-
GEBIET DER
ERFINDUNG
-
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reduzieren der Axialkräfte, die
zwischen den Walzen in einem Fünfwalzengerüst oder
Sechswalzengerüst erzeugt
werden, das folgendes hat: ein Paar von Arbeitswalzen (WR), denen
eine Verschiebeeinrichtung zugeordnet ist, ein entsprechendes Paar
von Stützwalzen
(BUR) und mindestens eine Zwischenwalze (IR), der mindestens eine
Schrägstelleinrichtung
zugeordnet ist. Die Zwischenwalze ist im allgemeinen schräggestellt.
Das "Vorzeichen" des Schrägstellwinkels
wird durch die Verschiebungsrichtung während des Walzvorgangs bestimmt.
-
Das
Verfahren nach der Erfindung sieht vor, daß die WR-Verschiebung und das
IR-Schrägstellen geeignet
so gesteuert werden, daß die
Axialkräfte zwischen
der Zwischenwalze und der Arbeitswalze während des Verschiebens der
Arbeitswalzen in dem Walzschritt reduziert werden.
-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Im
Stand der Technik sind zur Steuerung der Planheit von Flacherzeugnissen,
die in Fünfwalzen- oder Sechswalzengerüsten gewalzt
werden, den Arbeitswalzen sowohl ein Biegesystem, positiv und negativ,
als auch ein Verschiebesystem zugeordnet, und der Zwischenwalze
ist ein Schrägstellsystem
zugeordnet.
-
Der
Stand der Technik weist ferner ein Verfahren zum Steuern der Planheit
von gewalzten Flacherzeugnissen auf, wobei der Zwischenwalze ferner ein
positives oder negatives Biegesystem zugeordnet ist.
-
Das
Schrägstellen
jeder Zwischenwalze in bezug auf die Arbeitswalzen und Stützwalzen
erzeugt zwangsläufig
Schub oder Axialkräfte
sowohl auf die Zwischenwalze als auch auf die entsprechende Arbeitswalze
als auch auf die entsprechende Stützwalze.
-
In
Anbetracht der Tatsache, daß die
Arbeitswalzen auch mit Abschrägungen,
Hohlräumen und/oder
Verjüngungen
an ihren Rändern
versehen sein können,
um das Problem der Kantenabnahme des Walzprodukts zu lösen, erzeugen
die Verjüngungen
aufgrund des Kontaktdrucks zwischen den Walzen zwangsläufig außerdem auch
weitere axiale Komponenten, die zu denen hinzukommen, die durch
das Verschieben der Arbeitswalze und das Schrägstellen der Zwischenwalze
erzeugt werden.
-
US-A-6
012 319 beschreibt ein Verfahren, das die Schrägstellwinkel der Arbeitswalzen
und der jeweiligen Zwischenwalzen unabhängig steuert, um jeweils verschiedene
Arbeitsbedingungen während eines
Walzprogramms zu erhalten.
-
Das
bekannte Verfahren steuert nur die Schrägstellwinkel der Arbeitswalzen
und der jeweiligen Zwischenwalzen. Die Arbeitswalzen und die Zwischenwalzen
sind in entgegengesetzte Richtungen in bezug aufeinander mit unterschiedlichen
Schrägstellwinkeln
geneigt (schräggestellt).
-
Das
Verschieben der Arbeitswalzen ist nur als eine Möglichkeit erwähnt, ist
jedoch niemals in einer Koordinatensteuerung involviert, um die
axialen Drücke,
die während
des Walzvorgangs auf die Arbeitswalzen einwirken, möglichst
klein zu halten.
-
Um
die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden, hat die Anmelderin
das Verfahren nach der Erfindung erfunden, geplant und so perfektioniert,
daß die
Axialkräfte,
die im Betrieb zwischen den Walzen erzeugt werden, reduziert werden,
um die axiale Position zu modifizieren oder um die Arbeitswalzen
während
des Walzvorgangs zu verschieben.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Das
Verfahren nach der Erfindung zum Steuern der Axialkräfte, die
zwischen den Walzen eines Walzgerüsts erzeugt werden, ist in
dem Hauptanspruch angegeben und gekennzeichnet, während die Unteransprüche andere
innovative charakteristische Merkmale der Erfindung beschreiben.
-
Vor
der Beschreibung der Erfindung sind die folgenden Vorbemerkungen
angebracht.
-
Das
Schrägstellen
der Zwischenwalze erzeugt axiale Drücke sowohl auf die Zwischenwalze selbst
als auch auf die Arbeitswalze als auch auf die Stützwalze.
-
Die
erzeugten Kräfte
FBUR und FWR (1) sind
die Funktion verschiedener Parameter, insbesondere der Walzkraft,
des Reibungskoeffizienten zwischen den Walzen und somit des Schmier-
und des Oberflächenzustands
der Walzen und schließlich des
Schrägstellwinkels.
-
Bei
gleicher gegebener Walzkraft entwickelt sich der multiplikative
Koeffizient "c", der den axialen Druck
verursacht, wie in 4 gezeigt ist. Wenn der Grenzwert α1 (Grenz-Schrägstellwinkel) überschritten
ist, bleibt der Koeffizient "c" praktisch konstant.
-
Deshalb
nehmen die Arbeitswalzen und die Stützwalzen aufgrund der Schrägstellung
der Zwischenwalze einen axialen Druck auf, der eine Funktion der
Walzkraft und des Reibungskoeffizienten "c" (Kräfte FBUR und FWR) ist.
-
Die
Zwischenwalze nimmt einen Druck auf, der gleich der Differenz zwischen
FBUR und FWR ist. Wenn
die Reibungskoeffizienten zwischen der Arbeitswalze und der Zwischenwalze
und zwischen der Zwischenwalze und der Stützwalze ungefähr gleich sind,
ist der axiale Druck begrenzt.
-
Das
technische Hauptproblem, für
das die vorliegende Erfindung eine Lösung vorschlägt, hängt mit
der Dimensionierung des Axialdrucklagers für jede Arbeitswalze zusammen.
Aufgrund der relativ geringen Größe der Arbeitswalzen
ist der zum Einsetzen des Lagers verfügbare Platz in der Tat begrenzt,
und deshalb können
hinsichtlich der Standzeit des Lagers Probleme entstehen.
-
Diese
Probleme sind im Fall der Stützwalzen praktisch
nicht existent, da sie groß sind
und somit für die
jeweiligen Axiallager reichlich Platz zur Verfügung steht.
-
Um
die Kantenabnahme der Banddicke kompensieren zu können, ist
die Arbeitswalze außerdem mit
einer angemessenen Abschrägung
oder Verjüngung
versehen, die so positioniert werden kann, daß die Reduzierung der Dicke
an den Kanten (bezogen auf die Mittellinie des Walzgerüsts) verringert
wird, wie 1 zeigt.
-
Deshalb
ist die Arbeitswalze mit einer Verschiebeeinrichtung ausgestattet,
um die Positionierung der Abschrägung
in Überseinstimmung
mit der Kante des Walzbands zu ermöglichen, das im allgemeinen
eine Breite hat, die in Abhängigkeit
von dem zu erzeugenden Bund zwischen einem Minimum und einem Maximum,
beispielsweise zwischen 800 und 1600 mm, variiert.
-
In
kontinuierlichen Walzwerken, bei denen das Walzband kontinuierlich
gewalzt und der Vorgang zum Teilen desselben in Bunde an der Abstromseite
des Walzwerks ausgeführt
wird, ist es erforderlich, die Arbeitswalzen entsprechend der Aufeinanderfolge
der Breitenänderungen
zwischen einem Bund und dem nächsten
neu zu positionieren. Da die in das Walzwerk eintretenden Bunde
nacheinander miteinander verschweißt werden, d. h. das nachlaufende
Ende des einen Bundes mit dem vorlaufenden Ende des anderen, wird
diese Neupositionierung ausgeführt,
ohne den Walzvorgang zu unterbrechen.
-
In
einem Kaltwalzwerk läuft
das Produktionsprogramm normalerweise wie folgt ab: Vorgang der progressiven
Reduktion, beginnend mit dem Anfang der Walzsitzung von einer größeren Anfangsbreite lmax, die Bund um Bund anschließend und
allmählich reduziert
wird, bis sie eine Endbreite lmin erreicht,
wie schematisch in 5 gezeigt ist. Dieser Vorgang
soll verhindern, daß die
Modifizierung des Profils der Arbeitswalzen, die durch den Verschleiß erzeugt
wird, der beim Walzen der vorhergehenden Walzbänder verursacht wird (6a und 6b),
das momentan gewalzte Walzband beschädigt.
-
Die
Bewegung der Arbeitswalzen erfolgt aus den vorstehend genannten
Gründen
beim Walzvorgang in der Axialrichtung. Diese Bewegung erfolgt in Übereinstimmung
mit der Breitenänderung
von einem Bund zu dem nächsten.
-
Die
Verschiebebewegung in der Axialrichtung, die beim Walzvorgang erfolgt,
erzeugt eine Reibungskraft zwischen dem Walzband und jeder Arbeitswalze,
so daß jede
Arbeitswalze einer Kraft FS in der entgegengesetzten
Richtung zu derjenigen der Axialbewegung ausgesetzt wird.
-
Deshalb
ist jede Arbeitswalze während
des Verschiebens axialen Kräften
FWR und FS ausgesetzt.
-
Nach
einem charakteristischen Merkmal der Erfindung wird das Verschieben
der Arbeitswalzen (11a, 11b) beim Walzvorgang
ausgeführt,
und die WR-Verschiebung und das IR-Schrägstellen werden von einer Steuereinrichtung
(30) so gesteuert, daß die
zwischen dem momentan gewalzten Produkt (12) und der entsprechenden
Arbeitswalze (11a) erzeugte axiale Kraft (FS)
aufgrund der Verschiebung der genannten Arbeitswalze in entgegengesetzter
Richtung zu der axialen Kraft (FWR) ist,
die durch das Schrägstellen
der Zwischenwalze (15a) in bezug auf die entsprechende
Arbeitswalze (11a) erzeugt wird.
-
Wenn
die Verschieberichtung der Arbeitswalzen festgelegt ist, werden
die Zwischenwalzen schräggestellt,
so daß die
beiden Kräfte
FWR und FS entgegengesetzte
Richtungen haben, um zu verhindern, daß während der Verschiebevorgänge beim Walzvorgang
die Drucklager der Arbeitswalzen weiter belastet werden, und um
dadurch ihre Standzeit zu verlängern
Deshalb ist der Verschiebevorgang mit dem Schrägstellvorgang gemäß dem in 3 angegebenen
Modell korreliert.
-
Als
Sekundäreffekt
ergibt sich ferner der Vorteil, daß es nicht erforderlich ist,
die Kraft, die jede Verschiebeeinrichtung aufbringen muß, und deshalb ihre
Größe, in bezug
auf die "stationäre" Kraft FWR,
d. h. die in Axialrichtung stationären Arbeitswalzen, zu erhöhen.
-
Ein
Ziel der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren bereitzustellen,
um die axialen Kräfte,
die zwischen den Walzen eines Walzgerüsts insbesondere, aber nicht
ausschließlich
während
des Vorgangs zum axialen Positionieren der Arbeitswalzen erzeugt
werden, wenn eine Änderung
der Walzbandbreite erfolgt, auf ein Minimum zu reduzieren, und welches
es deshalb ermöglicht,
die Standzeit der den Walzen zugeordneten Elemente wie etwa der
Axialdrucklager zu verlängern.
-
Das
Verfahren zum Steuern der Axialkräfte, die zwischen den Walzen
eines Walzgerüsts
erzeugt werden, das folgendes hat: wenigstens ein Paar von Arbeitswalzen,
ein entsprechendes Paar von Stützwalzen
und wenigstens eine Zwischenwalze, die zwischen einer der Arbeitswalzen
und einer entsprechenden Stützwalze
angeordnet ist, wenigstens einer von den Arbeitswalzen zugeordnete
Axialverschiebeeinrichtungen, um die Arbeitswalze axial zu verschieben,
sieht gemäß diesem
Ziel eine der Zwischenwalze zugeordnete Schrägstelleinrichtung vor, um die
Zwischenwalze mit geneigter Längsachse,
d. h. in einer Horizontalebene in bezug auf die Längsachsen
der Arbeitswalzen und der Stützwalzen
gedreht, anzuordnen (IR-Schrägstellung).
Das Verfahren sieht vor, daß sowohl
die WR-Verschiebung als auch das IR-Schrägstellen von einer Steuereinrichtung, die
während
des Walzvorgangs auf die Axialverschiebeeinrichtungen der Arbeitswalzen
einwirkt, so gesteuert werden, daß die zwischen der Zwischenwalze
und der entsprechenden Arbeitswalze erzeugte axiale Kraft aufgrund
der Verschiebung der genannten Arbeitswalze in entgegengesetzter
Richtung zu der axialen Kraft ist, die durch das Schrägstellen
der Zwischenwalze erzeugt wird.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Diese
und weitere Charakteristiken der Erfindung ergeben sich im einzelnen
aus der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform,
die als ein nicht beschränkendes
Beispiel angegeben ist, in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen.
Diese zeigen in:
-
1 eine
schematische Vorderansicht eines Sechswalzengerüsts, welches das Verfahren nach
der Erfindung ausführen
kann;
-
2 eine
schematische Teil- Seitenansicht des in 1 gezeigten
Walzgerüsts;
-
3 eine
Vergrößerung des
Walzgerüsts von 1;
-
4 ein
Diagramm der Entwicklung des Reibungskoeffizienten zwischen einer
Arbeitswalze und einer Zwischenwalze entsprechend dem Schrägstellwinkel α der Zwischenwalze;
-
5 eine
schematische Darstellung der Änderung
der Breite des in einer bestimmten Walzsitzung gewalzten Flacherzeugnisses;
-
6a eine
schematische Darstellung des Profils einer Arbeitswalze WR nach "n" Walzbändern mit einer konstanten
Breite;
-
6b eine
schematische Darstellung der Wirkung, die beim Walzen eines breiteren
Walzbands erhalten würde,
wenn die gleiche Arbeitswalze WR wie in 6a verwendet
würde.
-
GENAUE BESCHREIBUNG
EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
-
Es
wird auf die beigefügten
Figuren Bezug genommen. Ein Walzgerüst 10, welches ein
Verfahren nach der Erfindung ausführen kann, weist folgendes
auf: ein Paar von Arbeitswalzen 11a, 11b, zwischen
denen das zu walzende Flacherzeugnis 12, das beispielsweise
aus einem Stahl-Walzband besteht, hindurchtreten kann.
-
Den
zwei Arbeitswalzen 11a, 11b sind zwei entsprechende
Stützwalzen 13a, 13b zugeordnet, die
imstande sind, den vertikalen Drücken
aufgrund des Walzens des Erzeugnisses 12 standzuhalten und
das Durchbiegen der Arbeits- und Zwischenwalzen zu reduzieren.
-
Das
Walzgerüst 10 ist
vom sogenannten Sechswalzentyp und weist ein Paar von Zwischenwalzen 15a, 15b auf,
die zwischen den Arbeitswalzen 11a, 11b und den
Stützwalzen 13a, 13b positioniert sind.
-
Gemäß einer
vereinfachten Variante, die in den Zeichnungen nicht gezeigt ist,
kann das Walzgerüst 10 nur
eine Zwischenwalze, beispielsweise die obere 15a, aufweisen
und somit zu einem Fünfwalzengerüst werden.
-
Wenigstens
einer Arbeitswalze 11a oder 11b, vorteilhafterweise
jedoch beiden, ist eine Verschiebeeinrichtung 16 eines
herkömmlichen
Typs zugeordnet, die in den Zeichnungen nicht im einzelnen gezeigt
ist und die imstande ist, die entsprechende Arbeitswalze 11a, 11b entlang
der Horizontalebene zu bewegen, auf der ihre Längsachse 21a, 21b liegt, so
daß die
Axialverschiebung einer Arbeitswalze 11a in bezug auf die
andere 11b erreicht wird.
-
Außerdem ist
wenigstens einer Arbeitswalze 11a oder 11b, vorteilhafterweise
jedoch beiden, eine Biegeeinrichtung 17 eines herkömmlichen
Typs zugeordnet, die in den Zeichnungen nicht im einzelnen gezeigt
ist und die imstande ist, die entsprechende Arbeitswalze 11a, 11b in
der einen Richtung und der anderen Richtung in bezug auf die Horizontalebene zu
biegen, auf der ihre Längsachse 21a, 21b in
der Ruhestellung liegt, und somit ein gesteuertes Biegen derselben,
sowohl positiv als auch negativ, zu erzielen.
-
Die
Arbeitswalzen 11a und 11b sind ferner an mindestens
einem Ende mit Abschrägungen 18 versehen,
die geeignet so konfiguriert sind, daß sie das Profil an den Kanten
des Walzprodukts 12 steuern.
-
Die
Zwischenwalzen 15a, 15b sind einer Schrägstelleinrichtung 19 eines
herkömmlichen
Typs zugeordnet, die in den Zeichnungen nicht im einzelnen gezeigt
ist und die imstande ist, sie um eine Vertikalachse 26 um
einen gewünschten
Winkel α sowohl
in der einen Richtung als auch der andere Richtung in bezug auf
die Arbeitswalzen 11a, 11b und die Stützwalzen 13a, 13b zu
neigen, wobei ihre Längsachsen 23a, 23b auf
der gleichen Horizontalebene PIR parallel zu der Walzebene, auf
der das Walzprodukt 12 liegt, gehalten werden.
-
Jeder
Zwischenwalze 15a, 15b ist ferner eine Biegeeinrichtung 20 eines
herkömmlichen
Typs zugeordnet, die in den Zeichnungen nicht im einzelnen gezeigt
ist und die imstande ist, die entsprechende Zwischenwalze in der
einen Richtung und der anderen Richtung in bezug auf die Horizontalebene
PIR zu biegen, auf der ihre Längsachse 25a, 25b in
der Ruhestellung liegt, und somit ein gesteuertes Biegen, sowohl
positiv als auch negativ, zu erzielen.
-
Den
Stützwalzen 13a, 13b ist
keine Einrichtung zum Steuern und/oder Modifizieren ihrer Position
oder ihres Profils zugeordnet, somit verbleiben ihre Längsachsen 23a, 23b normalerweise
in ihrer nominalen Position.
-
Jede
Walze 11a, 11b, 13a, 13b, 15a und 15b ist
axialen Kräften
ausgesetzt, die während
des Walzens des Erzeugnisses 12 erzeugt werden, und zwar hauptsächlich aufgrund
der WR-Verschiebung und des IR-Schrägstellens und ferner aufgrund
der Abschrägungen 18 und
der Gestalt, die das Walzprodukt an den Kanten annimmt.
-
Genauer
gesagt, sind, wie ersichtlich ist, die Arbeitswalzen 11a und 11b sowohl
axialen Kräften FWR aufgrund der Schrägstellung der Zwischenwalzen 15a und 15b als
auch den axialen Kräften
FS aufgrund der Verschiebung der Arbeitswalzen 11a und 11b ausgesetzt.
-
Der
durch die Schrägstellung
verursachte axiale Druck verändert
die Richtung entsprechend dem Vorzeichen des Schrägstellwinkels.
-
Um
den axialen Kräften
standzuhalten, sind jeder Walze Axialdrucklager 28 eines
herkömmlichen Typs
zugeordnet.
-
Nach
einem charakteristischen Merkmal der Erfindung ist eine Steuereinheit 30 mindestens
mit der WR-Verschiebeeinrichtung 16 und mit der IR-Schrägstelleinrichtung 19 verbunden,
um die genannten Einrichtungen 16 und 19 zu steuern
und auf geeignete Weise auf sie einzuwirken, um mindestens die axialen
Kräfte,
die auf die Arbeitswalzen 11a und 11b während der
axialen Neupositionierung der letzteren einwirken, zu reduzieren.
-
Zu
diesem Zweck wird die Verschiebung der Arbeitswalzen 11a und 11b in
der Axialrichtung durch die Einrichtung 16 während des
Walzvorgangs ausgeführt,
so daß die
zwei Kräfte
FWR und FS entgegengesetzte
Richtungen haben, um eine weitere Belastung der Drucklager 28 zu
vermeiden und somit ihre Standzeit zu verlängern.
-
Genauer
gesagt: Wenn die Verschieberichtung der Arbeitswalzen 11a und 11b in
Abhängigkeit von
der Position der Abschrägungen 18 der
Walzen zum Kompensieren einer Kantenabnahme des Walzbands und in
Abhängigkeit
von der gewählten
Walzsitzung, d. h. bei einer Breite des Walzbands 12, die bevorzugt
von lmax bis zu lmin abnimmt
(5), festgelegt ist, wird das Schrägstellen
der Zwischenwalzen 15a und 15b aktiviert, wobei
sie im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn geneigt werden,
so daß die
zwei Kräfte
FWR und FS entgegengesetzte
Richtungen haben, um eine weitere Belastung der Drucklager 28 der
Arbeitswalzen 11a und 11b zu vermeiden und infolgedessen
ihre Standzeit zu verlängern.