DE600863C - Verfahren zum Schwimmaufbereiten - Google Patents

Verfahren zum Schwimmaufbereiten

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DE600863C
DE600863C DEC47799D DEC0047799D DE600863C DE 600863 C DE600863 C DE 600863C DE C47799 D DEC47799 D DE C47799D DE C0047799 D DEC0047799 D DE C0047799D DE 600863 C DE600863 C DE 600863C
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naphthenic acids
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • B03D1/004Organic compounds
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D2201/00Specified effects produced by the flotation agents
    • B03D2201/04Frothers

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 2. AUGUST 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 600863 KLASSE 1c GRUPPE
C 47799 Vl\i c
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1933 ab
Es ist bekannt, bei der Schwimmaufbereitung von Erzen und Mineralien gesättigte und ungesättigte höhere Fettsäuren zu verwenden, wie Palmitinsäure, Ölsäure und andere mehr, also S Verbindungen vom Typus Cn H2 n 4.1C O O H und Cn Ha n—i COOH, wobei die Kohlenwasserstoffgruppen offene Ketten darstellen. Diese Säuren und ihre Salze besitzen zwar eine verhältnismäßig günstige Schwimmwirkung, ihrer Ver-Wendung steht jedoch in vielen Fällen der Praxis ihr hoher Preis entgegen, besonders dann, wenn das zur Verfügung stehende Wasser sehr hart ist, so daß ein nicht unwesentlicher Anteil der Fettsäure durch Ausfällung der unlöslichen fettsauren Kalksalze verbraucht wird. Es besteht daher sowohl für die Schwimmaufbereitung sulfidischer und oxydischer Erze wie auch oxydischer Mineralien, beispielsweise Flußspat, Apatit, Kryolith usw., deren verhältnismäßig niedriger Wert kostspielige Aufbereitungsverfahren nicht verträgt, das starke Bedürfnis nach wirksamen, dabei aber billigen Schwimmmitteln.
Eine Gruppe solcher, den wirtschaftlichen und aufbereitungstechnischen Anforderungen entsprechender Mittel wurde erfindungsgemäß in den in großen Mengen als Abfallprodukte der Rohölindustrie anfallenden Naphthensäuren sowie deren Salzen gefunden. Diese natürlichen 0 Naphthensäuren enthalten neben den eigentlichen Säuren auch deren Derivate und die beim Raffinationsprozeß entstehenden Kondensationsprodukte. Die Naphthensäuren, über deren Konstitution bisher noch keine Klarheit herrscht, sind offenbar im Gegensatz zu den offene Ketten bildenden höheren Fettsäuren cyclischer Natur. Es wurde festgestellt, daß solche Carboxylverbindungen vom Typus der Naphthensäuren trotz ihrer eigenartigen Konstitution sich für die Schwimmaufbereitung vorzüglich eignen und wesentliche Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Fettsäuren zeigen. Aber nicht nur die natürlichen, aus Rohöl stammenden Naphthensäuren . und deren Salze, sondern auch die synthetischen Naphthensäuren, deren Salze und Derivate zeigen dieselben günstigen Eigenschaften bei der Schwimmaufbereitung. Der Umstand, daß die im Gemisch der natürlichen Naphthensäuren enthaltenenniederen Naphthensäuren verhältnismäßig leicht löslich sind, hat zur Folge, daß sie neben einer sammelnden auch erne gute schäumende Wirkung besitzen. Naphthensäuren, deren Salze und Derivate können daher in gleicher Weise für sich allein der Trübe zugesetzt oder in Gegenwart von anderen Schäumern und Sammlern sowie von sonstigen üblichen Flotationszusätzen verwendet werden. Es ist keinesfalls nötig, reine Naphthensäuren oder deren Verbindungen zu verwenden, ebensogut eignen sich die rohen, technischen
Naphthensäuren und deren Derivate, also jene Produkte, wie sie bei der Raffination von Erdöl in größtem Maßstab anfallen.
Gegenüber "den ' bisher" für die Schwimmaufbereitung oxydischer Mineralien verwendeten Mitteln haben die Naphthensäuren, deren Salze oder Derivate den Vorteil sowohl bezüglich der Höhe der Anreicherung als auch bezüglich des. Ausbringens, wesentlich bessere Ergebnisse zu
ίο liefern, und dies mit einer sehr viel geringeren Zusatzmenge. Es werden daher bei Verwendung der Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung die Kosten der Flotation bedeutend herabgesetzt, so daß selbst in Fällen, wo wegen der verhältnismäßig geringen Werte der Konzentrate bisher eine schwimmtechnische Aufbereitung nicht stattfinden konnte, die Möglichkeit vorliegt, die Flotation mittels Naphthensäuren wirtschaftlich durchzuführen.
Beispiel 1
1000 g eines oxydischen Kupfererzes von 4,3% Kupfergehalt, das hauptsächlich Rotkupfererz (Cu2O) neben Quarz, Kalkstein und Eisenoxyden enthält, wurden nach Naßvermahlung auf 0,20 mm Feinheit zu einer Trübe ι: 4 verrührt. Nach Zugabe von gereinigter Naphthensäure (2,5 kg/t) wurde die Trübe in einem M. S.-Unterluftapparat 20 Minuten lang flottiert, wobei 125 g Konzentrat abgetrennt wurden, das 24% Cu enthielt, entsprechend einem Ausbringen von 71%.
Beispiel 2
1000 g eines Malachiterzes mit 4,23% Cu wurden in genau der gleichen Weise wie in Beispiel 1 verarbeitet, wobei jedoch rohe Naphthensäure als Schwimmittel diente und die Flotationszeit nur 15 Minuten betrug. Es ergaben sich 80 g eines Konzentrates mit 33% Cu, entsprechend 61,5% Ausbringen.
Durch längeres Aufschwimmen wurde ein Konzentrat mit 22% Cu bei einem Ausbringen von 66,5% erhalten.
Beispiel 3
Ein Malachiterz mit 5,14% Cu, auf 0,33 mm Feinheit vermählen, wurde in einer Trübe 1:5 unter Zusatz von 0,1 kg/t Wasserglas und 2,9 kg/t Naphthensäure 8 Minuten lang flottiert. Es wurden 125 g eines Konzentrates mit 27,7% Cu erhalten, entsprechend einem Ausbringen von 67,5%. Ein unter den gleichen Bedingungen ausgeführter Vergleichsversuch unter Verwendung von Ölsäure an Stelle der Naphthensäure ergab ein Konzentrat von 26,5 % Cu und ein Ausbringen von 69%.
Beispiel 4
1000 g eines Rohgutes von Flußspat mit 81% CaF2, der Rest aus Kieselsäure und SiIicaten bestehend, wurden auf 0,33 mm Feinheit vermählen und die Trübe (1: 4,5) unter Zugabe von 0,200 kg/t Kalk, 700 g/t Wasserglas und 1,2 kg/t naphthensäuren! Natrium flottiert. Es wurden ferner 0,015 kg/t Pineöl zur Erhöhung der Schaumkraft zugesetzt. ■ An Stelle von Pineöl kann auch Kresylsäure verwendet werden. Es wurde ein Konzentrat erhalten, das nur 1,2% SiO2 enthielt und über 97% CaF2. Das Ausbringen betrug 84,10Z0.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zum Schwimmaufbereiten von Erzen und Mineralien, gekennzeichnet durch die Verwendung von Naphthensäuren, deren Salze oder Derivate.
DEC47799D 1932-05-24 1933-04-23 Verfahren zum Schwimmaufbereiten Expired DE600863C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PL600863X 1932-05-24

Publications (1)

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DE600863C true DE600863C (de) 1934-08-02

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ID=19936482

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