DE600710C - Elektrischer Kontakt fuer Schalter, insbesondere Loeschkammerschalter, zum Schalten grosser Stroeme - Google Patents

Elektrischer Kontakt fuer Schalter, insbesondere Loeschkammerschalter, zum Schalten grosser Stroeme

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Publication number
DE600710C
DE600710C DEA66127D DEA0066127D DE600710C DE 600710 C DE600710 C DE 600710C DE A66127 D DEA66127 D DE A66127D DE A0066127 D DEA0066127 D DE A0066127D DE 600710 C DE600710 C DE 600710C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
switches
switching
contacts
large currents
Prior art date
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Expired
Application number
DEA66127D
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English (en)
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BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/14Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting

Landscapes

  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 30. JULI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 4052
A66i2?VIIIbJ2ic Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 12. Juli 1934
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie in Baden, Schweiz
Elektrischer Kontakt für Schalter, insbesondere Löschkammerschalter, zum Schalten großer Ströme
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Kontakte für Schalter, insbesondere Löschkammerschalter, zum Schalten großer Ströme. Bei punktförmigem Stromübergang an der Kontaktstelle bilden, sich zwischen den Schaltkontakten· !elektrodynamische Kräfte aus, welche bestrebt sind, die stromführenden Teile voneinander zu trennen. Diese Kräfte wachsen mit dem Quadrat des Stromes an, und es ist aus der Erfahrung bekannt, daß bei Klotzkontakten, die Abhebungserscheinungen und die daraus entstehende Gefahr der Verschweißung der Kontakte praktisch nicht verhindert werden kann. Um diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, wurde vorgeschlagen, die Kontakte z. B. in Form von Solenoiden auszubilden, welche die Eigenschaft haben, sich beim Stromfluß anzuziehen. Für gewisse .Schalter bietet aber diese Kontaktart insofern einen Nachteil, als auch der bewegliche Kontakt in· Form eines SoIenoides durchgebildet werden muß, was aber besonders mit Rücksicht auf das größere Gewicht des beweglichen Teiles nicht immer möglich ist. Weiter verwendet man unterteilte Kontakte in· Form von Finger- oder Tulpenkontakten. Bei diesen besteht der bewegliche Kontakt aus einem Messer bzw. aus einem Stift, der feststehende Kontakt dagegen aus mehreren federnd angeordneten Fingern oder Lamellen, zwischen welche der. bewegliche Kontakt geschoben wird. Der Stromüberganig erfolgt bei dieser Anordnung
gleichzeitig; an mehreren Kontaktstellen, so daß an den einzelnen Punkten eine entspreohend kleinere Stromdichte und folglich im Quadrat mit der Stromstärke abnehmende elektrodynamische Kräfte auftreten·. Didse Kontaktanordnung hat aber den Nachteil, daß im eingeschalteten Zustand der bewegliche Kontakt einige Zentimeter zwischen den gefederten Fingern des feststehenden Schaltstückes verschoben werden· muß, was eine Vergrößerung des Schalthubes des Schalters bedingt. Außerdem ist damit ein Zeitverlust verknüpft, welcher besonders beim Abschalten in Erscheinung tritt, da die Unterbrechung des zu öffnenden Stromkreises erst dann beginnt, wenn der bewegliche Kontakt von dem festen getrennt wird, also erst nach Zurücklegung· eines Abschaltweges von einigen Zentimetern. Weiterhin ist zu beachten, daß die große Federkraft, mit welcher o!ie Segmente des festen Schaltstückes gegen dein beweglichen Schaltstift angepreßt werden und welche durch die Wirkung der elektrodynamischen Anziehung zwischen den Fingern und Lamellen noch, vergrößert wird, unter Umständen das Herausziehen des beweglichen Kontaktstückes so erschweren kann, daß die Anfangslbewegung des beweglichen Kontaktes nur »elativ langsam vonstatten geht. Dieser Zeitverlust ist besonders bei sogenannten Schnellschaltern nachteilig, welche mit äußerst kurzen Unterbrechungszeiten arbeiten müssen.
Es sind ferner Kontakte bekannt, bei denen der feste Kontakt so ausgebildet ist, daß er aus mehreren einzelnen in rillenartigen Vertiefungen eines Kontaktgrundkörpers liegenden abgefederten^ Klotzkontakten besteht, wobei jedem einzelnen Klotzkontakt ein Gegenkontakt gegenüberliegt und alle Gegenkontakte gleichzeitig bewegt werden. Diese Anordnung bedingt eine besondere Ausbildung to der Klotzkontakte für die Wärmeabfuhr, wobei trotzdem der Nachteil besteht, daß die Wärmeabfuhr nicht gleich günstig ist für sämtliche Klotzkontakte.
Alle diese Mangel werden erfindungsgemaß dadurch beseitigt, daß die den feststehenden Kontakt bildenden Kontaktteile zu einem ebenen, fLächenförmigen Gebilde zusammengesetzt sind, das praktisch senkrecht zur Schaltrichtung liegt und gegen das sich der bewegliche, stabförmige Kontakt beim Schließen der Kontakte anlegt. Auf diese Weise ist es möglich, die Vorteile der Klotzkontakte mit denjenigen der unterteilten Kontakte zu verbinden, d.h. eine rasche Unterbrechung und einen Stromübergang an mehreren Kontaktstellen zu erreichen. Die Wärmeabfuhr isit sehr günstig, da jeder Kontaktteil ungehindert die aufgenommene Wärme für sich abgeben kann; die Schaltleistung kann also erhöht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt. Mit 1 ist der bewegliche Kontakt bezeichnet, 2 sind die mittels der Federn 3- abgefederten, feststehenden Kontaktseginente, die in einer Ebene gelagert sind, die quer zur Schaltrichtung verläuft. Die freien Enden der Segmente legen sich gegen den Begrenzungsanschlag 7 an, der 4Q einstellbar ist. und zweckmäßig als Stellschraube ausgebildet ist. Dieser Begrenzungsansclüag kann als Abbrennkontakt benutzt werden und mit halbkugelförmigem Kopf versiehen sein. Die Kontakt Segmente sind beim Ausführtingsheispiel zu 'einer -Kreis'scheibe zusammengesetzt und in einer Rille 4 im Mantel eines zylindrischen Kontaktträgers 5 'unter Verwendung eines Schraubeinsatzes 6 gelagert. Anstatt die 'einzelnen Kontaktsegmente je für sich federnd abzustützen, kann gegebenenfalls 'eine gemeinsame Feder verwendet werden. Der bewegliche Kontakt 1 kann sowohl ein Hohlkontakt als auch ein Kontaktstift mit einer Aushöhlung an der Kontaktfläche sein.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Elektrischer Kontakt für Schalter, insbesondere Löschkammerschalter, zum Schalten großer Ströme mit einem bewegliehen, stabförmigen Kontakt und .einem in einzelne in der Schaltrichtung für sich federnd angeordnete Kontaktteile unterteilten, feststehenden Kontakt, dadurch gekennzeichnet, daß die den feststehenden Kontakt bildenden segmentartigen Kontaktteile zu -einem ebenen und fiächenförmigen Gebilde zusammengesetzt sind, das praktisch senkrecht zur Schaltrichtung liegt und gegen das' der bewegliehe, stabförmige Kontakt beim Schließen der Kontakte sich anlegt.
  2. 2. Kontakt nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet,' daß die federnden Kontaktteile des festen Kontaktes zu einer Kreisscheibe zusammengesetzt sind,
  3. 3. Kontakt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag für die Begrenzung der Bewegung der Kontaktteile in der Schaltrichtung als Abbrennkontakt ausgebildet ist.
  4. 4. Kontakt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstücke des festen Kontaktes mit ihren äußeren Enden in einer Rille im Mantel eines zylindrischen Kontaktträgers gelagert sind, während die inneren, unter Federwirkung stehenden Enden frei in die Bahn des beweglichen Kontaktes hineinragen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA66127D 1932-06-02 1932-06-02 Elektrischer Kontakt fuer Schalter, insbesondere Loeschkammerschalter, zum Schalten grosser Stroeme Expired DE600710C (de)

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DE (1) DE600710C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE886333C (de) * 1951-02-16 1953-08-13 Otto Noack Kontaktlager fuer Starkstrom ohne flexible Verbindung
DE1130038B (de) * 1960-04-19 1962-05-24 Licentia Gmbh Duesenfoermiges Schaltstueck fuer Leistungsschalter
DE1226694B (de) * 1963-08-13 1966-10-13 Licentia Gmbh Kontaktanordnung fuer elektrische Schalter
DE1236634B (de) * 1964-06-25 1967-03-16 Licentia Gmbh Schaltkontaktanordnung fuer Hochspannungsleistungsschalter

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DE1226694B (de) * 1963-08-13 1966-10-13 Licentia Gmbh Kontaktanordnung fuer elektrische Schalter
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