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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft allgemein eine auf einem Kettenrad ausgebildete
Struktur, um ein Umlegen einer Fahrradkette zu unterstützen. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung eine Kettenradbaugruppe mit mehreren
Vorsprüngen,
die auf einem Kettenrad ausgebildet sind, um das Umlegen der Fahrradkette
von einem kleineren Kettenrad auf ein größeres Kettenrad zu unterstützen.
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2. Hintergundinformation
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In
einer Mehrfach-Kettenradbaugruppe eines Fahrrads, die einen Kettenwerfer
aufweist, ist eine Kette durch eine Umlegkraft des Kettenwerfers von
einem kleinen Kettenrad auf ein großes Kettenrad bewegbar. Bei
einer herkömmlichen
Kettenradbaugruppe ist eine Seitenfläche der Kette in Kontakt mit
einer Seitenfläche
des großen
Kettenrads, und die Kette ist auf dem großen Kettenrad mittels einer durch
den Kontakt erzeugten Reibungskraft gelagert. Bei einer Rotation
des großen
Kettenrads wird die Kette von diesem Kettenrad in radialer Richtung
nach außen
gehoben, um mit Zähnen
des Kettenrads in Eingriff zu kommen.
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Jedoch
erfordert das Umlegen der Kette auf diese Weise eine ausreichende
zwischen der Kette und dem großen
Kettenrad erzeugte Reibungskraft, um bei der Rotation des Kettenrads
die Kette zuverlässig
hochzuheben. Anders ausgedrückt
muss der Kettenwerfer eine große
Kraft ausüben,
um die Kette auf das große
Kettenrad zu drücken.
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Wenn
während
eines Umlegvorgangs eine große
Antriebslast auftritt, kann die Kette vom großen Kettenrad gleiten. Das
erschwert es sehr, die Kette mit dem großen Kettenrad hochzuheben oder
wirkt sich in einer Verzögerung
des Kettenumlegevorgangs aus. Um dieses Problem zu lösen, hat
Shimano Inc., der Anmelder dieser vorliegenden Erfindung, eine Kettenradbaugruppe
mit Vorsprüngen
entwickelt, die das Umlegen der Fahrradkette wie im US-Patent Nr.
5,413,534 von Nagano unterstützen. Während die
in diesem Shimano-Patent offenbarte Kettenradbaugruppe hinsichtlich
des Umlegens der Kette von einem kleineren Kettenrad auf ein größeres Kettenrad
sehr gut funktioniert, bewirken die Vorsprünge auf dem größeren Kettenrad
manchmal ein leichtes Behindern während des Schaltens. Anders ausgedrückt kann
diese durch die Vorsprünge
verursachte Behinderung den Gangwechselvorgang ungleichmäßig machen
und beim Fahrer ein unbefriedigendes Fahrgefühl erzeugen.
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Im
Hinblick auf das obige liegt ein Bedarf an einer verbesserten Kettenradbaugruppe
vor, die die oben erwähnten
Probleme im Stand der Technik überwindet.
Diese Erfindung beschäftigt
sich mit diesem Bedarf im Stand der Technik, sowie anderen Erfordernissen,
die für
den Fachmann aus dieser Offenbarung ersichtlich werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Kettenradbaugruppe
bereitzustellen, die einen flüssigen
Umlegevorgang zwischen einem kleinen Kettenrad und einem großen Kettenrad
liefert.
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Die
obigen Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden grundsätzlich durch
Bereitstellen einer Kettenradbaugruppe gemäß Anspruch 1 der vorliegenden
Erfindung mit verbesserten Vorsprüngen auf dem größeren Kettenrad
gelöst.
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Die
obigen Aufgaben der vorliegenden Erfindung können auch durch Bereitstellen
einer Kettenradbaugruppe für
ein Fahrrad, die ein kleines Kettenrad und ein großes Kettenrad
aufweist, gelöst
werden. Das kleinen Kettenrad weist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
mit Abstand zueinander angeordneten Zähnen auf. Das große Kettenrad
weist eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung mit Abstand zueinander
angeordneten Zähnen
und wenigstens einen ersten Kettentragevorsprung, der sich auf einer in
Richtung zum kleinen Kettenrad weisenden Seitenfläche des
großen
Kettenrads befindet, auf. Der erste Kettentragevorsprung umfasst
eine Kontaktfläche,
um mit einer Unterseite einer äußeren Kettengliedplatte
einer vom kleinen Kettenrad zum großen Kettenrad umgelegten Kette
in Kontakt zu kommen. Der erste Kettentragevorsprung besitzt eine
Orientierung und Größe, dass
er zwischen zwei aufeinander folgenden äußeren Kettengliedplatten auf
einer Seite der Kette im Fall des Fluchtens mit einer inneren Kettengliedplatte
der Kette gleitet/sich vorbeibewegt. Der erste Kettentragevorsprung
ist benachbart zu den Zähnen
des großen
Kettenrads angeordnet, um zu bewirken, dass die Kontaktfäche mit
der sich in Eingriff mit dem kleinen Kettenrad befindlichen Kette in
Kontakt kommt und die Kette bezüglich
eines Rotationsmittelpunktes des großen Kettenrads in radialer
Richtung nach außen
hochhebt, während
ein Umlegevorgang der Kette vom kleinen Kettenrad auf das große Kettenrad
erfolgt.
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Diese
und andere Aufgaben, Merkmale, Gesichtspunkte und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden dem Fachmann aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung ersichtlich, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung offenbart.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Im
folgenden wird auf die beigefügten
Zeichnungen Bezug genommen, die einen Teil dieser ursprünglichen
Offenbarung bilden:
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1 ist
ein Ausschnitt einer schematischen Seitenansicht eines Hauptabschnitts
eines Triebstrangs für
ein Fahrrad, der eine Zweifach-Kettenradbaugruppe gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweist;
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2 ist
eine Innenaufrissansicht der Kettenradbaugruppe, die einen einen
Umlegevorgang der Kette unterstützenden
Mechanismus gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweist;
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3 ist
ein vergrößerter Ausschnitt
einer Innenaufrissansicht eines Hauptabschnitts der Kettenradbaugruppe
mit dem in 2 gezeigten, einen Umlegevorgang
der Kette unterstützenden
Mechanismus;
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4(a) ist eine schematische Draufsicht, die eine
Lagebeziehung zwischen den Kettenrädern und der durch den Kettenwerfer
umgelegten Kette zeigt, jedoch bevor sich die Kette mit den Zähnen des großen Kettenrads
durch den in den 2 und 3 gezeigten,
einen Umlegevorgang der Kette unterstützenden Mechanismus in Eingriff
befindet;
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4(b) ist eine schematische Draufsicht, die eine
Lagebeziehung zwischen den Kettenrädern und der umgelegten Kette
zeigt, nachdem die Kette mit einem Zahn des großen Kettenrads durch den Hebevorgang
des in den 2 und 3 dargestellten,
einen Umlegevorgang der Kette unterstützenden Mechanismus in Eingriff
kommt;
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5 ist
eine Explosionsdraufsicht eines Abschnitts des großen Kettenrads
und der Kette;
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6(a) ist eine schematische Querschnittsansicht
der Kettenräder
und der Kette entlang der Linie 6-6 in 3;
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6(b) ist eine schematische Querschnittsansicht ähnlich 6(a) der an das große Kettenrad genieteten Vorsprünge;
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7 ist
eine vergrößerte Seitenaufrissansicht
eines Abschnitts der Kettenradbaugruppe, wobei sich die Kette mit
dem einen Umlegevorgang der Kette unterstützenden Mechanismus des großen Kettenrads
in Eingriff befindet;
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8(a) ist eine schematische Ansicht der Kettenradbaugruppe,
die die mit den inneren Kettengliedern der Kette fluchtenden Vorsprünge während der
Drehung der Kettenradbaugruppe zeigt;
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8(b) ist eine schematische Ansicht ähnlich 8(a) der Kettenradbaugruppe, die die zwischen
den äußeren Kettengliedern
der Kette gleitenden Vorsprünge
während
der Drehung der Kettenradbaugruppe zeigt;
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8(c) ist eine schematische Ansicht ähnlich den 8(a) und 8(b) der
Kettenradbaugruppe, die die Vorsprünge nach dem Vorbeibewegen
der Kette während
der Rotation der Kettenradbaugruppe zeigt; und
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9 ist
eine Seitenansicht eines Hauptabschnitts eines Fahrrads mit einer
Dreifach-Kettenradbaugruppe in einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGFORMEN
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Mit
Bezug auf 1 wird ein Hauptabschnitt eines
Triebstrangs eines Fahrrads gezeigt, der eine Zweifach-Geschwindigkeitswechselvorrichtung
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist. Die Zeichnung zeigt Kurbelarme 1,
die drehbar Pedale 3 lagern, ein großes Kettenrad S1, ein kleines
Kettenrad S2, eine Kette 4, ein hinteres Kettenrad 5 und
einen vorderen Kettenwerfer 6. Wie bei herkömmlichen
Antriebsmechanismen eines Fahrrads werden die an den Kurbelarmen 1 gelagerten
Pedale 3 gedreht, um die Kettenräder S1 und S2 anzutreiben,
und der Antrieb wird durch die Kette 4 auf das hintere
Kettenrad 5 übertragen.
Der Kettenwerfer 6 ist funktionsmäßig in der Lage, die Kette 4 von
einem vorderen Kettenrad auf das andere umzulegen.
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Wie
in den 2 und 3 zu sehen, weist die dargestelle
Kettenradbaugruppe ein großes
Kettenrad S1 und ein kleines Kettenrad S2 mit einem auf dem großen vorderen
Kettenrad S1 vorgesehenen, einen Umlegevorgang der Kette unterstützenden
Mechanismus auf. Dieser einen Umlegevorgang der Kette unterstützende Mechanismus
unterstützt
das Umlegen der Kette 4 vom kleinen Kettenrad S2 auf das
große
Kettenrad S1. Der einen Umlegevorgang der Kette unterstützende Mechanismus
umfasst eine Mehrzahl von Kettentragevorsprüngen 10 und 11,
die auf einer Seitenfläche 7 des
großen
Kettenrads S1 gegenüber
dem kleinen Kettenrad S2 ausgebildet sind. Anders ausgedrückt umfasst
das große
Kettenrad S1 eine Mehrzahl (vier) äußerer Kettentragevorsprünge 10 und
eine Mehrzahl (vier) innerer Kettentragevorsprünge, die auf einer einem mittleren
Kettenrad S2 gegenüberliegenden
Seitenflä che 7 ausgebildet
sind. Diese Vorsprünge 10 und 11 ermöglichen,
dass die Kette 4 vom mittleren Kettenrad S2 leicht und
zuverlässig
auf das große
Kettenrad S1 umgelegt wird.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
sind die Kettentragevorsprünge 10,
in einer Richtung senkrecht zum großen Kettenrad S1 gesehen, längliche oder
nicht kreisförmige
Elemente, während
die Kettentragevorsprünge 11,
in einer Richtung im wesentlichen senkrecht zum großen Kettenrad
S1 gesehen, im wesentlichen kreisförmige Stifte sind. In der in
den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsform sind die äußeren Kettentragevorsprünge 10 vorzugsweise
längliche
Vorsprünge
mit einem Paar konvex gekrümmter
Kontaktendflächen 10a und
einem Paar ebener Seitenflächen 10b.
Der Abstand zwischen den gekrümmten
Kontaktendflächen 10a bildet
die Länge
des Vorsprungs 10, die vorzugsweise ungefähr 6,0 mm
beträgt.
Der Abstand zwischen dem Paar ebener Seitenflächen 10b bildet die Breite
des Vorsprungs 10, die vorzugsweise ungefähr 3,9 mm
beträgt.
Die Längsachse
A der Vorsprünge 10 ist
vorzugsweise senkrecht zur Kettenplatte P, wie in 7 zu
sehen.
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Jeder
dieser Kettentragevorspünge 10 und 11 kann
integral mit dem Kettenring des Kettenrads S1, wie in 6(a) zu sehen, ausgebildet sein oder kann am großen Kettenrad
S1 mittels einer Niete oder eines anderen Befestigungsmittels 8 ähnlich US-Patent
Nr. 5,413,534, wie in 6(b) zu
sehen, befestigt sein.
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Wie
in 6(b) zu sehen, können, wenn
die Vorsprünge 10 und 11 am
großen
Kettenrad S1 befestigt sind, die Kanten der Vorsprünge verjüngt oder zum
großen
Kettenrad S1 hin geneigt sein. Im Fall der Vorsprünge 10 sind
die Kontaktflächen 10a in
axialer Richtung jeweils zu den Mittelachsen der Vorsprünge 10 hin
verjüngt.
Im Fall der Vorsprünge 11 sind
die äußeren Umfangsflächen in
axialer Richtung jeweils zu den Mittelachsen der Vorsprünge 11 hin verjüngt.
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Wie
in 2 gezeigt, ist jede der vier äußeren Kettentragevorsprünge 10 in
benachbarten Gebieten eines der Kettenantriebszähne 12 des großen Kettenrads
S1 ausgebildet. Die vier inneren Kettentragevorsprünge 11 sind
von den vier äußeren Kettentragevorsprüngen 10 in
radialer Richtung einwärts ausgebildet.
Insbesondere ist jedes benachbarte Paar der äußeren und inneren Kettentragevorsprünge 10 und 11 so
angeordnet, dass der Kettenweg, der durch die Kettenglieder, die
sich in Kontakt mit den Vorsprüngen 10 und 11 befinden
und sich zwischen diesen erstrecken, gebildet ist, ein im wesentlichen gerader
Kettenweg ist. Zum Beispiel bilden in der erläuterten Ausführungsform
die Kettenglieder 9a, 9b und 9c, die
auf und zwischen den Vorsprüngen 10 und 11 der 7 gelagert
sind, im Vergleich zum in 13 des US-Patents
Nr. 5,413,534 gezeigten Stand der Technik, einen im wesentlichen
geraden Kettenweg. Dieser gerade Kettenweg ist durch die radialen
Abstände
zwischen den Vorsprüngen 10 und 11 verursacht.
Insbesondere ist der innere Tragevorsprung 11 der vorliegenden
Erfindung bezüglich
des inneren Vorsprungs des Patents des Stands der Technik auf einen
kleineren Durchmesser eingestellt. Natürlich hängen die genauen Durchmesser
oder die genauen Positionen der Vorsprünge 10 und 11 von der
Größe des Kettenrads
ab. Jedenfalls wird ein Winkel von vorzugsweise etwa 10° oder weniger durch
den Schnitt einer ersten durch die Drehpunkte des Kettenglieds 9a verlaufenden
Ebene und einer zweiten durch die Drehpunkte des Kettenglieds 9c verlaufende
Ebene gebildet.
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Wie
in den 2, 6(a) und 7 gezeigt,
sind die Kettentragevorsprünge 10 und 11 in
im großen
Kettenrad S1 ausgebildete Ausnehmungen 18 gepasst. Diese
Konstruktion ist vorgesehen, damit das große Kettenrad S1 und das kleine
Kettenrad S2 einen kleinen Abstand voneinander haben, obwohl die
Kettentragevorsprünge 10 und 11 stark
vorstehen.
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Grundsätzlich sind
vier Paare innerer und äußerer Kettentragevorsprünge 10 und 11 auf
dem großen
Kettenrad S1 ausgebildet. Die benachbarten Paare innerer und äußerer Kettentragevorsprünge 10 und 11 sind
derart gestaltet, dass ein Paar angeordnet ist, um mit den äußeren Kettengliedplatten 4a zu
fluchten, während
das andere Paar innerer und äußerer Kettengliedtrageabschnitte 10 und 11 angeordnet
ist, um mit den inneren Kettengliedplatten 4b zu fluchten.
Anders ausgedrückt
sind zwei der Paare der inneren und äußeren Kettentrageabschnitte 10 und 11 um
180° voneinander
beabstandet und fluchten mit den äußeren Kettengliedplatten 4a.
Die anderen zwei der Paare der inneren und äußeren Kettentrageabschnitte 10 und 11 sind
um 180° voneinander beabstandet
und fluchten mit den inneren Kettengliedplatten 4b. Anders
ausgedrückt
sind die äußeren Kettentragevorsprünge 10 der
benachbarten Paare der Tragevorsprünge 10 und 11 um
einen Abstand voneinander beabstandet, der im wesentlichen gleich
einer Länge
einer ungeraden Anzahl (drei) von angrenzenden Kettengliedplatten
der Kette 4 ist. Ähnlich
sind die inneren Kettentragevorsprünge 11 benachbarter
Paare von Tragevorsprüngen 10 und 11 um
einen Abstand voneinander beabstandet, der im wesentlichen gleich
einer Länge
einer ungeraden Anzahl (drei) von Kettengliedplatten ist. Die inneren und äußeren Kettentragevorsprünge 10 und 11 jedes Paars
von Vorsprüngen 10 und 11 sind
voneinander um einen Abstand voneinander beabstandet, der im wesentlichen
gleich einer Länge
einer geraden Anzahl (zwei) von Kettengliedplatten ist. Somit sind
sich die Kettentragevorsprünge 10 und 11 so
angeordnet, dass sie sich entweder zwischen den äußeren Kettengliedplatten 4a der
Kette 4 vorbeibewegen oder dass sie in Kontakt mit den äußeren Kettengliedplatten 4a der
Kette 4 kommen, nachdem die Kette 4 durch den
Kettenwerfer 6 vom kleinen Kettenrad S2 auf das große Kettenrad
S1 umgelegt worden ist. Wie aus den 4(a), 4(b) und 6(a) zu
ersehen, sind die Kettentragevorsprünge 10 und 11 funktionsmäßig in der
Lage, ohne im Verzahnungseingriff mit der Kette 4 befindlich
zu sein nur die Kette 4 hochzuheben.
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Die
vier Kettentragevorsprünge 11 befinden sich
bevorzugt von den vier äußeren Kettentragevorsprüngen 10 in
radialer Richtung einwärts.
Außerdem
befinden sich die vier inneren Kettentragevorsprünge 11 bezüglich der
Antriebsrichtung F der Rotation des großen Kettenrads S1 in Umfangsrichtung vor
den vier äußeren Kettentragevorsprüngen 10. Die
Kettentragevorsprünge 10 und 11 sind
derart dimensioniert und geformt, dass sie sich zwischen einem Paar äußerer Kettengliedplatten 4a und
entlang den inneren Kettengliedplatten 4b vorbeibewegen können, ohne
in Kontakt mit den inneren Kettengliedplatten 4b zu kommen,
wenn sie mit den inneren Kettengliedplatten 4b fluchten.
Anders ausgedrückt
besitzen die Kettentragevorsprünge 10 eine
Breite D1 parallel zum Kettenweg P während eines
Gangwechselvorgangs gemessen. Die inneren Kettentragevorsprünge 11 besitzen
einen Durchmesser oder eine Breite D2 in
einer Richtung parallel zum Kettenweg P während eines Gangwechselvorgangs
gemessen. Die Enden der benachbarten äußeren Kettengliedplatten 4a sind
um einen Abstand D3 voneinander beabstandet,
der grö ßer als
die Breite oder die Durchmesser D1 und D2 der der Kettentragevorsprünge 10 bzw. 11 ist,
wie in den 5 und 7 zu sehen.
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Die
vier inneren Kettentragevorsprünge 11 sind
vorzugsweise kreisförmig
im Querschnitt und kleiner als die Breite D1 der äußeren Kettentragevorsprünge 10.
Natürlich
ist es für
den Fachmann aus dieser Offenbarung ersichtlich, dass andere Formen möglich sind,
solange sie dem Gedanken der vorliegenden Erfindung folgen. Die
inneren Kettentragevorsprünge 11 sind
nahe dem Kettenpfad P positioniert, der sich vom kleinen Kettenrad
S2 zum großen Kettenrad
S1 erstreckt, um die Gangwechselvorgänge 12a des größeren Kettenrads
S1 zu erleichtern.
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Die
inneren Vorsprünge 11 befinden
sich an der Außenseite
des Gangwechselvorgangs, wenn die inneren Kettengliedplatten 4b mit
den inneren Kettentragevorsprüngen 11 fluchten.
Anders ausgedrückt
sind die inneren und äußeren Kettentragevorsprünge 10 und 11 nicht
in Eingriff mit der Kette 4, wenn die inneren Kettengliedplatten 4b mit
den Vorsprüngen 10 und 11 fluchten.
Der Gangwechsel ist bei der nächsten
Gangposition abgeschlossen.
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Herkömmliche
Vorsprünge
sind andererseits mit der Kette sogar dann in Eingriff, wenn die
Vorsprünge
mit dem inneren Kettenglied fluchten. Anders ausgedrückt sind
die Vorsprünge
mit der Kette sogar in Eingriff, obwohl sie nicht in einer Position fluchten,
die einen Gangwechselvorgang bewirkt. Daher verursacht im Stand
der Technik der Vorsprung eine Behinderung, die den Gangwechselvorgang
ungleichmäßig macht,
und verursacht ein unbefriedigendes Fahrgefühl. In der vorliegenden Erfindung
wird dagegen aufgrund der Form der Kettentragevorsprünge 10 und 11,
die leicht zwischen dem äußeren Kettenglied
der Kette gleiten, und dank des Winkels dieses zweiten Vorsprungs
ein flüssiger Gangwechselvorgang
durchgeführt.
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Positionen
der Kettentragevorsprünge 10 und 11 werden
entsprechend einer Größe der Kette 4 und
einer Form der Antriebszähne 12 bestimmt.
Einer dieser Zähne,
d.h. Zahn 12a, ist der erste Zahn, mit dem die Kette 4 beginnt
in Eingriff zu kommen, wenn die Kette 4 mit einem der Tragevorsprünge 11 in
Kontakt kommt. Ähnlich
beginnt die Kette 4 nach Kontakt mit dem Tragevorsprung 10 mit
dem zweiten Antriebszahn 12b in Eingriff zu kommen. Somit
werden die Kettentragevorsprünge 10 und 11 vom
jeweiligen Antriebszahn zu einer Kettenradachse hin in einer Antriebsrichtung
F bewegt, wie in 3 zu sehen.
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Wie
am besten in 7 zu sehen, bedeutet der Kettenweg
P, wie er hier verwendet wird, die Längsachse des Abschnitts der
Kette 4, der sich zwischen der Rollenoberfläche der
Kette 4, die mit dem Zahn 12b des großen Kettenrads
S1 in Kontakt kommt, und dem Punkt, an dem die Kette 4 das
kleine Kettenrad S2 verläßt, erstreckt.
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Jeder
der in den obigen Positionen angeordneten Kettentragevorsprünge 10 und 11 ist
funktionsmäßig in der
Lage, bei Rotation des großen
Kettenrads S1 die durch den Kettenwerfer 6 umgelegte Kette 4 hochzuheben
und die Kette 4 zu einem der Antriebszähne 12 hin bewegen.
Wenn die Kettenräder S1
und S2 bei Betätigung
des Kettenwerfers 6 gedreht werden, bewegt sich einer der
inneren Kettentragevorsprünge 11 und
einer der äußeren Kettentragevorsprünge 10,
die sich mit dem großen
Kettenrad S1 drehen, auf eine Position unter der Kette 4 und kommt
mit einem Paar äußerer Kettengliedplatten 4a der
Kette 4, wie in den 4(b) und 7 gezeigt, in
Kontakt.
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Insbesondere
bewirkt die Rotation des großen
Kettenrads S1, dass einer der inneren Kettentragevorsprünge 11 die
Kette 4 zunächst
vom großen Kettenrad
S1 in radialer Richtung nach außen
hochhebt. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der äußere Kettentragevorsprung 10 unter
die angehobene Kette 4 und kommt mit ihr in Eingriff, ohne
mit der Kette 4 im Verzahnungseingriff befindlich zu sein.
Durch den Anhebevorgang der Kettentragevorsprünge 10 und 11 und
den Umlegevorgang des Kettenwerfers 6 befindet sich die
Kette 4 im Verzahnungseingriff mit einem Antriebszahn 12 des
großen
Kettenrads S1, der mit der Kette 4 vor allen anderen Zähnen in
Kontakt kommt. Auf diesem Weg wird die Kette 4 leicht und
zuverlässig
vom mittleren Kettenrad S2 auf das große Kettenrad S1 umgelegt.
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Bei
weiterer Drehung des großen
Kettenrads S1 bewirkt die Umlegekraft des Kettenwerfers 6, dass
die Kette 4 mit einem der Antriebszähne 12 in Eingriff
kommt und dass sie sich von den Kettentragevorsprüngen 10 und 11 löst. Das
schließt
ein Umlegen der Kette 4 vom kleinen Kettenrad S2 auf das große Kettenrad
S1 ab.
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Die
Position der inneren Kettentragevorsprünge 11 wird entsprechend
einer Größe und Form der
Kette 4 bestimmt. Wie aus 2 zu sehen,
werden die inneren Kettentragevorsprünge 11 vom äußeren Kettentragevorsprung 10 zu
einer Kettenradachse hin und in einer Drehrichtung F der Kettenräder, wie
in 2 gezeigt, bewegt.
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Die äußeren Kettentragevorsprünge 10 sind auch
in einer Position entsprechend der Größe und Form der Kette 4 angeordnet.
Die äußeren Kettentragevorsprünge 10 werden
vom Antriebszahn 12 in radialer Richtung zur Achse des
großen
Kettenrads S1 hin und in der Rotationsrichtung F der Kettenräder bewegt.
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Die
Kettentragevorsprünge 10 und 11 sind gehärtet, um
gegen Reibung mit der Kette 4 beständig zu sein. In der obigen
Ausführungsform
sind die Kettentragevorsprünge 10 und 11 integral
als Teil des großen
Kettenrads S1 ausgebildet. Jedoch können diese Vorsprünge 10 und 11 als
vom großen
Kettenrad getrennte Komponenten ausgebildet sein. Vorzugsweise ist
das Kettenrad S1 aus Stahl ausgebildet, wobei die Kettentragevorsprünge 10 und 11 durch
Druckbearbeiten des Kettenrads ausgearbeitet sind und die ausgearbeiteten
Vorsprünge
gehärtet sind,
um die Abriebfestigkeit zu erhöhen.
Die Härtungsbehandlung
kann je nach Abriebfestigkeit, Härte
und anderen Eigenschaften eines zum Ausbilden des Kettenrads verwendeten
Materials weggelassen werden.
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Eine
weitere Ausführungsform
wird anhand 9 beschrieben, die eine Dreifach-Kettenradbaugruppe
zeigt. Diese Kettenradbaugruppe umfasst ein großes Kettenrad S1, ein mittleres
Kettenrad S1A und ein kleines Kettenrad S2A. Wie bei einem herkömmlichen
Antriebsmechanismus eines Fahrrads werden die Kurbelarme 1 gedeht,
um den Antrieb von den Kettenrädern
S1, S1A und S2A über
eine Kette 4 auf ein hinteres Kettenrrad 5 zu übertragen.
Ein Kettenwerfer 6 ist funktionsmäßig in der Lage, durch Umlegen
der Kette 4 zwischen den Kettenräder S1, S1A und S2a drei Geschwindigkeiten
bereitzustellen. Grundsätzlich
sind in dieser Ausführungsform
sowohl das große
Kettenrad S1 als auch das mittlere Kettenrad S1A wie in der ers ten
Ausführungsform
mit Vorsprüngen
versehen. Anders ausgedrückt
ist das Kettenrad S1 dieser Ausführungsform
mit dem Kettenrad einer der ersten Ausführungsformen identisch. Das
mittlere Kettenrad S1A ist mit dem kleinen Kettenrad S2 der ersten
Ausführungsform
identisch, aber weist eine dem großen Kettenrad S1 ähnliche Mehrzahl
von Vorsprüngen
auf. Das kleine Kettenrad S2A ist im wesentlichen mit Kettenrad
S2 der ersten Ausführungsform
identisch, außer
dass das Kettenrad S2A einen kleineren Durchmesser als das Kettenrad
S2 der ersten Ausführungsform
besitzt. Im Hinblick auf die Ähnlichkeiten
dieser Ausführungsform
und der ersten Ausführungsform
wird diese Ausführungsform
hier nicht diskutiert oder ausführlich
erläutert.
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Dadurch,
dass in sämtlichen
beschriebenen Ausführungsformen
eine Mehrzahl von Kettentragevorsprüngen und eine Mehrzahl von
Kettenumlegezähnen
vorgesehen ist, wird ein Umlegevorgang schnell mit erhöhten Möglichkeiten
der Kette 4, im Laufe der Rotation der Kettenräder 4 mit
einem Kettentragevorsprung und einem Kettenumlegezahn in Eingriff
zu kommen, ausgeführt.
Jedenfalls kann nur ein Kettentragevorsprung oder Kettenumlegzahn vorgesehen
sein. Außerdem
können
die Kettentragevorsprünge
und die Kettenumlegzähne
nur auf dem mittleren Ketterrad oder sowohl auf dem großen Kettenrad
als auch auf dem mittleren Kettenrad vorgesehen sein.
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Die
Ausdrücke,
die sich auf ein Maß beziehen,
wie etwa „im
wesentlichen", „etwa" und „ungefähr", bedeuten, wie sie
hier verwendet werden, ein angemessenes Maß an Abweichung des modifzierten
Begriffs, so dass das Endergebnis nicht wesentlich geändert wird.
Diese Ausdrücke
sollen so ausgelegt werden, dass sie eine Abweichung von ± 5 % des modifizierten
Begriffs umfassen, falls dies nicht die Bedeutung des durch sie
modifizierten Begriffs zunichte macht.
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Während nur
ausgewählte
Ausführungsformen
gewählt
wurden, um die vorliegende Erfindung zu erläutern, ist es für den Fachmann
aus dieser Offenbarung ersichtlich, dass verschiedene Veränderungen
und Abwandlungen darin durchgeführt
werden können,
ohne vom Umfang der Erfindung, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert
ist, abzuweichen. Außerdem
wird die vorangegangene Beschreibung der Ausführungsformen gemäß der vorliegenden
Erfindung nur zur Erläuterung
gelie fert, und nicht für
den Zweck, die Erfindung, wie sie durch die beigefügten Ansprüche definiert
ist, einzuschränken.