivs vergrößert und gegebenenfalls ein rotierender Objektivträger angewiendet
werden kann.
Weil sich die Sucherlinse 9 in der Außenwand der Kamera befindet, müssen Mittel vorgesehen
werden, damit während der Aufnahme kein durch das System 8-9 eindringendes
Licht eine Schleierung des Auf nahmematerials verursachen kann.
Gemäß der Erfindung wird derjenige Teil des Verschlusses, der schon zur Ablenkung
des Strahlenbündels zwischen den Einzelaufnahmen benutzt wird, gleichfalls dazu verwendet,
um während der Aufnahmeperioden das Eintreten unerwünschten Lichts zu verhindern.
Die Fig. 1 zeigt die abgeteilten Räume 10,
12, 14, 15. Im Raum 10 befindet sich das
lichtempfindliche Material. Dieser Raum ist bis auf das Bildfenster 11 lichtdicht geschlossen.
Anschließend an das Bildfenster befindet sich der Vorsatz 12, der von dem
Umlaufverschluß lichtdicht abgeschlossen werden kann. Vor dem Umlauf Verschluß liegt
der Raum 14, in den das Licht durch das Objektiv 1 eintreten kann und in dem sich
weiter die Mattscheibe 6 und der Spiegel 7 ioo befinden. Der Raum 14 und der Raum 15, in
denen sich das optische System δ-9 befindet, stoßen bei der Öffnung 17 zusammen. Die
Öffnung 17 und die Öffnung 16 werden von demselben Teil des Umlaufverschlusses abwechselnd
geschlossen und freigegeben. Der Umlaufverschluß ist dazu derart ausgebildet, daß wechselseitig entweder nur die Öffnung 16
offen und die Öffnung 17 verschlossen oder nur 17 offen und 16 verschlossen sein können.
Nur während eines Teils der Zeit, während der die Öffnung 16 geschlossen ist, ist die
Mattscheibe 6 durch das System 8-9 wahrnehmbar. In einfachster Weise ist damit erreicht,
daß, solange der Film dem Strahlenbündel des Objektivs ausgesetzt ist, kein durch
8-9 eingedrungenes Licht das Material verschleiern kann und die Mattscheibe 6 -nur
sichtbar ist, wenn der Film vollständig vor dem Lichte geschützt ist.
Um dies zu erreichen, sind eine besondere gegenseitige Lage der optischen Achsen des
Objektivs ι und des Systems 8-9 in bezug auf den Umlaufverschluß und eine besondere
Ausbildung des Umlaufverschlusses erforderlich. Die beiden optischen Achsen schneiden
die Umlaufebene des Verschlusses in zwei Punkten, die mit Bezug auf die Umlaufwelle
einander diametral gegenüberliegen. Der Ausschnitt 5 des Umlaufverschlusses umfaßt einen
Winkel (180—a)° (Fig. 2). Ein Sektor mit
einem Spitzenwinkel von a° ist imstande, das Bildfenster ebenso wie die Öffnung 17 zu bedecken.
Der geschlossene Sektor des Umlaufverschlusses umfaßt einen Winkel von
(180-(- &)° und trägt in der Mitte einen
Spiegelsektor 19 von derselben Größe wie der Ausschnitt 5, flankiert von zwei gleich.
großen mattschwarzen Sektoren 18 und 20, die ,also je einen Winkel von a° umfassen.
Man kann nun während einer Umdrehung der Verschlußwelle sieben Perioden erkennen.
a) Gegenüber der Öffnung 16 befindet sich
der Ausschnitt 5 des Umlauf Verschlusses 3. Weil der Sektorausschnitt einen Winkel von
(180—ut)° umfaßt, muß während dieser Periode
die Öffnung 17 immer lichtdicht verschlossen sein.
b) Der schwarze Sektor 18 bedeckt die Öffnung 16 teilweise. Während dieser Periode
ist die Öffnung 17 auch, fortwährend verschlossen. Das Licht kann durch 8-9 die
Mattscheibe 6 also nicht erreichen, und es wird, weil der Sektor 18 nicht spiegelnd ist,
auf der Mattscheibe kein Bild geformt. Wäre dies wohl der Fall, so könnte die dadurch.
bedingte Lichtstreuung die Verschleierung des Aufnahmematerials verursachen.
c) Die Öffnung 16 wird vollkommen vom Sektor 18 verdeckt. Auch die Öffnung 17
ist dann noch verschlossen. Der Filmtransport nimmt seinen Anfang.
d) Die Grenze zwischen dem schwarzen Sektor 18 und dem spiegelnden Sektor 19
durchschneidet das Strahlenbündel des Objektivs. Die Grenze zwischen dem schwarzen
Sektor 20 und dem Ausschnitt 5 geht an der Öffnung 17 vorüber, weil beide Grenzen einander
diametral gegenüberliegen. Das Mattscheibenbild wird sichtbar. Das durch die Lupe 8-9 eindringende Licht kann keine
Verschleierung verursachen, weil das Bildfenster geschlossen ist.
e) Der spiegelnde Sektor 19 befindet sich vor der Öffnung 16. Das Objektiv entwirft
ein Bild auf der Mattscheibe 6, das von außen her beobachtet werden kann, weil der
Ausschnitt 5 die Öffnung 17 freigibt.
f) Die Sektoren 20 und 18 befinden sich vor den Öffnungen χ 6 bzw. 17, die dadurch
beide geschlossen sind. Der Filmtransport ist beendet.
g) Der Sektorausschnitt 5 schiebt sich vor
die Öffnung 16, das Bild bildet sich auf dem
Film. Die Mattscheibe 6 wird nicht von der Objektivseite her beleuchtet, weil der Sektor
20 mattschwarz ist, und nicht von außen her, weil die Öffnung 17 geschlossen ist.
Die Umdrehung der Umlauf welle ist hiermit beendet, der Zyklus kann sich beliebig
wiederholen.
Selbstverständlich können verschiedene Teile, wie sie beispielsweise dargestellt wurden,
sinngemäß abgeändert werden, ohne dadurch den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Beispielsweise könnte statt der Mattscheibe ein ähnlicher Schirm benutzt werden, oder es
könnte die Mattscheibe bei Benutzung einer genügend vergrößernden BetrachtungSiVorrichtung
durch ein Kreuzfadensystem oder eine gleichwertige andere Vorrichtung ersetzt werden.
Auch wäre es möglich, das Kontrollbild mittels eines anders. konstruierten optischen
Systems oder auch gar ohne optisches System zu betrachten.
Claims (4)
- Patentansprüche:I. Kinematographischer Aufnahmeapparat mit Umlaufverschluß, von dem zwisehen den aufeinanderfolgenden Belichtungen des lichtempfindlichen' Materials mit Hilfe einer spiegelnden Fläche das durch das Objektiv eintretende Licht in einen Sucher gelenkt und während der g5 Belichtungen das Eintreten schädlichen Lichts durch den Sucher verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Umdrehungsmittelpunkt des Verschlusses an derselben Seite der optischen Achse des loo Objektivs liegt wie der Sucher.
- 2. Kinematographischer Aufnahmeapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe Teil des Umlauf Verschlusses, der das vom Objektiv kommende Licht periodisch ablenkt, in den zwischenliegenden Perioden das schädliche Licht zurückhält.
- 3. Kinematographischer Aufnahmeapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sucher außer einer Mattscheibe oder einem gleichwertigen Organ einen Spiegel und einen Beobachtungskanal enthält, dessen optische Achse die Verschlußebene in 'einem Punkt schneidet, der demjenigen Punkt im wesentlichen diametral gegenüberliegt, in dem die Verschlußebene von der optischen Achse des Objektivs geschnitten wird.
- 4. Kinematographischer Aufnahmeapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufverschluß einen lichtdurchlässigen Teil oder einen Aus-schnitt hat, der kleiner ist als der geschlossene Teil, daß ferner ein dem lichtdurchlässigen Teil oder dem Ausschnitt gleich großer Teil des geschlossenen Teils an der dem Objektiv zugewendeten Seite spiegelnd ist und daß zwischen dem lichtdurchlässigen Teil bzw. dem Ausschnitt und 'dem spiegelnden Teil zwei !nichtspiegielnde geschlossene Teile liegen, die jeder für sich so groß sind, daß sie sowohl dem Zutritt des vom Objektiv kommenden Lichts zum Aufnahmematerial wie dem Eintritt schädlichen Lichts durch den Sucher vorbeugen können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL604168X | 1932-07-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604168C true DE604168C (de) | 1934-10-16 |
Family
ID=19787872
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER86200D Expired DE604168C (de) | 1932-07-22 | 1932-10-20 | Kinematographischer Aufnahmeapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604168C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE860314C (de) * | 1941-11-04 | 1952-12-18 | Andre Victor Leon Cleme Debrie | Vorrichtung zum unmittelbaren Betrachten der Aufnahmeszene durch einen kinematografischen Aufnahmeapparat |
| DE864198C (de) * | 1940-02-13 | 1953-01-22 | Bosch Gmbh Robert | Kinokamera |
-
1932
- 1932-10-20 DE DER86200D patent/DE604168C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE864198C (de) * | 1940-02-13 | 1953-01-22 | Bosch Gmbh Robert | Kinokamera |
| DE860314C (de) * | 1941-11-04 | 1952-12-18 | Andre Victor Leon Cleme Debrie | Vorrichtung zum unmittelbaren Betrachten der Aufnahmeszene durch einen kinematografischen Aufnahmeapparat |
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