DE601604C - Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren - Google Patents

Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren

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DE601604C
DE601604C DES104388D DES0104388D DE601604C DE 601604 C DE601604 C DE 601604C DE S104388 D DES104388 D DE S104388D DE S0104388 D DES0104388 D DE S0104388D DE 601604 C DE601604 C DE 601604C
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Germany
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motors
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synchronous motors
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Expired
Application number
DES104388D
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English (en)
Inventor
Gustav Reinhold
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Publication of DE601604C publication Critical patent/DE601604C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/74Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling two or more AC dynamo-electric motors
    • H02P5/747Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling two or more AC dynamo-electric motors mechanically coupled by gearing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren, welche in mechanischer Kupplung miteinander entweder einzeln oder gemeinsam eine oder mehrere einem gemeinsamen Arbeitsvorgang dienende Arbeitsmaschinen antreiben oder aber zum Antrieb von elektrischen Umformern dienen, welche die Antriebselektromotoren der Arbeitsmaschinen speisen. Eine derartige Antriebsanordnung ist beispielsweise dann gegeben, wenn eine Arbeitsmaschine zu verschiedenen Zeiten unter verschiedenen Arbeitsbedingungen betrieben wird, derart, daß das eine Arbeitsprogramm eine wesentlich geringere mechanische Antriebsleistung erfordert als das andere. Zweckmäßig wird dann zum Antrieb der Arbeitsmaschine nicht ein einziger Motor vorgesehen, der für die größtmögliche Leistung ausgelegt ist, sondern es werden mehrere, beispielsweise zwei Motoren, angeordnet, die je nach den Arbeitsbedingungen entweder einzeln oder gemeinsam zum Antrieb der Arbeitsmaschine dienen. Es kann auch vorkommen, daß es sich bei einer bestimmten Arbeitsmaschine herausstellt, daß die Leistung des Antriebsmotors nicht ausreicht, und daß daher eine Zusatzleistung in Form eines zweiten Motors vorgesehen werden muß. Ferner seien mehrteilige Arbeitsmaschinen genannt, welche durch Elektromotoren angetrieben werden und bei denen die Elektromotoren durch Umformer, insbesondere Leonard-Umformer, gespeist werden. In Rohrwalzenstraßen wird beispielsweise häufig nach folgendem Betriebsverfahren gearbeitet: Die Blöcke werden zunächst in einer Schrägwälzenstraße vorgewalzt und dann in einer oder mehreren parallel liegenden Pilgerwalzenstraßen weiterverarbeitet. Die Antriebsmotoren der einzelnen Walzgerüste werden dabei zweckmäßig je durch einen besonderen Umformer gespeist. -Dies hat den Vorteil, daß die Umformer den besonderen Bedingungen der Antriebsmotoren der einzelnen Walzgerüste besser angepaßt werden können. Außerdem- ist durch die Aufteilung der Umformerleistung in mehrere einzelne Aggregate die Möglichkeit gegeben, diese Aggregate während des Betriebes miteinander mechanisch zu kuppeln, so daß die von den einzelnen Walzgerüsten herrührenden Belastungsstöße von mehreren Umformeraggregaten aufgenommen werden können.
  • Bei den angeführten Antriebsanordnungen hat man bisher allgemein Asynchronmotoren verwendet, weil das Anlaßverfahren mit Asynchronmotoren wesentlich günstiger schien als dasjenige mit Synchronmotoren. Beim Anlassen wurde dabei wie folgt verfahren: Von zwei Motoren, welche gemeinsam zum Antrieb von Arbeitsmaschinen bzw. zum Antrieb von Umformeraggregaten dienen sollen, wird zunächst nur einer der Motoren an das Netz angeschlossen und zum Anlassen des ganzen Aggregates verwendet. Nach Erreichen der vollen Drehzahl wird auch der zweite Motor, welcher von vornherein mit dem ersten mechanisch gekuppelt ist, an das Netz angeschlossen. Diese Betriebsweise ist bei Asynchronmotoren ohne weiteres möglich, nicht dagegen bei Synchronmotoren. Synchronmotoren sind bekanntlich an eine ganz bestimmte Relativlage zwischen dem Rotor und dem Drehfeld des Stators gebunden, und zwei miteinander mechanisch -gekuppelte Synchronmotoren können nur dann nach dem oben angegebenen Verfahren von einem der beiden Motoren angelassen werden, wenn bei der mechanischen Verbindung der beiden Rotoren von vornherein darauf geachtet wird, daß sich die Polachsen der beiden Rotoren genau in der gleichen räumlichen Lage befinden. Diese einschneidende Bedingung ist bisher ein wesentliches Hindernis für die Verwendung von Synchronmotoren bei den oben angeführten Antrieben gewesen, obwohl an sich Synchronmotoren sowohl bezüglich des Gestehungspreises der Gesamtanlage als auch mit Rücksicht auf das Betriebsverhalten wesentliche Vorteile gegenüber Asynchronmotoren mit sich bringen. Das geschilderte Anlaßverfahren stößt bei Synchronmotoren insbesondere auch dann auf erhebliche Schwierigkeiten, wenn bei einer bereits bestehenden Anlage die Antriebsleistung durch Anfügen eines Zusatzmotors erhöht werden soll.
  • Durch die Erfindung wird die Möglichkeit geschaffen, Synchronmotoren bei derartigen Antrieben zu verwenden, ohne daß die geschilderten Nachteile eintreten. Gemäß der Erfindung wird das Antriebsaggregat, welches aus mehreren Antriebsmotoren besteht, wie folgt angelassen: Die Motoren sind zunächst mechanisch voneinander getrennt; jeder Motor wird für sich auf die synchrone Drehzahl angelassen, und erst nach beendigtem Anlaßvorgang wird die mechanische Verbindung zwischen den beiden Einheiten mit Hilfe von mechanischen Kupplungen hergestellt. Verwendet man für diese mechanische Verbindung solche Kupplungsbauarten, die an keine ausgesprochene Kupplungsstellung gebunden sind, also insbesondere Reibungskupplungen, so ist man bezüglich der räumlichen Anordnung der miteinander zu verbindenden Einheiten vollkommen unabhängig. Bei diesem Anlaßverfahren läßt sich, wie bei anderen Anlaßverfahren bekannt ist, die gleiche Synchronisiereinrichtung für alle zum Antriebsaggregat gehörigen Motoren verwenden, wenn man die Motoren zeitlich nacheinander anläßt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das sich auf eine Rohrwalzenstraße bezieht. Das Schrägwalzgerüst i und zwei Pilgerwalzgerüste 2 und 3 der gleichen Walzenstraße werden durch Gleichstrommotoren q. und 5 angetrieben. Zum Speisen der Motoren q. und 5 dienen Leonard-Generatoren 6 und 7, welche durch Synchronmotoren 8 und 9 angetrieben werden. Die beiden Motoren 8 und 9 sind über Anlaßeinrichtungen io und ii mit einem Wechselstromnetz 12 verbunden. Zur mechanischen Kupplung der beiden Umformereinheiten dient eine Reibungskupplung 13, welche durch mechanische oder elektromagnetische Betätigung gelöst und geschlossen werden kann. Zwischen den Leonard-Generatoren 6 und 7 und den zugeordneten Gleichstrommotoren q, und 5 wird zweckmäßig eine Umschalteinrichtung i¢ angeordnet, welche es ermöglicht, wechselweise die Motoren q. und 5 an die Generatoren 6 und 7 anzuschließen. Beim Anlassen des Umformeraggregates wird die Kupplung i3 gelöst, und die Motoren 8 und 9 werden getrennt auf die synchrone Drehzahl hochgefahren. Nach beendigtem Anlaßvorgang wird die Kupplung 13 eingelegt, so daß nunmehr das ganze Aggregat als eine Einheit zur Energielieferung für die Walzenstraße dient. Die Kupplung 13 wird dabei zweckmäßig eingelegt, wenn die beiden Motoren 6 und 7 leer laufen, wenn also beide Rotoren dem Vektor des Netzdrehfeldes um den gleichen Winkel nacheilen.
  • Eine besonders zweckmäßige Anordnung ergibt sich, wenn man elektromagnetisch betätigte Kupplungen verwendet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren, welche in mechanischer Kupplung miteinander entweder einzeln oder gemeinsam eine oder mdhrere einem gemeinsamen Arbeitsvorgang dienende Arbeitsmaschinen bzw. elektrische Umformer antreiben, die die Antriebselektromotoren der Arbeitsmaschinen speisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren ungekuppelt einzeln angelassen und nach beendigtem Anlaßvorgang mechanisch gekuppelt werden.
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens näch Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur mechanischen Verbindung der Motoren Kupplungsvorrichtungen ohne ausgesprochene Kupplungsstellung, insbesondere Reibungskupplungen, verwendet werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch elektromagnetisch betätigte Kupplungen.
DES104388D 1932-04-29 1932-04-29 Verfahren zum Anlassen mehrerer Synchronmotoren Expired DE601604C (de)

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DE601604C true DE601604C (de) 1934-08-20

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