DE601395C - Verfahren und Ofen zum Anwaermen und Ausgluehen von langgestrecktem Walzgut - Google Patents

Verfahren und Ofen zum Anwaermen und Ausgluehen von langgestrecktem Walzgut

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DE601395C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/04Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for rails

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Description

  • Verfahren und Ofen zum Anwärmen und Ausglühen von langgestrecktemWalzgut Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nebst Einrichtung, durch welche gleichzeitig größere Mengen Walzstäbe, wie Stahlstangen, Eisenbahnschienen, Rohre u. dgl., angewärmt und auf eine Temperatur gebracht werden können, die für die Durchführung eines beabsichtigten Glühverfahrens oder für die Weiterverarbeitung des Gutes erforderlich ist.
  • Es sind bereits Verfahren bekannt, die zum Zweck haben, große Mengen Walzstäbe, Bleche u. dgl. zu glühen. Soweit hierbei Elektrizität als Heizquelle Verwendung findet, zeigt sich der Nachteil, daß nicht nur die Stromkosten sich sehr hoch stellen, sondern auch die Anlage sehr kostspielig und im Betrieb empfindlich ist, so daß oft Instandsetzungen oder Erneuerungen erforderlich sind. Bei 51- und gasgefeuerter. Ofen zeigt sich, abgesehen davon, daß auch hier kostspielige Anlagen nötig sind, durchweg die Schwierigkeit, daß ein gleichmäßiges Erhitzen schwer möglich ist, so daß sich überhitzte bzw. nicht genügend erhitzte Stellen im Walzgut kaum vermeiden lassen. Auch steht Heizgas nicht überall zu Preisen zur Verfügung, die ein wirtschaftliches Arbeiten gestatten. Auch die Ölfeuerung stellt sich meist teuer.
  • Diese Nachteile sollen durch das vorliegende Verfahren und Einrichtung behoben werden.
  • Die Einrichtung bzw. der Ofen besteht aus den parallel verlaufenden Seitenwänden, der hinteren Kopfwand mit dem Abzug für die Feuergase sowie der vorderen Kopfwand, die zweckmäßig als Tür oder sonstwie leicht wegnehmbar ausgebildet ist. Auf Sohlenhöhe sind in den Seitenwänden in gewissen Abständen mit Schiebern für die Regulierung ausgerüstete Luftlöcher vorgesehen. Weiterhin sind auf der Ofensohle, zwischen den Seitenwänden und rechtwinklig zu ihnen in gewissen Abständen eine Anzahl Stützbänke vorgesehen, auf denen das Glühgut ruht. Um das Einbringen des Glühgutes und der Kohlen zu erleichtern, erhält der Ofen eine abnehmbare Decke. Das Glühgut kann aber auch, um die Wärmeausstrahlung zu verhindern, mit einer Schicht aus Sand, Asche o. dgl. abgedeckt werden. Die abnehmbare Decke wird zweckmäßig so ausgebildet, daß sie zwischen den Ofenwänden abgesenkt werden kann, um nach Herausnahme einer Lage des Glühgutes den angemessenen Zwischenraum zwischen Decke und Glühgut wieder herzustellen. Anderseits ist es zweckmäßig, falls Sand oder Asche zur Abdeckung des Ofens benutzt wird, diesen eine gewisse Menge Feinkohle, z. B. Brikettabrieb oder Koksgrus, beizumischen, wodurch eine Abkühlung der obersten Glühgutlage während der Entleerung des Ofens vollkommen verhindert wird.
  • Das Arbeitsverfahren wird in der Weise ausgeübt, daß etwa auszuglühende Eisenbahnschienen in der Längsachse des Ofens dicht nebeneinander auf die Stützbänke gelegt werden. Auf die so gebildete unterste Lage wird in gleichmäßiger Verteilung eine angemessene Menge Brennstoff, in erster Linie Braunkohlenabrieb, aufgebracht. In gleicher Weiee werden weitere Lagen Schienen, die zweckmäßig durch eine Anzahl quergelegter Stäbe von der darunterliegenden getrennt werden, sowie entsprechende Mengen Brennstoff eingebracht, bis der Ofen gefüllt ist.
  • Die Entzündung der zwischen dem Glühgut selbst gleichmäßig verteilten Braunkohle kann sowohl von oben wie auch von der vorderen Kopfwand aus erfolgen. Erfolgt die Zündurig von oben, so, setzt sich die Verbrennung der Kohle von Lage zu Lage nach unten gleichmäßig fort, der ganze Ofeninhalt kommt nach und nach in Glut und wird längere Zeit auf einer bestimmten Temperatur gehalten. Bei der Zündung von der Kopfwand aus schreitet die Verbrennung der Kohle nach hinten zu weiter fort, wobei die I1 euerungsgase durch die vom Glühgut gelassenen Zwischenräume hindurchziehen und dieses wirksam vorwärmen. Der gesamte Ofeninhalt wird auf diese Weise, auch wenn es sich um große Mengen, z. B. 5o bis ioo t, handelt, sehr schnell (in etwa 8 Stunden) auf die gewünschte Temperatur gebracht, wobei eine sehr günstige Wärnneausnutzung stattfindet.
  • Außer dem hohen Wärmeeffekt trägt der Umstand wesentlich zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei, daß sich billige Abfallkohle, wie Brikettabrieb, Koksgrus und ähnliches, für den Betrieb des Ofens als besonders geeignet erweist.
  • Das vorgeschlagene Verfahren gibt die Möglichkeit, in einfacher und wirtschaftlicher Weise große Mengen Walzstäbe, Schienen und ähnliches Gut gleichzeitig für eine weitere Verarbeitung anzuwärmen oder zu glühen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Anwärmen und Ausglühen von langgestrecktem Walzgut, z. B. Eisenbahnschienen, .in großen Mengen, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzgut in mehreren durch Ouerstäbe getrennten Lagen übereinander in einem Ofen angeordnet wird, wobei der Brennstoff, insbesondere Braunkohlenbrikettabrieb, in angemessener Menge in den vom Glühgut gebildeten Zwischenräumen gleichmäßig verteilt und zur gleichmäßig fortschreitenden Verbrennung gebracht wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung des eingebrachten Brennstoffs gleichmäßig von der obersten Lage aus erfolgt und die Verbrennung nach unten fortschreitet. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung an der vorderen Stirnseite des Ofens erfolgt und die Verbrennung in der Ofenlängsrichtung fortschreitet. .1. Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer abnehmbaren Decke und Stirnwand versehene Ofen in seinen Längswänden, zweckmäßig in Bodenhöhe, regulierbare Öffnungen für die Luftzufuhr zu den mit dem Brennstoff ausgefüllten Zwischenräumen besitzt.
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