DE601396C - Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer Diesellokomotiven mit mittelbarer Energieuebertragung - Google Patents
Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer Diesellokomotiven mit mittelbarer EnergieuebertragungInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/08—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
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Description
Bei Diesellokomotiven mit mittelbarer Übertragung der Energie ist die Verbindung
zwischen dem Antriebsmechanismus der Lokomotive und der Energieerzeugergruppe nicht starr, und eine jede hat ihre eigene
Regeleinrichtung. Der Führer muß also einerseits die Lokomotive regeln und andererseits
an deren Leistungsbedarf die Leitung der Motorengruppe anpassen. Die erstgenannte
Aufgabe, verbunden mit der Beobachtung der Strecke, beansprucht aber schon in hohem Grade die Aufmerksamkeit des
Führers.
Es sind aber für derartige Diesellokomotiven schon selbsttätige Regeleinrichtungen
bekannt, um die Regel aufgäbe des Führers nur auf die Führung der Lokomotive selbst
(z. B. mittels des Umsteuerhebels der Lokomotive) zu beschränken. Die Anpassung der
Verdichterförderung erfolgt in selbsttätiger Weise in Abhängigkeit von den Druckschwankungen
des Arbeitsmittels und gegebenenfalls unter Verwendung einer geeigneten Steuerflüssigkeit.
as Die Regelung der Verdichterförderung kann auf zwei Arten erfolgen: durch Änderung
der Drehzahl oder durch Änderung der nutzbaren Fördermenge. Die letztgenannte Regelart wird erreicht z. B. durch Drosselung
des Ansaugens oder durch teilweise oder vollständige Ausschaltung einzelner Zylinderseiten.
Einrichtungen dieser Art sind bekannt, sie stützen sich auf Zuschaltung von schädlichen Räumen, auf das Anheben der
Druckventile während der Ansaugeperiode oder auf Anheben der Saugventile während
der Kompressionsperiode.
Das Ansaugen durch Drosselung zu vermindern ist ein unwirtschaftliches Verfahren
und kommt infolgedessen für Diesellokomotiven, welche einen möglichst hohen Wirkungsgrad
der Energieübertragung erreichen sollen, nicht in Betracht. Die stetig veränderliche
Ausschaltung von Zylinderseiten bedingt umständliche Steuermechanismen, da jedoch der Eisenbahnbetrieb die einfacheren
Anordnungen bevorzugt, werden eher die Einrichtungen in Frage kommen, welche die
sprungweise, vollständige Ausschaltung der einzelnen Zylinderseiten herbeiführen.
Mit Rücksicht auf eine wirtschaftliche Regelung soll die Regelung der Fördermenge
in erster Linie durch die Drehzahländerung bewirkt werden, da bekanntlich der spe-
zifische Brennstoffverbrauch von Dieselmotoren in einem weiten Drehzahl bereich
fast unveränderlich bleibt, wenn das Drehmoment (also die spezifische Einspritzung
von Brennstoff) unverändert ist. Erst wenn auf diese Weise die niedrigstzuLässige
Motordrehzahl erreicht würde und noch immer eine überschüssige Förderung vorhanden
wäre, wird man die weitere Änderung ίο der Fördermenge durch das nacheinanderfolgende
Ausschalten einzelner Zyliuderseiten des Verdichters herbeiführen, womit
dann allerdings eine Änderung des Drehmomentes, also auch ein Ansteigen des spezifischen
Brennstoffverbrauches verbunden ist. Handelt es sich um Diesellokomotiven mit einem Gemisch von Druckluft und Wasserdampf
als Arbeitsmittel, so muß gleichzeitig auch der Dampfzusatz oder die Wassereinspritzung entsprechend geregelt
werden.
Der Grundgedanke der vorliegenden Regeleinrichtung besteht darin, daß der Druck der
Steuerfiüssigkeit vom Drucke des für die Energieübertragung verwendeten Arbeitsmittels
in der Weise in Abhängigkeit gebracht wird, daß man einen engen Druckbereich dieses Arbeitsmittels auswählt und einem
jeden Wert des Druckes in dem erwähnten Bereich einen bestimmten Druck der Steuerflüssigkeit
zuordnet, zu dem Zwecke, daß einem jeden Drucke des Arbeitsmittels eine
bestimmte Belastung nebst einer bestimmten Drehzahl der Motorgruppe und fördernden
Zylinderseiten des Verdichters und gegebenenfalls des Dampfzusatzes oder der Wassereinspritzung
entspreche. Die Organe, welche dann unter dem Einfluß der Steuerflüssigkeit
die Regelung bewirken, sind daher so ausgebildet, daß ihre Wirkungsweise in Verbindung
mit der erwähnten Abhängigkeit zwischen den Drücken des Arbeits- und. des Steuermittels zu der als günstigst erkannten
Regelung gemäß einem von vornherein festgelegten Regulierschema führt. Hierdurch
wird bei vollkommener Selbsttätigkeit der Regulierung und ohne Inanspruchnahme des
Führers die den Arbeitsbedingungen am besten entsprechende und wirtschaftlichste
Regelung herbeigeführt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigen:
Fig. ι das Schema, der Diesellokomotive
mit der erwähnten Regeleinrichtung,
Fig. 2 die Regeleinrichtung selbst und Fig. 3 ein Schaubild, aus welchem die vorerwähnte
Zuordnung in Abhängigkeit der Belastung ersichtlich ist.
Der Dieselmotor 1 ist durch die Kupplung 2 mit dem Verdichter 3 gekuppelt. Der
Verdichter 3 saugt die Luft durch die Saugventile 4 an und drückt sie durch die Druckventile
5 in den Aufnehmer 6, in welchem die Luft gesättigt oder überhitzt oder sonstwie
behandelt werden kann. Durch die Leitung 7 und durch das Hauptabsperrventil 8, welches
dem Regler der Dampflokomotiven entspricht, gelangt das Arbeitsmittel zu den Schieberkästen 9 der Lokomotivzylinder 10.
Durch den normalen Umsteuerhebel 11 kann in bekannter Weise die Füllung der Lokomotivzylinder
verändert werden. Eine Pumpe 12, angetrieben von der Motorwelle oder gegebenenfalls
von einem eigenen Antriebsmotor, liefert die Steuerflüssigkeit, vorzugsweise öl, das aus dem Behälter 13 durch das
Rohr 14 angesaugt wird. Die Steuerflüssigkeit unter Druck gelangt durch den Behälter
oder Windkessel 15 und durch die Leitung 16
zu dem Steuerblock B und- kehrt nachher durch die Leitung 17 in den Behälter 13 zurück.
Vom Steuerblock B werden die Verbindung 18 nach dem Fliehkraftregler 20 der
Motorgruppe und die Verbindung 19 zu den Saugventilen 4 des Verdichters abgezweigt
(Fig. 2).
In Fig. 2 ist der Steuerblock B der Fig. 1 dargestellt, und die weitere Beschreibung
stützt sich auf diese Fig. 2, wobei folgendes ' Beispiel zugrunde gelegt werden soll.
Höchstzulässige Motordrehzahl 480 U/min, niedrigstzulässige - 240 - .
Angenommen ist ein Verdichter mit zwei doppelt wirkenden Zylindern, von welchen
drei Seiten geregelt werden sollen, die letzte Seite bleibe immer im Betrieb, um stets eine
geringe Last und Luftwechsel im Verdichter zu haben.
Selbstverständlich kann die Regelung auch auf die letzte Zylinderseite ausgedehnt werden,
oder man kann für diese eine Einwirkung von Hand aus vorsehen, um den vollkommenen
Leerlauf der Verdichtergruppe herbeizuführen. In gleicher Weise können neben der
zu beschreibenden, selbsttätigen Regeleinrichtung auch Hilfseinrichtungen, von Hand
aus bedient, vorgesehen werden, um Drehzahl oder die Zahl der fördernden Zylinderseiten
in beliebiger Weise zu beeinflussen.
Bei Vollast arbeiten alle vier Zylinderseiten, und die Drehzahl ist 480 U/min. Bei
Drehzahlverminderung bis auf 240 U/min wird die Halblast erreicht. Weitere Leistungsverminderung
wird durch Ausschaltung einzelner Zylinderseiten des Verdichters herbeigeführt. Bei Ausschaltung einer Zylinderseite
(Drehzahl = 240) hat man z. B. die Belastung 3/4 X x/2 = 3/8. Zwischenlasten,
zwischen 3/8 und 1Z2, können durch eine zusätzliche
Drehzahländerung leicht eingestellt
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werden. Es ergeben sich demgemäß die in der nachfolgenden Tabelle ausführlicher dargestellten
Betriebsverhältnisse, wobei nur die Hauptstufen aufgenommen sind:
Belastung
V1
1/
, ·ϊ
, ·ϊ
ν:
7*
Fördernde . Zylinderseiten des Verdichters
4
3
3
2
2
Drehzahl/min
480
240 320
240 360
240 480
240 240
Es sei außerdem vorausgesetzt, daß der Enddruck des Arbeitsmittels (durchschnittlich
mit 15 Atm. festgesetzt) in den Grenzen 14 bis 16 Atm. veränderlich sei und daß die
zugeordnete Druckschwankung der Steuerflüssigkeit in den Grenzen von 5 bis 1 Atm.
vor sich gehe.
Es soll mit der Betrachtung der Vollast als Beharrungszustand begonnen werden. Diesem
Falle entspreche in dem Aufnehmer 6 der Druck von 14 Atm. Das Arbeitsmittel wirkt
durch die Leitung 21 auf die Membran 50 eines Druckreglers 49 ein. Die Membran
steuert durch die mit ihr verbundene Spindel 51 ein Ventil 52 o. dgl., welches in die Hauptleitung
16 der Steuerflüssigkeit eingeschaltet ist. Die Bauart dieses Regelventils 52 ist
derart gewählt, daß es in diesem Falle, also bei niedrigstem Betriebsdruck des Arbeitsmittels
im Aufnehmer 6, die Hauptleitung 16 weit offen läßt, so daß in dieser der Druck
der Steuerflüssigkeit nur wenig von dem Wert ι Atm. abweicht.
Der Druck der Steuerflüssigkeit wirkt i. über die Verbindungsleitung 18 auf einen
Servomotor 22, welcher den Fliehkraftregler 20 der Motorgruppe beeinflußt. Der Durchfluß
durch diesen Servomotor kann durch das Nadelventil 28 eingestellt und geregelt werden.
Das Nadelventil wird in der Rückleitung 27 der Steuerflüssigkeit angeordnet, durch welche das Öl in den Behälter 13 zurückgeleitet
wird;
2. über die Verbindungsleitung 29 auf die Relais 30, welche die Vorrichtung für das
Anheben der Saugventile des Verdichters steuert.
Bei dem Druck von 1 Atm. der Steuerflüssigkeit befinden sich unter Einwirkung
der Federn 33 die Kolben 31 der Relais in ihren niedrigsten Stellungen (Fig. 2). Mit
den Kolben 31 sind durch Stangen 40 die kleineren Kolben 41 starr verbunden und
lassen in der dargestellten Stellung die Verbindung zwischen den Leitungen 19 und der
Atmosphäre über die Öffnung 42 frei. Dadurch ist in den kleinen Zylindern 45 der
Anhebevorrichtung der Saugventile des Verdichters kein Druck vorhanden, und die
Federn 47 halten die Gabeln 48 außer Eingriff, so daß die Saugventile des Verdichters
in normaler Weise arbeiten können. Alle Zylinderseiten des Verdichters sind also
im normalen Betrieb.
Gleichzeitig wirkt der Druck von etwa ι Atm. der Steuerflüssigkeit auf den Kolben
23 des Servomotors 22 am Fliehkraftregler 20 des Motors. Unter der Einwirkung der
Feder 24 befindet sich dementsprechend der Kolben 23 in seiner niedrigsten Stellung, und
der mit ihm verbundene Hebel 25 spannt die Reglerfeder 26 an, wodurch in bekannter
Weise die höchste Betriebsdrehzahl, also 480 U/min, eingestellt ist.
Angenommen, daß die Belastung abnimmt, so wird auch die von den Lokomotivzyldndern
aufgenommene Menge des Arbeitsmittels abnehmen, und, da die Förderung des Verdichters
vorläufig noch unverändert ist, wird der Druck im Aufnehmer 6 zu steigen beginnen.
Die Drucksteigerung wirkt durch die Leitung 21 auf den Druckregler 49 ein,
die Membran 50 biegt sich durch, und das Ventil 52 drosselt den öldurchfluß in der
Hauptleitung 16. Der Öldruck steigt in der Leitung 16, und sowohl die Kolben 31 der
Relais 30 als auch der Kolben 23 des Servomotors 22 bewegen sich aufwärts.
Durch die Bewegung des Kolbens 23 wird durch den Hebel 25 eine entsprechende Entspannung
der Reglerfeder 26 herbeigeführt, und man hat als erstes Ergebnis eine entsprechende
Verminderung der Drehzahl.
Es sei vorausgesetzt, daß die Bemessung und die Einstellung der betrachteten Reglerelemente
(insbesondere durch die verschiedenen eingeschalteten Federn bedingt) eine derartige sei, daß bei Halblast .der entsprechende
Beharrungszustand sich bei 14,5 Atm. im Aufnehmer 6 und bei 2 Atm. in
der Leitung 16 einstelle.
Bei diesem Druck von 2 Atm. geben die Kolben 31 der Relais den Zutritt zur Unterseite
der KolberL32 noch nicht frei (dies hängt ausschließlich von der Vorspannung
der Federn 33 ab), alle vier Verdichterzylinderseiten bleiben also im normalen Betrieb.
Dahingegen soll die Spannung der Feder 24 im Servomotor 22 derart gewählt daß bei dem erwähnten Öldruck von
Atm. der Kolben 23 sich in der höchsten Stellung befindet, wodurch über Hebel 25 die
der niedrigsten Betriebsdrehzahl (240 U/rnin) entsprechende Stellung des Fliehkraftreglers'
20 herbeigeführt wird.
Man hat also den Fall: Halblast 240 U/min, alle vier Zylinderseiten arbeiten.
Wie einleitend angeführt worden ist, soll bei einer weiteren Belastungsabnahme das
Ausschalten der fördernden Zylinderseiten herbeigeführt werden. In der Tat, wenn
diese Belastungsabnahme unter Halblast vorhanden ist, d. h. wenn der Druck in dem
Aufnehmer 6 noch weiter bestrebt ist, zu steigen, und den Wert von 14,5 Atm. übersteigt,
so wird durch eine weitere Durchbiegung der Membran 50 des Druckreglers
49 das Ventil 52 die Hauptleitung 16 der
Steuerflüssigkeit noch mehr drosseln, und der Öldruck in derselben übersteigt den Wert von
2 Atm.
Die Feder 33 des ersten Relais I ist derart vorgespannt, daß bei 2 Atm. der Kolben 31
die Oberkante des Führungszylinders 30 gerade erreicht. Die weitere Drucksteigerung
wird also den Ölzutritt unter dem Differentialkolben 32 (starr mit 31 verbunden) freilegen,
wodurch in bekannter Weise die sprungweise Erhöhung des auf den Kolben 31, 32 wirkenden
Druckes und dadurch die sprungweise Bewegung nach oben herbeigeführt werden. Durch die Verbindung über die Stange 40
wird also auch der kleine Kolben 41 sprungweise nach oben geführt und dadurch die
ülöffnung42, d.h. die Verbindung mit der
Atmosphäre geschlossen, aber gleichzeitig die Verbindung zwischen den Leitungen 19 ·
und 43 hergestellt.
Die Leitung 43 zweigt vom Abnehmer 6
des Arbeitsmittels ab, so daß also dessen Druck in dem Zylinder 45 auf den Kolben 46
der Anhebevorrichtung der Saugventile des Verdichters wirken kann. Die Spannung der
Feder 47 wird überwunden und die Gabel 48 gegen die Ventilplatte 4 gedruckt, das Ventil
wird, und bleibt angehoben und die betreffende Zylinderseite von der Förderung
ausgeschaltet.
Man hat also im gewünschten Betriebsfalle die sprungweise Ausschaltung einer Zylinderseite;
es würde dies jedoch, wie vorher ausgeführt, zu einer sprungweisen Änderung der Belastung führen, wenn nicht gleichzeitig
eine entsprechende Korrektur durch die Änderung der Drehzahl erfolgen würde. Die
angeführte Tabelle zeigt, daß bei Aussehaltung der ersten Zylinderseite die zugehörige
Kompensation eine Drehzahlerhöhung von auf 320 U/min verlangt.
Man muß also gleichzeitig eine entsprechende Wideranspannung der Reglerfeder
26 (des Fliehkraftreglers 20) herbeiführen, d. h. eine gleichzeitige Abwärtsbewegung
'des Kolbens 23 im Servomotorzylinder 22, und zwar in diesem Falle um ein Drittel
I j des ganzen Hubes. Der Kolben
23 war aber schon bei 2 Atm. Öldruck in seiner Höchstlage, die Rückkehr kann also
nur erfolgen, wenn der Öldruck im Servomotor 22 entsprechend vermindert wird.
Dies wird durch eine Drosselung der Leitung 18 erreicht. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
tritt die Steuerflüssigkeit aus der Leitung 16 durch die Verbindungsleitung 29 und durch
den Zylinder 30 nicht nur unter den Differentialkolben 32 (sobald die Überdeckung des
Kolbens 31 negativ "wird), sondern auch
damit verbunden durch die Leitung 34 in einen kleinen Hilfszylinder 35. In diesem
bewegt sich der Kolben 36, und zwar wird dieser unter Einwirkung der zutretenden
Steuerflüssigkeit und gegen die Wirkung der Feder 37 nach links verschoben, wodurch
auch das mit dem Kolben 36 starr verbundene Drosselorgan 38 in die Leitung 18 vorgestoßen
wird und die gewünschte Drosselung desselben herbeiführt. Das erforderliche Maß dieser Drosselung kann einerseits durch
die Abmessungen und die Vorspannungen der Feder 37 und andererseits durch den verstellbaren
Anschlag 39 genau eingestellt werden.
Hieraus folgt, daß, sobald der Steueröldruck
2 Atm. übersteigt, sich sprungweise die Halblast von vier fördernden Zylinderseiten
und 240 U/min auf drei fördernde Zylinderseiten
und 320 U/min ändert. Es wird also im Sinne der angeführten Tabelle die sprungweise Änderung der regelndenElemente
herbeigeführt, ohne daß damit eine sprungweise Änderung der Förderung und der Leistung verbunden ist.
Eine weitere Leistungsabnahme, also auch eine weitere Steigerung des Druckes im Aufnehmer
6, führt eine entsprechende Erhöhung des Steueröldruckes in der Leitung 16 herbei.
Relais I, welches durch die vorher beschriebene Wirkung des Differentialkolbens 32 in
die Höchstlage geschnellt ist, bleibt in dieser Lage unverändert stehen, die entsprechenden
Kolben 31 der Relais II und III bewegen sich langsam aufwärts, jedoch ohne die führende
Deckung zu überschleifen, die Anzahl der fördernden Zylinderseiten des Verdichters
bleibt also unverändert erhalten. Dagegen verschiebt sich der Doppelkolben 36, 38 im
Zylinder 35 weiter nach links und öffnet wieder in etwas erhöhtem Maße die Leitung
18, so daß der Öldruck im Servomotor 22 steigen kann. Es wird also der Hebel 25
wieder die Reglerfeder 26 entspannen, bis bei Atm. im Aufnehmer 6 und bei zugehörigem
Öldruck von 3 Atm. in der Leitung 16
der Betriebszustand: drei fördernde Zylinderseiten, 240 U/min, d. h. 3/8 Last als Beharrungszustand,
erreicht wird.
In diesem Augenblick tritt Relais II in Wirkung. Die Vorgänge spielen sich genau
in der gleichen Weise ab wie für Relais I. Es wird eine weitere Zylinderseite ausge-
| Druck in Atm. | der Druckluft (in 6) |
des Öles | im Servo motor 22 |
Drehzahl U/min |
Zahl der fördernden Zylinderseiten des Verdichters |
Last |
| 14 14.5 14.5 15 15 15.5 15.5 16 |
in der Haupt leitung 16 |
I 2 2 χ1/. 2 I 2 |
480 240 320 240 360 240 480 240 _ |
4 4 3 3 2 2 I I |
V1
V2 S,- 3/8 /8 V* 1U V8 |
|
| I 2 2 3 3 4 4 5 |
Die beschriebene Regeleinrichtung entspricht also vollkommen den einleitend angeführten
Bedingungen an eine wirtschaftlich bestmöglichste Regelung, indem sie gleichzeitig·
einem jeden Belastungszustand der Lokomotive den bestentsprechenden Betriebszustand
der Energieerzeugergruppe zuordnet, ohne daß der Führer außer der Steuerung der Lokomotive selbst etwas anderes zu bedienen
hätte.
Bei Belastungssteigerung spielen sich die beschriebenen Phasen der Regulierung in
umgekehrter Reihenfolge ab, wie dies ohne weiteres aus Fig. 2 und der vorher beschriebenen
Arbeitsweise der Regeleinrichtung zu ersehen ist.
Die beispielsweise den angeführten Tabellen zugrunde gelegten Wertsysteme oder irgendwelche
andere Zuordnung der entsprechenden Drücke erreicht man durch entsprechende Bemessung
der Kolben und Federn und durch die Profilierung der Drosselorgane (z. B. von
38 und 52).
Der Dampfzusatz oder die Wassereinspritzung zwecks Verdampfung in der Drückluft
können durch gleichartige Relais, wie jene, welche die Ausschaltung der Kompressorzylinderseiten
bewirken, geregelt werden. Beide Relaissätze arbeiten dann parallel. Es kann aber auch die Schließung der betreffenden
Leitungen oder das Öffnen von Umlaufleitungen unmittelbar durch Ventile oder Hähne bewirkt werden, welche ihren
Antrieb von einer Verlängerung der Kolbenstange 40 erhalten.
Die Geschwindigkeit der Regulierbewegungen und eine gewisse Dämpfung derselben
schaltet, jedoch gleichzeitig die Drehzahl von 240 auf 360 erhöht, um die Stetigkeit in der
Förderung und Leistung zu erhalten.
Die Hauptstufen der beschriebenen Regelvorgänge ergeben sich demnach entsprechend
der nachfolgenden Tabelle und sind auch graphisch in der Fig. 3 dargestellt:
kann in bekannter Weise durch Drosselorgane, welche in die Leitungen eingeschaltet
sind (z. B. 28 in 27 und 44 in 21), erreicht werden oder durch Ölbremsen bzw. Katarakte
(z.B. 53 am Fliehkraftregler 20). Abgesehen von den in der Einleitung zur Beschreibung
angeführten, nicht dargestellten, den Eingriffen seitens des Führers überlassenen
Hilfseinrichtungen sind die baulich angezeigten Sammelleitungen für die durch Undichtheiten
usw. entweichende Steuerflüssigkeit vorzusehen. Auch die Federn können entgegen der auf der Zeichnung ersichtlichen
festen eine verstellbare Abstützung durch Federteller und Schrauben erhalten, wodurch
das Einstellen erleichtert wird.
Der Aufnehmer 6 ist mit den entsprechenden Sicherheitsventilen versehen.
Der Hebel 54 des Fliehkraftreglers 20 wirkt in bekannter Weise auf die Regelung
der Brennstoffpumpe des Motors ein und gleicht die Brennstoffeinspritzung dem Drehmoment
und der vom Fliehkraftregler bedingten Umdrehungszahl an.
An Stelle der Relais können auch andere gleichwertige Bauelemente verwendet werden.
Ebenso ist die Übertragung der durch die Regeleinrichtung ausgeübten Wirkung unter
Ausschaltung des Fliehkraftreglers unmittelbar auf die Brennstoffpumpe des Motors möglieh,
in welchem Falle die vom Kolben 23 dies
Servomotors 22 herrührenden Bewegungen unmittelbar auf die erwähnte, an sich bekannte
Regeleinrichtung der Brennstoffpumpe übertragen werden.
Es ist auch möglich, die in den beschriebenen Ausführungsbeispielen angedeutete Zu-
Ordnung der Drücke in dem Sinne umzukehren, daß einer Belastungsabnahnie eine
Drucksteigerung der Steuerflüssigkeit in der Leitung 16 entspricht. Es genügt hierzu,
das Drosselorgan 52 so auszuführen, daß die Durchbiegungen der Membran 50 eine
Öffnung (an Stelle der zunehmenden Drosselung) der Leitung 16 herbeiführen.
Ebenso ist es ohne weiteres gegeben, mit der Leitung 16 eine weitere Relaisgruppe zu
verbinden (deren Wirkung genau der für die Gruppe I, II und III beschriebenen entspricht),
durch die andere einer Regelung zu unterwerfende Einwirkungen erzielt werden können, beispielsweise die Einspritzung
von Wasser in die vom Verdichter geförderte Druckluft oder die Beimischung von Dampf
in dieselbe usw.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Regeleinrichtung für Diesellokomotiven mit mittelbarer Energieübertragung durch ein Gemisch von_Druckluft und Wasserdampf, bei welcher durch Servomotoren und Kolbenrelais unter Verwendung des Arbeitsmittels selbst oder einer Steuerflüssigkeit die Druckschwankungen des Arbeitsmittels selbsttätig die Drehzahländerung der Motorverdichtergruppe und das Anpassen der Förderung des Verdichters an den Leistungsbedarf herbeiführen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Belastung der Lokomotive ein bestimmter Druck des Arbeitsmittels bzw. der Steuerflüssigkeit eine bestimmte Drehzahl und eine bestimmte arbeitende Zylinder Seitenzahl des Verdichters gemäß einem festgelegten Schema (Fig. 3) zugeordnet sind.
- 2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais (29 bis 33), welche nacheinander die Auslösevorrichtungen (40, 41) zur Änderung der Zahl der fördernden Zylinderseiten des Verdichters betätigen, gleichzeitig auch mit den mit abgestimmten Federn (37) versehenen Hilfsrelais (35 bis 38) durch Druckmittelleitungen verbunden sind, welche in Verbindung mit dem Servomotor (22 bis 24) für die Drehzahlverstellung eine (Fig. 3) sprungweise Änderung in der Drehzahl herbeiführen zwecks stetiger Änderung der Fördermenge und der Leistung.
- 3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Einrichtungen zur Änderung der Drehzahl oder der Zahl der fördernden Zylinderseiten des Verdichters mechanisch oder gesteuert durch Relais Einrichtungen zur Änderung der in die Druckluft einzuspritzenden Wassermenge oder der dieser zuzusetzenden Dampfmenge verbunden sind.
- 4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliehkraftregler nur als Sicherheitsregler dient, und daß der Servomotor für die Drehzahländerung (22 bis 24) und die Relais (29 bis 33), durch welche die Änderung in der Zahl der fördernden Zylinderseiten des Verdichters herbeigeführt wird, unmittelbar mechanisch auf die Regelung der Brennstoffpumpe des Motors .einwirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT601396X | 1931-02-02 | ||
| GB3151/32A GB401255A (en) | 1931-02-02 | 1932-02-02 | Improvements in or relating to diesel locomotives having pneumatic transmission systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE601396C true DE601396C (de) | 1934-08-24 |
Family
ID=26238095
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES98519D Expired DE601396C (de) | 1931-02-02 | 1931-05-06 | Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer Diesellokomotiven mit mittelbarer Energieuebertragung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE601396C (de) |
| GB (1) | GB401255A (de) |
-
1931
- 1931-05-06 DE DES98519D patent/DE601396C/de not_active Expired
-
1932
- 1932-02-02 GB GB3151/32A patent/GB401255A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB401255A (en) | 1933-11-09 |
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