DE604118C - Verfahren zur Herstellung von kolloiden Loesungen von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden in Polyalkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kolloiden Loesungen von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden in Polyalkoholen

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DE604118C
DE604118C DE1930604118D DE604118DD DE604118C DE 604118 C DE604118 C DE 604118C DE 1930604118 D DE1930604118 D DE 1930604118D DE 604118D D DE604118D D DE 604118DD DE 604118 C DE604118 C DE 604118C
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Dr Carl Hermann Von Hoessle
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0004Preparation of sols
    • B01J13/0043Preparation of sols containing elemental metal
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von kolloiden Lösungen von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden in Polyalkoholen Zusatz zum Patent 583 32I Das Verfahren des Hauptpatents besteht darin, daß man kolloide Lösungen von Metallen und metallverbindungen in Glycerin. in der Weise herstellt, daß man diese Aletalle oder Metallverbindungen in Gegenwart reversibler organischer Kolloide vorn Gummi-bzw. Eiweißtypus oder von deren Spaltprodukten von kolloidem Charakter in Glycerin entstehen läßt.
  • Es wurde nun gefunden, daß auch andere Polyalkohole, z. B. Glykol, Polyglycerine usw., statt Glycerin zur Herstellung solcher kolloider Lösungen Verwendung finden können. Man läßt auch hier die Kolloide in den Polyalkoholen in Gegenwart der genannten Schutzstoffe entstehen, also derjenigen, welche in Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie, II. Aufl., Bd. 6, S. 723 und 724, als Kolloide vom Eiweiß- bzw. Gummitypus bezeichnet werden. Es gehören dazu auch die als Holzgummi bezeichneten Stoffe, wie das Nylan und andere Pentosane. sowie deren Abbauprodukte, denen sich die ligninsulfosauren Salze anschließen (s. Czapeks Biochemie der Pflanzen 1913. Bd. 1, S. 686, 688).
  • Es sind zwar schon zahlreiche organische Ärerlindungen als Dispersionsmittel vorgeschlagen bzw. verwendet worden. Kolloide Lösungen, wie sie nach vorliegendem Verfahren hergestellt werden, sind jedoch nicht bekannt. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß man leicht zu Lösungen höheren Gehalts gelangen kann, mie sie für technische oder therapeutische Zwecke erforderlich sind. Ihre Haltbarkeit ist unbegrenzt.
  • So wie im Hauptpatent das Glycerin dienen hier andere Polyalkohole als Vermittler der therapeutischen Anwendung von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden. Ein besonders wichtiges Gebiet ist die perkutane Anwendung, da die kolloiden Lösungen sowolll in die wässerigen Körperflüssigkeiten als auch in die Lipoide eindringen.
  • Beispiel I 5 Teile Silbernitrat werden in Wasser gelöst und durch Fällen mit Natronlauge auf Silberoxyd verarbeitet. 1 bis 2 Teile ligninsulfosaures Natron oder lysalbinsaures Natron oder ähnliche Spaltungsprodukte von Eiweißkörpern oder Gummiarabikum werden in 100 Teilen Glykol gelöst. Das Silberoxyd wird in der Glykollösung suspendiert, und es wird unter Erwärmen und Umrühren auf dem Wasserbade NVasserstoff eingeleitet. Man erhält eine hellgraue kolloidale Lösung von Silber in Glykol. Durch Behandlung dieser Lösung mit Halogenen, z. B. Jod, kann man daraus auch kolloidale Lösungen von Halogensilber in Glykol erhalten.
  • Beispiel 2 4 bis 5 Teile Kupfervitriol werden mit Natronlauge auf Kupferoxyd verarbeitet. Das Kupferoxyd wird in einer Lösung von I Teil ligninsulfosaurem Natron 0. dgl. Schutzkol loide, wie in Beispiel 1 erwähnt, in Glykol suspendiert, und es wird unter Erwärmen Wasserstoff eingeleitet. Man erhält ein rotbraunes, sehr beständiges Kupferoxydulsol.
  • Beispiel 3 In das mit Schutzkolloiden wie in Beispiel I und 2 versehene Glykol-leitet man Schwefelwasserstoff und schweflige Säure ein und erhält eine kolloide Lösung von Schwefel in Glykol.
  • Beispiel 4 17 Gewichtsteile Silbernitrat werden in 1000 Raumteilen Wasser gelöst und durch Zugabe von Natronlauge als Silberoxyd gefällt. Das Silberoxyd wird gut ausgewaschen.
  • Es kann feucht verwendet werden, oder man kann es bei gewöhnlicher Temperatur trocknen. Man löst ferner 2 bis 3 Teile ligninsulfosaures Natrium oder lysalbinsaures Natrium oder ähnliche Spaltungs- oder Oxydationsprodukte von Eiweißstoffen oder Gummiarabikum in 200 Teilen Polyglycerin. In dieser Lösung suspendiert man das frisch gefällte Silberoxyd und leitet unter Erwärmen im Wasserbad und unter Rühren WATasserstoff ein. Dabei geht das Silberoxyd als kolloides Silber in Lösung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von kolloiden Lösungen von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden in Polyalkoholen mit Ausnahme von Glycerin, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Stoffe in Gegenwart von reversiblen organischen Kolloiden vom Gummi- bzw. Eiweißtypus oder deren Spaltprodukten von kolloidem Charakter in den Polyalkoholen mit Ausnahme von Glycerin entstehen läßt.
DE1930604118D 1930-01-25 1930-01-25 Verfahren zur Herstellung von kolloiden Loesungen von Metallen, Metallverbindungen und Metalloiden in Polyalkoholen Expired DE604118C (de)

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