DE60115134T2 - Produkt aus grünem Tee, dessen Formmaterial sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Produkt aus grünem Tee, dessen Formmaterial sowie Verfahren zu dessen Herstellung Download PDF

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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F3/00Tea; Tea substitutes; Preparations thereof
    • A23F3/06Treating tea before extraction; Preparations produced thereby
    • A23F3/14Tea preparations, e.g. using additives

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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Erfindungsgebiet
  • Vorliegende Erfindung betrifft nicht nur Grüntee-Zusammensetzungen und deren Formmaterial, welche die Geschmacks- und Farbeigenschaften von Grüntee beibehalten, nachdem frische Grünteeblätter mit Wärme und Trehalose zum Schutz vor Oxidation und Verfärbung behandelt wurden, und die völlig die pharmakologischen Wirkungen von Catechinen und Chlorophyllen aufweisen können, indem sie diese bei hohen Konzentrationen beibehalten, sondern auch die Verfahren zu deren Herstellung.
  • STAND DER TECHNIK
  • Ein dahingehender neuerer Bericht, zog eine besondere Aufmerksamkeit auf sich, dass die in Grüntee enthaltenen Catechine verschiedene pharmakologische Wirkungen besitzen, das heißt, eine antioxidative Wirkung zum Schutz vor Altern, eine antimikrobielle und antivirale Wirkung, eine Wirkung der Regulierung von Blutcholesterin und eine antivasopressorische Wirkung, eine hypoglykämische Wirkung, eine antidiabetische Wirkung, eine Blutplättchen aggreagations-hemmende Wirkung, eine Wirkung der Verhinderung einer Thrombenbildung, eine antineoplastische Wirkung sowie eine antizarcinogene Wirkung.
  • Jedoch werden die Catechine im Grüntee zu bräunlichen Substanzen umgewandelt, nachdem sie eine nicht-enzymatische Oxidation eingingen, obgleich sie in Theaflavine und andere orangerote Substanzen umgewandelt werden, um infolge enzymatischer Oxidation helle Farben zu zeigen, wenn Grüntee-Blätter durch Fermentation zu Schwarztee oxidiert werden. Dies erklärt den Grund, dass Grüntee selbst, wenn heißes Wasser aufgegossen wird, sich verfärbt oder gelblich bleibt.
  • Insbesondere verfärben sich Grüntee-Blätter nach Braun durch die Beschleunigung einer nicht-enzymatischen Oxidation insbesondere, wenn sie unter verhältnismäßig hoch feuchten Bedingungen gelassen werden. Da diese Verfärbung nach Braun eine Verringerung der Gehalte an Catechinen und Chlorophyllen bedeutet, können die pharmakologischen Wirkungen von Catechinen und Chlorophyllen schwerlich von verfärbtem Grüntee erwartet werden.
  • Herkömmlicherweise durchlaufen Grüntees, hauptsächlich Sencha (Grüntee mittlerer Qualität und Gyokuro (raffinierter Grüntee) in der Regel die komplizierten Herstellungsverfahren, wie unten beschrieben, bevor sie als fertige Endprodukte (Shiagecha) vermarktet werden: Grüntee-Blätter, deren Feuchtigkeitsgehalt 78 Gewichtsprozent beträgt, werden zu einem Zwischenprodukt namens Aracha (Rohtee) verarbeitet, dessen Feuchtigkeitsgehalt 5 Gewichtsprozent ist, und sodann zu einem Endprodukt nach dem Sieben und Schneiden mit einer Schneidmaschine.
  • <Grünteeherstellungsverfahren>
  • Frisches Teeblatt (Feuchtigkeitsgehalt: 78 Gewichtsprozent) → (1) Wasserdampf-Wärmebehandlung (0,5 bis 1,0 Minuten) – gedämpftes Blatt (Feuchtigkeitsgehalt: 78 Gewichtsprozent) → (2) grobes Rollverfahren (Walzverfahren) (40–45 Minuten) – grob gerolltes (gewalztes Blatt) (Feuchtigkeitsgehalt: 50 Gewichtsprozent) → (3) zweites Rollverfahren (15 bis 20 Minuten) – gerolltes Blatt (Feuchtigkeitsgehalt: 50 Gewichtsprozent) → (4) mittleres Rollverfahren (30 bis 40 Minuten) – mittleres gerolltes Blatt → (5) Endrollverfahren (30 bis 40 Minuten) – endgerolltes Blatt (Feuchtigkeitsgehalt: 12 Gewichtsprozent) → Trocknungsverfahren (10 bis 20 Minuten) – Aracha (roher Tee) (Feuchtigkeitsgehalt: 50 Gewichtsprozent).
  • Andererseits wird Matcha (pulverisierter Grüntee) in der Regel aus weichen Sprossen (shoots) hergestellt, nachdem, wie nachfolgend gezeigt wird, die vereinfachten Herstellungsverfahren wie nachfolgend gezeigt, durchliefen:
  • <Matcha-Herstellungsverfahren>
  • Frisches Teeblatt → (1) Wasserdampf-Wärmeverfahren → (2) Trocknungsverfahren → (3) Pulverisierungsverfahren (Schneiden, Sieben und Vermahlen) → Matcha.
  • Bei den zuvor genannten Verfahren zur Herstellung von Grüntee und Matcha ist es wesentlich, dass Wärmebehandlungsverfahren, wie z. B. das Wasserdampf-Wärmeverfahren, zu durchlaufen, durch das die Enzyme in den frischen Teeblättern inaktiviert, und ein grasartiger Geruch frischer Blätter entfernt werden können.
  • Infolgedessen können Catechine und Chlorophylle, ohne dass sie eine wesentliche Veränderung erfahren, lediglich beibehalten werden, wenn frische Blätter einer Wärmebehandlung unterzogen werden, wie z. B. einem Dämpfen. Grüntee kann somit eine grüne Farbe annehmen.
  • Wiederum kann Fukamushicha (sorgfältig gedämpfter Tee), erhalten durch Unterziehen frischer Teeblätter einer Wärmebehandlung, wie z. B. einem Dämpfen, zwei- oder dreifach länger als üblich, vergleichsweise tiefgrün gemacht werden, indem man Chloroplaste extrahiert, die aus leicht zerstörten Teeblattzellen austraten.
  • STAND DER TECHNIK
  • EP-A-0951839 offenbart ein Verfahren zum nicht-bratenden Kochen, umfassend eine Stufe des Erwärmens und Entwässerns eines Lebensmittelmaterials unter Verwendung einer wässerigen Trehaloselösung einer verhältnismäßig hohen Temperatur und Konzentration; ein ungebratenes Lebensmittelprodukt mit einem befriedigenden Mundgefühl, Geruch, Geschmack, und das im Wesentlichen von einer übermäßigen Aufnahme von Lipiden frei ist, sowie ein Mittel für ein nicht-bratendes Kochen, umfassend Trehalose als wirksamer Bestandteil. EP-A-0951839 wollte die zuvor genannten herkömmlichen Nachteile überwinden: es zeigte sich, dass entwässerte Lebensmittelprodukte, hergestellt mit Zuckeralkoholen, üblicherweise dazu neigen, hart zu werden, wenn sie mit Bonbonmasse überzogen wurden, und dass sie leicht durch Absorption von Feuchtigkeit während der Lagerung klebrig werden. Überdies besitzen die Lebensmittelprodukte den für Zuckeralkohole charakteristischen Reizgeschmack, und sie werden von lebenden Körpern nicht leicht assimiliert und absorbiert, weshalb sie Diarrhoe bewirken. In einem Veranschauungsbeispiel werden frische Blätter von Grüntee in einer konzentrierten Lösung von Trehalose eingeweicht, wärmebehandelt und getrocknet.
  • EP-A-0983727 befasst sich mit einem Verfahren zur Hemmung der Bildung flüchtiger Aldehyde einschließlich deren verwandte Verbindungen und/oder die Zersetzung von Fettsäuren einschließlich deren verwandte Verbindungen, durch Einarbeitung von Trehalose und/oder Maltit. Bei Anwendung des Verfahrens können Zusammensetzungen wie Lebensmittel, Kosmetika und Pharmazeutika, die Fettsäuren umfassen, hergestellt und während eines verhältnismäßig langen Zeitraums ohne eine Befürchtung der Bildung flüchtiger Aldehyde und/oder sich zersetzender Fettsäuren stabil gelagert werden. Eines der behandelten Lebensmittelprodukte ist Grüntee.
  • Das durch JP-A-10210932 zu lösende Problem war die Bereitstellung von Aroma und eines wirksamen Ergebnisses von Grüntee als Tablette, die leicht einzunehmen ist, und ferner die Bereitstellung eines Gefühls des Trinkens von Grüntee und die Gesundheit und den Körper zu fördern. JP-A-10210932 legt einen pulverisierten Grüntee nahe, der gebildet wird durch Verarbeitung eines Grüntees unter Bildung eines pulverisierten Pulvers. Das Pulver des pulverisierten Grüntees wird mit einem Süßungsmittel wie Pulverzucker und pulverisiertem Honig vermischt und sodann ferner mit einem Streckmittel aus Reiskleie-Leim, genannt Kanbai-ko, gemischt und gerührt, der als Klebemittelpaste wirkt. Das gemischte und gerührte Material wird in Form einer Tablette durch Feststoffformen geformt.
  • JP-A-11139981 beabsichtigte, ein medizinisches Gesundheitslebensmittel mit erhöhten pharmakodynamischen Wirkungen und einer Funktionalität durch gegenseitige Wirkung zwischen einem Teebestandteil und Oligosaccharid-Bestandteil zu erhalten. JP-A-11139981 legte nahe, ein feines Teeblattpulver und pulverisierten Grüntee mit einem Oligosaccharid zur Herstellung von Tabletten oder Kapseln zu vermischen.
  • PROBLEME, WELCHE VORLIEGENDE ERFINDUNG ZU LÖSEN VERSUCHT
  • Im Falle von Grüntee-Blättern nach Wasserdampf-Wärmebehandlung wird die Chlorophylase in den Teeblättern vollständig inaktiviert. Da ferner nach den jeweiligen späteren Verfahren, die viele Stunden andauern, Feuchtigkeit entfernt wird, findet eine normale Oxidation leichter statt, die von einem Phänomen begleitet wird, bei dem das Chlorophyll (blaugrün), das in dem Grüntee enthalten ist, zu bräunlichem Phaeophytin, oxydiert wird, wobei sich der Grüntee allmählich mit der Zeit nach Gelb verfärbt.
  • Ferner findet mit der Oxidation von Chlorophyllen die Oxidation anderer Komponenten, einschließlich Aminosäuren und Catechinen statt. Diese Komponenten, wie z. B. Aminosäuren und Catechine, gehen gleichzeitig durch Oxiadation verloren. Jedoch verfärbt sich Grüntee, wie z. B. in Sencha oder Gyokuro, mit großer Teilchengröße, nicht so leicht wie pulverisierter Grüntee. Insbesondere ist Grüntee im Fall von fein pulverisiertem Matcha und körnigem Grüntee gegenüber Oxidation anfällig und absorbiert leicht Feuchtigkeit aufgrund deren größer gemachten Oberflächen, nachdem sie pulverisiert wurden, auch wenn sie in einer kurzen Zeit nach dem vereinfachten, weiter oben beschriebenen Verfahren, wie es bei Matcha der Fall ist, hergestellt werden. Deshalb sind sie für einen oxidativen Abbau anfällig. Infolgedessen wurde gefunden; dass es schwierig ist, Grüntee für eine lange Zeit als tief grünen Grüntee nach seiner Verarbeitung in Pulver oder Granalien intakt zu konservieren.
  • Die durch Oxidation, wie zuvor beschrieben, abgebauten Teeblätter waren bei niederen Preisen zu verkaufen, da der Abbau von grünen Blättern leicht, sogar von Laien aufgrund der Oberflächenfarbe von Teeblättern und der Farbe, dem Aroma und Geschmack des mit heißem Wassers aufgegossenen Tees erkannt werden kann.
  • Unter diesen Umständen haben im Handel erhältliche pulverisierte Grüntees eine grüne Farbindexzahl von weniger als 900, auch unmittelbar nach der Herstellung, und sind meistens nach einer grünen Farbindexzahl von weniger als 700 verfärbt, wenn sie zwei Monate nach Herstellung gelagert sind. Diese pulverisierten Grüntees können schwerlich „Grüntees" genannt werden. Überdies kann nicht von den verfärbten Grüntees erwartet werden, dass die pharmakologischen Wirkungen von Catechinen, welche, welche im Grüntee ursprünglich enthalten sein sollten, völlig vorhanden sind.
  • Andererseits ist es unmöglich, Grüntee in verschiedene Formen, wie z. B. Tabletten, zu formen, nachdem der Grüntee pulverisiert oder granuliert wurde, wenn nicht ein Formungshilfsmittel, wie z. B. Maltose, in einer Menge von mehr als (70 Gewichtsprozent oder mehr) als diejenige der Grünteekomponenten (30 Gewichtsprozent oder weniger eingemischt wird. Dies ist so, weil Grüntee einen so geringen Wassergehalt wie 3–5 Gewichtsprozent aufweist. Dies bedeutet, dass Grüntee außerordentlich trocken ist, und dass ihm Viskosität fehlt, um so mehr als es schwierig ist, die geformte Gestalt des Grüntees aufrecht zu erhalten, auch wenn er in eine Metallform gebracht und unter hohem Druck unter Zugabe eines Formungshilfsmittels wie Maltose geformt wird.
  • Üblicherweise wird Grüntee, in der Regel als stangenförmiger, pulverisierter oder granulierter Grüntee, mit einem Löffel in eine Teekanne eingebracht oder getrennt in einen Papierbeutel zum Einlegen in eine Teekanne getrennt abgepackt.
  • Jedoch ist es sehr schwierig, stangenförmigen, pulverisierten oder granulierten Grüntee abzuwiegen und getrennt abzupacken, obgleich in einem Papierbeutel abgepackter Grüntee zweckmäßigerweise verwendet werden kann. Aufgrund der geringen Fluidität von Grüntee in Form einer Stange, eines Pulvers oder einer Granalie war es sehr schwierig oder gar unmöglich, bei der kommerziellen Herstellung die Verpackungswirksamkeit zu verbessern.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Nach Durchführung mühsamer Untersuchungen, wie die zuvor genannten Probleme gelöst werden können, gelangte der Erfinder zu der Erkenntnis, auf welche Weise, Grüntee, auch wenn er pulverisiert oder granuliert ist, und eine große Oberfläche aufweist, nicht nur vor Oxidation sondern auch vor einer Verfärbung nach ausgedehnter Lagerung unter Zugabe einer speziellen Verbindung geschützt werden kann. Gleichzeitig gelangte der Erfinder auch zu einer anderen Erkenntnis wie Grüntee, pulverisiert oder granuliert, geformt werden kann, wenn er ferner mit einer vergleichsweise geringen Menge Maltose nach dem Vermischen mit einer speziellen Menge Trehalose vermischt wird. Auf Grundlage der zuvor genannten Erkenntnisse wurde vorliegender Erfindung verwirklicht.
  • Und zwar umfasst die Grünteezusammensetzung, der erste Aspekt vorliegender Erfindung, 100 Gewichtsteile eines Grünteeblattes, das durch Wärmebehandlung eines frischen Teeblatts, Rollen (Walzen) des wärmebehandelten Blattes und Trocknen des gerollten Blattes erhalten wurde, und 0,01 bis 30 Gewichtsteile Trehalose.
  • Wiederum umfassen die Verfahren zur Herstellung der Grünteezusammensetzung, der zweite Aspekt vorliegender Erfindung, die Stufen der Wärmebehandlung des frischen Teeblatts, das Trocknen des wärmebehandelten Blattes und das Zerkleinern des getrockneten Blattes, wobei das frische Blatt mit Trehalose in Berührung gebracht wird, vor oder nach oder gleichzeitig mit der Wärmebehandlung des frischen Blattes.
  • Das Formmaterial der Grünteezusammensetzung, der dritte Aspekt vorliegender Erfindung, wird erhalten, indem man eine Grünteezusammensetzung formt, welche nachfolgende Komponenten (A), (B) und (C) umfasst:
    Komponente (A): 35–80 Gewichtsprozent granulierter oder pulverisierter Grüntee,
    Komponente (B): 10–60 Gewichtsprozent Maltose, und
    Komponente (C): 1–20 Gewichtsprozent Trehalose.
  • Ein Verfahren zur Herstellung eines geformten Materials aus einer Grünteezusammensetzung, ein vierter Aspekt vorliegender Erfindung, umfassend die Stufe des Formens einer Grünteezusammensetzung, welche folgende Komponenten (A), (B) und (C) umfasst:
    Komponente (A): 35–80 Gewichtsprozent granulierten oder pulverisierten Grüntees,
    Komponente (B): 10–60 Gewichtsprozent Maltose und
    Komponente (C): 1–20 Gewichtsprozent Trehalose.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • [I] Grünteezusammensetzung
  • (1) Komponenten:
  • (A) Grünteeblätter
  • Grünteeblätter, die als die Komponente der Grünteezusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung verwendet werden, sind entweder gedämpfte Grünteeblätter, erhalten durch Dämpfen frischer, von Teepflanzen mit der Hand gepflückter oder mit Scheren oder einem mechanischen Erntegerät geernteten Teeblättern oder Grünteeblättern, erhalten durch Rösten frischer Teeblätter, gepflückt auf eine der beiden zuvor genannten Arten in einem Ofen oder einer ähnlichen Vorrichtung.
  • Nachdem Grünteeblätter mit Trehalose in Berührung gebracht wurden, was weiter unten beschrieben wird, werden sie getrocknet und sodann pulverisiert oder granuliert, zur Verwendung als pulverisierter oder granulierter Grüntee. Im Speziellen umfasst der pulverisierte oder granulierte Grüntee getrockneten Grüntee, erhalten durch Rollen und Trocknen gedämpfter Teeblätter, oder Matcha, erhalten durch Trocknen und Pulverisieren der gedämpften Teeblätter durch Schneiden, Sieben und Zerkleinern, oder getrockneten, pulversierten oder granulierten Grüntee, erhalten durch Rösten frischer Teeblätter in einem Ofen oder dergl. zum Trocknen, und Pulverisieren oder Granulieren der getrockneten Blätter.
  • (B) Trehalose
  • Trehalose, eine andere Komponente der Grünteezusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung, ist eines der Disaccharide, eine Verbindung mit zwei Molekülen D-Glucose, mit ihren reduzierenden Gruppen aneinander gebunden.
  • Trehalose hat drei unterschiedliche Isomere, nämlich das α,α-Isomer (Mykose, Mycosid und Pilzzucker), das α,β-Isomer (Neotrehalose) sowie das β,β-Isomer (Isotrehalose), je nachdem, ob sie α-gebunden oder β-gebunden sind. In der Regel wird das in der Natur vorkommende α,α-Isomer verwendet.
  • Trehalose ist ein rhombischer säulenkristalliner Feststoff mit einem Schmelzpunkt von 97°C. Da sie in Wasser löslich ist, in warmem Alkohol schwer löslich, und in Ether unlöslich ist, wird sie in der Regel als wässerige Lösung verwendet.
  • Obgleich Trehalose früher aus Hefe durch Extraktion gewonnen wurde, wird nunmehr direkt aus Stärke hergestellte Trehalose im Handel von Hayashibara Company, Ltd. unter dem Warenzeichen „TREHA®" verkauft. Die Verwendung dieser Trehalose wird deshalb empfohlen.
  • Wenn die zuvor beschriebene Trehalose als wässerige Lösung verwendet wird, ist es üblich, eine wässerige Lösung von Trehalose herzustellen, die aus 5–50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10–40 Gewichtsprozent, und mehr erwünscht 20–30 Gewichtsprozent, Trehalose besteht.
  • (C) Eventualkomponenten
  • Die erfindungsgemäße Grünteezusammensetzung setzt sich aus den zuvor genannten wesentlichen Komponenten zusammen. Jedoch können neben den obigen Komponenten andere Komponenten, vermischt mit gewöhnlichem Grüntee, als Eventualkomponenten in die erfindungsgemäße Grünteezusammensetzung innerhalb einer Grenze eingearbeitet werden, welche die Wirkungen der Erfindung nicht wesentlich verhindert.
  • Derartige Eventualkomponenten umfassen beispielsweise ein Mittel zum Einstellen des pH-Werts, speziell Natriumcarbonat. Das Mittel zur pH-Werteinstellung reguliert den pH-Wert einer wässerigen Lösung von Trehalose. Die wässerige Trehaloselösung kann, wenn sie auf annähernd 7,5 (schwach basisch) eingestellt wird, schnell in die Innenseite des Teeblattgewebes wandern.
  • (2) Vermischen
  • (A) Mischungsverhältnis
  • Grünteeblätter und Trehalose, die wesentlichen Bestandteile der Grünteezusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung, werden auf eine solche Art und Weise vermischt, dass die Menge von Trehalose 0,01–30 Gewichtsteile, vor zugsweise 0,1–10 Gewichtsteile, bevorzugter 1–5 Gewichtsteile, gegenüber 100 Gewichtsteilen getrockneter Grünteeblätter, beträgt.
  • (B) Mischverfahren
  • Verschiedene Verfahren können zum Vermischen der zuvor beschriebenen Grünteeblätter und Trehalose übernommen werden, weil es ausreicht, die beiden Komponenten einfach miteinander in Berührung zu bringen. In der Regel werden die beiden Komponenten nach einem der folgenden Verfahren vermischt: einem Verfahren, bei dem Teeblätter, mit Wasserdampf wärmebehandelt oder geröstet, in eine wässerige Trehaloselösung eingetaucht werden, einem Verfahren, bei dem frische Teeblätter mit erwärmendem Wasserdampf in Berührung gebracht werden, in den Trehalose eingemischt ist, und einem Verfahren, bei dem frische Teeblätter nach Eintauchen in eine wässerige Trehaloselösung in Berührung mit erhitztem Wasserdampf gebracht werden.
  • Dieses Kontaktverfahren ermöglicht die Verhinderung einer Verfärbung von Grünteeblättern infolge der Oxidation aktiver Komponenten, die in den Grünteeblättern enthalten sind, wie z. B. Catechine und Chlorophylle.
  • (3) Eigenschaften
  • (A) Grüne Farbindexzahl
  • In der Regel sind frische Teeblätter nach einer Wärmbehandlung, wie z. B. einem Dämpfen nicht-fermentierte Blätter mit ihrer grünen, dadurch beibehaltenen Farbe, dass eine enzymatische Oxidation verhindert wurde, weil. die in ihnen enthaltenen Enzyme durch die zuvor erwähnte Wärmebehandlung inaktiviert werden.
  • In der Regel ist die Chlorophyll-Oxidase, Chlorophylase, der wie zuvor wärmebehandelten Teeblätter völlig inaktiviert. Ferner werden die erwärmten und in nachfolgenden Verfahren über viele Stunden hinweg entwässerten Teeblätter normalerweise schneller oxidiert und allmählich nach Gelb verfärbt, was sich an den in ihnen enthaltenen Chlorophyllen (Blaugrün) äußert, die zu Phaeophytin (bräunlich) oxidiert werden.
  • Bei vorliegender Erfindung wird es jedoch möglich, die Verfärbung von Grünteeblättern, welche durch die Oxidation derartiger wirksamer Komponenten wie Catechine und Chlorophylle, welche in Grünteeblättern enthalten sind, zu verhindern, indem man die Grünteeblätter mit Trehalose in Berührung bringt.
  • Der Grund für die Tatsache, dass Grünteeblätter vor einer Verfärbung infolge Oxidation wirksamer Komponenten wie Catechine und Chlorophylle in den Grünteeblättern verhindert werden kann, indem man die Grünteeblätter mit Trehalose, wie zuvor beschrieben, in Berührung bringt, bleibt noch ungeklärt. Der Erfinder nimmt jedoch an, dass die durch Oxidation bewirkte Verfärbung verhindert werden kann, entweder durch Einschließen der aktiven Komponenten in den Grünteeblättern durch eine Clathratwirkung von Trehalose, und sie so von der Luft abzuschirmen, oder indem man ermöglicht, dass das im Gewebe der Grünteeblätter verbleibende Wasser Trehalose enthält, so dass die Viskosität des beibehaltenen Wassers erhöht werden kann, um die Wanderung des zurückgehaltenen Wassers zu verhindern. Demgemäß kann die erfindungsgemäße Grünteezusammensetzung mit einer verhinderten durch Oxidation bewirkten Verschlechterung in der Regel einen grünen Farbindexwert von 900–1.000 aufweisen, gemessen durch den digitalen Farbsensor, vorzugsweise 930–990, bevorzugter 950–990.
  • (B) Teilchengröße
  • Die Grünteezusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung wird in der Regel als Sencha oder Gyokuro präsentiert. Jedoch ist die zuvor beschriebene Wirkung der Verhinderung einer Verfärbung durch Verhindern einer oxidativen Verschlechterung feststellbar, wenn der Grüntee granuliert oder pulverisiert ist, mit einer Teilchengröße von in der Regel nicht mehr als 16 meshes (Sieböffnung: etwa 1 mm oder weniger), vorzugsweise 32–200 meshes (Sieböffnung: annähernd 0,5–0,07 mm), insbesondere von 60–100 meshes (Sieböffnung: annähernd 0,25–0,15 mm).
  • In der Regel verfärbt sich im Vergleich zu pulverisierten Tees als Sencha oder Gyokuro bezeichnete Grüntees nicht leicht. Was pulverisierte Grüntees anbelangt, so weisen sie, auch wenn sie innerhalb einer kurzen Zeit in ein vereinfachtes, weiter oben erwähntes Verfahren gewonnen werden, unvermeidlich erhöhte Oberflächenbereiche auf, sodass sie leicht einer Oxidation unterliegen und Wasser absorbieren. Aus diesem Grund leiden pulverisierte Grüntees unter einer oxidativen Verschlechterung leichter als Sencha und Gyokuro.
  • Herkömmliche granulierte oder pulverisierte Grüntees, welche für zwei Monate nach ihrer Herstellung haltbar gemacht wurden, besitzen herabgesetzte grüne Farbindexzahlen von weniger als 700. Gemäß vorliegender Erfindung wird andererseits die grüne Farbindexzahl des erhaltenen granulierten oder pulverisierten Grüntees, welche 900–1.000, vorzugsweise 930–990, insbesondere 950–990, gemessen mit einem digitalen Farbsensor gerade nach der Herstellung, bei einer so hohen Zahl wie 700 oder mehr, vorzugsweise 800 oder mehr, bevorzugter 900 oder mehr, insbesondere 930 oder mehr, gehalten, auch wenn es für zwei Monate haltbar gemacht ist, da das Teeblatt und Trehalose miteinander in Berührung gebracht werden, wie zuvor beschrieben.
  • (4) Anwendungen
  • Die zuvor beschriebene erfindungsgemäße Grünteezusammensetzung kann als Formmaterial verschiedenster Gestalt vorliegen. Zur Überführung der Grünteezusammensetzung in ein Formmaterial ist es wesentlich, geeignete Mengen Maltose (Komponente (B)) und Trehalose (Komponente (C)) zu der Grüntee-Zusammensetzung zuzugeben.
  • [II] Formmaterial einer Grünteezusammensetzung
  • (1) Komponenten
  • (A) Komponente (A): granulierter oder pulverisierter Grüntee
  • (a) Grüntee
  • Als Komponente (A) eines Formmaterials einer erfindungsgemäßen Grünteezusammensetzung kann ein beliebiger granulierter oder pulverisierter Grüntee verwendet werden, solange er Grüntee ist, der durch Wärmebehandlung eines frischen Blatts, Trocknen des wärmebehandelten Blatts und Granulieren oder Pulverisieren des getrockneten Blatts erhaltener Grüntee ist. In der Regel jedoch wird bevorzugt, als Komponente (A) eine Grünteezusammensetzung zu verwenden, hergestellt über die zuvor erwähnte Behandlung, die beabsichtigt ist, um eine oxidative Verschlechterung des Grüntees zu verhindern, um seine grüne Farbe zu konservieren.
  • (b) Grüne Farbindexzahl
  • Es wird bevorzugt, als Komponente (A) eine Grünteezusammensetzung zu benutzen, deren grüne Farbindexzahl, gemessen mit einem digitalen Farbsensor, in der Regel von 900–1.000, vorzugsweise 930–990, insbesondere 950–990, beträgt.
  • Im Fall herkömmlicher pulverisierter Grüntees besitzen diese, auch wenn sie innerhalb einer kurzen Zeit nach einem vereinfachten Verfahren hergestellt wurden, erhöhte Oberflächen, so dass sie dazu neigen, unter einer Oxidation zu leiden und Wasser zu absorbieren. Derartige pulverisierte Grüntees gehen sehr schnell eine oxidative Verschlechterung ein. Andererseits wird im Verlauf der Herstellung einer Grünteezusammensetzung, die mit Vorteil als Komponente (A) verwendet wird, ein frisches Blatt in Berührung mit Trehalose gebracht, um das Blatt mit der Trehalose zu imprägnieren. Deshalb verfärbt sich der erhaltene pulverisierte Grüntee kaum, auch wenn seine Teilchengröße sehr gering ist.
  • In der Regel besitzt herkömmlicher pulverisierter Grüntee, hergestellt aus einem frischen Blatt mit einer grünen Farbindexzahl von 1.000 eine herabgesetzte grüne Farbindexzahl von weniger als 700, nachdem er für zwei Monate haltbar gemacht wurde. Bei vorliegender Erfindung kann jedoch, da das Teeblatt und Trehalose miteinander in Berührung gebracht werden, wie zuvor beschrieben, die erhaltene Grünteezusammensetzung, deren grüne Farbindexzahl, gemessen mit einem digitalen Farbsensor gerade nach der Herstellung in der Regel etwa 900–1.000, vorzugsweise 930–990, insbesondere 950–990, seine grüne Farbindexzahl so hoch wie 700 oder mehr, vorzugsweise 800 oder mehr, bevorzugter 900 oder mehr, insbesondere 930 oder mehr, aufrecht erhalten, auch nachdem sie für zwei Monate haltbar gemacht ist.
  • (c) Granalie oder Pulver
  • Bei vorliegender Erfindung wird als Komponente (A) eines Formmaterials einer Grünteezusammensetzung granulierter oder pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von in der Regel nicht mehr als 16 meshes (Sieböffnung: etwa 1 mm oder weniger), vorzugsweise von 32–200 meshes (Sieböffnung: etwa 0,5–0,07 mm), insbesondere von 60–100 meshes (Sieböffnung: etwa 0,25–0,15 mm) verwendet. Die eine Verfärbung verhindernde Wirkung von Trehalose ist merklich, wenn die Teilchengröße des granulierten oder pulverisierten Grüntees in den zuvor beschriebenen Bereich fällt.
  • (B) Komponente (B): Maltose
  • Die als Komponente (B) eines Formmaterials einer Grünteezusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung verwendete Maltose ist ein Saccharid, zusammengesetzt aus zwei pyranoseartigen D-Glucosemolekülen, welche durch eine a-1,4-Bindung aneinander gebunden sind. Bei vorliegender Erfindung wird bevorzugt, als Komponente (B) reduzierende Maltose mit einem freien Aldehyd- oder Ketonrest zu benutzen.
  • In dem Fall, wo anstelle von Maltose ein anderes Saccharid als Maltose, wie z. B. Fructose oder Laktose verwendet wird, ist es erforderlich, dass Saccharid in einer erhöhten Menge, und den Grüntee in einer verminderten Menge zu verwenden, um dem erhaltenen Pressling eine ausreichend hohe Formbeibehaltung zu verleihen. Wenn ein derartiges Saccharid in einer erhöhten Menge verwendet wird, erlangt das erhaltene Formmaterial eine ungünstige Süßigkeit und einen ungünstigen Geschmack und kann nicht die Geschmackseigenschaft von Grüntee ergeben.
  • (C) Komponente (C): Trehalose
  • Die Trehalose, die zur Herstellung der zuvor genannten Grünteezusammensetzung verwendet wurde, wird als Komponente (C) benutzt, die zum granulierten oder pulverisierten Grüntee, der Komponente (A), zugegeben wird, um zu verhindern, dass der Grüntee eine oxidative Verschlechterung eingeht, wodurch die grüne Farbe des Grüntees beibehalten wird, und um dem erhaltenen Formmaterial eine erhöhte Formbeibehaltung zu verleihen.
  • Bei einem Formmaterial einer Grünteezusammensetzung, in die Trehalose, die Komponente (C), eingearbeitet wurde, sind der Grüntee und die Trehalose miteinander in Berührung, so dass der Grüntee selbst davor geschützt ist, eine Oxidation einzugehen. Somit ist das Formmaterial vor einer Verfärbung geschützt und kann seine grüne Farbe beibehalten. Ferner kann die Trehalose auch verhindern, dass Catechine und Chlorophylle, die im Grüntee enthalten sind, irgendwelche Veränderungen eingehen. Um diese Wirkungen zu erhalten, wird eine zuvor festgelegte Trehalosemenge in ein Formmaterial einer Grünteezusammensetzung eingearbeitet.
  • Die Einarbeitung der Trehalose kann nach einem der nachfolgenden Verfahren durchgeführt werden:
    • (1) ein Verfahren, bei dem Trehalose dem pulverisierten Grüntee im Verlauf seiner Herstellung zugegeben wird;
    • (2) einem Verfahren, bei dem Trehalose den Komponenten (A) und (B) zugegeben wird, und das Gemisch in einen Pressling übergeführt wird; und
    • (3) einem Verfahren, bei dem ein Teil einer zuvor festgelegten Trehalosemenge zum pulverisierten Grüntee im Verlauf seiner Herstellung zugegeben, und der restliche Teil der Trehalose zu den Komponenten eines Formmaterials zugegeben werden.
  • Von diesen werden die Verfahren (1) und (3) bevorzugt, während das Verfahren (1) besonders bevorzugt wird. Im Fall des zuvor erwähnten Verfahrens (1) wird es besonders bevorzugt, dass die Trehalose zugegeben wird, wenn ein frisches Teeblatt der Wärmebehandlung unterzogen wird, oder dass ein gedämpftes Blatt mit Trehalose gerade nach der Dämpfungsstufe behandelt wird.
  • Trehalosebehandlung
  • In der Regel werden die in dem frischen Blatt enthaltenen Enzyme inaktiviert, und der grasartige Geschmack des frischen Blattes wird eliminiert, wenn ein von Hand gepflücktes oder mit einer Schere oder mit einem mechanischen Erntegerät geerntetes frisches Teeblatt einer Wärmebehandlung unterzogen wird, d.h., einem Dämpfen in einer Dämpfer- oder einem Brennen (firing) in einem Ofen. Überdies wird das frische Blatt gleichmäßig und gleichförmig erweicht, so dass es leicht wird, die nachfolgende Rollstufe durchzuführen.
  • Chlorophyllase (Chlorophyllesterase), die im frischen Teeblatt enthalten ist, wird vollständig inaktiviert, während das Blatt gedämpft oder gebrannt wird, so dass das Blatt keiner enzymatischen Oxidation unterworfen wird. Jedoch wird dem gedämpften oder gebrannten Blatt Hitze zugeführt, und Feuchtigkeit wird von dem Blatt in den nachfolgenden Stufen entfernt, welche über viele Stunden hinweg bewirkt werden, so dass in diesen Stufen eine nicht-enzymatische Oxidation aufzutreten neigt. Deshalb leiden Chlorophylle (blaugrün), die in grünem Teeblatt enthalten sind, unter einer Oxidation und einer Veränderung zu Phaeophytin (bräunlich); weshalb das Teeblatt allmählich gelb wird. Zur Verhinderung dieser Farbveränderung des Teeblattes wird die Behandlung mit Trehalose durchgeführt.
  • Die Trehalosebehandlung, bei der das grüne Teeblatt und Trehalose miteinander in Berührung gebracht werden, kann vor, nach oder gleichzeitig mit der Wärmebehandlung des Teeblattes durchgeführt werden. Das Grünteeblatt kann somit mit Trehalose imprägniert werden.
  • Ein Formmaterial einer Grünteezusammensetzung mit einem Gehalt an Trehalose, der Komponente (C), besitzt folgende Vorteile: da die Trehalose den Grüntee bedeckt, um zu verhindern, dass er oxidiert wird, ist die Grünteezusammensetzung davor geschützt, eine Verfärbung einzugehen, und sie kann deshalb ihre grüne Farbe beibehalten. Ferner kann die Trehalose auch verhindern, dass Catechine und Chlorophylle, die im Grüntee enthalten sind, irgendeine Veränderung eingehen.
  • Wenn ein frisches Teeblatt der Wärmebehandlung unterzogen wird, werden die im Blatt enthaltenen Enzyme inaktiviert, so dass die wirksamen, im Blatt enthaltenen Substanzen keine enzymatische Oxidation eingehen. Deshalb ist das über eine enzymatische Oxidation erhaltene Teeblatt nicht-fermentierter Tee, der seine grüne Farbe während eines langen Zeitraums beibehalten kann.
  • Der auf dem Weg der zuvor beschriebenen Wärmebehandlung erhaltene pulverisierte Grüntee, welche zum Schutz des Grüntees vor einer oxidativen Verschlechterung wirksam ist, hat in der Regel eine grüne Farbindexzahl, gemessen mit einem digitalen Farbsensor, von 900–1.000, vorzugsweise 930–990, insbesondere 950–990.
  • Ferner weist ein Formmaterial einer Grünteezusammensetzung, in das Trehalose eingearbeitet wurde, eine erhöhte Formbeibehaltung auf. Der Grund, weshalb Trehalose dem erhaltenen Formmaterial eine erhöhte Formbeibehaltung verleihen kann, wurde noch nicht aufgeklärt. Es wird jedoch angenommen, dass, wenn Druck auf den pulverisierten Grüntee in Gegenwart von Trehalose und Maltose ausgeübt wird, die Trehalose und Maltose miteinander verschmolzen werden, um die physikalische Integrität des erhaltenen Formmaterials zu fördern.
  • (D) Andere Komponenten (Eventualkomponenten)
  • Zusätzlich zu den zuvor beschriebenen wesentlichen Komponenten können der Grünteezusammensetzung innerhalb einer solchen Grenze gegebenenfalls zugesetzt werden, dass die Wirkungen vorliegender Erfindung sich nicht beträchtlich verschlechtern.
  • Carboxymethylcellulosesalze
  • Spezielle Beispiele für Carboxymethylcellulosesalze, die benutzt werden können, um z. B. dem erhaltenen Formmaterial eine verbesserte Löslichkeit zu verleihen, umfassen Calciumcarboxymethylcellulose, Magnesiumcarboxymethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose und Kaliumcarboxymethylcellulose. Von diesen wird bei vorliegender Erfindung Calciumcarboxymethylcellulose bevorzugt verwendet. In der Regel wird bevorzugt, das obige Carboxymethylcellulosesalz in einer Menge von 0,01–0,05 Gewichtsprozent der Grüntee-Zusammensetzung einzuarbeiten.
  • Schmiermittel
  • Es wird bevorzugt, zu einer Grünteezusammensetzung gemäß der Erfindung ein Schmiermittel zuzugeben, um das Formen der Grünteezusammensetzung in ein Formmaterial zu erleichtern. Spezielle Beispiele für Schmiermittel, welche bei vorliegender Erfindung verwendet werden können, umfassen zu große Fettsäureester, fein verteiltes Siliciumdisulfid und gehärtetes Rapssamenöl. Es wird bevorzugt, dass das Schmiermittel in einer Menge von in der Regel etwa 0,2–8,0 Gewichtsteilen, insbesondere etwa 1,0–5,0 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile der Grüntee-Zusammensetzung zugegeben wird.
  • (2) Formulierung
  • Um eine Grüntee-Zusammensetzung zu erhalten, welche in ein Formmaterial übergeführt wird, werden mit 10–60 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20–50 Gewichtsprozent, insbesondere 30–40 Gewichtsprozent reduzierender Maltose und 1–20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 3–15 Gewichtsprozent, insbesondere 5–10 Gewichtsprozent Trehalose, 35–80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 45–70 Gewichtsprozent, insbesondere 55–65 Gewichtsprozent des granulierten oder pulverisierten Grüntees vermischt.
  • Wenn der Gewichtsprozentsatz der Maltose zu gering ist, kann die Grüntee-Zusammensetzung nicht in ein Formmaterial übergeführt werden; oder auch wenn ein Formmaterial erhalten werden kann, bricht es leicht sogar bei einer geringen Kraft zusammen. Andererseits führt, wenn der Prozentsatz der Maltose zu hoch ist, das erhaltene Formmaterial überwiegend zur Süßigkeit der Maltose, und kann nicht den charakteristischen Geschmack von Grüntee erlangen. Wenn der Prozentsatz der Trehalose zu gering ist, kann die erhaltene Formmasse nicht ihre Form beibehalten. Andererseits wird, wenn der Prozentsatz der Trehalose zu hoch ist, die erhaltene Formmasse zu süß und kann nicht zu dem charakteristischen Geschmack von Grüntee führen.
  • (3) Mischverfahren
  • Zur Einarbeitung von Trehalose und Maltose in eine Grünteezusammensetzung reicht es aus, einfach die zuvor beschriebene Grünteekomponente mit Trehalose und Maltose zu vermischen. Bevorzugt wird jedoch, dass die Grüntee komponente zuerst mit Trehalose und danach mit Maltose vermischt wird. Dies ist so, weil Trehalose die Verfärbung des Grüntees verhindern kann. Der Grund, weshalb die Verfärbung des Grüntees durch Trehalose verhindert werden kann, wurde noch nicht geklärt; er kann aber folgender sein: Trehalose bedeckt die Oberfläche des Grüntees; der mit Trehalose bedeckte Grüntee geht kaum eine Oxidation ein, so dass der Grüntee vor einer Verfärbung geschützt ist.
  • Es wird besonders bevorzugt, die Grünteekomponente mit Trehalose und Maltose nach dem nachfolgenden Verfahren zur vermischen: ein gedämpftes Blatt wird in eine wässerige Trehaloselösung unmittelbar nach der Dämpfungsstufe eingetaucht, oder eine wässerige Trehaloselösung wird sorgfältig über ein frisches Blatt in Anwesenheit oder Abwesenheit von Wasserdampf gesprüht, wodurch das Teeblatt mit der Trehalose imprägniert wird; dieses Teeblatt wird getrocknet und pulverisiert; der erhaltene pulverisierte Grüntee wird sodann mit Maltose vermischt.
  • (Eigenschaften des Formmaterials)
  • Form
  • Die zuvor beschriebene Grüntee-Zusammensetzung kann in ein Formmaterial in verschiedenster Gestalt übergeführt werden, wie z. B. in Tabletten, Blättchen, Stangen, Kugeln und Würfeln, indem man die in verschiedene Formen gefüllte Grüntee-Zusammensetzung, welche für Tablettierungspressen, Nahrungsmittelformungspressen und dergl, verwendet werden, füllt. Von diesen Gestalten werden Tabletten mit Durchmessern von 3–15 mm, insbesondere 6–12 mm, unter dem Gesichtspunkt der Härte bevorzugt.
  • Härte
  • Es wird bevorzugt, dass die Härte des Formmaterials einer Grüntee-Zusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung in der Regel 3–10 kg/cm2, insbesondere 4–6 kg/cm2 beträgt. Solange das Formmaterial die zuvor genannte Härte aufweist, zeigt es eine ausreichend hohe Formbeibehaltung, kann leicht zermalmt werden, ist in hohem Maße abbaubar und in Wasser oder lauwarmem Wasser leicht löslich.
  • [III] Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung
  • (1) Ausgangsmaterial
  • Frisches Teeblatt
  • Als frisches Teeblatt werden beim Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Grüntee-Zusammensetzung von Hand oder mit einer Schere oder mechanischen Erntevorrichtungen von Teepflanzen gepflückte Blätter verwendet. Das frische Teeblatt kann Blattstängel umfassen.
  • In der Regel werden als frisches Teeblatt in den Monaten Mai bis September geerntete Teeblätter benutzt. Jedoch werden zur Herstellung von Sencha hoher Qualität Anfang Mai geerntete Blätter, der erste Tee der Saison, üblicherweise verwendet, so dass diese teuer sind. Deshalb ist unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt bei vorliegender Erfindung die Verwendung derartiger Teeblätter nicht von Vorteil. Der erste Tee enthält eine große Menge Aminosäuren, jedoch lediglich eine geringe Menge von Catechinen. Im Vergleich zum ersten Tee enthalten diejenigen Teeblätter, die im Sommer (im August und September) geerntet werden, genannt Bancha, eine große Menge Catechine, so dass sie unter pharmakologischem Gesichtspunkt vorteilhaft sind. Ferner sind diese Teeblätter kostengünstig, so dass die Verwendung dieser Blätter auch unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt von Vorteil ist.
  • (2) Wärmebehandlung
  • Durch Unterziehen des frischen Teeblatts einer Wärmebehandlung, d.h. einem Dämpfen in einem Dämpfer oder ein Rösten in einem Ofen, werden die in dem frischen Blatt enthaltenen Enzyme inaktiviert, und der grasartige Geschmack des frischen Blattes wird entfernt. Ferner wird das frische Blatt gleichmäßig und gleichförmig erweicht, so dass es leicht wird, die nachfolgende Stufe des Rollens durchzuführen. Speziell kann die Wärmebehandlung auf eine der folgenden Weisen durchgeführt werden: (a) gesättigter Niederdruck Wasserdampf, erzeugt durch einen Kocher, wird dem in einen Dämpfer gefüllten Teeblatt zugeführt, um eine große Menge des erwärmenden Wasserdampfes mit dem Blatt in Berührung zu bringen, wodurch das Blatt in einer kurzen Zeit wirksam erwärmt wird, und (b) das frische Teeblatt wird in einen Ofen gebracht und unter Bewegung geröstet, während der Ofen von seiner Außenseite her beheizt wird. Von diesen beiden Arten wird die Art (a) bevorzugt.
  • (A) Dämpfungsstufe
  • Das zuvor beschriebene Dämpfen wird durchgeführt, indem man auf das frische Teeblatt erwärmenden Wasserdampf bei einer Temperatur von 95°C oder mehr, vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 97°C und 100°C 20 Sekunden oder mehr, bevorzugt 30 Sekunden bis 3 Minuten, anwendet. Zur Inaktivierung von im frischen Blatt enthaltener Chlorophylloxidase reicht es aus, die Temperatur des Blatts 20 Sekunden bei 95°C zu halten. Jedoch wird in der Regel das Dämpfen des Blatts während eines Zeitraums von etwa 30 Sekunden bis 2 Minuten durchgeführt. Die Standarddämpfungszeit zur Herstellung von Gyokuro und Sencha beträgt in der Regel 30–40 Sekunden; die Dämpfungszeit wird kürzer gemacht, wenn die Blüte eines Schösslings verwendet wird, während sie länger gemacht wird, wenn ein hartes Blatt benutzt wird. Die Dämpfungszeit zur Herstellung von Fukamushicha beträgt in der Regel 1–2 Minuten.
  • (B) Röststufe
  • Das zuvor beschriebene Rösten, bei dem das frische, in einen Ofen eingebrachte Blatt unter Bewegung geröstet wird, wird in der Regel durchgeführt, während der Ofen von seiner Außenseite her beheizt wird, um die Oberflächentemperatur des Ofens bei 300° bis 330°C aufrecht zu erhalten. Die Inaktivierung der im frischen Blatt enthaltenen Chlorophylloxidase wird in der Regel durchgeführt, indem man das in den Ofen gebrachte Blatt bei einer Temperatur von 80° bis 100°C etwa 12 Minuten erwärmt. Dieses Blatt wird sodann dem Ofen entnommen, etwa 1 Stunde liegen gelassen und abermals zum Trocknen in dem gleichen Ofen bei einer Temperatur von 60° bis 80°C erwärmt.
  • (C) Kühlstufe
  • Das Teeblatt, welches der zuvor beschriebenen Wärmebehandlung, d.h. einem Dämpfen oder Rösten, unterzogen wurde, um seine grüne Farbe unveränderbar zu machen, neigt dazu, bei hohen Temperaturen infolge Oxidation braun zu werden. Deshalb sollte das wärmebehandelte Blatt unmittelbar abgekühlt werden. In der Regel wird das wärmebehandelte Blatt auf eine Temperatur von 10° bis 25°C gekühlt.
  • (3) Trehalosebehandlung
  • Zum Imprägnieren des Teeblattes mit Trehalose, indem man sie in Berührung miteinander bringt, ist es notwendig, dass Trehalose in Form einer Flüssigkeit oder eines Nebels vorliegt. Die Behandlung mit Trehalose kann vor, nach oder gleichzeitig mit der Wärmebehandlung des Teeblatts durchgeführt werden. Es wird bevorzugt, diese Behandlung entweder nach oder gleichzeitig mit der Wärmebehandlung durchzuführen.
  • (A) Verfahren, bei dem ein Teeblatt in eine wässerige Trehaloselösung eingetaucht wird
  • Das einfachste Verfahren zum Imprägnieren des Teeblattes mit Trehalose, indem man dieses mit Trehalose in Berührung bringt, ist das Eintauchen des gedämpften Blattes in eine wässerige Trehaloselösung. Dieses Verfahren wird bevorzugt, weil es die Berührung zwischen dem Teeblatt und der Trehalose vollständig erreichen kann.
  • Herstellung einer wässerigen Trehaloselösung
  • Eine wässerige Trehaloselösung zur Verwendung bei dem zuvor beschriebenen Verfahren kann leicht hergestellt werden, indem man Wasser zur wasserlöslichen Trehalose zugibt und das Gemisch rührt. In der Regel wird die wässerige Trehaloselösung derart hergestellt, dass ihre Trehalosekonzentration 5–50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10–40 Gewichtsprozent, bevorzugtet 20–30 Gewichtsprozent, beträgt. Wenn die wässerige Trehaloselösung eine niederere Trehalosekonzentration besitzt, wird das Teeblatt leichter mit Trehalose imprägniert. Es ist schwierig, das Teeblatt mit einer dicken wässerigen Trehaloselösung zu imprägnieren, weil die Neigung besteht, dass eine Entwässerung auftritt.
  • Bedingungen der Trehalosebehandlung
  • Die zuvor beschriebene Behandlung mit Trehalose wird in der Regel bei einer Temperatur zwischen 10°C und 35°C, vorzugsweise einer Temperatur zwischen 20°C und 25°C, insbesondere bei Raumtemperatur, während 0,5–5 Stunden, vorzugsweise 2–5 Stunden, durchgeführt.
  • (B) Verfahren, bei dem eine wässerige Trehaloselösung über das Teeblatt gesprüht wird
  • Bei diesem Verfahren wird die zuvor beschriebene wässerige Trehaloselösung über das gedämpfte Teeblatt gesprüht. Im Speziellen wird eine wässerige Trehaloselösung mit im wesentlichen der gleichen Trehalosekonzentration wie diejenige bei dem zuvor beschriebenen Verfahren (A) über das gedämpfte Blatt unter Bewegung gesprüht.
  • (C) Verfahren, bei dem die Wärmebehandlung und Trehalosebehandlung gleichzeitig durchgeführt werden
  • Die Wärmebehandlung und die Trehalosebehandlung können gleichzeitig durchgeführt werden, indem man ermöglicht, dass die Trehalose in der Erwärmungszone des frischen Blatts vorhanden ist. Im Speziellen kann dies nach einem der folgenden Verfahren erreicht werden: (1) ein Verfahren, bei dem eine wässerige Trehaloselösung in die Zone der Erwärmung des frischen Blatts eingespeist wird; (2) einem Verfahren, bei dem eine wässerige Trehaloselösung dem frischen Blatt zugeführt wird, genau vor dem Einspeisen des Blatts in die Erwärmungszone; (3) einem Verfahren, bei dem eine wässerige Trehaloselösung dem warmen Teeblatt zugeführt wird, das aus der Erwärmungszone austritt; und (4) ein Verfahren, bei dem erwärmender Wasserdampf mit einem Gehalt an Trehalose der Erwärmungszone des frischen Teeblatts zugeführt wird. Von diesen Verfahren werden (2) und (4) bevorzugt.
  • Bei diesem Verfahren wird die Wärmebehandlung auf folgende Art und Weise durchgeführt: gesättigter Niederdruck-Wasserdampf, erzeugt durch einen Boiler, wird mit einer wässerigen Trehaloselösung vermischt, so dass der Trehalosegehalt des Gemischs 5–50 Gewichtsprozent beträgt, und dieser Trehalose enthaltende Wasserdampf wird sodann mit dem in einen Dämpfer eingebrachten Teeblatt in Berührung gebracht.
  • Das Blatt wird 20 Sekunden oder mehr, vorzugsweise 30 Sekunden bis 3 Minuten gedämpft, während die Innentemperatur des Dämpfers bei 95°C oder mehr, vorzugsweise bei 97–100°C gehalten wird. Die Standarddämpfungszeit der Herstellung von Gyokuro oder Sencha beträgt in der Regel 30–40 Sekunden. Die Dämpfungszeit wird kürzer gemacht, wenn die Blüte des Teesprösslings verwendet wird, während sie länger gemacht wird, wenn ein hartes Blatt benutzt wird. Im Sommer oder Herbst geerntete Teeblätter werden deshalb 1–2 Minuten gedämpft, um Sencha zu erhalten. Die Dämpfungszeit zur Herstellung von Fukamushicha beträgt gewöhnlich 1–3 Minuten. Dieses Verfahren, bei dem die Wärmebehandlung und die Trehalosebehandlung gleichzeitig durchgeführt werden, wird bevorzugt. Der Grund hierfür ist, dass das Blatt wirksam mit der Trehalose in Berührung gebracht wird, da das frische Blatt unter mechanischer Bewegung gedämpft und erweicht wird; so wird es leicht, das Teeblattgewebe mit Trehalose zu imprägnieren. Ferner umfasst das Herstellungsverfahren eine verringerte Anzahl von Stufen, da die Wärmebehandlung und die Trehalosebehandlung gleichzeitig durchgeführt werden. Dieses Verfahren ist somit auch unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt von Vorteil.
  • (4) Stufe des Rollens (Walzens) [Momi-Stufe]
  • In der Rollstufe wird das Teeblatt in einer Umgebung von Heißluft unter Bewegung gerollt. Im Verlauf dieser Stufe wird Feuchtigkeit gleichmäßig über das Blatt verteilt, und das Blatt wird wirksam getrocknet. Die Rollstufe wird in die nachfolgend beschriebene vier Stufen (A) bis (D) unterteilt. Obgleich es bevorzugt wird, alle diese Stufen durchzuführen, können gegebenenfalls ein Teil der oder alle diese Stufen weggelassen werden.
  • (A) Erste Rollstufe (Sojuu-Stufe: Grobreib-Stufe)
  • Das Teeblatt, welches mit Trehalose in Berührung gebracht wurde, wird unter Bewegung leicht gerollt, um Feuchtigkeit gleichmäßig über dem Blatt zu verteilen und um das Blatt wirksam zu trocknen und zu versteifen. Durch diese Rollstufe wird der Feuchtigkeitsgehalt des Blatts von 75–80 Gewichtsprozent auf etwa 50 Gewichtsprozent herabgesetzt.
  • (B) Zweite Rollstufe (Juunen-Stufe: Reib-Verwindungs-Stufe)
  • Diese Stufe, bei der das gerollte Blatt aus der obigen ersten Rollstufe mit einer Verwindungswirkung gerollt wird, wird zwecks eines weiteren Rollens des Blattes und einer gleichmäßigeren Verteilung von Feuchtigkeit über das Blatt durchgeführt.
  • Die zweite Rollstufe wird in der Regel 15–20 Minuten durchgeführt.
  • (C) Dritte Rollstufe (Chuujuu-Stufe: Hauptreib-Stufe)
  • Bei dieser dritten Rollstufe wird das Teeblatt aus der zweiten Rollstufe in einer Umgebung von Heißluft wie in der ersten Rollstufe gerollt. In dieser Stufe wird die Temperatur des Teeblattes bei 36°C ± 2°C gehalten. Da der Feuchtigkeitsgehalt des Teeblattes aus der zweiten Rollstufe nicht so hoch ist, wird diese Stufe unter verhältnismäßig milden Bedingungen bewirkt. Die dritte Rollstufe wird in der Regel 30–40 Minuten durchgeführt. Durch diese Stufe wird der Feuchtigkeitsgehalt des Blattes von 50 Gewichtsprozent auf etwa 26 Gewichtsprozent herabgesetzt.
  • (D) Endrollstufe (Seijuu-Stufe: Reibpräzisions-Stufe)
  • Bei der Endrollstufe wird das Teeblatt stark gerollt und in eine gerade, nadelähnliche Gestalt gebracht. Das Teeblatt aus der dritten Rollstufe wird auf eine bogenförmige Platte mit aufgerauter Oberfläche gebracht und mit einem sich hin und her bewegenden Rollblatt (rolling plate) unter Erwärmung der Platte von ihrem Boden her gerollt. Das Blatt wird mit Hochdruck beaufschlagt, wenn es zwischen die Platte und dem Rollblatt kommt, wodurch das Blatt wie erwünscht geformt wird. In der Regel wird diese Rollstufe 30 bis 40 Minuten bewirkt. Durch diese Stufe wird der Feuchtigkeitsgehalt des Teeblatts von 26 auf etwa 12 Gewichtsprozent herabgesetzt.
  • (5) Trocknungsstufe
  • Nach Abschluss der zuvor beschriebenen Endrollstufe wird das gerollte Teeblatt in einem Trocknungsraum, in den Heißluft eingeblasen wird, allmählich getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt des Teeblatts auf etwa 5 Gewichtsprozent erniedrigt ist. Es wird bevorzugt, dass das Teeblatt unter Vakuum getrocknet wird, insbesondere in einem Vakuumstrocknungsraum bei vermindertem Druck von 450 mm/H2O bei einer Temperatur von 40 bis 50°C. Diese Trocknungsstufe wird in der Regel etwa 8 bis 10 Stunden durchgeführt. Durch diese Stufe wird der Feuchtigkeitsgehalt des Teeblatts auf etwa 4 bis 5 Gewichtsprozent herabgesetzt.
  • (6) Granulierungsstufe
  • Das Teeblatt, das in der zuvor beschriebenen Trocknungsstufe getrocknet wurde, wird in eine geeignete Größe geschnitten und sodann gesiebt, um eine granuliertes Teeblatt zu erhalten.
  • (7) Pulverisierungsstufe
  • Das wie zuvor beschrieben erhaltene granulierte Teeblatt kann ferner in ein Pulver zermahlen werden. Die Pulverisierungsstufe wird durchgeführt, bis das granulierte Blatt ein Pulver mit einer Teilchengröße von in der Regel nicht mehr als 16 meshes (Sieböffnung: etwa 1 mm oder weniger), vorzugsweise 32 bis 200 meshes (Sieböffnung: etwa 0,5 bis 0,07 mm), insbesondere 60 bis 100 meshes (Sieböffnung: etwa 0,25 bis 0,15 mm) aufweist. Der derart erhaltene pulverisierte Tee kann in ein Formmaterial verschiedenster Gestalt, wie z. B. als Tabletten, gebracht werden. Die zuvor beschriebene Granulierungsstufe und Pulverisierungsstufe können in dem Fall weggelassen werden, wo eine Grüntee-Zusammensetzung von Sencha hergestellt wird.
  • [IV] Herstellung von Formmaterial einer Grüntee-Zusammensetzung
  • (1) Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung
  • (A) Granulierter oder pulverisierter Grüntee (Komponente (A))
  • (a) Grüntee
  • Bei der Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Zusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung wird auf folgende Weise erhaltener granulierter oder pulverisierter Grüntee verwendet: ein von den Teepflanzen von Hand, mit einer Schere oder einem mechanischen Erntegerät gepflücktes frisches Teeblatt wird in der Regel bei einer Temperatur von 95°C oder mehr, vorzugsweise einer Temperatur zwischen 97 und 100°C 20 Sekunden oder mehr, vorzugsweise 30 Sekunden bis 3 Minuten, gedämpft, und das gedämpfte Blatt wird gerollt, getrocknet und sodann granuliert oder pulverisiert, oder das gedämpfte Blatt wird getrocknet und sodann granuliert oder pulverisiert (Schneiden, Sieben und Zerkleinern). Alternativ kann die Grüntee-Zusammensetzung, wie sie in den zuvor erwähnten Kapiteln „[I] Grüntee-Zusammensetzung" oder „[III] Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung" beschrieben wird, benutzt werden. Von diesen granulierten oder pulverisierten Grüntees wird die Grüntee-Zusammensetzung bevorzugt, welche in den zuvor erwähnten Kapiteln „[I] Grüntee-Zusammensetzung" oder „[III] Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung" beschrieben sind, nämlich eine Grüntee-Zusammensetzung, welche 100 Gewichtsteile Grünteeblatt, und 0,01 bis 30 Gewichtsteile Trehalose umfasst. Um die zuvor beschriebene Grüntee-Zusammensetzung oder den granulierten oder pulverisierten Grüntee in ein Formmaterial in verschiedener Gestalt zu formen, ist es wesentlich, den granulierten oder pulverisierten Grüntee (die Komponente (A)) mit Maltose (der Komponente (B)) und Trehalose (Komponente (C)) in den Verhältnissen zu vermischen, welche weiter unten beschrieben werden.
  • Wie zuvor erwähnt, wird es bevorzugt, als granulierten oder pulverisierten Grüntee die Grüntee-Zusammensetzung zu verwenden, welche in den weiter oben erwähnten Kapiteln „[I] Grüntee-Zusammensetzung" oder „[III] Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung" beschrieben sind. In diesem Fall kann ein Formmaterial erhalten werden, indem man einfach Maltose (die Komponente (B)) zur granulierten oder pulverisierten Grünteezusammensetzung (Komponente (A)) zugibt, welche mit der Trehalose (Komponente (C)) behandelt wurde.
  • (a) Granalie oder Pulver
  • Granulierter oder pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von in der Regel nicht mehr als 16 meshes (Sieböffnung: etwa 1 mm oder weniger), vorzugsweise von 32 bis 200 meshes (Sieböffnung: etwa 0,5 bis 0,07 mm), insbesondere 60 bis 100 meshes (Sieböffnung: etwa 0,25 bis 0,15 mm) zur Herstellung eines Formmaterials einer Grüntee-Zusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung benutzt. Solange die Teilchengröße des granulierten oder pulverisierten Grüntees in den zuvor beschriebenen Bereich fällt, kann völlig die die Verfärbung verhindernde Wirkung von Trehalose erhalten werden.
  • (B) Maltose (Komponente (B))
  • Maltose (Komponente (B)) zur Verwendung bei der Herstellung eines Formmaterials einer Grüntee-Zusammensetzung gemäß vorliegender Erfindung ist eine Saccharidverbindung zweier Moleküle pyranoseartiger D-Glucose, die durch eine a-1,4-Bindung miteinander verbunden sind. Bei vorliegender Erfindung wird es bevorzugt, als Maltosekomponente reduzierende Maltose mit einem freien Aldehyd- oder Ketonrest zu verwenden.
  • In dem Fall, wo ein Saccharid, das sich von Maltose unterscheidet, wie z. B. Fruktose oder Lactose, anstelle von Maltose verwendet wird, ist es erforderlich, dass Saccharid in einer erhöhten Menge und den Grüntee in einer verringerten Menge zu benutzen, so dass das erhaltene Formmaterial eine ausreichend hohe Formbeibehaltung besitzt. Jedoch führt, wenn das Saccharid in einer erhöhten Menge benutzt wird, das erhaltene Formmaterial zu einer unvorteilhaften Süßigkeit und einem ungünstigen Geschmack und kann nicht den charakteristischen Geschmack von Grüntee ergeben.
  • (C) Trehalose (Komponente (C))
  • Bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Formmaterials einer Grüntee-Zusammensetzung wird die gleiche Trehalose, wie sie bei der zuvor erwähnten Trehalosebehandlung verwendet wurde, als Trehalosekomponente (Komponente (C)) benutzt, falls erforderlich. In dem Fall, wo als Komponente (A) granulierter oder pulverisierter Grüntee verwendet wird, welcher nicht der Trehalosebehandlung unterzogen wurde, wird Trehalose (Komponente (C)) in einer Menge in einem Bereich zugegeben, der weiter unten beschrieben wird. Andererseits ist es in dem Fall, wo als Komponente (A) Trehalose behandelter granulierter oder pulverisierter Grüntee verwendet wird, nicht erforderlich, wenn die Menge der Trehalose, mit der der Grüntee imprägniert wurde, schon die Obergrenze des weiter unten beschriebenen Bereichs erreichte, den Grüntee nochmals mit Trehalose zu versetzen. Wenn die Menge der Trehalose, mit welcher der granulierte oder pulverisierte Grüntee imprägniert wurde, noch nicht die Obergrenze des weiter unten beschriebenen Bereichs erreichte, kann jedoch zusätzlich Trehalose zum Grüntee in einer solchen Menge zugegeben werden, dass die Gesamtmenge der Trehalose in den weiter unten beschriebenen Bereich fällt.
  • Trehalose, welche zugegeben wurde, um die oxidative Verschlechterung des Grüntees zu verhindern, kann dem erhaltenen Pressling keine ausreichend hohe Formbeibehaltung verleihen, wenn sie allein verwendet wird. Wenn man jedoch ermöglicht, dass Trehalose zusammen mit Maltose vorliegt, kann das erhaltene Formmaterial der Grünteezusammensetzung eine ausreichend verbesserte Formbeibehaltung besitzen.
  • (D) Formulierung
  • Um eine Grünteezusammensetzung zu erhalten, aus der ein Formmaterial hergestellt wird, werden 35–80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 45–70 Gewichtsprozent, insbesondere 55–65 Gewichtsprozent des granulierten oder pulverisierten Grüntees (Komponente (A)) mit 10–60 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20–50 Gewichtsprozent, insbesondere 30–40 Gewichtsprozent, Maltose (Komponente (B)), und 1–20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 3–15 Gewichtsprozent, insbesondere 5–10 Gewichtsprozent, Trehalose (Komponente (C)) vermischt.
  • Wenn der Prozentsatz der Maltose zu gering ist, kann aus der Grüntee-Zusammensetzung kein Formmaterial hergestellt werden; oder wenn ein Formmaterial erhalten werden kann, bricht es leicht zusammen. Andererseits führt, wenn der Prozentsatz der Maltose zu hoch ist, das erhaltene Formmaterial überwiegend zur Süße von Maltose und kann nicht den für Grüntee charakteristischen Geschmack ergeben. Wenn der Prozentsatz der Trehalose zu gering ist, kann das erhaltene Formmaterial nicht seine Form beibehalten. Andererseits wird das erhaltene Formmaterial zu süß und kann nicht den für Grüntee charakteristischen Geschmack erlangen, wenn der Prozentsatz der Trehalose zu hoch ist.
  • (2) Herstellung von Formmaterial einer Grüntee-Zusammensetzung
  • (A) Formgebungsverfahren
  • Durch Ausformen der zuvor beschriebenen, in verschiedene Formen für Tablettenpressen, Nahrungsmittelformpressen und dergl. gebrachten zuvor beschriebenen Grüntee-Zusammensetzung kann ein Formmaterial der Grüntee-Zusammensetzung in verschiedenster Gestalt erhalten werden, wie z. B. als Tabletten, Plättchen, Stangen, Kugeln und Würteln. Es wird bevorzugt, das Formmaterial durch ein direktes Formgebungsverfahren herzustellen, bei dem die Grüntee-Zusammensetzung oder ein durch gleichmäßiges Vermischen der Grünteezusammensetzung und anderer geeigneter Weise aus Exzipienzien, Bindemitteln, Schmiermitteln und Zerfallmitteln hergestelltes Pulvergemisch direkt der Formgebung unterzogen wird.
  • In der Regel wird es bevorzugt, die obigen Schmiermittel in einer Menge von 2,0 bis 8,0 Gewichtsprozent, insbesondere etwa 1,0 bis 5,0 Gewichtsprozent, auf 100 Gewichtsteile der Grüntee-Zusammensetzung einzuarbeiten.
  • (B) Bedingungen der Formgebung
  • Die Formgebung der Grüntee-Zusammensetzung wird in der Regel bei einer Temperatur zwischen 0°C und 30°C, vorzugsweise zwischen 5°C und 25°C, insbesondere zwischen 10°C und 20°C, durchgeführt, indem man einen Druck von in der Regel 350 kg/cm2 oder mehr, vorzugsweise 400–500 kg/cm2, insbesondere 450–500 kg/cm2, anwendet.
  • BEISPIELE
  • Nun wird vorliegende Erfindung anhand nachfolgender Beispiele und Vergleichsbeispiele in größeren Einzelheiten erklärt.
  • [I] Messverfahren
  • (1) Grüne Farbindexzahl
  • Die grünen Farbindexzahlen der Grüntee-Zusammensetzungen, hergestellt in nachfolgenden Beispielen, wurden mit einem digitalen Farbsensor (Modell CZ-V1, hergestellt von Kiensu Kabushiki Kaisha, Japan, unter folgenden Bedingungen gemessen):
    Lichtquelle:
    Farbe: grün gefärbte LED
    Typ: CZ-40
    Abstand zwischen Lichtquelle und Probe: 60 mm 60 mm
    Winkel zwischen Lichtquelle und Probe am Sensorkopf: 90°
    Lichtfleckgröße: 6 mm
    Messzeit: 0,5 bis 1 Minute
    Standardfarbe: die Farbe eines frischen Teeblatts, gerade nach der Ernte (1.000)
    Messart: stationär
    Probenbehälter: Laborschale aus Glas
    Proben: die Grüntee-Zusammensetzungen gerade nach Herstellung, nach einem Monat und nach 2 Monaten Aufbewahrung in einer Thermostatenkammer bei 40°C.
  • (2) Feuchtigkeitsgehalt
  • Die Feuchtigkeitsgehalte der Grüntee-Zusammensetzungen wurden in Übereinstimmung mit dem Verfahren zur Messung des Gewichtsverlusts roher Arzneimittel beim Trocknen gemessen, wie im Japanischen Arzneimittelbuch vorgeschrieben.
  • (3) Gehalt an Catechinen
  • Die Catechingehalte in den Grüntee-Zusammensetzungen wurden unter Verwendung eines von der Firma Yanaihara Kenkyujo Kabushiki Kaisha, Japan hergestellten Enzym-vervielfachten Immunoassay-Kits gemessen. Der Gehalt an Catechinen wird als die Summe von Gallocatechingallat (GCG), Epigallocatechingallat (EGCG) und Epicatechingallat (ECG) erhalten.
  • (4) Härte
  • Das Formmaterial der Grüntee-Zusammensetzungen wurde hinsichtlich ihrer Härte gemäß dem im Japanischen Arzneimittelbuch vorgeschriebenen Verfahren bewertet, bei dem ein eine Tablette brechender Druck mit einem Härtemessgerät gemessen wird. Für diese Messung wurde ein digitales Tablettenhärte-Messgerät ERWEKA (Messbereich: 0 ~ 30 kg/cm2) benutzt.
  • (5) Süßegrad
  • Die Süßegrade des Formmaterials der Grüntee-Zusammensetzungen wurden bezüglich des Süßegrads von 100% Zucker, ausgedrückt als 100, durch Multiplizieren des Prozentsatzes des speziellen benutzten Saccharids und dessen Süßegrades bestimmt. Die Süßegrade der Saccharide (100%), die in folgenden Beispielen benutzt werden, sind folgende:
    Zucker: 100
    Reduzierende Maltose: 80
    Trehalose: 45
    Fructose: 173
    Lactose: 17
  • [II] Beispiele und Vergleichsbeispiele
  • BEISPIEL A-1
  • (1) Frisches Teeblatt
  • 100 kg Teeblatt („Bancha"), im Sommer (vom späten August bis zum frühen September) unter Verwendung eines mechanischen Erntegeräts im Bereich Sagaracho, Haibara-gun, Shizuoka-ken, Japan, wurden als Ausgangsmaterial verwendet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses frischen Teeblatts 78 Gewichtsprozent war.
  • (2) Dämpfungsstufe
  • Unter Verwendung eines von der Firma Hirano Tekko, Japan, hergestellten Dampfkessels und eines 30,3 cm breiten Dämpfers vom Geschwindigkeits-kontrollierten Fördertyp, hergestellt von Suzuki Tekko, Japan, wurde das obige frische Teeblatt bei einer Temperatur von 100°C 90 Sekunden gedämpft, um die im Blatt enthaltenen Enzyme zu inaktivieren. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des gedämpften Blatts 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (3) Kühlungsstufe
  • Unter Verwendung einer Kühlvorrichtung vom Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp, hergestellt von Miyamura Tekosho, Japan, wurde das gedämpfte Blatt auf Raumtemperatur innerhalb von 2 Minuten abgekühlt.
  • (4) Trehalosebehandlung
  • Das gedämpfte Blatt, welches abgekühlt worden war, wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden in eine 27,5 gewichtsprozentige wässerige Lösung von Trehalose getaucht, hergestellt durch Auflösen von 5,5 kg Trehalose („TREHA®", hergestellt von Hayashibara Company, Ltd., Japan) in 14,5 Liter Wasser unter Bewegen des Blatts in einem solchen Ausmaß, dass das Blattgewebe nicht gebrochen wurde. Der Feuchtigkeitsgehalt des mit Trehalose behandelten Teeblatts war nachgewiesenermaßen 78 Gewichtsprozent.
  • (5) Rollstufe
  • Unter Verwendung einer Rollmaschine Modell 120, hergestellt von Kawasaki Kiko, Japan, wurde das mit Trehalose behandelte Blatt leicht gerollt und 40–45 Minuten unter Einblasen von Heißluft bei einer Temperatur von 50 bis 70°C getrocknet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des gerollten Blatts 50 Gewichtsprozent betrug.
  • (6) Trocknungsstufe
  • Unter Verwendung eines Vakuumtrockners, Modell MAS-2420, hergestellt von Yamamasu Seisakusho, Japan, wurde das gerollte Blatt unter vermindertem Druck von 450 mm/H2O (Maximum innerhalb 8 Stunden getrocknet, wobei warme Luft bei einer Temperatur von 45 bis 50°C in den Vakuumtrockner eingeblasen wurde.
  • (7) Zerkleinerungsstufe
  • Das getrocknete Blatt wurde in ein Pulver zerkleinert, das eine Teilchengröße von nicht mehr als 60 meshes aufwies, und zwar unter Verwendung einer Luftzerkleinerungsvorrichtung vom Zusammenpralltyp (kollision-type air crusher, Modell PGM 130, hergestellt von Japan New Matchic Industry, Japan).
  • (8) Produkt
  • Der zerkleinerte Tee war ein pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von 60–100 meshes und einer grünen Farbindexzahl von 950 mit einem Gehalt an 4 Gewichtsteilen Trehalose auf 100 Gewichtsteile des Grüntteeblatts, und 18 Gewichtsprozent Catechinen. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses Tees 5 Gewichtsprozent betrug.
  • BEISPIEL A-2
  • (1) Frisches Teeblatt
  • 100 kg Teeblatt („Bancha"), geerntet im Sommer (vom späten August bis zum frühen September) unter Verwendung eines mechanischen Erntegeräts im Bereich von Sagara-cho, Haibara-gun, Shizuoka-ken, Japan, wurden als Ausgangsmaterial verwendet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses frischen Blatts 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (2) Dämpfungsstufe
  • Unter Verwendung eines von Hirano Tekko, Japan, hergestellten Heizkessels und eines 30,3 cm breiten Dämpfers vom Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp, hergestellt von Suzuki Tekko, Japan, wurde das obige frische Blatt bei einer Temperatur von 100°C 90 Sekunden gedämpft, um die im Blatt enthaltenen Enzyme zu inaktivieren. Der Feuchtigkeitsgehalt des gedämpften Blatts war nachgewiesenermaßen 78 Gewichtsprozent.
  • (3) Kühlstufe
  • Unter Verwendung einer Kühlvorrichtung vom Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp, hergestellt von Miyamura Tekkosho, Japan, wurde das gedämpfte Blatt auf Raumtemperatur innerhalb von 2 Minuten abgekühlt.
  • (4) Trehalosebehandlung
  • Das gedämpfte Blatt, welches abgekühlt worden war, wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden in eine 27,5 gewichtsprozentige wässerige Trehaloselösung getaucht, hergestellt durch Auflösen von 5,5 kg Trehalose („TREHA®"), hergestellt von Hayashibara Company, Ltd., Japan) in 14,5 Liter Wasser unter Bewegen des Blatts in einem solchen Ausmaß, dass das Blattgewebe nicht gebrochen wurde. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des mit der Trehalose behandelten Teeblatts 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (5) Trocknungsstufe
  • Unter Verwendung eines Vakuumtrockners, Modell MAS-2420, hergestellt von Yamamasu Seisakusho, Japan, wurde das mit Trehalose behandelte Blatt allmählich bei einer Temperatur von 45 bis 50°C innerhalb von 12 Stunden unter einem verminderten Druck von 450 mm/H2O unter Einblasen von warmer Luft in den Trockner allmählich getrocknet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des getrockneten Blatts 5 Gewichtsprozent war.
  • (6) Zerkleinerungsstufe
  • Das getrocknete Blatt wurde in ein Pulver mit einer Teilchengröße von nicht mehr als 60 meshes unter Verwendung einer Luftzerkleinerungsvorrichtung vom Zusammenpralltyp (collision-typ air crusher Modell PGM 130, hergestellt von Japan New Matchic Industry, Japan) zerkleinert.
  • (7) Produkt
  • Der gemahlene Tee war ein pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von 60 bis 100 meshes und einer grünen Farbindexzahl von 950 mit einem Gehalt an 4 Gewichtsteilen Trehalose auf 100 Gewichtsteile des Grünteeblatts, und 17 Gew.-% Catechinen. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses Tees 5 Gewichtsprozent betrug.
  • BEISPIEL A-3
  • (1) Frisches Teeblatt
  • 100 kg Teeblatt, im Herbst (später September) im Gebiet von Kawane-cho, Haibara-gun, Shizuoka-ken, Japan, unter Verwendung eines mechanischen Erntegeräts geerntet, wurden als Ausgangsmaterial verwendet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses frischen Teeblatts 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (2) Dämpfungsstufe unter Verwendung eines Trehalose enthaltenden heißen Wasserdampfs
  • Unter Verwendung eines Niederdruckdampfkessels (Wasserdampfdruck:
    nicht mehr als 0,5 kgf/cm2), hergestellt von Terada Seisakusho, Japan und eines mit einer Bewegungseinrichtung ausgestatteten Drehdämpfungsvorrichtung (agitatorenquipped netting-drum rotary steamer, hergestellt von Terada Seisakusho, Japan, wurde das obige frische Blatt kontinuierlich gedämpft und gleichzeitig mit Trehalose unter Bewegung unter nachfolgenden Bedingungen behandelt:
    Anzahl der Umdrehungen der Netztrommel: 30 bis 50 UpM,
    Anzahl der Umdrehungen der Welle der Bewegungseinrichtung: 250 bis 550 UpM,
    Strömungsrate des Teeblatts: 400 kg/Stunde,
    Dämpfungstemperatur: 95°C,
    Verweilzeit des Teeblatts in der Dämpfungsvorrichtung: 45 Sekunden,
    Trehalosekonzentration: 38 Gewichtsprozent,
    Beschickungsrate der Trehalose: 10 bis 11 Liter/400 kg,
    durch die gleiche Öffnung eingespeiste Trehalose und eingespeistes Teeblatt, und
    Trehalose-Sprühdruck: 0,25 mPa.
  • (3) Kühlstufe
  • Unter Verwendung einer Kühlvorrichtung vom Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp, hergestellt von Miyamura Tekkosho, Japan, wurde das Blatt aus der vorherigen Stufe von 2 Minuten auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • (4) Trocknungsstufe
  • Unter Verwendung eines Vakuumtrockners, Modell MAS-2420, hergestellt von Yamamasu Seisakusho, Japan, wurde das Blatt aus der vorherigen Kühlstufe allmählich bei einer Temperatur von 45° bis 50°C während 12 Stunden unter einem verminderten Druck von 450 ml/H2O durch Einblasen von warmer Luft in den Trockner getrocknet. Der Feuchtigkeitsgehalt des getrockneten Blatts war nachweislich 5 Gewichtsprozent.
  • (5) Zerkleinerungsstufe
  • Das getrocknete Pulver wurde in ein Pulver mit einer Teilchengröße von nicht mehr als 60 meshes unter Verwendung eines Luftzerkleinerers vom Zusammenpralltyp, Modell PGM 130, hergestellt von Japan New Matchic Industry, Japan, vermahlen.
  • (6) Produkt
  • Der vermahlene Tee war ein pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von 60 bis 100 meshes und einer grünen Farbindexzahl von 990 mit einem Gehalt an 3,4 Gewichtsteilen Trehalose auf 100 Gewichtsteile des Grünteeblatts, und 19 Gewichtsprozent Catechinen. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieses Tees 4 Gewichtsprozent betrug.
  • (7) Konservierung
  • Der pulverisierte Grüntee wurde 2 Monate aufbewahrt, wonach seine grüne Farbindexzahl gemessen wurde. Als Ergebnis wurde gefunden, dass sie 970 betrug, wie in Tabelle 2 gezeigt.
  • BEISPIEL A-4
  • Das Verfahren des Beispiels A-1 wurde mit der Maßgabe wiederholt, dass die „(2) Dämpfungsstufe" und „(3) Kühlstufe" im Beispiel A-1 durch die nachfolgend beschriebene „(2) Brennstufe" ersetzt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • (2) Brennstufe
  • Das zuvor beschriebene frische Blatt wurde in einen Gusseisenofen gebracht und 12 Minuten unter Bewegen und Aufrechterhaltung der Temperatur des Blatts bei 80° bis 100°C gebrannt, wodurch die im Blatt enthaltenen Enzyme inaktiviert wurden. Das gebrannte Blatt wurde dem Ofen entnommen, etwa 1 Stunde liegengelassen und abermals zum Trocknen im gleichen Ofen bei einer Temperatur von 60 bis 80°C erwärmt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL A-1
  • Es wurde das Verfahren des Beispiels A-1 mit der Maßgabe wiederholt, dass die Trehalosebehandlung im Beispiel A-1 nicht durchgeführt wurde. Als Ergebnis wurde pulverisierter Grüntee mit einer Teilchengröße von 60 bis 100 meshes und einem Gehalt an 5 Gewichtsprozent Feuchtigkeit erhalten. Es wurde gefunden, dass dieser Grüntee eine grüne Farbindexzahl von 850 hatte und 14 Gewichtsprozent Catechine enthielt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL A-2
  • Es wurde das Verfahren des Beispiels A-4 mit der Ausnahme wiederholt, dass die Trehalosebehandlung im Beispiel A-4 nicht durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • VERGLEICHSBEISPIELE A-3 und A-4
  • Das Verfahren des Beispiels A-1 wurde mit der Maßgabe wiederholt, dass die in Beispiel A-1 benutzte Trehalose durch Fruktose oder Laktose ersetzt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angeführt.
  • Figure 00450001
  • Figure 00460001
  • BEISPIEL B-1
  • (1) Frisches Teeblatt
  • 100 kg im Sommer (vom späten August bis frühen September) im Gebiet von Sagara-cho, Haibara-gun, Shizuoka-ken, Japan, unter Verwendung eines mechanischen Erntegeräts geerntete Teeblätter („Bancha") wurden als Ausgangsmaterial verwendet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt dieser frischen Teeblätter 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (2) Dämpfungsstufe
  • Unter Verwendung eines von Hirano Tekko, Japan, hergestellten Heizkessels und eines 30,3 cm breiten Dämpfers vom Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp, hergestellt von Suzuki Tekko, Japan, wurde das obige frische Blatt bei einer Temperatur von 100°C 90 Sekunden kontinuierlich gedämpft, um die im Blatt enthaltenen Enzyme zu inaktivieren. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des gedämpften Blatts 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (3) Kühlstufe
  • Unter Verwendung einer von Miyamura Tekkosho, Japan, hergestellten Geschwindigkeits-regulierten Fördertyp-Kühlvorrichtung wurde innerhalb von 2 Minuten das gedämpfte Blatt auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • (4) Trehalosebehandlung
  • Das gedämpfte Blatt, das gekühlt worden war, wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden in eine 27,5 gewichtsprozentige wässerige Trehaloselösung eingetaucht, hergestellt durch Auflösen von 5,5 kg Trehalose („TREHA®"), hergestellt von Hayashibara Company, Ltd., Japan) in 14,5 Liter Wasser unter Bewegen des Blatts in einem solchen Ausmaß, dass das Blattgewebe nicht gebrochen wurde. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt mit Trehalose behandelten Teeblattes 78 Gewichtsprozent betrug.
  • (5) Rollstufe
  • Unter Verwendung einer Rollmaschine, Modell 120, hergestellt von Kawasaki Kiko, Japan, wurde das mit Trehalose behandelte Blatt leicht gerollt und 40–45 Minuten unter Einblasen von warmer Luft bei einer Temperatur von 50° bis 70°C getrocknet. Es wurde gefunden, dass der Feuchtigkeitsgehalt des gerollten Blattes 50 Gewichtsprozent betrug.
  • (6) Trocknungsstufe
  • Unter Verwendung eines Vakuumtrockners Modell MAS-2420, hergestellt von Yamamasu Seisakusho, Japan, wurde das gerollte Blatt unter einem verminderten Druck von 450 mm/H2O (Maximum) 8 Stunden unter Einblasen von Warmluft bei einer Temperatur von 45° bis 50°C in den Trockner getrocknet. Es wurde gefunden, dass das getrocknete Blatt einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 Gewichtsprozent und eine grüne Farbindexzahl von 950 sowie einen Gehalt an 18 Gewichtsprozent Catechinen aufwies.
  • (7) Zerkleinerungsstufe
  • Das getrocknete Blatt wurde in ein Pulver mit einer Teilchengröße von nicht mehr als 60 meshes unter Verwendung eines Luftzerkleinerers vom Aufpralltyp Modell PGM 130, hergestellt von Japan, New Industry, Japan, vermahlen.
  • (8) Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung
  • 60,0 kg des obigen mit Trehalose behandelten pulverisierten Grüntees mit einer Teilchengröße von 60 bis 100 meshes wurden mit 39,48 kg reduzierender Maltose („reduzierende Maltose"), hergestellt von Hayashibara Company, Ltd., Japan), 0,50 Gewichtsprozent zu große Fettsäureester und 0,02 Gewichtsprozent Calciumcarboxymethylcellulose vermischt, um 98,60 kg einer Grüntee-Zusammensetzung zu erhalten, die aus 57,00 Gewichtsprozent des pulverisierten Grüntees, 37,51 Gewichtsprozent der reduzierenden Maltose, 5,0 Gewichtsprozent der Trehalose, 0,48 Gewichtsprozent des Sucrose Fettsäureesters und 0,02 Gewichtsprozent Calciumcarboxymethylcellulose (CMC) bestand.
  • (9) Herstellung von Formmaterial
  • Unter Verwendung einer Tablettierungspresse Modell D-36 (direktes Verdichtungsverfahren), hergestellt von Kikusui Seisakusho Kabushiki Kaisha, Japan, und Anwendung eines Drucks von 450 kg/cm2 wurde aus der zuvor hergestellten Grüntee-Zusammensetzung eine Tablette mit den Abmessungen 9 mm × 6,6 mm und einem Gewicht von 335 mg hergestellt.
  • (10) Bewertung
  • Die Härte und der süße Grad der erhaltenen Tablette wurden nach den zuvor erwähnten Verfahren gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
  • BEISPIELE B-2 und B-3, sowie VERGLEICHSBEISPIELE B-1 bis B-5
  • Das Verfahren des Beispiels B-1 wurde mit der Maßgabe wiederholt, dass die Stufe „(8) Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung" im Beispiel B-1 durch folgende Stufe „(8) Herstellung einer Grüntee-Zusammensetzung" ersetzt wurde:
  • (8) Herstellung einer „Grüntee-Zusammensetzung"
  • Der obige mit Trehalose behandelte pulverisierte Grüntee mit einer Teilchengröße von 60 bis 100 meshes wurde mit verschiedenen Komponenten, die aus Tabelle 3 hervorgehen, vermischt, um Grüntee-Zusammensetzungen zu erhalten.
  • Figure 00510001
  • Die wie zuvor erhaltene pulverisierte Grüntee-Zusammensetzungen und deren Formmaterial gemäß vorliegender Erfindung gehen im Verlauf ihrer Herstellung keine oxidative Verfärbung ein und enthalten pulverisierte Grüntees dunkelgrüner Farben bei hohen Konzentrationen. Somit enthalten die Grüntee-Zusammensetzungen und deren Formmaterial große Mengen an Aminosäuren, Koffein und Catechinen, so dass sie die physiologischen Wirkungen von Koffein (antihypnotische Wirkung, die diuretische Wirkung, gefäßerweiternde Wirkung für eine verbesserte Blutzirkulation, die Wirkung einer Förderung der Sekretion von Verdauungsflüssigkeit, und die Wirkung einer Stimulierung des Zentralnervensystems zur Aktivierung der cerebralen Wirksamkeit sowie die pharmakologischen Wirkungen von Catechinen, wie z. B. eine antioxidative Wirkung, antimikrobielle und antivirale Wirkungen (eine antimikrobielle Wirkung gegen Keime, welche den Verdauungsapparat angreifen, eine antivirale Wirkung gegen Influenzaviren, eine antivirale Wirkung gegen Bakterien, die den Zahnzerfall betreffen), eine Wirkung der Regulierung des Blutcholesterinspiegels, eine antivasopressive Wirkung, eine hypoglykämische Wirkung, antidiabetische Wirkung, eine Wirkung der Blutplättchen-Aggregationshemmung, eine Schutzwirkung vor Thrombenbildung, eine antineoplastische Wirkung, anticarcinogene Wirkung, entgiftende Wirkung und eine Deodorantwirkung zeigen. Ferner enthalten sie große Mengen von wasserunlöslichen Chlorophyllen und Fluor, so dass sie zur Verhinderung von unreinem Atem und zur Verstärkung der Zahnoberfläche wirksam sind.

Claims (15)

  1. Grüntee-Mischung, aufweisend 100 Gewichtsteile eines Grüntee-Blattes, das durch Hitzebehandlung eines frischen Teeblattes, Zusammenrollen des hitzebehandelten Blattes und Trocknen des gerollten Blattes erhalten wurde, und 0,01 bis 30 Gewichtsteile Trehalose.
  2. Grüntee-Mischung nach Anspruch 1, wobei das Grüntee-Blatt gemahlener oder granulierter Grüntee mit einer Minuskorngröße von 1 mm ist.
  3. Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Mischung, umfassend 100 Gewichtsteile eines Grüntee-Blattes und 0,01 bis 30 Gewichtsteile Trehalose, das die Schritte des Hitze-Behandelns eines frischen Teeblattes, des Trocknens des hitzebehandelten Blattes und des Zerstoßens des getrockneten Blattes umfasst, wobei das frische Blatt mit Trehalose vor, nach oder während der Hitze-Behandlung des frischen Blattes in Kontakt gebracht wird.
  4. Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 3, wobei das frische Blatt durch Dämpfung hitzebehandelt und das gedämpfte Blatt in Kontakt mit Trehalose gebracht wird.
  5. Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 3, wobei das frische Blatt durch Rösten hitzebehandelt wird und das geröstete Blatt in Kontakt mit Trehalose gebracht wird.
  6. Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 3, wobei das frische Blatt mit Trehalose-enthaltendem Heizdampf behandelt wird.
  7. Verfahren zur Herstellung einer Grüntee-Mischung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei das getrocknete Blatt zu Pulver mit einer Minuskorngröße von 1 mm durch Schneiden oder Zerstoßen verarbeitet wird.
  8. Formmaterial einer Grüntee-Mischung, das durch Formen einer Grüntee-Mischung, die die folgenden Bestandteile (A), (B) und (C) umfasst, erhalten wird: Bestandteil (A): von 35 bis 80 Gewichtsprozent granulierter oder gemahlener Grüntee, Bestandteil (B): von 10 bis 60 Gewichtsprozent Maltose und Bestandteil (C): von 1 bis 20 Gewichtsprozent Trehalose.
  9. Formmaterial einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 8, das eine Härte von 3 bis 10 aufweist.
  10. Formmaterial einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 8 oder 9, das ferner einen Schmierstoff in einer Menge von 0,2 bis 8,0 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile der Grüntee-Mischung enthält.
  11. Verfahren zur Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Mischung, umfassend den Schritt des Formens einer Grüntee-Mischung, die die folgenden Bestandteile (A), (B) und (C) umfasst: Bestandteil (A): von 35 bis 80 Gewichtsprozent granulierter oder gemahlener Grüntee, Bestandteil (B): von 10 bis 60 Gewichtsprozent Maltose und Bestandteil (C): von 1 bis 20 Gewichtsprozent Trehalose.
  12. Verfahren zur Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 11, wobei der granulierte oder gemahlene Grüntee, Bestandteil (A), vorher mit der Trehalose, Bestandteil (C), behandelt worden ist.
  13. Verfahren zur Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Mischung nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Grüntee-Mischung ferner einen Schmierstoff in einer Menge von 0,2 bis 8,0 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile der Grüntee-Mischung umfasst.
  14. Verfahren zur Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Mischung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Grüntee-Mischung durch ein direktes Verdichtungs-Verfahren verdichtet wird.
  15. Verfahren zur Herstellung eines Formmaterials aus einer Grüntee-Mischung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die Grüntee-Mischung durch Anwenden eines Druckes von 350 kg/cm2 oder mehr verdichtet wird.
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