DE60214807T2 - Kombinierte Übertragung von Wulstschutzbändern und der Innenbeschichtung von einer falschen Trommel auf die Reifenaufbautrommel - Google Patents

Kombinierte Übertragung von Wulstschutzbändern und der Innenbeschichtung von einer falschen Trommel auf die Reifenaufbautrommel Download PDF

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Description

  • Technisches Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen, die in der Vorbereitung von bei der Fertigung von Luftreifen zu verwendenden Materialien angewandt werden. Insbesondere betrifft die Erfindung den Prozess des Ladens von Reifenbauteilen auf eine Transfertrommel, bevor sie auf eine Reifenbautrommel übertragen werden.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Es ist bekannt, dass bei der Herstellung von Fahrzeugreifen, beispielsweise für Personenkraftwagen, die Fertigung einer sogenannten Karkasse zuerst erzielt wird, indem aufeinanderfolgend mehrere unterschiedliche Bauteile zusammengefügt werden. Mit anderen Worten, die in einer Produktionsspanne enthaltenen unterschiedlichen Karkassentypen können abhängig von dem daran Vorhandensein der verschiedenen Zusatzbauteile und/oder der Typologie der Zusatzbauteile selbst voneinander unterschieden werden. Wenn beispielsweise Karkassen für schlauchlose Reifen produziert werden sollen, das heißt, Reifen, die im Gebrauch nicht das Vorhandensein eines Innenschlauchs erfordern, so kann davon ausgegangen werden, dass die Hauptbauteile eine sogenannte Innenisolierung, das heißt, eine Schicht aus luftundurchlässigem Elastomermaterial, eine Karkassenlage, ein Paar ringförmiger Metallelemente, üblicherweise als Wulstkerne bezeichnet, um die die entgegengesetzten Enden der Karkassenlage herumgeschlagen werden, sowie ein Paar aus Elastomermaterial hergestellter Seitenwände, die sich an seitlich entgegengesetzten Positionen über die Karkassenlage erstrecken, beinhalten. Die Zusatzbauteile können ihrerseits eine oder mehrere zusätzliche Karkassenlagen, ein oder mehrere Verstärkungsbänder, um an den um die Wulstkerne herumgeschlagenen Bereichen über der Karkassenlage oder -lagen zu liegen (Wulstschutzstreifen), und andere umfassen.
  • Ein für die vorliegende Erfindung relevantes Reifenbauteil ist der "Zehen-Gummistreifen". Ein Zehen-Gummistreifen ist ein länglicher Materialstreifen, typischerweise Gewebe, der im Wulstbereich des Reifens angeordnet ist, der sich umfangsgerichtet um die Innenfläche des Wulstbereichs erstreckt, und der denjenigen Teil des Reifens umfasst, der mit der Radfelge in Kontakt ist. Es gibt daher zwei Zehen-Gummistreifen pro Reifen.
  • Es ist wohlbekannt, dass die Bauteile der meisten Luftreifenkonstruktionen auf eine Weise zusammengebaut werden müssen, welche gute Reifengleichförmigkeit fördert, um eine gute Reifenleistung zu verschaffen. Beispielsweise kann eine Lauffläche, die sich beim Umlaufen des Reifenumfangs "schlängelt", Flattern verursachen, wenn der Reifen betrieben wird. Beispielsweise kann eine Karkassenlage, die schief ist (längere Korde an einer Seite des Reifens als an der anderen Seite), eine Vielzahl von Reifen-Ungleichförmigkeitsproblemen einschließlich statischer Unwucht und Radialkraftschwankungen verursachen. Beispielsweise kann ein Reifen, der nicht meridional symmetrisch ist (z.B., Lauffläche nicht zwischen Wülsten zentriert), eine Spanne von Reifenungleichförmigkeitsproblemen einschließlich Koppelunwucht, Seitenkraftschwankungen und Konizität verursachen. Daher betreibt die Reifenindustrie, um typischen Reifenleistungsanforderungen nachzukommen, im allgemeinen beträchtlichen Aufwand bei der Herstellung von Reifen mit guter Gleichförmigkeit.
  • Reifengleichförmigkeit wird im allgemeinen erachtet, Reifenabmessungen und Massenverteilungen zu bedeuten, die gleichförmig sind und radial, lateral, in Umfangsrichtung und meridional symmetrisch sind, wodurch akzeptable Ergebnisse für Messungen der Reifengleichförmigkeit einschließlich statischer und dynamischer Ausgewogenheit, und auch einschließlich Radialkraftschwankung, Seitenkraftschwankung und Tangentialkraftschwankung, gemessen an Reifengleichförmigkeitsmaschinen, die den Reifen unter Last auf einem Straßenrad laufenlassen, produziert werden. Obwohl gewisse Grade von Reifenungleichförmigkeit in nach der Montage stattfindender Fertigung korrigiert werden können (z.B. durch Schleifen), und/oder im Gebrauch (z.b. Anbringen von Auswuchtgewichten an der Felge einer Rad-/Reifenbaugruppe), ist es vorzuziehen (und im allgemeinen effizienter), Reifengleichförmigkeit soweit als möglich einzubauen.
  • Typische Reifenbaumaschinen umfassen eine Bautrommel, die im allgemeinen zylindrisch ist und die einen Durchmesser hat, der etwa gleich dem Wulstdurchmesser des im Aufbau befindlichen Reifens ist, um den die Reifenbauteile in aufeinanderfolgenden Lagen herumgeschlagen werden, umfassend beispielsweise eine Innenisolierung, Zehen-Gummistreifen, eine oder mehrere Karkassenlagen, optionsweise Seitenwandversteifungen und Wulstbereicheinsätze (z.B. Kernprofil), Seitenwände und Wulstdrahtringe (Wülste). Nach diesem lagenweisen Aufbau werden die Karkassenlagenenden um die Wülste herumgeschlagen, die Reifenkarkasse wird zu einer Kreisringform aufgepumpt, und das Wulst-/Gürtelpaket wird angebracht. Schließlich wird der Reifen unter Anwendung herkömmlicher Techniken fertiggestellt.
  • Gewisse Reifenbauproduktionslinien verwenden Server verschiedener Arten zum Zweck des sicheren Festhaltens von Flachmaterialien, wie etwa der Reifeninnenisolierung, während sie auf Maß geschnitten wird. Server sind üblicherweise vom Flachförderertyp, wie etwa der in GB-A-1,010,597 (Dunlop Rubber Company) gezeigte, oder das in US-A-4,722,255 (Choate et al.) gezeigte Förder- und Schneidsystem, wobei ein flacher Endlosmaterialbogen auf einem Flachförderer zu einem Schneidmesser befördert wird. Nach dem Abschneiden wird das Material entfernt, um auf dem Reifen, der gerade gebaut wird, angebracht zu werden. Ein anderes solches Fördersystem wird in US-A-5,820,726 (Yoshida et al.) gelehrt, welches ein "Transfertrommel"-Element integriert, das dem Fördersystem Material zuführt.
  • Trommelserver, oder sogenannte "Transfertrommel"-Server, sind ein alternativer Förderer von Flach- oder Platten-Reifenmaterialien, die während des Abschneidens des Materials sicher festgehalten werden müssen. Nach dem Abschneiden wird das Plattenmaterial zu dem auf der Bautrommel im Aufbau befindlichen Reifen bewegt. Im allgemeinen umfasst ein solcher Transfertrommelserver eine horizontal angeordnete(n) Trommel oder Zylinder, die bzw. der fähig ist, um seine zylindrische Achse zu rotieren. Ein bestimmter Server vom Transfertrommeltyp besteht aus einer kreisförmigen zylindrischen Trommel, die hohl ist. Die Oberfläche der Trommel ist um den größten Teil ihres Umfangs perforiert, und Luft wird in ausreichendem Volumen aus der Trommel gepumpt, sodass der Niederdruck innerhalb der Trommel für eine Saughaftfläche sorgt, welche die Flach- oder Plattenmaterialien, die abgeschnitten werden, während sie auf dem Server festgehalten werden, sicher festhalten kann. Wenn ein flacher Materialbogen, wie etwa Reifeninnenisolierung, auf dem perforierten zylindrischen Teil des Servers plaziert wird, veranlasst das Druckgefälle zwischen der Innenseite der Trommel und der Außenseite das Flachmaterial, an der Trommeloberfläche zu haften, während das Material einem Schneidvorgang unterzogen wird.
  • Der Saughaftteil des Transfertrommelservers vom Typ mit perforierter Trommel ist seine perforierte zylindrische Trommeloberfläche. Der Transfertrommelserver hat typischerweise einen viel größeren Durchmesser als den der Bautrommel. (Sein Durchmesser sollte jedoch nicht kleiner als der der Bautrommel sein). Reifenbauteile, wie etwa Plattengummibauteile, werden auf dem Transfertrommelserver auf eine benötigte Länge abgemessen und werden dann zugeschnitten, bevor sie zur Bautrommel übertragen werden. Die auf dem Transfertrommelserver plazierten Reifenbauteile werden gegen den Transfertrommelserver gehalten, da das Druckgefälle über der perforierten zylindrischen Oberfläche die zylindrische Oberfläche zu einer Saughaftfläche macht.
  • Typischerweise wird ein Reifenbauteil auf der Transfertrommel plaziert, auf Länge geschnitten, dann zur Bautrommel übertragen, dann wird das nächste Bauteil auf der Transfertrommel plaziert, auf Länge geschnitten, dann zur Bautrommel übertragen. Dieser Vorgang wird nach Erfordernis wiederholt, bis alle Bauteile eines Reifenkarkassenrohlings auf der Bautrommel aufgelegt worden sind. Wenn Reifenbauteile auf diese Weise, jeweils einzeln, von der Transfertrommel zur Bautrommel gebracht werden, können Ungenauigkeiten in den Positionen der Reifenbauteile auftreten. Und Ungenauigkeiten führen unausweichlich zu Ungleichförmigkeiten in dem fertigen Reifen, die, wie oben erörtert, unerwünscht sind.
  • Material wird typischerweise von einem Rollenvorrat auf die Transfertrommel geladen, unter Verwendung einer Aufnehmereinheit. Jegliche Anzahl von Aufnehmereinheiten zum Aufnehmen verschiedener Reifenbauteile und Ablegen auf der Transfertrommel sind bekannt. Zwei Reifenbauteile von besonderem Interesse für die vorliegende Erfindung sind Innenisolierung und Zehen-Gummistreifen.
  • US 4,276,104 offenbart eine Transfertrommelanbringung von schmalen Streifenbauteilen auf einem auf einer Reifenbautrommel gebauten Reifen. Ein Paar von Transfertrommeln, die dazu angeordnet sind, sich hin zu und weg von einer Klemmbildungsbeziehung mit einer Reifenbautrommel zu bewegen, worauf ein Reifen gebaut wird, werden betrieben, um Bauzeit zu sparen. Individuelle Streifenauflegevorrichtungen plazieren zwei Streifenbauteile auf jeder Transfertrommel, während die Hauptkarkassenlage auf die Bautrommel gewickelt wird. Die Streifenbauteile werden dann zusammen zu dem Reifen übertragen.
  • US 1,938,787 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Reifen. Das Verfahren und die Vorrichtung beziehen sich auf die Fertigung von Endlosriemen. Spezieller betreffen sie eine Vorrichtung zum mechanischen Konstruieren von Mehrfach-Endlosbändern.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, Verfahren zu verschaffen, wie in einem oder mehreren der beigefügten Ansprüche definiert, und als solches die Fähigkeit haben, eine oder mehrere der nachstehenden untergeordneten Gegenstände zu vollziehen.
  • Erfindungsgemäß werden zwei unterschiedliche Reifenbauteile (Innenisolierung und Zehen-Gummistreifen) vor dem Übertragen der Bauteile auf eine Bautrommel auf eine Transfertrommel gelegt. Dann werden sie zusammen, en masse (kombiniert), als eine "Unterbaugruppe" (oder partieller Reifenkarkassenrohling) auf die Bautrommel übertragen. Die zwei unterschiedlichen Reifenbauteile überlappen einander vorzugsweise, sind "klebrig" und kleben aneinander. Eines der Bauteile ist eine Innenisolierung, und das andere Bauteil ist bzw. die anderen Bauteile sind (z.B. Gewebe-)Zehen-Gummistreifen. Auf diese Weise kann die Positionierung der Zehen-Gummistreifen, gegenüber der Innenisolierung, präziser kontrolliert werden, wodurch eine mögliche Quelle von Reifengleichförmigkeitsproblemen verringert wird. Die Erfindung kann im Kontext jedweder zwei Reifenbauteile genutzt werden, die in Bezug zueinander präzise auf der Transfertrommel aufgelegt und als Unterbaugruppe zur Bautrommel übertragen werden können.
  • In einer Ausführung der Erfindung werden wenigstens zwei unterschiedliche Reifenbauteile auf einer Transfertrommel plaziert und werden anschließend en masse auf die Bautrommel übertragen, auf folgende Weise. Das erste Reifenbauteil wird bei stationärer Transfertrommel auf die Transfertrommel aufgelegt, unter Verwendung einer Vakuumvorrichtung, um ein freies Ende des ersten Reifenbauteils aufzunehmen und es auf der Transfertrommel zu plazieren. Das Vakuum in der Transfertrommel wird eingeschaltet, um das erste Reifenbauteil zu greifen, und die Vakuumeinrichtung wird abgeschaltet, um das erste Reifenbauteil freizugeben. Ein freies Ende des zweiten Reifenbauteils wird unter Verwendung einer Aufnehmervorrichtung aufgenommen und wird auf die Transfertrommel gelegt. Der Schritt des Auflegens des freien Endes des zweiten Reifenbauteils auf der Transfertrommel kann durchgeführt werden, nachdem die Trommel etwas rotiert wurde. Die Transfertrommel wird rotiert, um das erste und zweite Reifenbauteil abzumessen, und diese werden auf eine gewünschte Länge geschnitten. Die wenigstens zwei unterschiedlichen Reifenbauteile werden dann zu einer Bautrommel übertragen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Es wird im Einzelnen auf bevorzugte Ausführungen der Erfindung Bezug genommen, wovon Beispiele in den begleitenden Zeichnungen illustriert sind. Die Figuren sollen illustrativ, nicht einschränkend sein. Gewisse Elemente in ausgewählten der Zeichnungen können zwecks illustrativer Deutlichkeit nicht maßstabsgetreu illustriert sein. Die hierin vorgelegten Querschnittsansichten, falls vorhanden, können in Form von "Scheiben" oder "kurzsichtigen" Querschnittsansichten vorliegen, wobei zwecks illustrativer Deutlichkeit gewisse Hintergrundlinien weggelassen werden, die ansonsten in einer getreuen Querschnittsansicht sichtbar wären.
  • Struktur, Betrieb und Vorteile der vorliegenden bevorzugten Ausführung der Erfindung werden weiter deutlich bei Berücksichtigung der nachfolgenden Beschreibung, zusammengenommen mit den begleitenden Zeichnungen, worin:
  • 1A eine schematische Querschnittsansicht eines partiellen Aufbaus einer Reifenkarkasse ist, welche die Beziehung zwischen verschiedenen Reifenbauteilen zeigt;
  • 1B eine Querschnittsansicht eines Wulstbereichs eines fertigen Reifens ist, welche wiederum die Beziehung zwischen verschiedenen Reifenbauteilen zeigt; die
  • 2A, 2B und 2C schematische Perspektivillustrationen eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Auflegen von Reifenbauteilen auf eine Transfertrommel sind; die
  • 3A, 3B, 3C, 3D und 3E schematische Seitenansichtsillustrationen eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Auflegen von Reifenbauteilen auf eine Transfertrommel sind;
  • 4 eine schematische Seitenansicht einer Transfertrommel ist, die während des Vorgangs der Übertragung von Reifenbauteilen auf die Reifenbautrommel an einer Reifenbautrommel angreift.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • 1A ist eine schematische Querschnittsansicht eines partiellen Aufbaus einer Reifenkarkasse 100 ist, welche die Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Reifenbauteilen – nämlich der Reifeninnenisolierung 102 und zwei Zehen-Gummistreifen 104 – zeigt. Ein anderes Reifenbauteil, zwei Wulstschutzstreifen 106 (typischerweise mit den Zehen-Gummistreifen 104 extrudiert), ist ebenfalls in dieser Ansicht gezeigt. Dies ist repräsentativ dafür, wie die Bauteile auf einer Bautrommel (nicht dargestellt) aufgelegt würden. Typischerweise ist die Innenisolierung 102 das erste Bauteil, das auf die Bautrommel aufgelegt wird, gefolgt beispielsweise von den Wulstschutzstreifen 106, dann gefolgt von den Zehen-Gummistreifen 104, gefolgt von Karkassenlagen, Kernprofilen und Wülsten. All das ist wohlbekannt.
  • 1B ist eine Querschnittsansicht eines Wulstbereichs (Gebieten) 110 eines beispielhaften fertigen Reifens und zeigt die vorgenannten Reifenbauteile in einem Reifen, der auf einer Felge 120 montiert ist. Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die nachfolgende beispielhafte Reifenkonstruktion beschränkt ist, die nur zwecks Erleichterung des Verständnisses der Erfindung aufgenommen ist.
  • In 1B sind die folgenden Bauteile zu sehen:
  • 102
    Innenisolierung
    104
    Zehen-Gummistreifen
    106
    Wulstschutzstreifen
    108
    Seitenwand
    112
    Wulst
    114
    Kernprofil
    116
    Karkassenlage (innere)
    118
    Karkassenlage (äußere)
  • Wie oben erwähnt, ist es sehr wichtig, dass die Reifenbauteile präzise auf der Bautrommel plaziert werden, da Ungenauigkeiten in ihrer Plazierung zu Ungleichförmigkeiten führen, die die Reifenleistung nachteilig beeinflussen.
  • Die vorliegende Erfindung spricht die präzise Plazierung von zwei unterschiedlichen Reifenkomponenten in Bezug zueinander an, was deren Beitrag zur Reifengleichförmigkeit maximieren (ihren Einfluss auf Ungleichförmigkeit minimieren) wird. Wenn man von "zwei unterschiedlichen Reifenbauteilen" spricht, sollte verstanden werden, dass zwei identische Bauteile als nur ein unterschiedliches Bauteil betrachtet werden ("als solches zählen"). Beispielsweise "zählen" zwei Zehen-Gummistreifen als nur eines von zwei unterschiedlichen Reifenbauteilen, und die Innenisolierung zählt als das andere der zwei unterschiedlichen Bauteile.
  • Die vorliegende Erfindung ist besonders nützlich beim präzisen Anbringen zweier unterschiedlicher Reifenbauteile in Bezug zueinander, wenn die Reifenbauteile einander im Aufbau der Reifenkarkasse benachbart sind (überlappen), wie etwa die vorgenannte Innenisolierung und Zehen-Gummistreifen. Oder die vorgenannten Zehen-Gummistreifen und Wulstschutzstreifen. Hauptsächlich ist hiernach das präzise Auflegen der zwei unterschiedlichen Reifenbauteile von Innenisolierung und Zehen-Gummistreifen erörtert.
  • 1 illustriert die relativen Abmessungen und Positionen der zwei unterschiedlichen Reifenbauteile von Innenisolierung 102 und Zehen-Gummistreifen 104. Die Innenisolierung 102 hat eine Gesamtbreitenabmessung von "a" und ist auf dem zentriert, was die Äquatorebene ("EP") des fertigen Reifens sein wird. Alle Abmessungen sind abhängig von der Größe des Reifens, der gebaut wird. Die zwei Zehen-Gummistreifen 104 haben jeder eine Breitenabmessung von "b". Wie hierin verwendet, ist die "Breiten"-Abmessung eines Reifenbauteils seine Abmessung parallel zur Achse der Bautrommel. Die "Längen"-Abmessung eines Reifenbauteils, die hierin nachstehend erörtert werden wird, ist seine Abmessung um den Umfang der Bautrommel herum. Es wird angenommen, dass der Reifen meridional symmetrisch ist.
  • Die Zehen-Gummistreifen 104 sind jeder um einen Abstand "c" von der EP versetzt. (Von daher sind sie um einen Abstand "2c" voneinander beabstandet). Wie illustriert, erstrecken die Zehen-Gummistreifen 104 sich breitenmäßig weiter als die Innenisolierung 102, und innere (zur EP hin) Teile der Zehen-Gummistreifen 104 überlappen äußere (von der EP weg) Teile der Innenisolierung 102 um eine Abmessung "d". In diesem Überlappungsbereich ist die innere (Unterseite, wie gezeigt) Oberfläche eines jeweiligen der Zehen-Gummistreifen 104 in Oberfläche-an-Oberfläche-Überlappungskontakt mit der äußeren (Oberseite, wie gezeigt) Oberfläche der Innenisolierung 102. Dies ist relevant in der nachfolgenden Erörterung – nämlich, dass die zwei Reifenbauteile, die in Bezug zueinander präzise aufgelegt werden, miteinander in Kontakt sind – nämlich wenigstens teilweise überlappend.
  • Wie ebenfalls in 1A gezeigt, haben die zwei Wulstschutzstreifenbauteile 106 jedes eine Breite von "e" und sind jedes um einen Abstand "f" von der EP versetzt. Wie illustriert, überlappen äußere Teile der Zehen-Gummistreifen 104 innere Teile der Wulstschutzstreifen 106 um eine Abmessung "g". In diesem Überlappungsbereich befindet sich die innere (Unterseite, wie gesehen) Oberfläche eines jeweiligen der Zehen-Gummistreifen 104 in Oberfläche-zu-Oberfläche-Überlappungskonstakt mit der äußeren (Oberseite, wie gesehen) Oberfläche des Wulstschutzstreifens 106. Die Zehen-Gummistreifen 104 und Wulstschutzstreifen 106 sind unterschiedliche Reifenbauteile, und sie sind auch wenigstens teilweise überlappend. Wie zuvor erwähnt, ist jedoch die Beschreibung der vorliegenden Erfindung in erster Linie auf die unterschiedlichen, überlappenden Reifenbauteile von Innenisolierung und Zehen-Gummistreifen gerichtet.
  • Die Abmessungen, wie in den Zeichnungen dargestellt, sind nur beispielhaft, um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, und werden von Reifen zu Reifen variieren und können die aufgeführten beispielhaften Bereiche überschreiten, entweder größer als oder kleiner als. Dieses Patent ist nicht auf Reifenabmessungen per se gerichtet.
  • Abmessen und Schneiden von Reifenbauteilen auf der Transfertrommel
  • Transfertrommeln und deren Rolle im Reifenbauvorgang sind hierin voranstehend erörtert worden. Kurz gesagt, Reifenbauteile werden typischerweise auf die Transfertrommel aufgegeben, welche typischerweise im Vergleich zur Bautrommel groß ist, und die Reifenbauteile werden auf der Transfertrommel abgemessen und abgeschnitten. Dann werden die Reifenbauteile zur Bautrommel übertragen. Reifenbauteile können durch Vakuumdruck auf der Trommel festgehalten werden. Reifenbauteilmaterial wird typischerweise von Rollen-Vorratsmaterial auf die Transfertrommel geladen, unter Verwendung von Aufnehmereinheiten, die Vakuum einsetzen können, um freie Enden von Reifenbauteilmaterial (Vorrat) zu "greifen".
  • Die 2A2B illustrieren einen Vorgang 200 des Plazierens zweier unterschiedlicher Reifenbauteile 204 auf eine Transfertrommel 220. Wie oben erwähnt, ist eine Transfertrommel 220 generell eine Trommel oder Zylinder, die bzw. der in der Lage ist, um ihre bzw. seine Zylinderachse zu rotieren. Typischerweise ist die Oberfläche der Transfertrommel 220 perforiert (nicht dargestellt), sodass aus der Trommel gepumpte Luft eine Saugkraft zum Festhalten von Materialien (d.h. Reifenbauteilen), die auf der Oberfläche der Transfertrommel plaziert werden, verschafft. Die Transfertrommel 220 kann mit einem Cutter und/oder einer speziellen Schneidfläche versehen sein, was alles bekannt ist.
  • In 2A ist die Trommel 220 an einer Ausgangsposition gezeigt, wie durch die vertikale Position der Markierung 222 am sichtbaren Ende der Trommel gezeigt. (Die Markierung 202 muss nicht an der Trommel 220 selbst sein. Sie ist nur zwecks illustrativer Deutlichkeit eingeschlossen.) Zwei Zehen-Gummistreifen 204 (vergleiche 104) sind dargestellt, wie sie auf der Transfertrommel 220 plaziert werden, mit der Trommel in ihrer Ausgangsposition. Die Zehen-Gummistreifen 204 sind jeder längliche Materialstreifen, mit einer Breitenabmessung b, und sie sind um einen Abstand 2c voneinander beabstandet, wie hierin vorangehend beschrieben (Verweis auf 1A). Die vorderen (vorlaufenden) Enden (Kanten) der Zehen-Gummistreifen 204 sind dargestellt als annähernd in der was man als "11 Uhr"-Position der Trommel 220 in ihrer Ausgangsposition bezeichnen könnte.
  • Letztendlich, wenn die Trommel 220 in Richtung des Pfeils 224 rotiert, werden die Zehen-Gummistreifen 204 von ihrer jeweiligen Zufuhrrolle (oder Rollen) zugeführt und werden auf eine vorbestimmte Länge abgeschnitten, welche etwa ein ganzer Umfang der Bautrommel ist. (Es ist typisch, dass Reifenbauteile auf der Transfertrommel weniger als einen gesamten Umfang der Transfertrommel überspannen, da die Transfertrommel typischerweise einen größeren Durchmesser hat als die Bautrommel, und letztendlich überspannen die Bauteile im Wesentlichen exakt einen Umfang der Bautrommel.)
  • 2B zeigt die Transfertrommel 220 etwas rotiert (z.B. 3 Grad), zu einer etwas fortgeschrittenen Position. Die Innenisolierung 202 (vergleiche 102) ist auf der Transfertrommel 220 plaziert, mit ihrer Vorderkante an der was als "10 Uhr"-Position der Trommel in ihrer etwas fortgeschrittenen Position bezeichnet werden könnte. Auf diese Weise ist die vorlaufende Kante der Innenisolierung um 6 Grad "hinter" die Vorderenden der Zehen-Gummistreifen 204 versetzt. (Die tatsächlichen Gradwerte sind nicht wirklich so wichtig. Der Punkt, um den es geht, ist, dass die vorlaufende Kante der Innenisolierung 202 in Umfangsrichtung von den Vorderenden der Zehen-Gummistreifen 204 versetzt ist.)
  • Die Transfertrommel 220 rotiert dann weiter, wieder in die Richtung des Pfeils 224, und wenn sie um eine vorbestimmte Menge rotiert hat, werden die Zehen-Gummistreifen 204 auf Länge geschnitten. Dann wird die Trommel wieder rotiert und das Aufnehmerpolster 330, wie nachstehend beschrieben, senkt sich ab, um die Enden der Innenisolierung festzuhalten, die dann auf Länge geschnitten wird, was zu einer Schichtung auf der Transfertrommel führt, wie in 2C gezeigt. Wie am besten in 2C ersichtlich ist, wie auf der Transfertrommel plaziert, befindet sich die Innenisolierung 202 radial auswärts von den Zehen-Gummistreifen 204, was die umgekehrte Reihenfolge dessen ist, wie sie auf der Bautrommel aufgelegt werden sollten (und wie sie in dem fertigen Reifen erscheinen). Ein Fachmann mit gewöhnlichem Fachwissen in der Technik, der die vorliegende Erfindung am nächsten liegt, wird selbstverständlich verstehen, dass, wenn diese zwei Bauteile von der Transfertrommel 220 zu der Bautrommel. übertragen werden, die Außen-Innen-Reihenfolge von Bauteilen auf der Transfertrommel inhärent umgekehrt sein wird, um eine Innen-Außen-Reihenfolge auf der Bautrommel zu sein – nämlich, mit den Zehen-Gummistreifen 204 an der Außenfläche der Innenisolierung 202 angeordnet, auf die in 1A gezeigte Weise.
  • Es wird bevorzugt, wie hierin vorangehend beschrieben, dass die Vorder-/Führungs-Enden/-Kante der Zehen-Gummistreifen 204 und Innenisolierung 202 in Umfangsrichtung stufenweise gestaffelt (versetzt) voneinander sind. Dies ist eine geläufige Vorgehensweise und vermeidet das Vorkommen mehrerer Spleißstellen (d.h. stumpfer Stöße) an einer Umfangsposition des fertigen Reifens. Obwohl dies illustriert war als das Ergebnis des Beginns der Plazierung der Innenisolierung 202 auf die Transfertrommel 220 nach dem Anbringen der Zehen-Gummistreifen 204 und nachdem die Transfertrommel etwas rotiert wurde. Es liegt sicherlich innerhalb der Reichweite der vorliegenden Erfindung, dass sowohl die Zehen-Gummistreifen als auch die Innenisolierung zur im Wesentlichen selben Zeit (d.h. im Wesentlichen simultan) beginnen können, auf die Transfertrommel aufgebracht zu werden, jedoch vorzugsweise an in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Positionen (wie illustriert). Es liegt ebenfalls in der Reichweite der Erfindung, dass die Vorderenden der zwei Zehen-Gummistreifen in Umfangsrichtung zueinander. stufenweise gestaffelt sind.
  • Es ist auch bekannt, die Enden von Reifenbauteilen in einem Winkel (nicht parallel zur Achse der Trommel) abzuschneiden, sodass ein gegebener stumpfer Stoß über eine Spanne von Umfangspositionen "ausgebreitet" wird. In diesem Beispiel sind die Zehen-Gummistreifen 204 als angewinkelte Schnitte an ihren Enden aufweisend dargestellt. Dies ist teilweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass das Gewebe des Zehen-Gummistreifens ein Webmuster hat (z.B. 45 Grad Monofilament oder gewebtes Material). Es liegt ebenfalls innerhalb der Grenzen der Erfindung, dass der Zehen-Gummistreifen aus einem gewebten Material zusammmengestellt ist. Das wäre beispielsweise auch der Fall bei einer Lage, die, unter einem Winkel, Korde darin angeordnet hat. Es sollte jedoch verstanden werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf den Winkel der Bauteilenden oder das Herstellen stumpfer Stöße per se gerichtet ist. Beispielsweise könnte der Winkel der Bauteilenden so niedrig wie null Grad sein.
  • Die vorliegende Erfindung umfasst das Auslegen (Abmessen und Abschneiden) von zwei unterschiedlichen Reifenbauteilen (z.B. Zehen-Gummistreifen und Innenisolierung) auf einer Transfertrommel, dann das Übertragen der zwei unterschiedlichen Reifenbauteile, als "Unterbaugruppe", en masse oder zusammen, auf die Bautrommel. Dies kann mit Reifenbauteilen getan werden, die einander nicht überlappen, oder mit Reifenbauteilen, die einander überlappen. Am vorteilhaftesten wird dies mit Reifenbauteilen (z.B. Zehen-Gummistreifen und Innenisolierung) getan, die einander überlappen, und vorzugsweise mit Reifenbauteilen, die klebrig sind und aneinanderkleben, sodass die präzisen Abmessungen (Beabstandung usw.), die auf der Transfertrommel erstellt werden, leicht auf die auf der Bautrommel aufgelegte Karkasse übertragen werden können. Dies stellt präzise Positionierung und Ausrichtung sicher, die ansonsten durch individuelles Übertragen der zwei Reifenbauteile von der Transfertrommel zur Bautrommel schwierig zu erzielen wären. Das Verfahren wird nun etwas detaillierter beschrieben.
  • Die 3A3E illustrieren einen Vorgang 300 zum Plazieren zweier unterschiedlicher Reifenbauteile auf eine Transfertrommel 320 und ist im Wesentlichen gleichartig zu dem hierin vorangehend beschriebenen Vorgang 200. Der Vorgang wird in Bezug auf das Plazieren von Zehen-Gummistreifen 304 (vergleiche 204) und eine Innenisolierung 302 (vergleiche 202) auf die Transfertrommel beschrieben. In Hinblick auf die 3A3E wird die Transfertrommel 320 im Gegenuhrzeigersinn rotiert, wie durch den Pfeil 324 angedeutet.
  • Die 3A3E zeigen eine Transfertrommel 320 (vergleiche 220) eines Typs, wie er in der Technik generell bekannt ist, welche eine perforierte Oberfläche zum Festhalten von Reifenbauteilen durch Saugkraft an deren Außenfläche aufweisen kann, und welche einen damit zusammenhängenden Schneidmechanismus 326 (3E) zum Schneiden des Materials von Reifenbauteilen, die auf der Transfertrommel abgemessen worden sind, aufweist.
  • Die 3A3E zeigen auch ein Aufnehmerpolster 330 eines Mechanismus zum Aufnehmen eines freien Endes einer Zufuhr von Innenisolierungsmaterial 302 (vergleiche 202). Das Aufnehmerpolster 330 kann eine Ansaugvorrichtung sein, wie sie in der Technik generell bekannt ist.
  • Die 3A3E zeigen auch einen Zufuhrmechanismus 340 zum Zuführen von Streifen von Zehen-Gummistreifenmaterial 304 (vergleiche 204) auf die Transfertrommel, und Abschneiden des Zehen-Gummistreifenmaterials. Solche Vorrichtungen sind in der Technik generell bekannt und umfassen generell eine Ansaugvorrichtung (Napf) 342 und einen Cutter 344.
  • 3A zeigt einen ersten Schritt des Prozesses. Die Transfertrommel 320 ist stationär, und in einer "eingefahrenen" Position (weg von der Bautrommel), und direkt unter dem Aufnehmerpolster 330 des Innenisolierungszuführmechanismus. Das Aufnehmerpolster 330 wird aktiviert (z.B. Vakuum "Ein") und das freie (Zufuhr-) Ende der Innenisolierung 302 wird an der Unterseite des Aufnehmerpolsters 330 gesichert. Auch wird der Zehen-Gummistreifen-Ansaugnapf 342 eingeschaltet/aktiviert (z.B. Vakuum "Ein"), dann abgesenkt, um das freie (Zufuhr-) Ende des Zehen-Gummistreifenmaterials 304 (beider Streifen, natürlich) zu greifen. Dann wird der Zehen-Gummistreifen-Ansaugnapf 342 angehoben. (Es versteht sich, dass dieser Vorgang für beide der zwei Zehen-Gummistreifen ausgeführt wird.)
  • 3B zeigt einen nächsten Schritt des Vorgangs. Der Zehen-Gummistreifenmechanismus 340 wird zu der Transfertrommel 320 vorgeschoben und der Saugnapf 342 wird abgesenkt, sodass das freie Ende des Zehen-Gummistreifens 304 mit der Oberfläche der Transfertrommel in Kontakt kommt. Die Saugkraft in der Transfertrommel 320 wird eingeschaltet, um den Zehen-Gummistreifen 304 zu greifen, und die Saugkraft in dem Zehen-Gummistreifen-Ansaugnapf 342 wird abgeschaltet, um den Zehen-Gummistreifen freizugeben. Dann wird der Saugnapf 342 angehoben, aus dem Weg, und der Zehen-Gummistreifenzufuhrmechanismus 340 wird von der Transfertrommel 320 weg eingefahren. (Dies wird für beide der zwei Streifen Zehen-Gummistreifenmaterial getan, im Wesentlichen simultan.) Die Zehen-Gummistreifen 304 sind somit zum Zuführen, Abmessen und Abschneiden an der Transfertrommel 320 gesichert.
  • 3C zeigt einen nächsten Schritt des Vorgangs. Die Transfertrommel 320 wird leicht (z.B. 5 Grad–30 Grad) rotiert, dann angehalten. Das Vakuum in der Transfertrommel 320 bleibt "An". Das Innenisolierungs-Aufnehmerpolster 330 senkt sich ab, sodass das freie Ende der Innenisolierung 302 mit der Oberfläche der Transfertrommel 320 in Kontakt kommt. Die Saugkraft in der Transfertrommel 320 ist noch stets "An", somit greift sie die Innenisolierung 302, und die Saugkraft in dem Innenisolierungs-Aufnehmerpolster 330 wird abgeschaltet, um die Innenisolierung freizugeben. Dann wird das Innenisolierungs-Zuführplster 330 angehoben, aus dem Weg. Das vorlaufende Ende der Innenisolierung 302 wird somit zum Zuführen, Abmessen und Abschneiden an der Transfertrommel 320 gesichert.
  • 3D zeigt einen nächsten Schritt des Vorgangs. Die Transfertrommel 320 wird rotiert, um ein Stück Zehen-Gummistreifenmaterial 304 und Innenisolierung 302, das an Länge gleich dem Umfang der Bautrommel 450 ist, abzumessen. Der Zehen-Gummistreifencutter 344 wird bedient, um das Zehen-Gummistreifenmaterial abzuschneiden (vorzugsweise bei angehaltener Transfertrommel). Dann wird die Transfertrommel 320 wieder leicht rotiert (z.B. 5 Grad–30 Grad), dann angehalten. Diese geringe Rotation der Transfertrommel 320 "nimmt" die freien nachlaufenden Enden der Zehen-Gummistreifen 304 auf die Transfertrommel "auf". Es ist anzumerken, dass das klebrige Innenisolierungsmaterial an dem klebrigen Zehen-Gummistreifenmaterial anklebt.
  • 3E zeigt einen nächsten Schritt des Vorgangs. Das Aufnehmerpolster 330 senkt sich auf die Innenisolierung 302 ab und das Vakuum in dem Aufnehmerpolster wird eingeschaltet. Der Cutter 326 wird betrieben und schneidet die Innenisolierung 302 ab. Dann hebt sich das Aufnehmerpolster 330 mit dem neuen vorlaufenden Ende der Innenisolierung 302 an.
  • 4 zeigt einen letzten Schritt des Vorgangs. Die Transfertrommel 420 (vergleiche Trommel 320) rotiert in eine weitere Position und fährt vor zur Bautrommel 450. Beide, mit gesteuerter Variation, die Transfertrommel 420 und die Bautrommel 450, rotieren, um die Innenisolierung 302 und Zehen-Gummistreifen 304, en masse, zusammen (kombiniert) miteinander, als eine zeitweilige Baugruppe (Unterbaugruppe), von der Transfertrommel auf die Bautrommel zu übertragen. Dabei werden die Zehen-Gummistreifen, die sich an der Innenfläche der Innenisolierung auf der Transfertrommel 420 befanden, an der Außenfläche der Innenisolierung auf der Bautrommel 450 gelangen, auf die in 1A gezeigte Weise. Das Resultat ist eine kombinierte Innenisolierung- und Zehen-Gummistreifenanwendung.
  • Ein Vorteil der Erfindung ist, dass es relativ direkt ist, Reifenbauteile präzise auf der Transfertrommel zu plazieren. Während des Vorgangs des Übertragens von Reifenbauteilen von einer Transfertrommel auf eine Bautrommel wird eine Gelegenheit für Fehler (z.B. geringe Fehlausrichtung) eingebracht. Die Erfindung überwindet dieses Problem durch Erstellen präziser Positionsbeziehungen zwischen wenigstens zwei unterschiedlichen Reifenbauteilen. Obwohl hauptsächlich in Bezug auf die Zehen-Gummistreifen und die Innenisolierung beschrieben, könnten zusätzliche Bauteile (z.B. Wulstschutzstreifen 106) in der Unterbaugruppe, die auf der Transfertrommel plaziert wird, eingeschlossen sein.
  • Vorzugsweise liegt eine gewisse Überlappung zwischen den Reifenbauteilen vor, die auf der Transfertrommel plaziert werden. Dies ist jedoch nicht absolut notwendig. Bei Überlappung wird die Klebrigkeit der Reifenbauteilrohlinge sie veranlassen, aneinanderzukleben, und helfen, sicherzustellen, dass sie ihre Positionsbeziehungen in Bezug aufeinander während des Vorgangs der kombinierten Übertragung zur Bautrommel aufrechterhalten. Ohne Überlappung werden wenigstens präzise Positionsbeziehungen zwischen den jeweils auf der Transfertrommel plazierten unterschiedlichen Reifenbauteilen erstellt, vor der kombinierten Übertragung zur Bautrommel. In manchen Fällen könnte es wünschenswert sein, eine zusätzliche Reifenbaugruppe einzubringen, wie etwa eine sehr dünne Gummiplatte, um Reifenbauteile, die einander nicht überlappen, miteinander zu verbinden (d.h. den Spalt zwischen den Reifenbauteilen überbrücken). In jedem dieser Fälle werden Reifenbauteile präzise und rasch angebracht, mit Präzisionsstößen.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Bauen eines Reifens, umfassend die Schritte des: – Plazierens zweier Zehen-Gummistreifen (104, 204, 304) in Form länglicher Materialstreifen, die voneinander beabstandet sind, auf einer Transfertrommel (220, 320, 420); – Plazierens einer Innenisolierung (102, 202, 302) auf besagter Transfertrommel (220, 320, 420), sodass die Innenisolierung und die Zehen-Gummistreifen in Kontakt sind; – danach Übertragens der Innenisolierung und der Zehen-Gummistreifen zusammen als eine Unterbaugruppe auf eine Reifenbautrommel (450).
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, umfassend die Schritte des: – in Umfangsrichtung Versetzens einer vorlaufenden Kante der Zehen-Gummistreifen (104, 204, 304) von der vorlaufenden Kante der Innenisolierung (102, 202, 302); und – Aneinanderkleben der Zehen-Gummistreifen und der Innenisolierung.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, umfassend den Schritt des: – Plazierens der Zehen-Gummistreifen (104, 204, 304) auf der Transfertrommel (220, 320, 420), während die Transfertrommel stationär ist.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3, umfassend den Schritt des: – Verwendens einer Vakuumvorrichtung (342) zum Aufnehmen eines freien Endes der Zehen-Gummistreifen (304) und Plazierens davon auf der Transfertrommel (220, 320, 420).
  5. Verfahren gemäß Anspruch 4, umfassend die Schritte des: – Einschaltens eines Vakuums in der Transfertrommel (220, 320, 420) zum Greifen der Zehen-Gummistreifen (304); – dann Abschaltens des Vakuums in der Vakuumvorrichtung (342) zum Freigeben der Zehen-Gummistreifen.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 5, umfassend die Schritte des: – Plazierens eines freien Endes der Innenisolierung (302) auf die Transfertrommel (220, 320, 420) unter Verwendung einer Aufnehmervorrichtung (330), – dann Freigebens der Innenisolierung (302) von der Aufnehmervorrichtung (330), wobei die Innenisolierung an der Transfertrommel gesichert ist.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6, wobei der Schritt des Plazierens des freien Endes der Innenisolierung (302) auf der Transfertrommel (220, 320, 420) durchgeführt wird, nachdem die Transfertrommel etwas rotiert worden ist.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 6, umfassend die Schritte des: – Rotierens der Transfertrommel (220, 320, 420) zum Abmessen der Zehen-Gummistreifen (304) und der Innenisolierung (302); – dann deren Abschneidens auf eine gewünschte Länge.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 1, umfassend die Schritte des: – Abschneidens der Zehen-Gummistreifen (304) in einem Zufuhrmechanismus (340) weg von der Transfertrommel (220, 320, 420); und – nach dem Abschneiden der Zehen-Gummistreifen, Schneidens der Innenisolierung (302) auf der Transfertrommel
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